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Dax wieder im Sturzflug – Trump verschärft Zollkrieg mit China

Dax wieder im Sturzflug - Trump verschärft Zollkrieg mit China
Korrektur im Chart. Grafik: Who-is-Danny-Freepik.com

Der Dax hat sich am Dienstag nach dem größten viertägigen Kursrutsch seit der Covid-19-Pandemie im Zuge der Zollankündigung durch Donald Trump erholt. Er knüpfte damit an seine Stabilisierung vom Vortag an und eroberte die Marke von 20.000 Punkten zurück. Auch die Volatilität ging diesseits und jenseits des Atlantiks zunächst zurück, nachdem sie am Vortag den höchsten Stand seit dem Corona-Crash erreicht hatte, was die Aktienmärkte stützte. Der Dax kletterte in der Spitze bis auf 20.468 Punkte und beendete den Handel bei 20.280 Punkten. Unter dem Strich stand ein Plus von 490 Punkten (2,5%) zu Buche. Doch das nächste Börsenbeben ließ nicht lange auf sich warten: Trump eskaliert den Zollkrieg mit China und schickt die Aktienmärkte erneut auf Talfahrt.

Auch an der Wall Street ging es am Dienstag zunächst bergauf, bevor es im späten Handel der nächste Einbruch folgte. Trump hatte China ein Ultimatum gestellt, die Zölle von 34% zurückzunehmen oder die USA würden die Strafzölle nochmals um 50% auf insgesamt 104% erhöhen. Da China nicht einlenkte, dürften die Zölle um 6.01 Uhr deutscher Zeit in Kraft getreten sein und den Zollkrieg zwischen den Supermächten weiter eskalieren lassen. China hat bereits angekündigt, einen Zollkrieg „bis zum bitteren Ende“ zu führen, sollten die USA auf weiteren Zöllen bestehen.

Aktienmärkte: Stabilisierung oder weiterer Einbruch?

Ob sich die Aktienmärkte stabilisieren, dürfte von den Launen Trumps und der weiteren Entwicklung im Zollstreit zwischen den USA und China abhängen. Noch ist das Verlaufstief vom Montag nicht unterschritten und es besteht eine kleine Chance auf eine Erholung. Angesichts der jüngsten Entwicklungen und der anhaltenden Unsicherheit ist es aber noch viel zu früh, das Ende der Korrektur auszurufen. Zum einen fehlen die Signale für eine nachhaltige Stabilisierung, zum anderen sieht die Struktur des Dax und der US-Indizes noch nicht nach einem nachhaltigen Boden aus. Dazu fehlt ein zweiter Rücksetzer, der derzeit im Gange ist, um ein höheres Tief auszubilden und einen neuen Aufwärtsimpuls zu starten.

Sollten die Aktienindizes jedoch unter ihre Tiefs fallen, droht eine Fortsetzung des jüngsten Ausverkaufs. Warnsignale sendet weiterhin der Volatilitätsindex (VIX), der am Dienstag wieder über 50 gestiegen ist. Zudem sind die 10-jährigen US-Renditen seit Montag stark angestiegen. Da die Märkte immer wieder mit Schlagzeilen aus dem Weißen Haus bombardiert werden, ist an den Aktienmärkten noch keine Ruhe eingekehrt und die Kursschwankungen dürften hoch bleiben.

Dax vor nächstem Einbruch?

Long: Am Mittwoch droht erneut eine große Kurslücke nach unten, denn der Dax gab im nachbörslichen Handel deutlich nach. Er fiel zeitweise bis auf 19.313 Punkte und näherte sich damit dem Tief vom Montag. Für die Bullen geht es kurzfristig darum, die Tiefs zu verteidigen. Gelingt es, ein höheres Tief auszubilden, könnte eine zweite Erholungsbewegung starten. Hält das Tief bei 19.313, könnte es zunächst zu einer Gegenbewegung in Richtung 19.875 und 19.940 kommen. Dazu müsste der Index aber über 19.735 steigen. Ein Anstieg über 19.875 würde schließlich weiteres Potenzial bis zur 20.000er-Marke freisetzen. Höhere Kurse sind nur möglich, wenn es Meldungen über eine Deeskalation im Zollkrieg gibt. Dann könnte der Dax wieder Kurs auf 20.450 und mehr nehmen.

Short: Der Druck auf die Aktienmärkte hält an und die gestrigen Gewinne wurden wieder abgegeben. Sollte der Dax unter 19.313/285 fallen, drohen weitere Abgaben bis 19.000. Auch ein Rückgang bis zum Montagstief bei 18.489 ist möglich, wenn der Dax unter 18.809 fällt. Bricht er das Verlaufstief, rückt die nächste markante Zone von 18.240 bis 18.035 ins Visier. Hier könnte der Index zunächst Halt finden.

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Aktienmärkte: Dax vor Einbruch - Trump verschärft Zollkrieg gegen China

Dax-Chart von TradingView

Dax Unterstützungen (US)

19.884 – Tagestief 08.04.

19.789 – Gap 07.04.

19.674 – ex Allzeithoch 17.10.2024

19.645 – Horizontale

19.525 – Horizontale

19.000 – Psycho-Marke

18.809 – Zwischentief

18.489 – Tagestief 07.04.

18.239 – Horizontale

18.035 – Horizontale

Dax Widerstände (WS):

19.737 – Zwischenhoch

19.875 – Horizontale

19.940 – Horizontale

20.000 – Psycho-Marke

20.280 – Gap 08.04.

20.328 – 200-Tage-Linie (EMA)

20.450 – Horizontale

20.468 – Tageshoch 08.04.

20.799 – Tageshoch 07.04.

21.000 – Psycho-Marke

Die hier angewandte fundamentale und technische Analyse stellt keine Anlageberatung dar. Es handelt sich auch nicht um Kauf- oder Verkaufsempfehlungen von Wertpapieren und sonstige Finanzinstrumenten. Die Wertentwicklung der Vergangenheit bietet keine Gewähr für künftige Ergebnisse. Die bereitgestellten Analysen sind ausschließlich zur Information bestimmt und können eine individuelle Anlageberatung nicht ersetzen. Eine Haftung für mittelbare und unmittelbare Folgen aus diesen Vorschlägen ist somit ausgeschlossen.



Stefan Jäger
Über den RedakteurStefan Jäger
Stefan Jäger berichtet als Finanzjournalist über das aktuelle Geschehen an den Aktien- und Edelmetallmärkten. Mit fundierter Fundamentalanalyse und präziser Technischer Analyse beleuchtet er zudem Chancen und Risiken verschiedenster Assets.
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5 Kommentare

  1. Staatspräsident Xi Jinping nimmt sicherlich zur Kenntnis, daß der 47. US-Präsident Donald John Trump mit Staatspräsident Dr. Wladimir Putin in Sachen Russland-Ukraine-Konflikt verhandelt, und in Kürze direkte Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran in Sachen JCPOA-Deal stattfinden.

    1. Auch n-tv-online berichtet darüber, daß Präsident Trump davon ausgeht, daß China anrufen wird.

      1. MdB Friedrich Merz räumt der aktuellen Situation auf den Finanzmärkten einen entsprechenden Stellenwert ein. Friedrich Merz ist jedoch gänzlich ungeeignet, um zwischen Staatspräsident Xi Jinping und dem 47. US-Präsidenten Donald John Trump in Sachen Zölle/Handelsbeziehungen zu vermitteln. Hingegen würden sich Bundeskanzlerin a.D. Dr. Angela Dorothea Merkel und Bundeskanzler Olaf Scholz dafür eignen.

        1. Oder Herr Merz trifft sich als wahrscheinlich kommender Bundeskanzler diesbezüglich mit Staatspräsident Emmanuel Macron. Ich gehe auch davon aus, daß die erste Auslandsreise eines möglichen Bundeskanzlers Friedrich Merz Frankreich sein wird.

          1. Vielleicht kann sich diesbezüglich ja auch Ministerpräsident Boris Rhein in den Dienst meines Landes Bundesrepublik Deutschland stellen. Zu seinem politischen Alltag gehört der Finanzplatz Frankfurt am Main. Und in einem gewissen Maß agiert der Jurist auch in Sachen Außenwirtschaftspolitik. Mit im Boot: Staatsminister a.D. MdB Tarek Al-Wazir. Zudem gibt es noch eine Premiumpartnerschaft zwischen Hessen und den USA.

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