Die Deindustrialisierung in Deutschland ist voll in Gange. Wenn es klarer Worte bedurfte, wenn es einer Maximalansage an die Bundespolitik bedurfte, dann gab es dies vorgestern bei einer Veranstaltung der Gewerkschaft IGBCE. Dort waren unter anderem auf der Bühne: Bundeskanzler Friedrich Merz und Marco Hucklenbroich, Betriebsratsvorsitzender des Chemiekonzerns INEOS Manufacturing Deutschland.
Es wurde eine fGeneralabrechnung für den Industrie-Standort Deutschland, zu sehen im Video ab Minute 5 bis Minute 9. Marco Hucklenbroich berichtet wenige Meter neben Friedrich Merz, zu ihm gewandt, von dem Abbau der Werke in Deutschland und dem Aufbau der Produktion in den USA. Anschaulich schildert er die dramatisch höheren Energiekosten am Standort Deutschland, die einen entscheidenden Faktor für die Deindustrialisierung darstellen. Der Standort Köln bei INEOS habe 200 Millionen Euro höhere Kosten als der identische Standort in den USA. Da seien die hierzulande hergestellten Produkte auf dem Markt nicht wettbewerbsfähig, weil man die höheren Kosten nicht an die Kunden weitergeben könne.
INEOS schließt hierzulande einen Standort, ein zweiter wackelt. Die Produktion an den anderen Standorten sinkt. Klarer kann ein Betriebsrat die dramatische Lage in seinem Unternehmen nicht beschreiben. Man kann auch sagen: Die vier Minuten dauernden Aussagen sind regelrecht eine Offenlegung der laufenden Deindustrialisierung in Deutschland! Aber schauen Sie selbst. Auch desillusioniert Marco Hucklenbroich die Wasserstoff-Ambitionen am Industriestandort Deutschland. Friedrich Merz hat im Anschluss verkündet, dass man Maßnahmen ergreife, und dass man zum Beispiel eine Kraftwerksstrategie mit Gas vorantreibe. Aber wo sind die neuen Gaskraftwerke, möchte man da fragen! Und wie lange soll es dauern, bis neue Werke gebaut werden und ans Netz gehen?
Schade eigentlich, dass diese klaren Aussagen zur aktuell laufenden Deindustrialisierung in Deutschland nicht gemacht wurden bei Anwesenheit von Lars Klingbeil und anderen SPD-Funktionären!
Kommentare lesen und schreiben, hier klicken















Die Wasserstoff-Ambitionen der Bundeskanzler Friedrich Merz-Bundesregierung/Koalition tragen zur Deindustrialisierung bei uns in Deutschland mit bei. Die energiepolitische Agenda muß heißen: Energiemix bestehend aus fossilem Erdöl, fossilem Erdgas, Wasserstoff, Wasserkraft, Sonnenenergie, Atomenergie, Kohleindustrie, Windenergie und Biomasse.
Wir sollten energietechnisch ALLE Register ziehen, Bürokratie abbauen oder aussetzen wo es nur geht und Klimaziele notfalls anpassen. Ohne unseren Wirtschaftsmotor geht dieses Land mit all seinen Idealen vor die Hunde und wir werden weltweit klimatechnisch garnichts mehr reißen, falls wir in Folge einer Deindustrialisierung in die Regionalliga abtauchen.
An FMW-Nutzer Stefan: Das ist Ihre Meinung.
Durch neue Gas-Kraftwerke gibt es wieder fossile Verbrennungs-Abgase, was ökologisch nicht vertretbar ist. Der weitere Ausbau der Wind- und Wasser-Kraft zur Energie-Gewinnung bringt auf lange Sicht eine Reduzierung der Strompreise und bringt auch neue Arbeitsplätze.
@uwe,walter,bosse
genauso ist es, wie es die vergangenheit schon so oft bestätigt hat.
danke für diese erklärenden worte.
die kritiker an luft und sonne sind einfach nur ahnungslose banausen
immerhin sind luft und sonne immer und zu jeder tageszeit konstant für die industrie verfügbar
und selbstlos schicken sie nicht mal eine rechnung. so schaut es aus.
Die Gaskraftwerke waren bereits von der Vorgängerregierung geplant, sogar 5GW mehr.
Warum die nicht gebaut wurden und wafum das quasi das erste ist, was die CDU auf der Agenda hat, das sind unbequeme Fragen. Wurde da 3 Jahre was verschleppt?
Der Wasserstoff ist bereits unter der Ampel gefördert worden. Wohl überambitioniert. Jedenfalls sind da schon Gelder geflossen von Staat und Industrie. Was tun? Wegwerfen?
Die stetigen Zielvorgaben seitens EU erinnern bös an Projektmanager, die von der Sachlage null Ahnung haben. Das erste was die bringen ist ne Timeline, dann kommen die Statusmeetings und die Verschiebung der Timelines.
@Großer Bär
Der Energiemarkt ist von der Merkel, Scholz und Habeck mit ihren Parteien für Privatwirtschaft zerstört worden. Die Enteignungen, die schäbigen Entschädigungen, die Schikanen von Regulierungen der Politik haben jeder Kalkulation den Boden entzogen. Kein Windrad und kein Gaskraftwerk geht in Betrieb ohne massive Subventionen von Steuergeldern, die in relativ kurzem Zeitraum zum Gewinn von Investoren führt. Staatswirtschaft pur – die Ausschreibungen sind eine Farce.
An FMW-Nutzer Dagoberti: Der eine sagt so, der andere sagt so.
An FMW-Nutzer Großer Bär: Wenn Sie das sagen, dann wird das so sein.
Antworten und mögliche weitere hierzu als demokratisch zur Kenntnis genommen.
Wer hier vor ewa 4 Jahren von einer Deindustrialisierung von Deutschland geschrieben hatte, wurde als Verschwörungstheoreriker abgekanzelt.
Nun wird aber auch diese Verschwörungstheorie wahr.
Mal sehen, mit wieviel hunderte von Milliarden neuen Schulden und neuen Steuern der Niedergang von Deutschland noch in die Länge gezogen werden kann.
Auf jeden Fall wird es sehr, sehr teuer werden.
Viele Grüße aus Andalusien Helmut
… „Friedrich Merz hat im Anschluss verkündet, dass man Maßnahmen ergreife, und dass man zum Beispiel eine Kraftwerksstrategie mit Gas vorantreibe…“ Wenn Merz etwas ankündigt, dann gilt MACO = Merz Always Chickens Out…
Dem glaube ich kein Wort mehr.
wieso waren denn die Roten Stinkesocken und das Linke Ökogeschmodder Nicht Anwesend.
Zumal die Gewerkschaften doch im Einklang mit dem Gesogg…… ist.
Ein Schelm wer Böses……
einfach mal Merz das Kanzleramt saugen lassen und dann den Stecker ziehen um ihn zu fragen warum er so lange braucht und was er überhaupt könne :)
Wir hatten bereits während der Ära Merkel und vor der Regierung Scholz keinerlei Lücken der Erkenntnis der Energieproblematik, die jedoch mit dem ideologiegetriebenen Habeck und einem neben der Realität stehenden Scholz völlig negiert wurde. Merz redet seit November 2023, überdeckt oberflächliche Probleme mit einem Pflaster, redetet sich auf die EU und die Demokratie hinaus und monatlich gehen allein in der Industrie 10 000 Arbeitsplätze in der Industrie verloren. Da kann man nach Merz halt nichts machen. Mit der SPD, den Grünen, den Linken und der Union wird grundsätzlich nichts anderes zu machen sein als den Kollaps der deutschen Wirtschaft und den Zusammenbruch der sozialen Systeme zu orchestrieren.
um es mal mit den Worten von Marlene D. zu sagen:“von da an ging’s bergab“
Lustig, gerade hat die EU die Kraftwerksstrategie der Koalition zerstört, weil sie nur erlaubt 12 Gaskraftwerke, statt 40, mit Steuergeldern zu bauen. Grund ist dafür, dass der Markt sonst zu sehr verzerrt werden würde. Doch genau das war ja der Sinn der Sache. Viel Markt ist im Energiebereich nicht mehr vorhanden, nachdem man angeordnet hat die Atomkraftwerke und demnächst die Kohlekraftwerke abzuschalten. Wenn dann nur noch Gaskraftwerke übrig bleiben um Lücken bei der Stromproduktion zu füllen, das aber sehr teuer werden würde, muss halt wieder der Staat eingreifen, weil sonst der subventionierte Industriestrompreis noch viel mehr Subventionen brauchen würde. Der Energiemarkt ist wie DDR 2.0.
Will mal jemand ein wenig aus der Praxis?
Ich habe zwischen 2019 -2024 , 5 Gebäude mit zusammen 18 Wohnungen gebaut, die an einer Energiezentrale genau mittig zwischen den 5 Gebäuden liegt, angeschlossen sind. Alle Gebäude sind neu, auf KFW 40+ Niveau. Ein BHKw, zusammen mit 30 KWp PV. Liefern Strom und Wärme. Zusätzlich ein Akkuspeicher und Heizstäbe in Heißwasserspeicher liefen den nötigen Puffer. Genaue Zahlen: 79,- Euro für Strom und 1.500,- Euro für Gas. Damit kommen alle 18 Wohnungen für Heizung und Wärme aus. Energiewende braucht Hirn.
Ach ja, die Einspeiserückvergütung von 290,- Euro muss noch abgezogen werden.
Warum sollen denn überhaupt noch Gaskraftwerke gebaut werden, wenn es mit der Deindustrialisierung so weitergeht?
Viele Grüße aus Andalusien Helmut
@Helmut, damit unsere Wohnzimmer hell erleuchtet sind und im Winter unsere Wohnungen mit wolliger Wärmepumpenwärme erwärmt werden können, damit unsere E-Autos schön aufgeladen werden können und wir keine grösseren Blackouts, so wie in dem unterentwickelten Spanien bekommen.
Unverständnismut-Fan
Dann mal weiter so. Meine Popcorn-Vorräte habe ich schon aufgestockt.
Viele Grüße aus Andalusien Helmut
Zu viel Popcorn zu essen kann durchaus unangenehme oder gesundheitlich relevante Folgen haben:
1. Verdauungsprobleme
Blähungen und Bauchschmerzen verursachen
Verstopfung auslösen, wenn du zu wenig trinkst
Oder bei empfindlichem Darm (z. B. Reizdarmsyndrom) zu Bauchkrämpfen und Durchfall führen
2. Zu viel Salz & Fett
Viele fertige oder Kinopopcorns sind stark gesalzen, gezuckert oder in Butter/Öl getränkt.
Wenn du regelmäßig große Mengen davon isst:
Erhöht sich die Kalorienzufuhr stark → Gewichtszunahme
Zu viel Salz kann den Blutdruck steigern
Gesättigte Fette (Butter, Kokosöl etc.) belasten Herz & Gefäße
In manchen Mikrowellenpopcorns stecken Transfette oder Aromastoffe (z. B. Diacetyl), die bei sehr häufigem Konsum gesundheitsschädlich sein können
3. Zähne
Zuckerhaltiges Popcorn (Karamell, süßes Kino-Popcorn) fördert Karies
Harte Maiskörner können Zahnfüllungen oder Zahnschmelz beschädigen
4. Andere Risiken
Wer unachtsam isst, kann Popcornstückchen einatmen – bei Kindern gab es schon Fälle von Atemwegsreizungen oder sogar Lungenentzündungen durch eingeatmete Partikel
In sehr seltenen Fällen kann es zu einer Magenüberdehnung kommen, wenn man extrem viel isst