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Der Dax stürzt vorbörsliche erneut ab – Omikron belastet

Der Dax stürzt vorbörsliche erneut ab - Omikron belastet

Die großen Bewegungen finden derzeit außerbörslich statt. Im frühen Handel ist der Dax erneut unter Druck geraten und dabei unter die runde 15.000er Marke abgesackt. Demzufolge dürfte der Leitindex auch heute mit einem Gap in den Handel starten, aber diesmal nach unten. Nach den coronabedingten Abschlägen zum Wochenstart hatten sich die meisten Börsen am Montag erholt. Doch mit neuen bestätigten Omikronfällen drehen die Aktienmärkte im Verlauf des asiatischen Handels nach unten ab. In Hongkong und Japan setzen sich die jüngsten Abschläge fort, was wiederum auch die Märkte bei uns belastet. Zur Verunsicherung tragen auch die Aussagen vom CEO von Moderna bei, nach seiner Meinung dürfte die Wirksamkeit der aktuellen Impfstoffe gegen die neue Omikron-Variante geringer sein. Die Nervosität der Anleger ist groß und die Volatilität hoch. Auf die starken Abwärtsbewegungen können auch jederzeit wieder starke Gegenbewegungen folgen. Für unerfahrene Händler ist die aktuelle Phase ein schwieriges Pflaster, daher ist Vorsicht geboten.

Rückblick

Im gestrigen Handel haben sich Anleger wieder ganz vorsichtig am deutschen Aktienmarkt vorgetastet. Immerhin hat der Dax von dem nachbörslichen Freitagstief bei 15.026 Punkten bis zum vorbörslichen Hoch bei 15.460 Punkten ordentlich Strecke gemacht. Demnach setzen einige Schnäppchenjäger frei nach dem Motto „Buy-the-Dip“ erneut auf eine schnelle Erholung. Dies zeigt auch die Auswertung des aktuellen Anlegersentiments: die Investitionsbereitschaft ist von 0,1 in der Vorwoche auf 3,4 angesprungen. Offensichtlich betrachten einige Marktteilnehmer das nun erreichte Kursniveau als Kaufgelegenheit. Die Gefahr eines erneuten Kurseinbruchs ist aber weiterhin hoch, das zeigt die Abwärtsdynamik während des asiatischen Handels. Von der gestrigen Erholung ist nichts mehr übrig geblieben. Ein Rutsch unter die psychologische 15.000 wäre ein Zeichen der Schwäche und könnte den Abwärtsdruck weiter erhöhen. Dann rückt die Marke bei 14.800 Punkten in den Fokus.

News und Konjunkturdaten

Während bei uns die Stimmungsdaten der Einkaufsmanager erst morgen auf der Agenda stehen, wurden heute schon die Daten aus China veröffentlicht. Die Daten für das Gewerbe liegen bei 49,8 und damit weiterhin unter der Schwelle von 50. Indessen ist die Stimmung im Dienstleistungssektor etwas besser. Der Index notiert im November bei 52,3, zuvor lag der Wert noch bei 52,4 Punkten. Um 9:55 Uhr stehen dann bei uns die Arbeitsmarktdaten auf dem Programm. Danach liegt das Augenmerk der Dax-Händler auf den Verbraucherpreisen aus der Eurozone (11:00 Uhr).

Am Montag teilte das Statistische Bundesamt bereits mit, dass die Inflationsrate hierzulande auf 5,2% angestiegen ist. Nach europäischer Rechenweise erreicht die Teuerungsrate sogar 6%. Die Preise in Deutschland steigen also immer weiter. Für die heutigen Verbraucherpreise erwarten Analysten einen Anstieg von zuvor 4,1% auf 4,5% im November. Laut der EZB, sei jetzt aber auch wirklich der Höchststand in der aktuellen Inflationswelle erreicht. Am Nachmittag folgen dann noch Konjunkturdaten aus den USA. Um 16:00 Uhr erscheint das Verbrauchervertrauen des Conference Board. Zudem äußert sich Fed-Chef Powell zeitgleich zur aktuellen Geldpolitik vor dem Bankenausschuss des Senats. Aufgrund der aktuellen Situation könnte es währenddessen zu einer erhöhten Volatilität in den US-Indizes und dem Dax kommen.

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Dax: Wo heute die wichtigen Marken für den Handelstag liegen

Der Dax duchrbricht im außerbörslichen Handel das Doppeltief bei 15.244/237 und setzt damit seine Korrektur fort. Auch das nachbörsliche Freitagstief bei 15.026 und die psychologische 15.000er Marke konnten den Index nicht stützen. Erst an der Marke bei 14.913 kam die Abwärtsbewegung zum Erliegen. Von dort aus startete dann ein Pullback, der den Index zurück über die 15.000er Marke geführt hat. Aus technischer Sicht rückt damit die Marke von 14.800 Punkten immer mehr in den Fokus.

Sollte sich der Dax zur Handelseröffnung über der 15.000 stabilisieren, dann könnte es zu einer Erholung kommen. Dafür muss er das Verlaufshoch bei 15.085 überwinden. Dann hätte er Platz bis zum Pivot bei 15.119. Anschließend könnte er in Richtung der Bruchmarke des Doppeltiefs bei 15.244/237 laufen.

Kommt zur Eröffnung jedoch wieder Schwäche in den Markt, dann könnte der Dax unter die 15.000er Marke fallen und das Nachttief bei 14.913 anvisieren. Ein Rutsch darunter würde weiteres Abwärtspotenzial bis 14.818 freisetzen. Unterhalb von 14.818 liegen weitere Extensionsmarken bei 14.762 und 14.670.

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DAX Ausblick: Nächster Absturz nach Omikron Unsicherheit

Dax Unterstützungen (US)

15.026 – nachbörsliche Tief 26.11.

15.000 – psychologische Marke

15.913 – Nachttief

14.818 – Tief 06.10. (D1)

14.762 – 161,8% Ext. (15.026-15.460)

14.670 – 127,2% Ext.

Dax Widerstände (WS):

15.085 – M15-Chart

15.119 – Pivot S2

15.280 – Gap 29.11.

15.441 – Tageshoch 29.11.

15.460 – Nachthoch

15.501 – ex Allzeithoch

15.540 – Tageshoch 26.11.

15.605 – 61,8% RT (15.964-15.028)

15.648 – horizontaler WS

15.740 – Verlaufstief 24.11.

15.800 – vorheriges Ausbruchslevel

15.917 – Gap 25.11.

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1 Kommentar

  1. Wer’s noch nicht gemerkt hat, die lange Zeit verlässliche ASIENRAMPE wurde gekehrt und lässt die Kurse abstürzen.

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