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Der Aufstand gegen die Wall Street

FMW-Redaktion

Es gibt eine immer größere Diskrepanz zwischen den Verdiensten des Mittelstandes/der Arbeiter und den immer größeren Gewinnen der Unternehmen und ihrer Bosse. Das, sagt Steen Jakobsen, kann auf Dauer nicht gut gehen – der Sozialvertrag sei in Gefahr. Daher der Haß auf das Establishment, der in den Erfolgen Donald Trumps zum Ausdruck kommt. Oder in UK den Brexit herbeiführen könnte, weil die Wähler den etablierten Politikern den „Mittelfinger zeigen“. All das könnte man auch auf Deutschland mit den Erfolgen der AfD übertragen – es ist ein allgemeines Phänomen in der westlichen Welt.

Donald Trump
Donald Trump, der Schrecken des Establishments
Foto: Michael Vadon, Flickr, Creative Commons

Damit das gut gehen kann, müssen die einen (die Wall Street) abgeben zugunsten der anderen (der Main Street) – so Steen Jakobsen in seinen bemerkenswerten Aussagen:



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2 Kommentare

  1. Avatar
    Helmut Josef Weber

    Na- ich denke, da wird ein Auftragskiller schon sein Werkzeug putzen.

    Viele Grüße aus Andalusien
    H. J. Weber

  2. Trump ist ein Mann der Wallstreet – und nicht wirklich gegen Wallstreet. Trump platzte auch wiederholt mit Bemerkungen heraus, „daß die Löhne zu hoch“ seien. Er ist ein entschiedener Gegner des Mindestlohns. Er ist absolut gegen Gewerkschaften.
    Genauso verhält es sich mit der AfD. Das sind Liberalisten. also Anhänger – nicht Gegner – des Systems, das unsere früher so erfolgreiche „Soziale Marktwirtschaft“ kaputtgemacht hat. Erst wurde der Begriff „Soziale Marktwirtschaft“ mit „Marktwirtschaft“ liquidiert. Und dann wurde sogar „Marktwirtschaft“ wiederum durch „Der Markt“ liquidiert.

    Daß Trump und die AfD trotzdem punkten können, liegt an ihrer Taktik das einzusetzen, was im Angelsächsischen „cultural populism“ genant wird. Im Deutschen würde ich diesen Begriff mit ‚Meinungs-Populismus‘ oder besser noch ‚Identitäts-Populismus‘ nennen. Das platte Volk sehnt sich nach „Identität“. Diese wird oft von einer ‚Meinungshaberschaft‘ ausgefüllt. Und zwar um so mehr, je mehr alle Seiten gegeneinander aufgehetzt werden: Frauen gegen Männer (Genderismus), Nichtraucher gegen Raucher, Nichtschwule gegen Schwule, Inländer gegen Ausländer, Rechte gegen Linke, Nichtraser (Autobahn) gegen „Raser“ usw..
    Schon die Merkle beherrscht seit ewigen Zeiten diesen Trick. Statt daß sie etwas unternahm, ließ sie durch die ihr gewogenen Presse immer nur verlautbaren: „Merkel fordert …“. Als ich vor zwei oder 3 Jahren „Merkel fordert“ googelte, kam ich auf über 80 Einträge!
    Statt z. B. Merkels amtlichen Leistungen zu beurteilen, reicht es den meisten Bürgern, daß sie ausrufen können: „Jau, endlich sacht das ma einer!“
    Daß die armen Schweine aus der ehem. DDR so überproportional nationalistisch und rechtsradikal sind, liegt ja gerade nicht an der Erziehung in der DDR. Sondern es liegt daran, daß sie erst vom Kommunismus und dann vom Kapitalismus über den Tisch gezogen wurden. und nun eigentlich nicht mehr haben als „deutsch“ zu sein. Und daß muß nun aber für die „Identität“ herhalten und muß nun auch das tollste sein, was es auffe Welt gibt.

    Trump und die AfD, die doch gerade die Erzfeinde des ‚kleinen Mannes‘ sind, nutzen die Flüchtlingskrise, Überfremdungsfurcht (in den USA auch noch: religiösen Fanatismus, das Waffentragungsrecht usw.) usw. um ausgerechnet ihre Opfer auf ihre Seite zu locken.

    Niemand hat das so gut erkannt wie Webster Tarpley. Auf http://tarpley.net/trump-threatens-riots-if-he-is-denied-coronation/ lesen wir über „The Donald“:
    „But how could Wall Street City Slickers dupe Southern, Western, and rural evangelicals into voting for a party platform pledged to sacrifice the interests of the poor country folk in the name of the Mammon-worshippers of lower Manhattan? The answer is cultural populism, primarily meaning that rural resentments had to be directed against the elite politicians of the Democratic Party, and their social mores, as well as against a few token ultra-left billionaires like George Soros. In the spirit of cultural populism, party planks about abortion, guns, God, gays, school prayer, and other low-cost issues were added to the Republican platform. The operative term here is rube bait.“:
    Und …
    „To call Trump a racist surely qualifies as a limited hangout. Trump’s racism is real enough, but is subsumed within the broader and more dangerous category of fascism. Now that Trump is threatening riots if he is denied a coronation at the Republican convention in the Cleveland this July, this fact should be obvious to all.“

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