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Demografiewandel bremst Wirtschaft bis 2035, drei Bundesländer große Verlierer

Der Demografiewandel bringt laut ifo-Institut (heutige Veröffentlichung für die Bertelsmann-Stiftung) einen massiven Arbeitskräftemangel. Untersucht hat man einen Zeitraum bis zum Jahr 2035. Am Schlimmsten betroffen sein sollen die Bundesländer Saarland, Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt. Das jahresdurchschnittliche Wirtschaftswachstum der Bundesländer in den Jahren 2018 bis 2035 werde bei diesen drei Bundesländern sogar ein Minus aufweisen, und zwar -0,2%, -0,1% und -0,2%.

Dass zum Beispiel ostdeutsche Bundesländer auch nur zu den strukturschwachen westdeutschen Regionen aufschließen können, wird von der Studie arg bezweifelt. Ganz vorn erwarte man beim Wirtschaftswachstum bis 2035 die Stadtstaaten Berlin und Hamburg sowie Baden-Württemberg und Bayern. Die regionalen Unterschiede bei der Wirtschaftskraft sowie beim Lebensstandard würden in den kommenden Jahren somit deutlich zunehmen. Man müsse sich von der Vorstellung verabschieden, dass regionale Wohlstandsunterschiede in überschaubarer Zeit abgebaut werden können. Auch die Schere zwischen Ostdeutschland und Westdeutschland werde sich deswegen nicht weiter schließen, so die Aussage der Studie.

Selbst wenn die ostdeutschen Flächenländer lediglich bis zu den strukturschwachen westdeutschen Ländern aufholen wollten, bräuchten sie Produktivitätssteigerungen, die in einigen Ländern zwei- bis dreimal so hoch ausfallen müssten wie in den vergangenen zehn Jahren. Das ist wohl als nicht realistisch einzuschätzen, so die Studie. Erforderlich wäre auch langfristig eine deutlich stärkere Ausrichtung der Politik auf die Stärkung des Wachstums, insbesondere durch vermehrte Innovationen. Ob die Politik hierfür die Kraft aufbringen kann, sei allerdings fraglich.

Hier finden Sie die vollständige Studie auf 72 Seiten.



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3 Kommentare

  1. Wenn unsere Politiker, seit ca. 40 Jahren, dem Volk , Pünktlichkeit, Fleiss und Strebsamkeit als Negativum präsentieren, dann sollte man sich nicht wundern. Auch die rot-grünen Hirngespinste wie, keiner kann zur Arbeit gezwungen werden, haben zu diesem Zustand geführt. An den seit Jahrzehnten ca. 10 Millionen, HARTZ4 und Arbeitslose, hat keine Regierung etwas grundlegendes getan. Die ganzen sinnlosen Institute die solch einen Blödsinn verbreiten, brauchen wir absolut nicht. Hier fehlt einfach nur, der gesunde Menschenverstand und der wird in Deutschland abgeschafft!

  2. Genau, diese sinnlosen Institute, die vor 3 Monaten noch keine Wirtschaftsabkühlung gesehen haben, wollen uns erklären wie es in 2035 aussieht. Das sin alles gutbezahlten Leute die Nichts zum Sozialprodukt beitragen u.auf Kosten der Geringverdiener sehr gut leben. Zur Produktivität die stark beachtet wird, sind diese Leute ein grosser Negativfaktor.

    1. In einem sinnvollen Wirtschaftssystem gäbe es kein Problem wenn die Wirtschaft nicht wächst in Zeiten wo die Bevölkerung schrumpft, man finde den Fehler

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