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Dax: Zerschlagenes Porzellan

Der Dax hat einmal mehr „charttechnisches Porzellan“ zerschlagen mit seinem Fall unter die Unterstützung bei 13200/13190 Punkte. Warum eigentlich? Gab es belastbare Gründe für die gestrige Schwäche?

Redaktion

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FMW-Redaktion

Der Dax hat einmal mehr „charttechnisches Porzellan“ zerschlagen mit seinem Fall unter die Unterstützung bei 13200/13190 Punkte. Warum eigentlich? Gab es belastbare Gründe für die gestrige Schwäche? Eigentlich nicht. Der Euro etwas stärker, aber auch nicht so immens viel. Die Wall Street etwas schwächer, aber eher nur minimal. Aber der Dax hat gestern im Tief mehr als 200 Punkte verloren – einfach so. Weil es möglich ist. Oder weil ein gewisses Verkaufsinteresse da ist vor dem neuen Jahr, möglicherweise aus steuerlichen Gründen.

Noch sind die Gründe für die Dax-Schwäche nicht wirklich klar, aber der Abstand zu den US-Indizes wird immer größer:


(Dax orange, Dow Jones schwarz – Chart durch anklicken vergrößern)

Nun zeigt die Vergangenheit, dass solche Gaps zu den US-Indizes zwar eine Zeit lang bestehen können, aber eben nicht dauerhaft sind – und vor allem nicht einen gewissen Umfang überschreiten. Ergo: die Wahrscheinlichkeit ist nun hoch, dass die Lücke kleiner werden wird. Entweder, weil der Dax nun ein bißchen mehr Strecke macht nach oben und damit die Lücke verkleinert. Oder weil die US-Märkte schwächeln, aber der Dax dann nicht mehr stärker fällt als die US-Indizes.

Der heutige Handelsstart beim X-Dax mit einer sehr verhalten freundlichen Note:


(Chart durch anklicken vergrößern)

Wenn der Dax noch einmal „etwas werden will“, dann muß er sich beeilen. Optimal wäre ein Konter durch Überschreiten der 13190/200er-Marke – dann wäre die Lage charttechnisch sogar wieder leicht positiv. Auf der Unterseite dagegen wäre der Bruch der zuletzt dreifach erfolgreich gestesten Unterstützung bei 13005 Punkten sehr negativ mit einem dann wahrscheinlichen Wiedersehen der Zone um 12845 und 12807.

Vielleicht hilft dem Dax, dass die Stimmung der Dax-Investoren deutlich wenger euphorisch ist als in der Vorwoche (dazu später mehr). Vielleicht standen ja zu viele auf der Long-Seite (besonders bei den Profi-Investoren) und mußten daher ihre Position bei der einsetzenden Schwäche verkaufen. Gestern etwa machte der Dax einen 10-Punkte-Sprung nach unten von Tick zu Tick  beim Durchbruch der 13200er-Zone, da lagen also offenkundig jede Menge Stops.

So langsam kehrt jetzt eine Art vorweihnachtlicher Ruhe ein, die Umsätze werden etwas dünner. Grundsätzlich stellt sich die Frage, worin jetzt das nächste Motiv für eine Rally herkommen soll. An der Wall Street ist man erst einmal dabei, die US-Steuerreform zu verarbeiten und hat daher noch keinen wirklichen Blick für das vermutlich nächste Mega-Thema: die Investionen in die US-Infrastruktur, also ein weiteres Wahlversprechen von Donald Trump. Das war vor einigen Wochen einmal kurz aufgeblitzt durch eine Anmerkung aus dem Weißen Haus – aber dann geriet das Thema wieder in Vergessenheit.

Und damit haben die Aktienmärkte jetzt schlicht das Problem, dass man nicht weiß, worauf man sich jetzt freuen soll – bis auf Weihnachten natürlich..

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