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Dax: Zahlen aus China – gut oder schlecht?

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Vor wenigen Minuten hat China seine Daten zu den Exporten und Importen veröffentlicht – die Exporte stiegen im März zum Vorjahresmonat um +14,2% (Prognose war +7,3%; Vormonat war -20,8%), während die Importe um -7,6% fielen (Prognose war -1,3%; Vormonat war -5,2%) – damit stieg der Handelsbilanzüberschuß Chinas auf 32.6 Milliarden Dollar im März.

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Ist das nun gut oder schlecht? Eines scheint klar: die rückläufigen Importe deuten auf eine gewisse wirtschaftliche Schwäche der chinesischen Binnenkonjunktur – sind aber die nach dem Einbruch des Vormonats deutlich gestiegenen Exporte Chinas ein Beleg für die Erholung der Weltkonjunktur?

Der Dax jedenfalls reagiert zunächst einmal gleichgültig, obwohl Zahlen aus China für den so exportlastigen Index nicht unerheblich sein können:

Der deutsche Leitindex bleibt damit erst einmal im charttechnischen Niemandsland zwischen den Marken 11850 auf der Unterseite und 12025 auf der Oberseite. Wann kommt ein Ausbruch, wann ein stärkerer Impuls nach dem Seitwärtsgeschiebe der letzten Tage?

Bekanntlich beginnt heute die US-Berichtssaison mit den Zahlen von JP Morgan und Wells Fargo, von Montag bis Mittwoch folgen dann die restlichen US-Großbanken. Aber sehr viel wichtiger für die Märkte werden dann sicher die Tech-Schwergewichte wie Apple und Amazon, die Ende des Monats bzw. Anfang des nächsten Monats kommen werden.

Bedeutet das faktisch, dass die extrem dünnen Handelsvolumina weiter anhalten werden? Es steht fast zu fürchten. Jedenfalls scheint derzeit die Sorglosigkeit groß zu sein, das Volatilitätsbaromter VIX steht bei 13 und damit sehr niedrig.

 

Die Erwartung der Märkte ist klar: die Fed wird nicht mehr die Zinsen anheben, gleichzeitig werde die Konjunktur und damit die Unternehmenszahlen im 2.Quartal besser werden. Es sind diese Erwartungen, die derzeit den Aktienmärkten eine gewisse “Immunität” zu verschaffen scheinen – man hält sich für unverwundbar, das gilt besonders für die Wall Street.

 

Bricht der Leitindex S&P 500 zeitnah aus seiner engen Handelsrang aus? Die 2895 scheint schwer zu überwinden zu sein, aber unter 2875 Punkte will der Index bislang auch nicht fallen:

 

Wer bislang nicht investiert ist, der sollte einfach abwarten, ob Dax und S&P den Ausbruch aus dieser engen Range schaffen und dann prozyklisch agieren, wenn ein Ausbruch erfolgt..

 

Die Industriemetropole Guangzhou im Süden Chinas nahe Hong Kong. Foto: jo.sau – Flickr CC BY 2.0

Ein Kommentar

Ein Kommentar

  1. Avatar

    Henryk Olk

    12. April 2019 10:39 at 10:39

    Wenn wir die Wahl haben müssen sinds gut

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Indizes

Rüdiger Born: Dax mit abweichender Lage zu den US-Indizes

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Die US-Märkte sehe ich derzeit anders als den Dax. Die aktuelle charttechnische Lage bespreche ich im folgenden Video. Wollen Sie meine täglichen Analysen im “Trade des Tages” erhalten? Dieses Angebot ist für Sie völlig kostenfrei! Melden Sie sich dafür einfach hier an.

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Markus Koch LIVE vor dem Handelsstart in New York – der schwache US-Dollar

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Markus Koch meldet sich im folgenden Video LIVE vor dem Handelsstart in New York. Es geht um einen Rückblick auf den starken Juli. Und es geht um die Frage, ob der schwache US-Dollar denn nun gut oder schlecht ist für die Wall Street.

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Allgemein

Dr. Jens Ehrhardt: Dax 2021 bei 16.000 Punkten, Deflation statt Inflation

Claudio Kummerfeld

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Laut Dr. Jens Ehrhardt wird der Dax weiter kräftig ansteigen

Dr. Jens Ehrhardt (hier mehr zu seiner Person) ist ein anerkannter Börsianer. Aber auch seine Meinung ist nur eine von vielen. Er betont in einem ganz aktuellen Videobeitrag, dass er auch im Tief des Börsencrash im März diesen Jahres seine Prognose bestätigt hatte. Der Dax werde nächstes Jahr bei 16.000 Punkten notieren.

Dax 16.000 Punkte laut Dr. Jens Erhardt

Und heute erneuert er diese Prognose. 16.000 Punkte für das nächste Jahr, das sei für den Dax sogar eher eine bescheidene Prognose. Bei Börsenkursen gehe es nun mal nicht um wirtschaftliche Realitäten, sondern um Angebot und Nachfrage im Handel, so seine Aussage. Die Notenbanken würden immer weiter Liquidität in die Märkte pumpen. Und irgendwo hin müsse all dieses neue Geld fließen. Es treibe die Börsenkurse an. Auch bei seiner letztjährigen Gold-Prognose von 2.000 Dollar hätte ihn so mancher schief angeguckt. Und jetzt sei sie eingetreten. Und warum der Dax derzeit noch so gut aussehe? Die Börsianer würden nun mal in den Kursen die realwirtschaftliche Entwicklung ein halbes Jahr vorwegnehmen! Und wie Dr. Jens Erhardt schon richtig sagt im Video… so weit entfernt sind die 16.000 Punkte von heutiger Sicht aus gar nicht mehr. Nur noch ein klein wenig zusätzliche Euphorie… der Sprung von 12.500 Punkten rauf auf 16.000 ist ja nicht mehr so groß?

Inflation?

Wo viele andere Kommentatoren wie Markus Krall etc eine Hyperinflation oder zumindest eine deutlich spürbare Inflation anrollen sehen, da spricht Dr. Jens Ehrhardt heute eher von Deflation. Er nennt dafür auch konkrete Gründe. Ob er Recht hat oder doch eher die Krall-Fraktion? Wir werden das wohl erst in gut einem Jahr genauer wissen. Erhardt meint, dass Inflation für die nächsten 1-2 Jahre gar kein Thema sei.

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