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Der Dax in der Langfristperspektive

In meiner letzten nunmehr sechs Monate alten Analyse, für den Dax, hatte ich ein relativ positives längerfristiges Bild gezeichnet. Diesem folgend befindet sich der deutsche Leitindex in einem intakten Aufwärtstrend und wird diese Bewegung auch noch weiter fortführen. Bereits 2013 hatte ich den Anstieg bis ca. 16.000 Punkte bis zum Jahr 2019 prognostiziert, wie der obere Chart es zeigt. Auch wenn ich meine Zählweise verändert habe, bleibt die Grundaussage der Analyse, wonach sich der Index in der finalen Phase eines sehr langen Aufwärtstrends befindet, erhalten.

 

(Alle Charts durch anklicken vergrößern)

 

Ausblick:

Der Dax bildet nach erfolgtem Abschluß von Welle (IV) die finale Welle (V) der sehr großen Welle (III) aus. Das idealtypische Ziel von (V) liegt im Bereich des 1.62 Retracements (16.720 Punkte) und damit in nicht mehr allzu weiter Entfernung. Wie das unterhalb liegende Zeitlineal es aufzeigt, erwarte ich den Zieleinlauf für Ende des aktuellen; spätestens für das erste Halbjahr des kommenden Jahres. Damit schließt sich ein Trend (V) ab dessen Stellung in der Hierarchie sehr hoch angesiedelt ist. Ein sehr sicheres Anzeichen hierfür ist die Ausbildung von (V) als Diagonalimpuls, wie ich es auf der zweiten Seite näher beschreiben werde.

 

Zudem wird die eine Stufe höhere (III) abgeschlossen. Die Folge dessen ist eine sehr große Korrektur, wobei sich der Kursverlust noch moderat ausnehmen wird. Moderat heißt, daß ich keinen Crash im Sinne erwarte. Dementgegen sollten aber 40-50 Prozent schon einkalkuliert werden. Viel stärker ins Gewicht wird die temporäre Komponente fallen. Wie Sie es dem Chart entnehmen können, erwarte ich den Abschluß dieser Korrektur nicht mehr für die sich anschließende Dekade. Erst in der Mitte der dreißiger Jahre wird sich der Aufwärtstrend wieder in Szene setzen können.

 

Das Positive daran ist: Diese Korrektur bildet sich als Welle (IV) eines sehr großen Aufwärtstrends aus. Bedeutet: Nach Abschluß von (IV) wird die sich anschließende (V) den seit Jahrzehnten währenden Aufwärtstrend fortsetzen. Gefahren für das beschriebene Szenario kann ich dem Chartbild nicht entnehmen. Auf der folgenden Seite werde ich wie immer in meinen Langzeitbetrachtungen näher auf die kurzfristigeren Avancen eingehen.

Auf mittlere Sicht bewegt sich der Dax im Rahmen eines Diagonalimpulses (1-2-3-4-5). Diese Formation bildet sich als Wellenabschluß der in der Hierarchie sehr hoch angesiedelten Welle (III) aus. In meiner letzten Betrachtung hatte ich die Ausbildung von Welle (4), und damit verbunden eine kleinere Korrektur beschrieben; der obere Chart zeigt meine damalige Sichtweise auf. Die aktuell laufende Korrektur kann den Index ohne Weiteres bis zur Unterstützung bei 11.427 Zählern (0.38 Retracement) fallen lassen, ohne dabei das Anforderungsprofil an einen Diagonal zu verletzen.

 

Das bereits erfolgte deutliche Unterschreiten des 0.24 Retracements bei 12.187 Punkten ist ein sehr sicheres Indiz auf diese Entwicklung. Erst ein eventueller Bruch des 0.50 Retracements (10.847 Punkte) würde das dargestellte Szenario ins Wanken bringen. Resultierend daraus ist für die kommenden Wochen, maximal 2-3 Monate von nachgebenden Notierungen auszugehen. Das unterhalb liegende Zeitlineal gibt wie immer Auskunft über den temporären Verlauf der einzelnen Wellen.
Nach Abschluß von Welle (4) wird die sich anschließende (5) den Dax noch einmal kräftig steigen lassen. Eine Welle „5“ tritt häufig sehr stark aus der eigentlichen Formation aus, sodaß das Erreichen des 1.62 Retracements (16.720 Punkte) absolut im Rahmen des Möglichen liegt. Aufgrund der äußerst hohen Stellung dieser Linie ist auch ein Überschreiten; Überschießen, nicht auszuschließen. Größere Gefahren für das beschriebene Szenario kann ich dem Chart nicht entnehmen.

 

Fazit:

Der Dax bewegt sich in der finalen Phase eines sehr großen Aufwärtstrends. Aktuell bildet sich die Wellenabschlußformation, und innerhalb dieser eine kleinere Korrektur (4), aus. Das zur Verfügung stehende Potenzial reicht bis maximal 10.847 Punkte, wenngleich ich das Erreichen dieser Linie nicht als realistisch ansehe. Dennoch rate ich zum gegenwärtigen Zeitpunkt von einer erneuten Positionierung ab. Zur Absicherung von kürzer laufenden Positionen sollten Sie auf das 0.24 Retracement (12.187 Punkte), für längere Positionen auf das 0.50 Retracement bei 10.847 Punkte zurückgreifen.



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6 Kommentare

  1. Wieder mal ein Werk vom Meister!

  2. Sorry, aber diese Analyse ist schon im Ansatz falsch.
    Das heisst zwar nicht, das es trotzdem so kommen könnte aber wenn es so kommt, dann bestimmt nicht weil die Analyse richtig war.
    Soviel ich gelernt habe sollte die Welle 4 ( korrekturwelle ) niemals den Hochpunkt der Welle 1 unterschreiten. Da der Dax dies aber schon gemacht hat, kann diese Zählung nach elliot nicht gelten und ist daher auch nicht richtig.
    Daher rate ich jedem diese Analyse nicht einfach zu kopieren….

    Sorry an den Autor, ist nicht böse gemeint….es ist mir aber sofort ins Auge gefallen. Denn wenn die 4 unter die 1 geht, dann ist die 1 schon falsch und daher ist die ganze Zählung falsch.

    Viele Grüße und ein schönes Wochenende :-)
    Jesse

    1. Hallo Jesse,
      ihre Sicht ist hier aber nicht korrekt! Sollten Sie das Regelwerk kennen, dann kennen Sie auch einen sogenannten Diagonalimpuls. Bei dieser speziellen Art der Impulswelle (im Prinzip ein Triangle) müssen sich die Welle 1-4 überschneiden. Dabei gibt es zwei verschiedene Varianten, aber das tut hier nicht zur Sache.

      Beste Grüße
      Henrik Becker

      1. Hallo Herr Becker,
        an der Börse gibt es immer mindestens 2 Varianten.

        Wie gesagt es kann ja auch so kommen. Nur warum werden wir im Nachhinein erfahren.

        Ihnen ein schönes WE und viel Erfolg :-)

        VG
        Jesse

  3. Hallo Herr Becker,
    Wie passt Ihre andere Analyse dazu ?
    Denn da Haben Sie für die Welle C ein höheres Kurzziel:
    im Verlauf von Welle (C) wird der deutsche Leitindex noch einmal sehr kräftig unter Druck gesetzt. Eine crashartige Performance erwarte ich indes nicht. Wie im Chart angedeutet, sehe ich den Index maximal bis zur unteren hellroten Trendlinie bei ca. 12.000 Punkten fallen. Aber der Zeitbereich ist relativ identisch.
    Können Sie mir bitte das etwas genauer erklären?
    VG
    EL PIPSO

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