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Der Dax in der Langfristperspektive

Eine Analyse von Henrik Becker

In meiner Analyse vom November 2013 (Chart oben) hatte ich, bei einem Punktestand von ca. 9.100, einen Kursanstieg für den Dax bis ca. 16.000 Punkte in Aussicht gestellt. Diese Prognose entsprach damals einer echten Provokation und hatte nicht ausschließlich Anhänger gefunden. In der Zwischenzeit habe ich meine Wellenzählung, der Entwicklung Rechnung tragend, auch in der Kernaussage umgestellt. Doch ungeachtet dessen bleibt der Fokus auf den eingangs erwähnten Zielbereich gerichtet.


(Charts durch Anklicken vergrößern!)

Ausblick:

Der Dax bildet nach erfolgtem Abschluß des großen Triangles (A-B-C-D-E), den sich ultimativ an diese Formation anschließenden Thrust aus. Da sich das Triangle selbst als Welle (IV) dargestellt hat, versteht sich der Thrust als Welle (V). Deren nächste Anlaufstelle liegt mit dem 1.62 Retracement bei 16.720 Punkten, in relativ großer Entfernung. Doch zeigt das unterhalb liegende Zeitlineal auf, daß momentan auch noch kein Grund zu Eile besteht. Denn mit dem 0.62 Retracement (29. November`18) liegt auch die temporäre Zielmarke in noch beruhigender Distanz.

Auf der folgenden Seite werde ich wie immer etwas näher auf die mittelfristigen Avancen eingehen. Die wesentliche Veränderung in meiner Sichtweise besteht darin, daß ich aktuell diese Bewegung eben als eine Welle (V) der übergeordneten (III) ansehe. Dieser Aspekt schließt eine größere Korrekturwelle ein, einen waschechten Crash indes aus. Im Chart habe ich ein mögliches Szenario für die erste Phase (A-B-C) der sich daran anschließenden ((IV); nicht abgebildet) dargestellt.

Natürlich wird sich das Potenzial, welches dieser Bewegung zur Verfügung steht, mit ca. 50 – 60 Prozent sehr groß ausnehmen. Doch den Aufwärtstrend beenden wird diese Korrektur nicht! Jedenfalls nicht auf absehbare Zeit. In meinen Videos bin ich seinerzeit speziell darauf eingegangen und hatte einen Ausblick über Welle (IV) hinaus geboten. Zu beachten ist auch hier die enorme temporäre Komponente, der zu erwartenden Korrektur. Das Zeitlineal veranschaulicht auch diesen Aspekt sehr schön. Die Angaben des Zeitlineals sollten nicht mit einer Atomuhr verglichen werden, aber auch unbeachtet bleiben.

Die kurzfristigeren Aussichten (1-2 Jahre) deuten wesentlich stärker auf größere Turbulenzen hin, als auf einen glatt verlaufenden Aufwärtstrend. Verursacht werden diese Unruhen, oder auch Korrekturen, durch die Ausbildung eines Diagonal-Impulses (1-2-3-4-5) als Wellenabschluß für Welle (V). Eine derartige Konstellation ist nicht unüblich und kann durchaus auch eine größere temporäre Ausdehnung annehmen. Innerhalb des Diagonal formt sich derzeit noch die fünfteilige (1-2-3-4-5) Welle (3) aus.

Diese meist dynamischste Welle, innerhalb einer Impulswelle, kann ohne Weiteres noch bis zur 1.00-Linie bei 14.290 Punkten steigen, ohne dabei regelverletzend in Erscheinung zu treten. Dadurch würde sich lediglich die Ziellinie (0.38 Retracement; 11.416 Punkte) von Welle (4) verschieben; mehr nicht. Doch deutet das Erreichen des 0.62 Retracements (13.317 Punkte), sowie des 0.38 Retracements (2. Nov) auf dem unteren Zeitlineal, auf den bereits erfolgen Wellenabschluß hin.

Die sich anschließende Welle (4) wird für eine größere Korrektur verantwortlich sein, wie der Chart es zeigt. Im Verlauf dieser Welle wird der Dax bis zur Unterstützung bei 11.416 Punkten (0.38 Retracement) fallen. Dieser Bereich wird zusätzlich durch die auf dem gleichen Niveau liegende untere hellrote Formationslinie unterstützt, sodaß ich den Bruch ausschließe.

Welle (5) trägt den Dax schlussendlich bis zur, in der Hierarchie sehr hoch angesiedelten, 1.62-Linie bei 16.720 Punkten. Der Lauf bis zu dieser Barriere läßt auch die übergeordneten Wellen (V) und (III) ihren Abschluss finden. Dieses relativ positive Szenario behält solange seine Gültigkeit, solange sich das 0.62 Retracement bei aktuell 10.290 behaupten kann.

Fazit:

Der Dax befindet sich, aus großer Höhe betrachtet, in einem völlig intakten Aufwärtstrend. Momentan steht der Abschluß einer internen Welle auf der Agenda, sodaß sich eine größere Korrektur (4) einstellen wird. Der Abschluß eines wesentlich höheren Wellengrades ist erst für Ende 2018 bis Anfang 2019 zu erwarten. Die sich dann einstellende Korrektur wird bis tief in die kommende Dekade reichen.

Mehr von Henrik Becker unter http://neo-wave.de/



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7 Kommentare

  1. Wenn jetzt die Anhänger der Wellentheorie entsprechend handeln ( shorten ) u.alle Endjahresrallygläubiger auf dem falschen Fuss erwischt werden könnte es so richtig rumpeln u. Ich werde Anhänger der Wellentheorie.

  2. Danke.
    Das passt gut zur Analyse des S&P.
    Die Reaktion auf die heutige Fed-Sitzung könnte schon eine Bestätigung liefern.
    Ein Update in spätestens einem Jahr wäre schön.

  3. Wir werden ja sehen, wie es wird! Auf jeden Fall ist es nachvollziehbar und nicht ein Bericht aus der schwarzen Box, ganz gleich wie ich zur Charttechnik im Allgemeinen stehe.
    Aber ist denn schon mal jemanden aufgefallen wie Herr Becker schreibt? Wörter wie, könnte, müßte, sollte usw., wie sie bei anderen Analysten die Regel sind, sucht man hier vergebens. Hier steht: der Dax macht dieses, der Dax macht jenes und fertig.

  4. Frage an Henrick Becker,wie sieht es aus mit der Wellentheorie ? müssten DAX u.S&P nicht korrigieren ?
    Vielen Dank für eine Antwort.

    1. Ich warte auch schon seit dem der S&P500 die 2626 erreicht hat, dass
      die 5. Welle endlich abebbt. Lange halte ich mich nämlich nicht mehr über Wasser.

      Kann aber auch sein, dass die genannten 2626 vom letzten Monat nicht die Beckerwelle sondern die Fugmannwelle betraf.

  5. Hallo die Herren, derzeit bin ich krank; liege flach. Wenn Sie auf meine Webseite gehen und mich über das Kontaktformular anschreiben, sende ich ihnen die neuesten Analysen zu den Werten zu.
    Beste Grüße
    Henrik Becker

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