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Giovannie Cicivelli Tradingchancen

Indizes

Der Dax als Performance-Index eine Mogelpackung – wie lange nimmt man unsinnige Vergleiche noch hin?

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Man hört es von vielen Vermögensverwaltern. Der Deutsche Aktienanleger hänge zu stark an heimischen Aktien, er verfalle dem „Home Bias“, also der Neigung in der Heimat zu investieren. In vielen Depots schlummern deshalb solche Aktien, wie die Deutsche Telekom aus Zeiten der Erst-Emmission oder von den späteren Ausgaben. Auch sonst liegt der Fokus der Anleger sehr stark auf Werten aus dem Dax. Dieser stellt als Index aber in seiner Konstruktion ein Zerrbild dar, denn er wurde 1987 als so genannter Performance-Index mit 1000 Punkten eingeführt, bei dem die Dividenden bei jedem Abschlag wieder mit eingerechnet werden.

 

Wie machen es andere Länder?

Sieht man bei den täglichen Börsen-Berichterstattungen die Bilanzen des Börsentages, so wird unser Leitindex mit den Weltbörsen verglichen. Dies ist kurzfristig kein Problem, aber langfristig eine Mogelpackung, ein Vergleich zwischen Äpfeln und Birnen. Dow Jones, S&P 500, Nikkei 225, Shanghai Composite, CAC 40, FTSE 100 oder der EuroStoxx 50 sind Kursindizes, bei denen die Dividenden unberücksichtigt bleiben. Und da läuft die Schere von Jahr zu Jahr weiter auseinander.

Der Kurs-Dax lag am gestrigen Tag bei 5380 Punkten, der Performance-Dax aber schon bei 11780 Zählern. Ersterer hatte sein All Time High schon am 3. März 2000 bei 6306 Punkten erreicht.

Damit liegt die 30-Jahresrendite-Rendite des Kurs-Dax bei 5,5%, die des Performance-Dax aber bei 8,2%. Der S&P 500 liegt hingegen ohne Dividenden schon bei über 9%.

Sehr einfach abzulesen ist dies schon an der Entwicklung des weltgrößten Index, der im Jahr 2000 bei 1400 Punkten notierte, sich zur Zeit aber anschickt das ATH bei 2900 Punkten zu attackieren. Und das ohne die Dividenden. Der Dividenden-Dax stand zu Beginn des Jahrtausends schon mal über 8000 Punkten.

 

Ein weiterer Verzerrungsgrund

Zu guter Letzt werden beim Dax die Dividenden nach dem Dividendenabschlag meines Wissens nach in Höhe des Bruttoabschlages wieder eingerechnet. Der Inhaber von Dax-Titeln muss jedoch Abgeltungssteuer bezahlen zuzüglich Soli und eventuell. Kirchensteuer. Als Performance-Index spiegelt er damit nicht nur die Kursentwicklung wider, sondern bezieht auch ausgeschüttete Dividenden in voller – das heißt in für Anleger nicht erreichbarer – Höhe mit ein. Zudem kommt: Wenn der Anleger die Dividende reinvestiert, sind Gebühren fällig. Also steht der Index numerisch nochmals höher und ein Vergleich wird nochmalig verzerrt.

 

Fazit

Man fragt sich, wie lange man diese unsinnigen Vergleiche noch fortsetzen will, aber es liest sich einfach besser und ist leichter zu verkaufen, die gute Performance. Aber den Gesetzen der Mathematik folgend, wird das Zerrbild durch den Zinseszins-Effekt immer größer.

 

Foto: Deutsche Börse AG

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Indizes

Dax: Die Euphorie der Anderen!

Warum der Dax gut daran tut, den Rausch der Amerikaner nicht nachzuvollziehen..

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Gestern erreicht der Nasdaq 100 einmal mehr ein Allzeithoch, der S&P 500 auf Schlußkurs-Basis ebenso – nur der Dax reagierte gestern kaum auf die Rally an der Wall Street und ist nach wie vor sehr weit entfernt von seinen Allzeithochs!

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Gestern trotz der Party an den US-Aktienmärkten kaum Bewegung beim deutschen Leitindex:

 

Auf was wartet der Day? Auf den ifo Index heute (10.00Uhr)? Auf die Zahlen der Untenrehmen aus dem Dax? Jedenfalls kann der Software-Riese SAP heute punkten und gewinnt vorbörslich nach Anhebung der Prognose um +2,5% hinzu.

 

Aber all das ist doch sehr verhalten im Vergleich zu den euphorischen Amerikanern! Wir sind nun bereits über den Hochs aus dem Januar 2018, und das ist schon etwas merkwürdig, weil:

 

  • seitdem die globale Konjunktur sich stark eingetrübt hat
  • die Zahlen der Firmen zwar wenigr schlecht sind als erwartet, aber von den Gewinnen von Anfang des Jahres 2018 sehr weit entfernt sind (gestern etwa nachbörslich Texas Instruments mit Umsatzrückgang)
  • die Wirkung der US-Steuerreform kaum mehr nachweisbar ist, anders als im Januar 2018

Man könnte die Reihe fast endlos fortsetzen. Vor allem der Nasdaq-Chart derart parabolisch,  dass man sich auch als eingefleischter Bulle fragen sollte, wie lange das noch gut gehen kann:

 

Gleichzeitig gibt es große Fragzeichen zur inneren Struktur der Nasdaq-Rally – etwa bei 52-Wochen-Hochs bzw. 52-Wochen-Tiefs:

Oder dem Bullish Percentage Index, der trotz der Anstiege fällt und damit auf geringere Marktbreite der Rally schließen läßt:

(Chart: northmantrader.com)

 

Von solchen Extremen ist der Dax weit entfernt – heute geht es wieder um die Konjunktur, also um den ifo Index und die Zahlen von Caterpillar, die auch für den deutsche Leitindex als Konjunktur-Indikator von großer Relevanz sind.

 

Und so bleibt dem Dax nur – wie im Film „Das Leben der Anderen“ das neidische Bobachten des prallen Lebens der Anderen, sprich der Party-Könige an der Wall Street. Vielleicht aber hat der Dax dann später auch weniger Kopfschmerzen, wenn der Rausch vorbei ist und bei den US-Indizes der unvermeidliche Kater einsetzt..

 

Foto: Impawards.com

https://en.wikipedia.org/wiki/The_Lives_of_Others

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Finanznews

Das ist der Hochpunkt! Videoausblick

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Heute ist der Hochpunkt der US-Berichtssaison – alleine 122 Firmen werden nachbörslich ihre Zahlen veröffentlichen, darunter Microsoft, Facebook und Tesla. Mittags (13.30Uhr) kommen die Schwergewichte Caterpillar (Indikator für die Weltwirtschaft) und Boeing (größter Exporteur der USA). Gestern waren es einmal mehr die inzwischen extrem überkauften US-Tech-Werte, die die Märkte nach oben gezogen hatten, aber auch der S&P 500 auf Schlußkursbasis mit neuem Allzeithoch. Der Dax dagegen blieb gestern wenig beeindruckt und eröffnet heute wohl schwächer, weil die Aktienmärkte in Japan und China schwächeln – und wartet dabei auf den ifo Index (10.00Uhr)..

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Finanznews

Warum steigt der Dollar? Marktgeflüster (Video)

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Normalerweise ist es kein sehr gutes Zeichen für die Aktienmärkte, wenn der Dollar stark zulegt – aber der Dollar-Index steigt heute auf den höchsten Stand seit Juni 2017. Passiert das, weil wieder verstärkt Geld in die US-Aktienmärkte fließt nach heute überwiegend guten Zahlen von US-Unternehmen? Der S&P 500 hat nun ein KGV von 19, zahlreiche Bewertungs-Parameter sind am Anschlag – das gilt umso mehr für die Tech-Werte im Nasdaq 100. Heute hat der Leitindex S&P 500 das Schlußkurs-Allzeithoch überwunden (2830 Punkte), intraday liegt der Rekord bei 2940 Punkten. Der Dax aber bewegt sich trotz der Rally an der Wall Street kaum von der Stelle heute – normalerweise müßte der schwächere Euro doch eigentlich Rückenwind geben..

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