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Indizes

Dax: Wollen täte er schon mögen, nur dürfen traut er sich nicht..

Warum ein weiser Satz von Karl Valentin das Verhalten des Dax bescheibt..

Markus Fugmann

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Eines muß man dem Dax ja zusprechen: er versucht es wenigstens! Gestern zeigte der deutsche Leitindex einen erstaunlichen Optimismus, beflügelt von der Einigung zwischen CDU und CSU einerseits, noch wichtiger aber wohl durch die massive Liquiditätszufuhr gestern vor Dax-Eröffnung durch China, die sowohl die Aktienmärkte als auch den Yuan stützten und so für Risikobereitschaft sorgten.

Von diesem doppelten Schub beflügelt zog der Dax nach oben, aber es reichte nicht für ein neues Verlaufshoch, noch vor dem zentralen Widerstandsbereich bei 12440/50 Punkten war Schluß, weil die Wall Street einen Strich die Rechnung machte.

Es ist ja schon frappierend – normalerweise ist das Muster doch so: Asien und Europa sind schwach, die US-Futures fallen, dann aber eröffnet die Wall Street und es geht in einer Tour nach oben (weil man in den USA glaubt, man sei unverwundbar). Gestern war es genau anders herum: Europa stark (und der Dax dabei in der Spitzengruppe, nur der italienische Leitindex MIB 40 noch stärker), dann aber der Abverkauf der Wall Street, getrieben vor allem von Tech-Werten nach dem Urteil eines chinesischen Gerichts (siehe dazu den heutigen Videoausblick).

Die Wall Street hat gestern erstmals vollumfänglich kapiert, dass das Geschäft seiner Highflyer in China in Gefahr ist, und diese US-Tech-Firmen verdienen sehr viel Geld im Reich der Mitte! Bisher war der Handelskrieg aus US-Sicht sehr abstarkt, jetzt sieht man erstmals konkrete Auswirkungen auf eine US-Firma. Man darf schon gespannt sein, wie diese US-Tech-Firmen (darunter Apple) das in der jetzt anstehenden US-Berichtssaison in ihre Ausblicke einfließen lassen werden als Risikofaktor!

Zurück zum Dax: zentral ist jetzt zunächst, dass der Index den Bereich 12440/50 durchbricht – solange das nicht gelingt, ist weiter Alarmstufe rot angesagt. Und selbst wenn es gelingt, müsste erst die noch wichtigere Marke bei 12600/20 Punkten aus dem Wreg geräumt werden.

Wir hatten schon gestern darauf hingewiesen, dass das derzeitige Chartbild dem aus Ende März/Anfang April sehr ähnelt:


(Chart durch anklicken vergrößern)

Damals löste sich diese Formation nach oben auf, das muß aber diesmal nicht so sein und kann sogar mit etwas größerer Wahrscheinlichkeit sogar genau gegenteilig laufen: damals kam der Dax vom Allzeithoch bei 13600 Punkten und velor nach dem Abverkauf dann sein Abwärtsmomentum, bildete einen Boden Ende März und stieg dann impulsiv an. Diesmal aber sieht es im größeren Zeitfenster nach einer riesiegen SKS-Formation aus:

https://twitter.com/NorthmanTrader/status/1012339145241432065

Wir werden sehen, wie der Dax heute ohne die Amerikaner zurecht kommt. Insgesamt aber kann man in leichter Abwandlung eines Satzes des legendären Karl Valentin sagen: „Mögen täten der Dax schon wollen, aber dürfen hat er sich nicht getraut“. Eben weil die Wall Street verhindert hat, dass er sich hat trauen dürfen..


Karl Valentin (rechts) bei einer Theater-Aufführung 1936
Foto: Willy Pragher; https://creativecommons.org/licenses/by/3.0/deed.en

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Bitcoin

Dow 30.000 Punkte, Bitcoin mit Aussicht auf 20.000 – Ideen für Pfund und Hewlett Packard

Redaktion

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Der Dow Jones ist diese Woche über 30.000 Punkte geklettert, ein Rekordhoch! Die aktuelle Lage und die Aussichten bespricht Manuel Koch im folgenden Video mit einem Experten. Ebenfalls ein wichtiges Thema im Video ist die seit Wochen vorhandene Euphorie im Bitcoin, auch wenn die Volatilität groß ist. Hier sei die Chance auf einen Anstieg Richtung 20.000 Dollar vorhanden (aktuell 17.192 Dollar). Aber dann könne es bei dieser runden Marke aus psychologischen Gründen zu Gewinnmitnahmen kommen.

Auch im Video besprochen werden aktuelle Handelsideen der trading house-Börsenakademie. Das britische Pfund könne man gegen den US-Dollar kaufen über das Vehikel einer Stop-Buy-Order. Ebenso könne man derzeit über eine Stop-Buy-Order auf steigende Kurse in der Hewlett Packard-Aktie setzen. Beide Ideen werde im Video konkret begründet.

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Aktien

Aktienmärkte: Die 8-Billionen-Dollar Bombe – 20%-Korrektur voraus

Markus Fugmann

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Die Aktienmärkte der USA haben ein Klumpenrisiko – sie sind eine Bombe, die entschärft werde auf Kosten einer heftigen Korrektur. Das sagt nicht ein sogenannter „Crash-Prophet“, sondern der eher als „Dauer-Bulle“ bekannte Hans. A. Bernecker. Alle Indizes der amerikanischen Aktienmärkte seien extrem überkauft, getrieben vor allem in den letzten Monaten durch die Tech-Werte. Bevor dann ab dem 09.November mit der Pfizer/BioNTech-Meldung über den Impfstoff eine gewaltige Rotation erfolgte – raus aus Tech, rein in die sogenannten Value-Werte (die jedoch in vielen Fällen eigentlich alles andere als „value“ sind). Man wechselt also von einer Überbewertung in die andere, und dabei entfernen sich die Aktienmärkte immer mehr von der ökonomischen Realität.

Aktienmärkte: Nach dem Entschärfen der Bombe kommt die Erholung

Der Hype der Aktienmärkte, so Hans Bernecker, sei vor allem von Kleininvestoren getragen gewesen (die sogenannten „Robinhooder“). Das alles erinnert an die Euphorie des Jahres 1987, der dann im Oktober diesen Jahres ein gewaltiger, wenn auch nur kurzfristiger Absturz folgte. Nun aber gebe es eine Schwachstelle: das seien extrem überbewertete Aktien wie eine Tesla mit einer Marktkapitalisierung von mehr als 500 Milliarden Dollar, die nun ein großer Hedgefonds-Manager geshortet habe. Es werde nun, so Bernecker, bald eine heftige Marktbereinigung geben bei den großen und marktschweren Titel der amerikanischen Aktienmärkte, die alleine acht Billionen Dollar auf die Waage bringen.

Wann kommmt der Einbruch? Eher zeitnah, meint Bernecker. Es handele sich dabei um eine Markt-Bereinigung, der dann jedoch wieder eine Aufwärtsbewegung folgen werde. Sehen Sie hier die Aussagen des „Altmeisters“ Bernecker:

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Die überbewrteten Aktienmärkte der USA als Bombe, die bald entschärft wird

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Finanznews

Aktienmärkte: Wichtige Botschaften! Videoausblick

Die Aktienmärkte heute aufgrund des US-Feiertags wohl eher ruhig. Aber es gibt heute dennoch sehr wichtige Botschaften für die Zukunft!

Markus Fugmann

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Die Aktienmärkte dürften heute aufgrund des US-Feiertags Thanksgiving einen ruhigen Handelstag vor sich haben. Aber es gibt dennoch sehr wichtige Botschaften, die das größere Bild in den nächsten Tagen und Wochen prägen sollten: so dürfte die Fed Änderungen bei Anleihekäufen vornehmen (operation twist) und denkt bereits über Tapering (Reduzierung des Kaufvolumens) nach. China dagegen will bereits die Stimulus-Maßnahmen zurück fahren. Und Italien will von der EZB einen Schuldenerlass – das ist der Beginn von Forderungen, die ausufernden Schulden einfach zu streichen (aber wer hat dann den Schaden?). Kann der Dax ohne die US-Indizes heute Dynamik entwickeln? Ohne die Aktienmärkte der USA ist Europa aber wohl allein zu Haus – und langweilt sich..

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