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Dell und Microsoft: Bewegung bei den Computerherstellern

Dell und Microsoft: die Urgesteine

Microsoft und Dell – die Urgesteine in Sachen PC

Als die Internetspekulationsblase sich vor mehr als 20 Jahren an den Börsen entfaltete, waren vor allem auch Aktien von Computerherstellern sehr gefragt. Waren sie doch das entscheidende Werkzeug für die Nutzung des neuen Mediums. Mit den zu optimistischen Prognosen, über das Tempo, mit denen sich viel Geld über das Internet verdienen lassen würde, begann dann in der Branche ein Konzentrationsprozess. Dieser führte zu teuren Zukäufen seitens etablierter Hersteller wie Microsoft oder Dell. In der Hoffnung auf einen stark wachsenden Markt wurden abenteuerliche Preise für Übernahmen bezahlt. Die daraus entstandene Verschuldung und das nicht eingelöste Wachstumsversprechen führten zu einem langen Siechtum der Aktienkurse.

Dell nutzt die Gunst der Stunde

Nach einem fortgesetzten Kurs starker Expansion wurde das Unternehmen 2013 von der Börse genommen. Untergründer Dell hatte seine eigene Firma gemeinsam mit einem Investor für 25 Mrd. USD zurückgekauft. Bis 2018 nutzte man die Zeit, den Konzern umzustrukturieren und neu auszurichten. Dazu gehörten der Erwerb von Speicherspezialisten, im Vorgriff auf das große Thema Datenverwaltung und die Fokussierung auf den IT-Server-Bereich. Seit 2018 ist Dell wieder börsennotiert und profitiert auch von der hohen Nachfrage im IT-Server-Bereich. Jüngst hat man verkündet, sich von VM Ware und dem Cloud-Plattform-Spezialisten Boomi für insgesamt 12 Mrd. US-Dollar trennen zu wollen. Die Aktie ist mit Kursen von über 100 US-Dollar in eine Neubewertungsphase eingetreten, die als nächstes Kursziel den Bereich um 120 US-Dollar hat.

Für Microsoft läuft es schon länger

Wettbewerber Microsoft konnte sein Tal der Tränen schon mit dem Amtsantritt des derzeitigen Unternehmenschefs Satya Nadella verlassen. Das Unternehmen hat vor allem im Bereich der sozialen Netzwerke deutlich aufgerüstet und so für viel Fantasie bei der Erschließung weiterer Einnahmequellen gesorgt. Der Beweis wird seit einigen Jahren mit überzeugenden Bilanzen geliefert, denn auch das Brot- und Buttergeschäft mit Betriebssystemen und Computer läuft wie am Schnürchen. Die Aktie notiert mit 260 US-Dollar auf Allzeithoch und bereits wieder 20% höher als zu Jahresbeginn. Auf dem Weg zu 300 US-Dollar dürfte noch die eine oder andere Konsolidierung dabei sein.



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