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Dax-Unternehmen: mehrheitlich im Besitz von Ausländern, Tendenz steigend

FMW-Redaktion

Die Aktien der deutschen Dax-Unternehmen sind inzwischen mehrheitlich im Besitz von Ausländern – das hat eine Studie der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Ernst & Young ergeben. Der Anteil der Ausländer liegt inzwischen bei 56% – im Jahr 2005 waren es lediglich 42%. Dabei stellen nicht-deutsche Europäer mit 27% den größten Anteil, 21% sind im Besitz nordamerikanischer Investoren.

Wenn der Anteil ausländischer Besitzer an Dax-Unternehmen steigt, muß nach Adam Riese der Anteil deutscher Anteilseigner schrumpfen. So sank im Zeitraum von 2005 bis 2014 der Anteil deutscher Anteilseigner von 47% auf 34%, gleichzeitig stieg der Anteil ausländischer Investoren von 45% auf 59% (7% waren nicht zuzuordnen).

Dennoch ließ sich eine unzweifelhafte Tendenz feststellen. Der Anteil deutscher Investoren sank im Zeitraum von 2005 bis 2014 von 47 Prozent auf 34 Prozent. Der Anteil ausländischer Investoren stieg von 45 Prozent auf 59 Prozent. Die restlichen 7 Prozent waren nicht zuzuordnen.

Besonders groß – im Dax mit Abstand am stärksten – ist der Anteil der Ausländer bei der Deutschen Börse mit 85% – das erklärt vielleicht auch den starken Drang mit dem Konkurrenten LSE zu fusionieren. Dahinter folgt Linde mit 82% – hier hat sich der Anteil der Ausländer in den letzten zehn Jahren verdoppelt. Dann folgen Infineon und Lanxess mit jeweils 75%. Am kleinsten ist der Anteil der Ausländer an Henkel (25%), BMW (32%) und Lufthansa (35%). Gegen den Trend rückläufig ist der Anteil ausländischer Eigner übrigens – oh Zufall – bei der Deutschen Bank mit einem Minus von 5% in den letzten zehn Jahren, übertroffen nur von Fresenius Medical Care (-12%).

Der immer größere Anteil ausländischer Anteilseigner ist eine Folge der globalisierten Finanzströme – und es sind vor allem nicht-regulierte Unternehmen wie BlackRock, die sich großflächig eingekauft haben. In Krisensituationen aber dürfte das ausändische Kapital wohl schneller dazu tendieren, das Kapital abzuziehen, womit sich die Schwankungsanfälligkeit für den Dax tendentiell erhöht..



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2 Kommentare

  1. Da hat ja „baerenmarktwelt.de“, ähm meinte „finanzmarktwelt.de“ auch Ihren Anteil.
    Wenn man hier so mitliest, dann traut man sich kaum noch Aktien zu kaufen… ;-)
    *SCNR*
    BTW: Dax kurz vor der 9900. Ich hoffe Ihr habt endlich mehr Respekt vor der Riesenmenge billigsten Geldes und dem Performancedruck der Fondmanager …
    Und wir sind weit, weit entfernt von der Kapitulationsralley vom letzten Frühjahr!!!

  2. Ries! Der Mann hieß Adam Ries !
    Bitte beachten , danke !

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