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Der „Bitcoin-Skandal“ während der Yellen-Anhörung

Gestern kam es während der Anhörung vor dem US-Kongreß zu einem kleinen Eklat. Aber sehen Sie selbst…

Markus Fugmann

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Von Markus Fugmann

Gestern kam es während der Anhörung vor dem US-Kongreß zu einem kleinen Eklat – sehen Sie selbst:

Der junge Mann wurde dann des Raumes verwiesen, weil das Zeigen von Schildern dort verboten ist. Aber Bitcoins stiegen daraufhin um +3,7% – aber vermutlich eher nicht wegen der Kaufaufforderung des jungen Mannes, snonder der Schwäche des Dollars wegen im Gefolge der Yellen-Aussagen.

Wie auch immer: die Kryptowährung Bitcoin bezog ihren Charme vor allem aus der Tatsache, dass es nicht wie Papiergeld beliebig vermehrbar ist. Das aber könnte sich ändern -in der Diskussion ist die Verdopplung der Bitcoin-Menge.

Stefan Riße, der hier bei FMW ja nicht gänzlich unbekannt ist, bezeichnet Bitcoins als „die Tulpen des 21.Jahrhunderts“. Da Herr Riße, so er denn in Hamburg ist, sehr nahe bei mir wohnt, gehe ich jetzt mal schnell kucken, ob er nicht doch heimlich Tulpen in seinem Garten hat..

Das Video von Stefan Riße im Interview mit Frank Meyer sehen Sie hier – das Thema Bitcoin kurz vor Minute sechs..


Das Bitcoin-Logo
Foto: Gemeinfrei

10 Kommentare

10 Comments

  1. Avatar

    walter

    13. Juli 2017 15:00 at 15:00

    Herr Fugmann,
    sollten sie bei Risse fuendig werden….dann schneiden Sie sie einfach ab!

  2. Avatar

    Gixxer

    13. Juli 2017 15:22 at 15:22

    Ich habe den Fehler gemacht und mir das ganze Interview angesehen.
    Hätte ich lieber lassen sollen. Meiner Meinung nach hat Risse durchaus Recht mit dem ein oder anderen, nur zieht er meiner Meinung nach die falschen Schlüsse daraus.
    Ein Beispiel: Er spricht von Investition in Bildung. Dafür sollte man weiter Schulden machen. Durchaus nachvollziehbar, aber mit Industrie 4.0 werden wir immer weniger Arbeiter brauchen. Da helfen dann auch zig-Studienabschlüsse nichts mehr.

    • Avatar

      gerd

      13. Juli 2017 16:00 at 16:00

      Da könnte bei Ihnen aber gleichfalls eine kleiner Widerspruch drinstecken.
      Wenn doch angeblich weniger ‚Arbeiter‘ gebraucht werden würden, hieße das doch, dass weniger ‚Nichtgebildete‘ gebraucht werden als jetzt, aber nicht weniger ‚Gebildete‘.
      Muss der Staat nicht für um so mehr Bildungsmöglichkeiten sorgen – je hochtechnologisierter die Berufswelt wird?

      • Avatar

        Dieter G.

        13. Juli 2017 16:53 at 16:53

        Hi Gerd,

        noch mehr Bildungsangebote? Aus meiner Sicht verfügen wir über ein Bildungssystem, wo für jeden etwas dabei ist. Die einzigste Voraussetzung ist eine Ausbildung. Danach ist der Weg frei bis hin zur Professur.

        Wobei das Traden von BTC / Kryptokram vermutlich losgelöst ist von jeglichem Wissensstand. Dafür muss man doch ordentlich was geraucht haben, um sich hier zu engagieren.

        Mit vernebeltem Gruß….Dieter

        • Avatar

          gerd

          13. Juli 2017 17:33 at 17:33

          Nee, da hamse recht, Dieter.
          „Genug“ hätten wir schon. Wobei es selbst in Mangelberufen längst nicht immer genug Studienplätze gibt. Kann auch sein, dass es nicht für jeden gleichermaßen leicht zugänglich ist, von wegen Geld und Wohnort.
          Aber unter mehr Investition in Bildung meint Riße –
          und der eine oder andere Politiker – bestimmt auch die Infrastruktur für die Bildung.
          Also nicht nur die Software sondern auch die erforderliche Hardware. Und an letzterer wurde womöglich zu lange gespart. Zumindest in einigen Bundesländern.

  3. Avatar

    walter

    13. Juli 2017 16:13 at 16:13

    Genau,hatte ich doch glatt uebersehen,dass auch noch „gebildete Akademiker“in die Harz4-Falle treten werden.

    • Avatar

      gerd

      13. Juli 2017 16:44 at 16:44

      …und auch schon getreten sind.

  4. Avatar

    b.a.

    13. Juli 2017 17:34 at 17:34

    Bildung bedeutet nicht zwangsläufig dass man auf Arbeit vorbereitet wird. Es bedeutet dass man viel Wissen hat und ein trainiertes, leistungsstarkes Gehirn. Das ist für die Entwicklung der menschlichen Gesellschaft auch notwendig wenn es weniger Arbeitsplätze für Akademiker gibt.

    • Avatar

      walter

      13. Juli 2017 17:41 at 17:41

      Vorallem bein Bruchrechnen…
      Quelle:Wiwo v.gestern
      Bildung wird in DE sehr uebertrieben dargestellt!
      Schau mal nach Singapur,da laeufts einiges besser…

  5. Avatar

    b.a.

    13. Juli 2017 17:38 at 17:38

    Der mit dem Bitcoin-Schild hinter Yellen kommt mir bekannt vor.
    War das nicht Yellens Sohn oder der von Gary Cohn?

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Marcel Fratzscher im Interview: Marktversagen, Börse, Staatshilfen, Globalisierung uvm

Redaktion

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Marcel Fratzscher als Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) wurde von der FAZ schon mal als Claqueur der SPD bezeichnet. Wer den Begriff nicht kennt: Ein Claqueur ist jemand, der auf Kommando Beifall klatscht. Und so hat Herr Fratzscher den Ruf, vor allem bei wirtschaftspolitischen Meinungen und Inhalten der SPD jede Menge Lob zu verteilen und die Thesen auch mit seinen fachkundigen Aussagen zu untermauern. Man munkelt in Berlin und Frankfurt schon seit geraumer Zeit, dass der gute Herr Fratzscher eine Karriere als Notenbanker oder in einem Ministerium anstrebt. Aber sind das nur Gerüchte? In den politischen Zeitgeist würde er sicher gut passen.

Marcel Fratzscher wurde schon von vielen anderen Kommentatoren sehr kritisch beäugt, aber auch von unserer Redaktion. Zum Beispiel sagte er im September, dass er keine Zombieunternehmen in Deutschland entdecken könne. Nur um wenige Tage später vom Problem der Zombieunternehmen zu reden. Generell ist er dem Lager der „Experten“ zugehörig, die der Meinung sind, dass man mit genug neuen Schulden so ziemlich alles regeln kann. Gibt es nur genug Nachfrage, lösen sich alle Probleme von selbst? Und die zusätzlichen Staatsschulden, die sind ja sowieso kein Problem bei den Nullzinsen? So einfach kann die Welt sein.

Aktuell hat Marcel Fratzscher dem auf YouTube bestens bekannten Interview-Format „Jung und Naiv“ ein 145 Minuten langes Interview gegeben. Die Leitlinie kommt relativ weit am Anfang des Interviews. Der Markt hat versagt. Also, wohin soll es seiner Meinung nach gehen? Mehr Regulierung, mehr Planwirtschaft? Thilo Jung spricht mit Marcel Fratzscher über Themen wie die Aktienmärkte und ob sie sich von der Realwirtschaft abgekoppelt haben, über die Coronakrise, Staatshilfen, die Klimakatastrophe, Autoindustrie, Konsumverzicht, Globalisierung, die Ungleichheit von Vermögen, Steuern uvm.

Wir können Ihnen an dieser Stelle nicht knallhart empfehlen 145 Minuten Marcel Fratzscher am Stück anzuschauen. Diese Entscheidung müssen Sie schon selbst treffen. Aber auch bei „Experten“, die wir kritischer sehen wie einen Herrn Fratzscher, gilt das selbe wie bei Hans-Werner Sinn, Markus Krall oder Clemens Fuest. Auch wenn man als Zuhörer die Meinung des Interviewten nicht teilt, so erweitert das Zuhören doch den Horizont.

Marcel Fratzscher
DIW-Chef Marcel Fratzscher. Foto: SPÖ Presse und Kommunikation – ExpertInnen Austausch anlässlich der Kurt Rothschild Preisverleihung, 27.09.2017 CC BY-SA 2.0

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Unser Wohlstand kommt übers Meer – Werbung

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Lieber Börsianer,

die Welt ist so vernetzt wie nie zuvor. Auch wenn es in vielen Ländern protektionistische Tendenzen gibt, hat die weltweite Vernetzung ein Ausmaß erreicht, das in der Menschheitsgeschichte einmalig ist. Die Welt ist zusammengerückt. Viele Produkte, die Sie täglich nutzen, werden komplett oder in Teilen rund um den Globus verschifft, bevor Sie sie in Händen halten.

Die globalen Wertschöpfungsketten wären undenkbar ohne den regen Seehandel, der die Welt verbindet. Tausende Containerschiffe fahren von Kontinent zu Kontinent und bringen uns Waren vom anderen Ende der Welt.

Ich schreibe hier vorrangig über Zukunftstechnologien, die unsere Welt tiefgreifend verändern werden. Doch nichts hat unseren Wohlstand so sehr befeuert, wie der weitgehend freie Welthandel.

Deutschland ist Exportweltmeister

Unser Land ist erfolgreich, weil wir so stark in den Welthandel eingebunden sind. Maschinen und Autos aus Deutschland genießen international einen guten Ruf. Von den Erträgen aus dem Exportgeschäft kaufen wir beispielsweise Elektronik, chemische Erzeugnisse und Bekleidung. Das meiste davon wird übers Meer transportiert.

Die Lebensadern unserer Wirtschaft liegen im Wasser

Wenn Sie schon einmal in Hamburg am Hafen standen, haben Sie einen Eindruck, welche Mengen an Gütern täglich über den Seeweg nach Europa kommen. Rund 90% aller weltweit gehandelten Waren werden übers Meer befördert.

Unternehmen wie Hapag-Lloyd, Costamare oder Euronav betreiben riesige Flotten, um Waren rund um die Welt zu verschiffen. Sind die Aktien deshalb einen Blick wert? Das Geschäft ist lukrativ, aber hart umkämpft. Triton ist da schon eher interessant, denn das Unternehmen vermietet die…..

Wollen Sie meine komplette Analyse lesen?

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Hotels und Restaurants: Wachstum ja, aber noch keine V-Erholung

Claudio Kummerfeld

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Restaurant-Tische mit Gläsern

Der Umsatz bei Hotels und Restaurants ist im August gegenüber Juli um 5,5 Prozent gestiegen. Aber im Vergleich zu August 2019 liegt er immer noch mit 22,2 Prozent im Minus. Die Grafik, die bis zum Jahr 2013 zurückreicht, zeigt es: Eine V-förmige Erholung ist noch nicht abgeschlossen. Der Indexwert der Umsätze von Hotels und Restaurants lag vor dem Start der Coronakrise im Februar bei 105,5 Indexpunkten, und im August waren es 80,9 Punkte. Da ist noch einiges an Lücke vorhanden. Innerhalb der Gastronomie lag der reale Umsatz der Caterer im August 2020 sogar um 32,9 Prozent unter dem Wert des Vorjahresmonats.

Gut, diese heute vom Statistischen Bundesamt veröffentlichten Daten sind aus August. Inzwischen haben wir Oktober, und die V-förmige Erholung könnte bis jetzt schon fast geschafft sein. Könnte, nicht muss. Aber selbst wenn…. ein halbes Jahr lang gigantische Verdienstausfälle machen einer Branche zu schaffen, die darauf angewiesen ist konstant Umsatz zu machen. Viele Betreiber und Hotels und Restaurants überleben vielleicht aktuell, aber nur dank staatlicher Kredite. Man hat also nach der Krise deutlich mehr Schulden als vorher, dazu kommen oft noch vermutlich Mietschulden, weil der Vermieter monatelang die Restaurantmiete stundete, die nun nachgezahlt werden muss. Hat man die Krise auf den ersten Blick überlebt, und hat wieder „normale“ Umsätze, so türmen sich die Schulden auf. Zeitlich verzögert könnten also viele Insolvenzen folgen, auch wenn sich die Umsätze der Branche wieder normalisieren.

Chart zeigt Umsätze bei Hotels und Restaurants

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