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Der Börsen Jäger: Überfällige Korrektur im Highflyer-Index Russel 2000?

Der Nebenwerte Index Russel 2000 hat in den letzten 3 Monaten über 40% zugelegt und dabei neue Rekordstände erreicht – geht es nur noch aufwärts oder droht eine überfällige Korrektur?

Disclaimer / Haftungsausschluss:

Die hier gezeigten Analysen stellen keine Anlageberatung dar und sind daher auch keine Empfehlung zum Kauf bzw. zum Verkauf eines Wertpapiers, eines Terminkontraktes oder eines sonstigen Finanzinstrumentes. Die Wertentwicklung der Vergangenheit bietet keine Gewähr für künftige Ergebnisse. Die bereitgestellten Analysen sind ausschließlich zur Information bestimmt und können ein individuelles Beratungsgespräch nicht ersetzen. Eine Haftung für mittelbare und unmittelbare Folgen aus diesen Vorschlägen ist somit ausgeschlossen.

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Hat der Russel 2000 den Grundstein für eine Korrektur gelegt?

In den letzten Wochen und Monaten hat der Nebenwerte Index Russel 2000 eine grandiose Hausse hingelegt. Dabei konnte der Index explizit von den Impfstoff-Hoffnungen Anfang November profitieren. Seitdem hat der Russel insgesamt über 40% zugelegt. In Anbetracht des kurzen Zeitraums ist das ein historischer Anstieg. Das neue Jahr hat dann so angefangen, wie das alte geendet hat, nämlich mit Kursanstiegen. Man könnte den Anstieg im Russel somit auch als eine Blase bezeichnen. Der Index hat im Gegensatz zu seinen großen Brüdern einen großen Anteil an Zombie-Firmen, die gerade so wegen der Niedrigzinspolitik der Notenbank überleben.

Die Hausse nährt die Hausse passt im Fall des Russel 2000 wie die Faust aufs Auge. Der Index hat von dem starken Momentum überproportional profitiert. Die Märkte haben alles positive eingepreist, sei es die Geldflut der Notenbanken und Regierung, aber auch eine V-Erholung der Wirtschaft. Wenn der Markt einen derartigen Optimismus erreicht, wo alle Anleger auf der Longseite ohne Absicherung positioniert sind, dann kann die kleinste und unerwartete Unsicherheit das Kartenhaus ins Wanken bringen. Ein möglicher Trigger für die Unsicherheit hat sich in der letzten Woche in die Aktienmärkte eingeschlichen.

Wir erleben derzeit einen Machtkampf zwischen jungen Tradern und den Hedgefonds, der Exzess bei der GameStop-Aktie gilt dafür als ein Beispiel. Aber es sind ja nicht allein die neue Generation von Tradern, die für die aktuellen Probleme im Markt zuständig sind. Auch die Hedgefonds selbst nutzen die Situation aus und springen mit auf diesen Zug auf, dadurch bringen sie wiederum andere Hedgefonds in Schwierigkeiten. Das führt im Endeffekt zu einer erhöhten Volatilität und veranlasst institutionelle Investoren dazu ihre Gewinne mitzunehmen. In der Folge dürfte besonders der Russel darunter leiden, wenn sich die Gewinnmitnahmen ausweiten. Nachdem 40% Anstieg ist eine Korrektur mehr als überfällig.

Charttechnische Sicht auf den Russel 2000

Der im November begonnene Aufwärtsimpuls könnte mit dem Erreichen des Rekordhochs bei 2.195 abgeschlossen sein. Das würde wiederum bedeuten, dass der Russel am 22.01. eine Korrektur begonnen hat. Im ersten Schritt sollte die Konsolidierung in den Bereich des 23,6% Retracement, also bis 2.016 laufen. Ob sich die aktuelle Konsolidierung dann zu einem größeren Rücksetzer entwickelt, sehen wir erst, wenn der Bereich bei 2.106 unterschritten wird. Dann wäre eine Fortsetzung der Korrektur bis in die Zone bei knapp 1.900 (38,2% Retracement) möglich.

Bevor es weiter abwärts geht, dürfte die Erholung zunächst bis in den Widerstandsbereich bei 2.103/2.111 führen. In dieser Zone sollte der Kurs dann abprallen und die Abwärtsbewegung wieder aufnehmen. Im 4-Stundenchart ist deutlich das 123-Top zu erkennen. Unterhalb von 2.130 bleibt das Top aktiv und könnte für tiefere Kurse sorgen. Zudem ist bisher jeder Erholungsversuch an der EMA50 gescheitert. Die EMA50 und der Punkt 1 der Topbildung verlaufen genau an der Marke von 2.130. Erst ein Überschreiten der EMA und des Punkt 1 bei 2.130 würde das Bild aufhellen. Darunter haben die Bären weiterhin die Kontrolle.

DBJ: Korrektur Fortsetzung im Russel - Short-Set-Up

Einstiegschance in die laufende Erholung: Short-Set-Up

Ein Einstieg könnte im Bereich der Widerstandszone bei 2.103 erfolgen. Sollte sich die Erholung jedoch fortsetzen, dann dient der Bereich bei 2.130 als Kontrollmarke. Der Kurs sollte unter dieser Marke bleiben, dann sind die Wahrscheinlichkeiten für eine Fortsetzung auf der Abwärtsbewegung hoch. Der Stopp könnte daher über der 2.130er Zone platziert werden. Es bietet sich an den SL über das letzte Hoch bei 2.143 zu legen. Das Gewinnziel ergibt sich aus dem 23,6% Retracement bei 2.020.

Einstieg Short: 2.103

Stop-Loss: 2.143

Take Profit: 2.020

Chance-Risiko-Verhältnis: 2:1

Zeiteinheit: 4-Stundenchart (H4) / Tagesbasis

Anmerkungen: Die Positionsgröße sollte an die entsprechende Depotgröße angepasst werden. Die Stopps und Gewinnziele sind als Orientierungspunkte zu verstehen und hängen maßgeblich vom eigenen Risiko- und Geldmanagement sowie der jeweiligen Entwicklung im Tageshandel ab.

Ich wünsche Ihnen viel Erfolg und good Trades.

Stefan Jäger „Der Börsen Jäger“



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