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Indizes

Dax: Wo ist der Turbo?

Warum kommt da nicht mehr beim Dax?

Markus Fugmann

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Gestern hat der Dax mit Plus von knapp über 1% seinen größten Tagesgewinn seit einem Monat eingefahren – aber wenn ein Index +1% zulegt, ist das nicht gerade ein Beleg dafür, dass die Kurse Richtung Himmel streben. Eher sind das wohl moderate Zuwächse – von seinem Allzeithoch ist der deutsche Leitindex, anders als die US-Indizes S&P 500, Nasdaq Composite und Russell 2000, sehr weit entfernt.

Warum kommt da nicht mehr beim Dax? Möglich ist, dass vor allem die Profis schon auf der Long-Seite sind – sie „baden“ geradezu in Optimismus, wie die jüngste Umfrage der Deutschen Börse gezeigt hat. Gestern kam ein bißchen Schun auf nach Eröffnung der Wall Street – aber die Anstiege beim Dax bleiben doch seltsam moderat, das Kapital fließt eher an die Wall Street als in deutsche Blue Chips. So stiegen etwa gestern amerikanische Autoaktien deutlich stärker als deutsche Autowerte aufgrund des Deals der USA mit Mexiko, der auch für die deutschen Autobauer ein über ihnen schwebendes Damoklesschwert entfernt hat.

Charttechnisch hat der Index eine wichtige Hürde genommen mit Überschreiten der 12435er-Marke und der Widerstandszone um 12490/12500. Damit ist das Verkaufssignal, das der Dax mit Bruch der Nackenlinie (12490 Punkte) aus seiner Schulter-Kopf-Schulter-Formation generiert hatte und das den Index auf die 12100er-Marke zurück geworfen hatte, erst einmal neutralisiert:


(Chart durch anklicken vergrößern)

Aber ein Kaufsignal ist das immer noch nicht – dazu muß einfach mehr kommen. So etwa das Überbieten der Zone bei 12685/12700, dem nächsten größeren Widerstandsbereich.

Die Grundfrage ist: bleibt die Euphorie auf die USA beschränkt, oder kann sich der dort herrschende Optimismus gegen die deutsche Skepsis durchsetzen? Die Amerikaner sehen derzeit alles rosarot: starke Unternehmenszahlen, angeblich starke Wirtschaft (trotz der zuletzt sich häufenden Konjunktur-Enttäuschungen und den klar erkennbaren Bremsspuren am US-Immobilienmarkt), und dann die Rede von Powell am Freitag, die in ihrer Bedeutung vielleicht erst in der Rückschau voll erkennbar ist, weil sie klar gemacht hat, dass es nicht mehr viele Zinsanhebungen geben wird. All das dürfte die Wall Street weiter antreiben – aber hilft das auch dem Dax?

Zwei Dinge scheinen nun wahrscheinlich: dass die Hausse an der Wall Street weiter geht (zumindest so lange, bis die Euphorie so groß ist, dass sie durch ein unvorhergesehenes Ereignis plötzlich zusammenbricht (z.B. Trump-Impeachment) – und dass der Dollar weiter abwerten dürfte. Noch ist ein Euro im Bereich der 1,17er-Marke kein Problem für den Dax – aber wenn aus der noch kürzlich bestehenden Dollar-Stärke eine markante Dollar-Schwäche wird und der Euro stärker aufwerten würde, kann das schon bald ein Thema werden!

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Finanznews

Aktienmärkte: Bis US-Wahl jede Rally „gedeckelt“? Marktgeflüster (Video)

Markus Fugmann

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Ist von nun an jede Rally der Aktienmärkte „gedeckelt“, solange die Unsicherheit über den Ausgang und die Folgewirkungen der US-Wahl besteht? So sieht es zumindest die US-Großbank Goldman Sachs. Entscheidend ist vor allem, ob Trump im Vorfeld der Wahl doch noch sagt, dass er auch eine Niederlage akzeptieren würde – was jedoch aufgrund seiner konstanten Kritik an der Briefwahl in den USA eher unwahrscheinlich ist. Gerade angesichts der deutlich steigenden Zahl an Brief-Wählern dürfte die Fersehdebatte zwischen Biden und Trump heute besondere Bedeutung haben, und wenn Biden keine schlechte Figur machen sollte, wäre das für die US-Demokraten schon ein wichtiger Punktsieg. Die Aktienmärkte sind im Vorfeld der Debatte nervös und zappeln hin und her..

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Rüdiger Born: Chancen im Nasdaq

Rüdiger Born

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Aktienmärkte: Dänemark, der Börsenstar des Jahres

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Jeden Tag blicken wir gespannt auf die Aktienmärkte in den USA, um an der Wall Street die wundersame Rally der Hightechwerte zu verfolgen. Apple, Amazon und Co haben den Nasdaq zu einem Highflyer gemacht, dessen Performance aufgrund von nur sieben Titeln die Indizes der Welt in den Schatten gestellt hat.

Aber relativ unbemerkt gibt es in Europa einen der kleinsten Aktienmärkte, der sogar in Schlagweite zur Technologiebörse in den USA geblieben ist: der OMX in Dänemark.

Aktienmärkte: Der dänische Leitindex trotzt Corona

Dänemark ist nicht nur ein relativ kleines Land in Europa mit gerade einmal 5,8 Millionen Einwohnern, auch umfasst der Leitindex OMX Copenhagen nur 20 Aktien. Was ihn aber nicht davon abgehalten hat, sich im Coronajahr an die Performance-Spitze der größeren Aktienmärkte der Welt zu setzen. Zum Ende letzter Woche ergab sich dabei folgende Performance zum 1.1. 2020:

OMX Kopenhagen + 16,9 Prozent
CSI China + 11,6 Prozent
S&P 500 + 0,5 Prozent
Dax – 9,1 Prozent
Einzig der Nasdaq 100 lieferte mit plus 22 Prozent noch etwas mehr. Allerdings spielt auch der Wechselkurs noch eine Rolle und da hat die dänische Krone gegenüber dem Euro sogar noch etwas aufgewertet.

Gründe für das gute Abschneiden

Da ist zum einen die Entwicklung von COVID-19 in dem skandinavischen Land zu nennen. Aufgrund eines frühen Lockdowns litt das Land nicht so sehr unter den ökonomischen Folgen der Pandemie, das dänische Bruttoinlandsprodukt verlor im zweiten Quartal um 6,9 Prozent, weniger als der Durchschnitt in Europa (-12,1%), aber auch weniger als Deutschland oder den USA (-9,7%/9,5%). Hinzu kommen die weltweit üblichen Rettungspakete, die auch die dänische Regierung verabschiedet hat. Alles das wäre aber nicht in der Lage, den Index so zu „pushen“ – es ist vielmehr die Zusammensetzung des Leitindex in Dänemark.

Es sind eine Reihe von Pharma- und Biotechfirmen, die im Index sehr dominant vertreten sind und die von der Pandemie im Besonderen profitiert haben: Der weltgrößte Insulinhersteller Novo Nordisk, die Medizintechnikfirma Ambu, Coloplast, Genmab, CHR Hanssen und Novozymes, Firmennamen, die in unseren Breiten nicht allzu bekannt sind. Damit kommen die Gesundheitsfirmen auf die Hälfte der Marktkapitalisierung des Index in Höhe von 370 Millionen Euro. Dennoch ganz schon imposant im Vergleich zu unserem DAX, dem Leitindex in einem Land mit 83 Millionen Menschen, der gerade eine gute Billion Euro auf die Wage bringt.

Ein großer Nachteil eines Engagements ist damit schon erklärt, denn man fokussiert sich dann ziemlich stark auf eine Branche mit wenigen Titeln. Zumal die Unternehmensbewertung durch die Hausse deutlich nach oben gegangen ist. KGVs von 22 (Novo Nordisk) bis hin zu 60 (Genmab) oder 110 (Ambu) zeigen ein weiteres Gefahrenmoment auf. Aber die Wachstumsstory ist noch intakt und der dänische Index ist noch wenig auf dem Radar internationaler Fonds gesichtet – anders als etablierte Aktienmärkte dieser Welt. Natürlich gibt es zu Zeiten von Corona auch Verlierer im OMX, wie den Bürodienstleisters ISS, die Danskebank oder die Brauerei Carlsberg. Diese vermochten es aber nicht, die Performance des Index arg zu dezimieren.

Fazit

„We Are Red We Are White, We Are Danish Dynamite“, lautete einmal ein Song des fußballbegeisterten Dänemark, insbesondere beim Gewinn des Europameistertitels 1992 in Schweden. Ausgerechnet gegen den damals amtierenden Weltmeister Deutschland. Scheint so, als ob für die Börse des kleinen nordischen Landes in diesem Jahr auch wieder so ein kontinentaler Titel möglich ist.

Der Index OMX ist der heimliche Star der Aktienmärkte Europas

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