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Indizes

Der Dax ist ein lustiges Tier..

Markus Fugmann

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Von Markus Fugmann

Der Dax ist schon ein lustiges Tier: erst ignoriert er die Schwäche etwas des Dow Jones und des Nasdaq, indem er sich nur auf den stabileren S&P fokussiert. Aber auch sonst hat das possierliche Tier ein Eigenleben: als die US-Arbeitsmarktdaten um 14.30Uhr heraus kamen, stieg der Dachs, äh Dax, ungeachtet der Tatsache, dass die US-Futures unter Druck kamen. Der deutsche Michel denkt sich eben: oh schön, ein robuster Arbeitsmarktbericht, da kann man ja mal steigen!

Fatisch aber bedeutet der US-Arbeitsmarktbericht, dass die Märkte nun ziemlich fest von einer Zinsanhebung im September ausgehen. Die Fed hat immer wieder betont, dass sie bei einem robusten Arbeitsmarkt die Zinsen anheben wird, und nun kann die Notenbank den Kritikern entgegen halten: worauf sollen wir denn noch warten?

Für die Aktienmärkte insgesamt dürfte der heutige Arbeitsmarktbericht eher schlecht sein: er war nicht gut genug um zu sagen: ok, die Fed wird die Zinsen anheben, aber wir haben eben eine sehr starke Konjunktur, die das wieder wett macht. Und er war nicht schlecht genug, dass die Fed die Zinsen nicht im September anheben wird. So gesehen war das genaue Treffen der Prognose gewissermaßen der worst case für die US-Aktienmärkte.

Noch aber sagt sich der Dax: was gehen mich Zinsanhebungen in den USA an? Nun, vielleicht wird dann der eine odere andere ausländische Dax-Zocker sich von seiner Long-Position im Dax verabschieden, die er mit einer Euro-Short-Position kombiniert hat. Hier mal der Vergleich zwischen Dax (schwarz) einerseits, dem Dow (orange) und dem Nasdaq100 (blau) andererseits:

dax070815
Hinweis für Kurzsichtige: der Dax ist der Index auf dem Mount Everest, die US-Indizes liegen tief in der Talsohle..

Besonders interessant heute die Reaktion des Euro: er ist zwar gefallen, kann sich bislang aber im Bereich 1,0880 stabilisieren. Der heutige Tag ist für die Gemeinschaftswährung gewissermaßen die Generalprobe für Zinsanhebung in den USA. Die letzten fünf Male, als die Fed begann, die Zinsen anzuheben, ist der Dollar in der Folge gefallen..

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Finanznews

Aktienmärkte: Bis US-Wahl jede Rally „gedeckelt“? Marktgeflüster (Video)

Markus Fugmann

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Ist von nun an jede Rally der Aktienmärkte „gedeckelt“, solange die Unsicherheit über den Ausgang und die Folgewirkungen der US-Wahl besteht? So sieht es zumindest die US-Großbank Goldman Sachs. Entscheidend ist vor allem, ob Trump im Vorfeld der Wahl doch noch sagt, dass er auch eine Niederlage akzeptieren würde – was jedoch aufgrund seiner konstanten Kritik an der Briefwahl in den USA eher unwahrscheinlich ist. Gerade angesichts der deutlich steigenden Zahl an Brief-Wählern dürfte die Fersehdebatte zwischen Biden und Trump heute besondere Bedeutung haben, und wenn Biden keine schlechte Figur machen sollte, wäre das für die US-Demokraten schon ein wichtiger Punktsieg. Die Aktienmärkte sind im Vorfeld der Debatte nervös und zappeln hin und her..

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Rüdiger Born: Chancen im Nasdaq

Rüdiger Born

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Aktienmärkte: Dänemark, der Börsenstar des Jahres

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Jeden Tag blicken wir gespannt auf die Aktienmärkte in den USA, um an der Wall Street die wundersame Rally der Hightechwerte zu verfolgen. Apple, Amazon und Co haben den Nasdaq zu einem Highflyer gemacht, dessen Performance aufgrund von nur sieben Titeln die Indizes der Welt in den Schatten gestellt hat.

Aber relativ unbemerkt gibt es in Europa einen der kleinsten Aktienmärkte, der sogar in Schlagweite zur Technologiebörse in den USA geblieben ist: der OMX in Dänemark.

Aktienmärkte: Der dänische Leitindex trotzt Corona

Dänemark ist nicht nur ein relativ kleines Land in Europa mit gerade einmal 5,8 Millionen Einwohnern, auch umfasst der Leitindex OMX Copenhagen nur 20 Aktien. Was ihn aber nicht davon abgehalten hat, sich im Coronajahr an die Performance-Spitze der größeren Aktienmärkte der Welt zu setzen. Zum Ende letzter Woche ergab sich dabei folgende Performance zum 1.1. 2020:

OMX Kopenhagen + 16,9 Prozent
CSI China + 11,6 Prozent
S&P 500 + 0,5 Prozent
Dax – 9,1 Prozent
Einzig der Nasdaq 100 lieferte mit plus 22 Prozent noch etwas mehr. Allerdings spielt auch der Wechselkurs noch eine Rolle und da hat die dänische Krone gegenüber dem Euro sogar noch etwas aufgewertet.

Gründe für das gute Abschneiden

Da ist zum einen die Entwicklung von COVID-19 in dem skandinavischen Land zu nennen. Aufgrund eines frühen Lockdowns litt das Land nicht so sehr unter den ökonomischen Folgen der Pandemie, das dänische Bruttoinlandsprodukt verlor im zweiten Quartal um 6,9 Prozent, weniger als der Durchschnitt in Europa (-12,1%), aber auch weniger als Deutschland oder den USA (-9,7%/9,5%). Hinzu kommen die weltweit üblichen Rettungspakete, die auch die dänische Regierung verabschiedet hat. Alles das wäre aber nicht in der Lage, den Index so zu „pushen“ – es ist vielmehr die Zusammensetzung des Leitindex in Dänemark.

Es sind eine Reihe von Pharma- und Biotechfirmen, die im Index sehr dominant vertreten sind und die von der Pandemie im Besonderen profitiert haben: Der weltgrößte Insulinhersteller Novo Nordisk, die Medizintechnikfirma Ambu, Coloplast, Genmab, CHR Hanssen und Novozymes, Firmennamen, die in unseren Breiten nicht allzu bekannt sind. Damit kommen die Gesundheitsfirmen auf die Hälfte der Marktkapitalisierung des Index in Höhe von 370 Millionen Euro. Dennoch ganz schon imposant im Vergleich zu unserem DAX, dem Leitindex in einem Land mit 83 Millionen Menschen, der gerade eine gute Billion Euro auf die Wage bringt.

Ein großer Nachteil eines Engagements ist damit schon erklärt, denn man fokussiert sich dann ziemlich stark auf eine Branche mit wenigen Titeln. Zumal die Unternehmensbewertung durch die Hausse deutlich nach oben gegangen ist. KGVs von 22 (Novo Nordisk) bis hin zu 60 (Genmab) oder 110 (Ambu) zeigen ein weiteres Gefahrenmoment auf. Aber die Wachstumsstory ist noch intakt und der dänische Index ist noch wenig auf dem Radar internationaler Fonds gesichtet – anders als etablierte Aktienmärkte dieser Welt. Natürlich gibt es zu Zeiten von Corona auch Verlierer im OMX, wie den Bürodienstleisters ISS, die Danskebank oder die Brauerei Carlsberg. Diese vermochten es aber nicht, die Performance des Index arg zu dezimieren.

Fazit

„We Are Red We Are White, We Are Danish Dynamite“, lautete einmal ein Song des fußballbegeisterten Dänemark, insbesondere beim Gewinn des Europameistertitels 1992 in Schweden. Ausgerechnet gegen den damals amtierenden Weltmeister Deutschland. Scheint so, als ob für die Börse des kleinen nordischen Landes in diesem Jahr auch wieder so ein kontinentaler Titel möglich ist.

Der Index OMX ist der heimliche Star der Aktienmärkte Europas

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