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Der britische Leitindex FTSE100 nach dem Brexit

Der britische Leitindex FTSE100 ist der große Gewinner seit dem Brexit. Kein Wunder: 77% der Einnahmen der in dem Index enthaltenen Unternehmen stammen aus einem anderen Währungsraum und werden in Pfund bilanziert..

Redaktion

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FMW-Redaktion

Der britische Leitindex FTSE100 ist der große Gewinner seit dem Brexit – was die Brexit-Befürworter gerne anmerken, um die segensreichen Wirkungen des Brexit-Votums zu beschreiben! Kein Wunder: 77% der Einnahmen der in dem Index enthaltenen Unternehmen stammen aus einem anderen Währungsraum und werden in Pfund bilanziert – nach dem Pfund-Crash sieht das dann in den Bilanzen natürlich sehr hübsch aus. Wer allerdings als nicht-britischer Investor in den Index oder in Aktien investiert hat, die in dem Index enthalten sind, dabei jedoch nicht Währungs-gesichert unterwegs war, hat bestenfalls eine schwarze Null geschrieben. Bestenfalls.

Steve O´Hare sieht sich die technische Lage des FTSE100 an – und ist übergeordnet bullisch, meint aber, dass da noch einmal vorher ein Rücksetzer kommen könnte (vor allem dann, wenn sich das Pfund erholen sollte):

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Aktienmärkte: Die Wiedergeburt der Zykliker und die Risiken

Die neue Welle des Coronavirus hat Folgen für die Aktienmärkte: zuletzt hatten sich zyklische Aktien erholt – aber diese Erholung steht nun auf dem Spiel

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Das letzte Halbjahr der Aktienmärkte war die Periode für Hightech, für die so genannten FANG-Aktien, wie man sie ursprünglich abkürzte. Die großen Profiteure der Pandemie, die ihr Geschäft durch das Social Distancing inmitten einer Rezession sogar ausweiten konnten. Doch still und heimlich waren auch zyklische Aktien gestiegen, denen die Aktienmärkte beim Wiederanspringen der Wirtschaft Potenzial zuerkannte. Jetzt werden mehr und mehr Zweifel laut darüber, ob die Märkte nicht zu viel eingepreist haben, die Wirtschaftserholung stockt, den Zyklikern droht etwas Ungemach.

Aktienmärkte: Der Nasdaq 100 überstrahlte alle

Anfang September wurde sie gestartet, die erwartete Korrektur des Nasdaq 100, nach fast 78 Prozent plus binnen sechs Monaten und den darin enthaltenen Einzelwerten Apple, Alphabet, Amazon, Facebook und Microsoft. Diese repräsentieren bereits fast die Hälfte der Marktkapitalisierung im Nasdaq 100 – und selbst im riesigen S&P 500 etwa ein Viertel der Bewertung. Trotz eines Rückschlags von 14 Prozent in der Spitze sieht das Ganze noch nicht nach einer richtigen Korrektur aus. Aber gleichzeitig haben sich still und leise die zurückgebliebenen Zykliker zurückgemeldet, deren KGV im S&P 500 mit 20 deutlich niedriger liegt als jenes der Techwerte.

Hierzu ergab die letzte Umfrage der Bank of America unter den großen Fondsmanagern, dass die Profis bei Versicherern, Fondsgesellschaften und Pensionskassen so viele zyklische Werte eingesammelt hätten, wie seit dem Januar 2018 nicht mehr. Und gerade diese Branche korrigierte am Montag beim Abverkauf der Aktienmärkte stärker als die Highflyer im Nasdaq 100.

Die Zykliker im Dax

Gerne wird mit dem Finger auf den deutschen Leitindex gedeutet, der über Jahre hinweg dem großen Bruder in den USA, dem S&P 500, hinterherläuft. Aber war dies auch in den letzten Monaten so? Konnte der Dax im letzten Halbjahr von seinem Tief von 8255 Punkten Ende März nicht auch 60 Prozent zulegen? Verursacher dieser Performance waren nicht nur die spärlich im Index vertretenen Techwerte wie SAP oder Infineon, sondern auch die alten Industriewerte. Allen voran Daimler, die fast 100 Prozent zulegen konnten, wie auch Volkswagen und BMW, die stärker als der DAX gestiegen waren. Oder auch HeidelCement oder der Chemiekonzern Covestro. Alles in die Aktienmärkte eingepreiste Hoffnungen auf eine weitere Erholung der Wirtschaft.

Jetzt wackeln die konjunkturabhängigen Titel

Die aktuelle Entwicklung bringt die zyklischen Werte in neue Bedrängnis. Corona und seine steigenden Zahlen sind Themen nicht nur für die Aktienmärkte, sondern vor allem auch für alle dafür zuständigen Politiker in Europa. In Spanien und Großbritannien glaubt man schon, dass die Sache außer Kontrolle geraten sei. Aber auch Deutschland wird davon stark betroffen, zu erkennen an der Lufthansa, die immer mehr ums Überleben kämpft – oder den Reisekonzern TUI, der sein Programm weiter zusammenstreicht. Und wieder einmal die Bankenwerte. Diese haben korrigiert und kommen auch nicht wieder hoch – altes Thema: ohne Zinsen keine Erträge. Ohne Bankentitel aber gibt es keine vollständige Erholung der Indizes.

Die neueste Konjunkturprognose des Münchner Ifo-Instituts brachte positive aber auch negative Botschaften.

Für dieses Jahr schätzt das Institut für das deutsche Bruttoinlandsprodukt ein Minus von 5,2 Prozent und damit deutlich niedriger als bei der letzten Schätzung von minus 6,7 Prozent. Sollte dies so eintreten, käme es im Coronajahr 2020 nicht zur schärfsten Rezession seit Kriegsende, denn in der Finanzkrise 2009 hatte das Minus 5,7 Prozent betragen.

Aber das Ifo-Institut prognostiziert für 2021 ein geringeres Wachstum aus dem Tal heraus, von 5,1 Prozent (OECD 5 Prozent). Sehr zum Leidwesen der Zykliker und des Dax. Ist das der Grund dafür, warum der deutsche Leitindex seit dem 8. Juni über drei Monate in einer Seitwärtsphase beharrt und jeder Ausbruch nach oben verhindert wurde? Daher muss ich noch mal auf den Ifo-Index am Donnerstag zurückkommen, der um 10:00 Uhr bekanntgegeben wird. Dessen neuester Stand wird einen kleinen Einblick geben auf die Aussichten für die (alte) deutsche Industrie, inklusive der zyklischen Werte.

Fazit

Der erste Teil der V-förmigen Erholung der Wirtschaft ist geschafft, jetzt kommt der asymmetrische Teil, sprich die in die Länge gezogene Erholung, gespickt mit einigen Rückschlägen. Corona in der kalten Jahreszeit und die US-Wahlen sind Unsicherheitsfaktoren, trotz der Versprechen der Notenbanken alles zur Unterstützung der Wirtschaft (und der Aktienmärkte) zu tun. Dies und das Modeakronym TINA ziehen ein Sicherheitsnetz unter die Aktienmärkte, können aber nicht verhindern, dass es zu weiteren Bereinigungsphasen kommen wird. Wenn die Einschränkungen durch Covid-19 weiter einen dunklen Schatten auf Wirtschaftssektoren wie Luftfahrt, Freizeit und Tourismus, Gastronomie und Hotellerie werfen – dafür ist ihr Gewicht an der Wertschöpfung eines Landes einfach zu hoch. Gleichzeitig dämpft dies das Wachstum der Zykliker, um zum Eingangsthema zurückzukehren..

Die neue Welle des Coronavirus und die Folgen für die Aktienmärkte

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Finanznews

Aktienmärkte: Starker Dollar als Warnzeichen? Videoausblick

Markus Fugmann

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Die Aktienmärkte in den USA konnten im gestrigen Tagesverlauf ihre Erholung fortsetzen – aber ist die fortgesetzte Stärke des Dollar ein Warnzeichen? Gold fällt im asaitischen Handel unter die 1900er-Marke, der Euro fällt unter die Marke von 1,17. Seit März diesen Jahres (also seit Beginn der Coronakrise) gibt es eine extrem negative Korrelation zwischen dem Dollar und Risiko-Assets, aber noch reagieren die Aktienmärkte auf die Stärke der US-Währung nicht. Ignorieren sie damit ein wichtiges Warnsignal? Charttechnisch spricht vieles für eine weitere Stärke des Dollars, und wenn die negative Korrelation zwischen der US-Währung und den Aktienmärkten nicht plötzlich endet, könnte es ungemütlicher werden..

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DAX daily: Wichtige Richtungsmarke voraus – Erholung oder Korrektur

Stefan Jäger

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Der Dax steht kurz vor einer Richtungsentscheidung – setzt sich die Erholung fort oder geht es noch weiter runter? Im gestrigen Handel hat sich die Lage im Dax nach dem kräftigen Kursrutsch zu Wochenbeginn wieder entspannt. Dementsprechend haben sich die Dax-Anleger wieder aus der Deckung gewagt und bei Aktien zugegriffen. Insbesondere wurden Aktien der Gewinner der Corona-Pandemie nachgefragt, dazu gehörte im Dax zum Beispiel der  Essenslieferant Delivery Hero (+4,5 %). Insgesamt konnte der deutsche Leitindex um 52 Punkte zulegen und ist schließlich bei 12.594 aus dem Handel gegangen. Das Tageshoch wurde bei 12.698 markiert und das Tagestief lag bei 12.592.

Für heute ist der Bereich zwischen 12.750 bis 12.770 entscheidend. Kann der Dax darüber ansteigen, dann würde sich die charttechnische Situation wieder aufhellen. Scheitert er allerdings bei dem Versuch, dann ist die Chance groß, dass der Dax das Tief bei 12.505 nochmal unterschreitet. Kurzfristig fällt in dem Bereich eine entweder oder Entscheidung.

News und fundamentale Daten

Vor wenigen Minuten wurde das GfK Konsumklima veröffentlicht. Der Index ist mit -1,6 schlechter als erwartet ausgefallen, damit befindet er sich auch Monate nach dem Corona-Crash immer noch im negativen Bereich – Prognose war -1,0, im Vormonat lag der Wert bei -1,8. Das Konsumklima gibt einen Einblick in das Vertrauen der deutschen Bürger in die konjunkturelle Entwicklung. Ein fallender Wert zeugt nicht gerade von Konsumlust.

Darüber hinaus sehen wir heute diverse Einkaufsmanagerindizes. Um 9:30 Uhr erscheinen zuerst der Einkaufsmanagerindizes Verarbeitendes Gewerbe und Dienstleistungen aus Deutschland. Danach folgen um 10:00 Uhr die Daten aus der Euro-Zone und zuletzt um 15:45 aus den USA. Zudem sehen wir um 16:00 Uhr erneut den Fed-Chef Powell der zum konjunkturellen Ausblick und der Geldpolitik der letzten Zeit Stellung nimmt. Die Stellungnahme besteht dabei aus zwei Teilen. Erstens ein vorbereitetes Statement zweitens folgen Fragen von den Ausschussmitgliedern. Während der Befragung kann es zu heftigen Ausschlägen am Markt kommen, davon ist auch der Dax betroffen. Schließlich sollten alle Öl-Interessierten um 16:30 Uhr einen Blick auf die US-Rohöllagerbestände werfen.

Die wichtigen Marken für den Handelstag im Dax

Der Dax notiert vorbörslich bereits weit im Plus. Folglich wird er mit einem Aufwärts-Gap in den Handel starten. Der deutsche Leitindex steht vor einer Reihe von Widerständen. Zuerst muss er das Nachthoch bei 12.712 überwinden. Danach folgt der Pivot Punkt R1 bei 12.733, bevor er den wichtigen Widerstandsbereich zwischen 12.750 und 12.770 erreicht. Dieser Bereich ist entscheidend für den kurzfristigen Verlauf im Dax. Ein Anstieg darüber würde die Situation deutlich aufhellen, wohingegen ein Scheitern zur Fortsetzung der Korrektur führt. Durchbricht er den Widerstand, dann ergeben sich Ziele bis 12.904.

Dafür muss er aber noch weitere Hürden nehmen, zum Beispiel bei 12.789 (PP R2). Darüber folgt ein weiterer Widerstandsbereich beginnend bei 12.835 (50% RT) bis zur 12.864 (261,8 % Ext.). Zuletzt folgt noch die 12.872 (PP R3), bevor er die 12.904 erreicht. An dieser Stelle befindet sich auch das 61,8 % Retracement (12.912) der Abwärtsbewegung vom Wochenbeginn, also ein weiterer Entscheidungspunkt. Ein Anstieg darüber würde den Dax wieder zur 13.000er Marke führen.

Korrektur Szenario

Scheitert der Dax zum Beispiel an dem Widerstandsbereich bei 12.750 – 12.770, dann könnte er die Abwärtsbewegung wieder aufnehmen. Eine erste Unterstützung liegt bei 12.690, darunter befindet sich der heutige Pivot Punkt bei 12.647. Dort könnte der Dax erstmal wieder Halt finden. Fällt er jedoch darunter, dann geht es in Richtung Gap-Close bei 12.594, dort liegt auch das gestrige Tagestief bei 12.592. Die nächste Unterstützung folgt erst am Punkt 2 aus der Bodenbildung (M15-Chart) bei 12.540. Danach geht es zum Tagestief vom Montag bei 12.505. Ein Bruch der Unterstützung würde den Dax zur 12.434 bringen. Darunter folgt dann noch die 138,2 % Extension vom September Hoch (13.460) bei 12.340.

DAX daily: Tagesausblick 23.09. - M30-Chart - Richtungsentscheidung

Dax Unterstützungen (US):

12.690 – M15-Chart

12.647 – Pivot Punkt

12.594 – Gap 22.09.

12.592 – Tagestief 22.09.

12.540 – Punkt 2 Bodenbildung (M15-Chart)

12.505 – Tagestief 21.09.

12.434 – Tageschart

12.340 – 138,2 % Extension (Hoch 13.460)

Dax Widerstände (WS):

12.712 – Nachthoch

12.733 – Pivot Punkt R1

12.750 – neuralgischer Punkt

12.757 – 38,2 % Retracement

12.789 – Pivot Punkt R2

12.835 – 50 % Retracement

12.864 – 261,8 % Extension (Tief 12.505)

12.872 – Pivot Punkt R3

12.900 – Stundenchart

12.912 – 61,8 % Retracement

13.000 – psychologische Marke

13.025 – 423,6 % Extension

Disclaimer

Die hier angewandte technische Analyse stellt keine Anlageberatung dar. Es handelt sich auch nicht um Kauf- oder Verkaufsempfehlungen von Wertpapieren und sonstigen Finanzinstrumenten. Die Wertentwicklung der Vergangenheit bietet keine Gewähr für künftige Ergebnisse. Die bereitgestellten Analysen sind ausschließlich zur Information bestimmt und können eine individuelle Anlageberatung nicht ersetzen. Eine Haftung für mittelbare und unmittelbare Folgen aus diesen Vorschlägen ist somit ausgeschlossen.

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