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Der Dax – und „totes Geld“

FMW-Redaktion

Was hat der Dax mit „totem Geld“ zu tun? Dazu gleich mehr. Zunächst einmal zum Dax, der Manchem heute eher lebendes Geld heute verschafft hat..

Der Index hält sich heute ziemlich sauber an charttechnische Marken: zunächst der Rücklauf bis 10140/45 und damit in den Unterstützungsbereich. Dann der Anlauf in die Zone 10200/10215 – eine Zone, die schon mehrfach von Bedeutung war: von hier begann der dynamische Abverkauf im August des Vorjahres, von hier startete aber auch die anschließende Rally im Herbst 2015, die den Index auf 11500 Punkte katapultierte, bevor dann in diesem Frühjahr der Anstieg auf 10500 Punkte eingeläutet wurde:

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Gelingt der nachhaltige Sprung über 10200/15, ist die nächste dicke Widerstandszone im Bereich 10360 Punkten zu finden. Es könnten heute die US-Öl-Lagerbestände sein, die das weitere Bild prägen werden – vor allem, wenn Öl dann weiter zulegen könnte.

Wir sind nun an Tag zwei des neuen Paradigmas: Fed-Zinsanhebung kein Problem, Dollar-Stärke kein Problem – allerdings sollte man beachten, dass die Aktienmärkte der Emerging Markets bereits deutlich weniger euphorisch sind als die westlichen Aktienmärkte. Kann noch kommen, muß aber nicht kommen. Häufig ist Schwäche bei Emerging Markets kein guter Vorbote auch etwa für die US-Indizes.

A propos US-Indizes: Jeff Gundlach, Anleiheguru und Chef von DoubleLine Capital, hat gestern US-Aktien als „totes Geld“ bezeichnet („dead money“). Er gehe davon aus, so Gundlach, dass es sich um einen Shortsqueeze handle, der Markt sei nicht wirklich gesund. Die Chancen für eine Zinsanhebung durch die Fed lägen nach wie vor bei 50:50, und trotz der jüngsten hawkishen Aussagen zahlreicher Fed-Mitglieder sei es Janet Yellen, die zähle – sie wird am Freitag sprechen in Harvard.

Insgesamt fühle er sich, so Gundlach weiter, in den Dezember zurückversetzt, als die Märkte angenommen hätten, die Fed wisse mehr und sei daher optimistisch für die Konjunktur. Dann kam der Januar und der Abverkauf – und das Kartenhaus brach zusammen..

Klar: chartetchnisch sieht der Dax gut aus jetzt, auch die US-Indizes haben noch charttechnische Luft – der S&P500 findet in der Zone 2100 bis 2115 Punkte den nächsten, allerdings sehr dicken Widerstandsbereich:

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1 Kommentar

  1. Hallo,

    wenn wir ehrlich sind, sind es die (westlichen) europäischen Aktienmärkte die
    – im Vergleich zu den Amis – Nachholpotential haben ?
    Und zwar deutlich, Emerging Markets schön und gut. ;)

    Viele Grüße

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