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Der Dax mit einem Hammer, der Boom und die Schulden, und das große Geld wartet auf eine Korrektur

Über den Dax, weiter steigende Schulden trotz Boom, und warum die Big Player bei der Rally an der Wall Street nicht dabei sind..

Redaktion

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FMW-Redaktion

Der Dax hat am Freitag einen „Hammer“ ausgebildet – sagt Jochen Stanzl, und das sei doch eigentlich ein gutes Zeichen. Stanzl aber sagt auch: die Welt ist derzeit trotz der derzetiigen Boom-Phase nicht in der Lage, die Verschuldung zu reduzieren. Können in einem solchen Umfeld überhaupt die Zinsen steigen?

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Ronald Gehrt verweist auf einen fehlgeschlagenen Ausbruchsversuch beim Dax, der nun eine „wackelige zweite Chance“ bekomme:

Blickt man auf den großen Bruder an der Wall Street, so ist trotz aller Euphorie eines zu konstatieren: die Anstiege laufen unter eher mäßigem Volumen, das ganz große Geld macht diese Anstieg nicht mit und wartet auf eine Korrektur für den Einstieg. Derzeit müsste der S&P 500 ca. 13% fallen, um seine 200-Tage-Linie zu erreichen! Am Mittwoch und Donnerstag berichten die FANG-Aktien ihre Zahlen, dazu auch Microsoft:

9 Kommentare

9 Comments

  1. Avatar

    Trigo

    29. Januar 2018 10:42 at 10:42

    Der Hammer ist heute die 10 Jährige Dtl‘s. Die 10 Jährige der USA steigt und steigt und keinen interessiert es. Wie lange kann das gut gehen?

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    Wolfgang M.

    29. Januar 2018 10:49 at 10:49

    Endlich einmal ein längerer Exkurs über die Zwänge der Notenbanken als verlängerter Arm ihrer Regierungen. Also nicht der oft zitierte „Amoklauf von irrgeleiteten Zentralbanken“. Schuldenexzesse mündeten historisch schon hundertfach in Währungsreformen mit einem gewaltigen Kapitalschnitt. Weg zwei ist die finanzielle Repression als Schuldenentwertungslösungsansatz (eigentlich schon mehrere Jahre bekannt, aber ohne große Reaktion seitens der Anleger hierzulande): Enteignung der Sparer über eine steigende, aber im Zaum zu haltende Inflation – oder wie es Jochen Stanzl ausdrückt – die Zinssätze müssen in den jeweiligen Ländern unterhalb der Inflationsrate bleiben. Egal, was die Finanzmärkte so ständig einpreisen. Was sind nun die Schlussfolgerungen aus diesem gewaltigen Experiment der Notenbanken? Aus meiner Sicht eine weitere finanzpolitische Unterstützung von Sachanlagen (kurzfristige Korrekturen natürlich beinhaltend), bis das Domoklesschwert Inflation ausufert. Dann sind die Notenbanken weitgehend machtlos. So meine derzeitige Sicht.

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    PK

    29. Januar 2018 11:01 at 11:01

    was Stanzl da sagt sollte man sich sehr genau anhören, stimmt zu 100%. Der Typ schaut aus wie ein Milchbubi, aber seine heutige nüchterne Analyse der Notenbankoptionen zeigt ein wirklich hervorragendes Verständis der Faktenlage.
    Wir werden ganz klar sehen, daß die Notenbanken die Zinsen nicht in der Geschwindigkeit anheben werden als dem Anstieg der Inflationsrate entspricht.
    Die Realverzinsung wird daher im Verlauf der nächsten 20 Monate deutlich negativ werden. Meines Erachtens, das hab ich hier schon mehrmals geäussert, ein hervorragendes Umfeld für Gold. Rücksetzer aggressiv kaufen.
    Besonders aus Sicht des Euroraumes, denn ich erwarte einen fallenden Euro gegen Dollar, bald wird man anfangen müssen über die Italienwahl zu reden. Zudem ist der der COT Report, was den Euro betrifft, ebenfalls eindeutig.

    • Markus Fugmann

      Markus Fugmann

      29. Januar 2018 11:24 at 11:24

      @PK, alles richtig, aber wenn es zu einer verstärken Flucht aus dem Dollar kommen sollte, würde die Fed schon deshalb gezwungen sein, die Zinsen anzuheben, um eben diese Flucht aus dem Dollar einzudämmen – so wie in den späten 1970er-Jahren..

      • Avatar

        PK

        29. Januar 2018 11:36 at 11:36

        die Frage ist aber doch, wieviel können die die Zinsen anheben ohne weiteren Kollateralschaden anzurichten. Da kommt die Fed schnell an ihre Grenze.
        Was passiert denn mit der US-Wirtschaft, wenn die höheren Zinsen wirklich deutlich in der vollkommen überschuldeten Privatwirtschaft ankommen ?
        Stichwort Immobilien, Aktien, Studentenloans etc. etc.
        Alle Regierungen stehen aktuell nur deshalb mit glänzenden Bilanzen da, weil sie quasi keine Zinsen mehr zahlen. Niemand kann sich eine Rückkehr zu alten Zeiten leisten. Steigender Inflation steht man daher völlig hilflos gegenüber. Es gibt keine Lösung, zumindest keine angenehme.
        Den Notenbanken sind die Hände gebunden.
        Natürlich gewinnen auch die Aktien durch diese Assetinflation, aber ich denke insgesamt profitieren die Rohstoffe, speziell Gold mehr, hier ist viel mehr Nachholbedarf. Aktien sehe ich dieses Jahr als nicht mehr lohnenswert an und würde da erst nach einer 15% Korrektur wieder neu einsteigen.

        • Avatar

          Columbo

          29. Januar 2018 13:14 at 13:14

          @PK, was meinen Sie zur Drückung des Goldpreises durch die Notenbanken? Ich halte das eher für eine Verschwörungstheorie, aber viele namhafte Experten sind da ziemlich sicher.

          • Avatar

            PK

            29. Januar 2018 14:46 at 14:46

            völlige Verschwörungstheorie. Wie soll das auch funktionieren ?
            Der Preis kann nur gesenkt werden, indem die Zentralbanken dauerhaft als Verkäufer auftreten. Die Zentralbanken treten aber aktuell als Netto-Käufer auf. Und selbst wenn sie verkaufen würden, irgendwann wär das Gold weg und die Mengen würde er Markt sowieso verkraften.
            Es gibt in den Märkten viele Verschwörungstheorien, die meisten entstehen deshalb, weil sich Assets nicht so entwickeln wie von den Anlegern erhofft und dienen damit der Rechtfertigung für die eigene Fehlentscheidung.

  4. Avatar

    Altbär

    29. Januar 2018 16:52 at 16:52

    Herr Fugmann hat recht,
    die Restwelt ist nicht mehr bereit das katastrophale Wirtschaften der Amis mit tiefen Zinsen zu finanzieren, vor allem das naive öffentliche Zugeben der Dollarabwertung wird bestraft.Übrigens die FED kann hauptsächlich die kurzen Zinsen beeinflussen

  5. Avatar

    Lausi

    29. Januar 2018 19:06 at 19:06

    Wenn alle Währungen zum Teufel gehen werden, so wird der US-Dollar dabei wohl der Letzte sein.

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Warum ich keine Lieblingsaktien habe! – Werbung

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Lieber Börsianer,

was ist Ihre Lieblingsaktie? Welchem Titel halten Sie unbedingt die Treue und gehen quasi mit ihm durch dick und dünn? Hier verzeihen Sie auch einmal schlechte Nachrichten, weil Sie von dem Unternehmen wirklich überzeugt sind. Das Phänomen der Lieblingsaktie kann auch gleich für eine ganze Branche gelten. So schworen viele Privatanleger vor einigen Jahren auf Unternehmen aus der Edelmetall-Branche. In fester Erwartung eines Euro-Untergangs wurde diese Branche für viele Privatanleger zum bevorzugten Ort der Investition.

Typisch für eine solche Situation ist, dass wir die Nachrichtenlage dann nur noch sehr eingeschränkt wahrnehmen. Schlechte Nachrichten zu unserer Lieblingsaktie blenden wir aus. Gute Nachrichten hingegen bewerten wir in ihrer Bedeutung für die Kursentwicklung über. Mehr noch: Oftmals bilden wir in unseren Lieblingsaktien deutliche Übergewichtungen in unseren Depots, weil wir hier gerne mehrfach kaufen. Plötzlich steht Ihre Lieblingsaktie dann für 10 oder 20 % Ihres Gesamtdepots. Wenn Ihre Lieblingsaktie dann einmal schwächelt, ist Ihr Depot aufgrund der Übergewichtung chancenlos.

Aber wie entsteht eigentlich so eine Lieblingsaktie in unserem Depot? In aller Regel steht am Anfang zunächst eine starke Performance. Folglich mögen wir diese Aktie, weil sie uns eben zunächst viel Rendite beschert hat. Am besten können wir die Produkte unseres Lieblingsunternehmens im Alltag auch noch erfahren und quasi anfassen. Tatsächlich schätzten in der Vergangenheit viele deutsche Privatanleger die Aktien von BMW oder Daimler, weil sie privat ein…..

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Aktienmärkte: Corona-Krise und ein heimlicher Star im deutschen Leitindex

Wolfgang Müller

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Normalerweise waren die letzten Jahre die Zeit für Wachstumstitel, also für Growth, wie man es in der Sprache der Aktienmärkte bezeichnet. Eher jedoch nicht für den deutschen Leitindex Dax – aber dort steht ein Wert ganz oben in der Performance, von dem man es noch weniger erwartet hätte: die Deutsche Post. Man profitiert derzeit vom „Stay at Home“ und vielleicht nochmals durch ein logistisches Thema der Superlative.

Die bevorstehende Massenimpfungen

Was werden nicht alles für Zahlen herumgereicht? Die Gesamtbevölkerung der Erde müsse gegen Covid-19 geimpft werden, 7,7 Milliarden Menschen und dies gleich zweimal. Aber gemach, es werden sich nicht alle impfen lassen wollen, und es einige durch Immunität nicht mehr brauchen (oder durch heimische Pharmafirmen versorgt werden) und viele sich in einem Alter befinden, in dem die Gefährlichkeit des Virus unterhalb des Promillebereichs für die Betagten und Gefährdeten liegt. Dennoch: Es gilt Abermillionen von Impfdosen zu transportieren, mit den verschiedensten Transportmitteln, mit speziellen Behältern und mit der Aufrechterhaltung von Kühlketten und überall ist der deutsche Marktführer gut aufgestellt.

Die unauffällige Hausse bei einem Underdog der Aktienmärkte

Die Deutsche Post (DHL Group) feierte gerade den 20. Börsengeburtstag. Der Logistik-Riese, der aus einem Paket- und Postzusteller hervorging, wurde am 20. November 2000 zu 21 Euro an die Börse gebracht. Zu dieser Zeit stand der Dax bei 6609 Punkten. Betrachtet man nun die Kursentwicklung von Index und den Dax-Wert Deutsche Post (gestern 40,39 Euro), so könnte man den Eindruck gewinnen, als wäre der Dax mit seiner Kursverdoppelung besser gelaufen, als der deutsche Logistiker, der es nur auf gut 80 Prozent Kurszuwachs brachte. Rechnet man die Dividendenzahlungen hinzu, käme man bei der Post aber auf circa 268 Prozent Gewinn. Beim Dax als Performance-Index werden die Dividenden einfach hinzugerechnet. Macht eine Rendite der Deutschen Post von 6,7 Prozent p.a. gegenüber dem Index mit seinen 3,5 Prozent. Der Traditionswert ein heimlicher Star der Aktienmärkte – gewiss, denn ein Großteil der Dax-Werte ist noch weit von seinen ehemaligen Höchstständen entfernt. Bis auf fünf Werte, einer davon ist die Marke mit dem auffälligen Gelb.

Dies ist natürlich den Analysten nicht verborgen geblieben: so erwarten Ökonomen von Goldman Sachs einen Umsatzanstieg der Deutschen Post von aktuell 65 Milliarden bis auf 80 Milliarden Euro im Jahr 2024, der Gewinn soll im gleichen Zeitraum von 4,4 Milliarden auf 6,5 Milliarden Euro steigen. Wäre ein einstelliges KGV, hinzu kommt die niedrige Börsenbewertung im Vergleich zu UPS oder Fedex.

Fazit

Obwohl die Aktienmärkte derzeit die Umschichtung von Growth zu Value spielen, kann dies dem deutschen Logistiker relativ egal sein. Man profitiert weiter von den Auswirkungen der partiellen Lockdowns, vermutlich noch durch die Wintermonate, als auch von der neuen Situation um die Mammutaufgabe Impfung der Bevölkerung mit all den personellen und logistischen Herausforderungen.

Jetzt steht in dieser Woche erst einmal der große vorweihnachtliche Hype um den „Black Friday“ und den „Cyber Monday“ auf dem Programm. Angesichts der Pandemie sicherlich mit bisher noch nie gesehenen Umsätzen. Ein DHL-Manager sprach schon davon, dass Covid-19 die Umsätze der Post in das Jahr 2030 hieven werde. Und jetzt kommt noch das Transportthema Impfstoff hinzu. Ein Goldilocks-Szenario? Nicht ganz, denn da gibt es noch einen übermächtigen Konkurrenten aus Übersee, der bis 2021 mit eigenen Paketzentren in Deutschland zulegen will. Der „All-Star“ der amerikanischen Aktienmärkte Amazon, der bereits schon für ein Viertel der Paketsendungen in Deutschland verantwortlich ist.

Die Aktienmärkte in Deutschland und ihr heimlicher Star

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Aktienmärkte: Die 8-Billionen-Dollar Bombe – 20%-Korrektur voraus

Markus Fugmann

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Die Aktienmärkte der USA haben ein Klumpenrisiko – sie sind eine Bombe, die entschärft werde auf Kosten einer heftigen Korrektur. Das sagt nicht ein sogenannter „Crash-Prophet“, sondern der eher als „Dauer-Bulle“ bekannte Hans. A. Bernecker. Alle Indizes der amerikanischen Aktienmärkte seien extrem überkauft, getrieben vor allem in den letzten Monaten durch die Tech-Werte. Bevor dann ab dem 09.November mit der Pfizer/BioNTech-Meldung über den Impfstoff eine gewaltige Rotation erfolgte – raus aus Tech, rein in die sogenannten Value-Werte (die jedoch in vielen Fällen eigentlich alles andere als „value“ sind). Man wechselt also von einer Überbewertung in die andere, und dabei entfernen sich die Aktienmärkte immer mehr von der ökonomischen Realität.

Aktienmärkte: Nach dem Entschärfen der Bombe kommt die Erholung

Der Hype der Aktienmärkte, so Hans Bernecker, sei vor allem von Kleininvestoren getragen gewesen (die sogenannten „Robinhooder“). Das alles erinnert an die Euphorie des Jahres 1987, der dann im Oktober diesen Jahres ein gewaltiger, wenn auch nur kurzfristiger Absturz folgte. Nun aber gebe es eine Schwachstelle: das seien extrem überbewertete Aktien wie eine Tesla mit einer Marktkapitalisierung von mehr als 500 Milliarden Dollar, die nun ein großer Hedgefonds-Manager geshortet habe. Es werde nun, so Bernecker, bald eine heftige Marktbereinigung geben bei den großen und marktschweren Titel der amerikanischen Aktienmärkte, die alleine acht Billionen Dollar auf die Waage bringen.

Wann kommmt der Einbruch? Eher zeitnah, meint Bernecker. Es handele sich dabei um eine Markt-Bereinigung, der dann jedoch wieder eine Aufwärtsbewegung folgen werde. Sehen Sie hier die Aussagen des „Altmeisters“ Bernecker:

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Die überbewrteten Aktienmärkte der USA als Bombe, die bald entschärft wird

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