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Indizes

Dax: Wird die 11.000 fallen? Wahrscheinlich..

Der Dax ist innerlich zu schwach, als dass schon bei der 11.000er-Marke der Boden gefunden sein könnte..

Markus Fugmann

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am

Die innere Schwäche des Dax

Das war gestern wieder einmal nicht gerade ein Glanzstück des Dax. Ohne die Amerikaner, aber doch mit Rückenwind relativ starker Aktienmärkte in Asien konnte sich der deutsche Leitindex gestern bis 11264 Punkte erholen, aber dann war die Kraft offenkundig aufgebraucht und der Weg nach Süden angesagt:

 


(Chart durch anklicken vergrößern)

Nun droht der Dax – das legt das Chartbild durchaus nahe – wieder nach unten weg zu kippen. Und wenn das passiert, ist die Frage ob die 11.000er-Marke, die dem letzten Ansturm am 19.November noch standgehalten hatte, diesmal sich erneut als Bollwerk bestätigen kann. Und unser Bauchgefühl – ein zugebenermaßen nicht rational nachvollziehbarer, aber gleichwohl erfahrungsbasierter Richtwert – tendiert dazu, diese Frage mit „nein“ zu beantworten. Denn der Dax ist innerlich zu schwach, als dass schon bei der 11.000er-Marke der Boden gefunden sein könnte. Das hat einmal mehr der gestrige Handelstag ohne die Amerikaner gezeigt – solche Handelstage sind zwar meist langweilig, aber eben dennoch aussagekräftig, weil sich vor allem zeigt, wie heimische Investoren gestrickt sind.

 

Schieflagen

Und es sind vor allem die Profi-Investoren unter den „Heimischen“, die schon länger auf der Long-Seite im Markt stehen und hoffen, noch einen passablen Ausstieg zu erwischen und die Buchverluste zu reduzieren oder gar ganz zu eliminieren (siehe hierzu den Artikel „Dax-Stimmung: Privatanleger ziehen die Reißleine, Profis klammen sich an Durchalte-Parolen“).

Mit anderen Worten: Erholungen dürften immer wieder zum Ausstieg genutzt werden von den Profi-Investoren. Wenn dagegen die (Dax-)Kurse weiter fallen, steigen auch die Buchverluste, damit also die Schmerzen dieser Profi-Investoren. Die Folge wäre dann ein beschleunigter Abverkauf, der den deutschen Leitindex dann deutlich unter die 11.000er-Marke drücken dürfte (Unterstützung im Bereich der 10810er-Marke).

Auch die Wall Street dürfte sich in nächster Zeit als wenig hilfreich erweisen. Hier wird immer klarer, dass massive Schieflagen (siehe dazu den heutigen Videoausblick über den Margin Debt sowie zum Thema Margin Debt als Frühindikator) abgebaut werden müssen – und das ist ein Prozeß, der dauert. Daher erleben wir derzeit mehr als eine Korrektur, sondern eine Trendwende an den Aktienmärkten, wobei die Wall Street nach ihrem massiven Höhenflug auch mehr Fall-Potential hat.

Die Trendwende an den Aktienmärkten wiederum korrespondiert mit der geänderten Politik der Notenbanken: als die Notenbanken jahrelang die Märkte mit Liquidität zuschütteten, stiegen die Kurse; jetzt entzieht die mit Abstand wichtigste Notenbank Liquidität (durch Zinsanhebungen und Bilanzreduzierung) – und die Kurse fallen. Ist doch eigentlich nicht eine so fürchterlich unlogische Reaktion, oder?

Daher gilt weiterhin: Erholungen sind Verkaufsgelegenheiten..

 

Foto: Deutsche Börse AG

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Finanznews

Wall Street: Die USA am letzten Tag von Trump! Marktgeflüster (Video)

Wie ist die Ausgangslage der Wall Street und der USA am letzten vollständigen Tag der Präsidentschaft von Donald Trump? Streiflichter..

Markus Fugmann

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Wie ist die Ausgangslage der Wall Street und der USA insgesamt am letzten vollständigen Tag der Präsidentschaft von Donald Trump? Auf der einen Seite extrem hohe Kurse der Aktienmärkte und die Hoffnung auf Stimulus – der aber die innere Spaltung der USA nicht schnell heilen kann und wird. Daher wird diese Spaltung wahrscheinlich erst noch schlimmer werden, bevor es besser werden kann. Nur eines ist sicher: auch unter Biden werden die Schulden der USA weiter explodieren, daher ist der entscheidende Trigger für die Aktienmärkte die Entwicklung der Kapitalmarktzinsen – die wiederum an die Inflationserwartung gekoppelt sind. Heute die Wall Street am letzten Tag Trumps volatil – eine Folgewirkung des Optionssverfalls letzten Freitag..

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Rüdiger Born: Aufwärtsszenario für den Nasdaq

Rüdiger Born

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MDax war auf lange Sicht die deutlich bessere Wahl als der Dax

Claudio Kummerfeld

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Der MDax repräsentiert sozusagen nach den 30 wichtigsten deutschen Börsentiteln (Dax) die nachfolgenden 50 wichtigsten Unternehmen. Sozusagen die „zweite Reihe“ in Sachen Größe, Volumen, Wichtigkeit und Bekanntheit. Auch wir bei FMW beachten in der Regel die großen Indizes wie den Dax, aber praktisch gar nicht den MDax. Dabei war der auf lange Sicht viel erfolgreicher als der Dax. Darauf hat die Deutsche Börse heute mit einer Info zum 25. Jubiläum des Index hingewiesen. Demnach hat der MDax seit seiner Auflegung eine Rendite von 1.083 Prozent erzielt, während der Dax um 485 Prozent zulegte – wobei der Großteil der Outperformance in den vergangenen zehn Jahren entstand.

Laut Deutscher Börse gab es den größten Tagesverlust im MDax mit -10,9 Prozent am 12. März 2020, und den größten Tagesgewinn mit +12 Prozent am 13. Oktober 2008. Zum Start im Jahr 1996 sah man einen Indexstand von 2.629 Punkten, und nun zum Jubiläum sehen wir 31.206 Punkte. Das entspricht einer jährlichen Performance von 10,9 Prozent. Schauen wir mal auf den folgenden Chart. Hier haben wir seit Sommer 2006 (also rechtzeitig vor Ausbruch der Finanzkrise 2008) den Dax vergleichen mit dem MDax. Der kleine Bruder erzielte 257 Prozent Plus, der große Brude „nur“ 130 Prozent.

Chart zeigt Langfristvergleich zwischen Dax und MDax

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