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Der Dax wollte nicht, Öl bekommt Hilfe, Moodys lässt die Türkei zappeln

Der Dax hat es versucht, nur fehlte wohl der letzte richtige Mut. Niemand wollte zuerst vortreten und mit Kauforders den Dax über das Jahreshoch bei 10.490 aus April jagen. Nur 5 Punkte haben…

Redaktion

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FMW-Redaktion

Der Dax hat es versucht, nur fehlte wohl der letzte richtige Mut. Niemand wollte zuerst vortreten und mit Kauforders den Dax über das Jahreshoch bei 10.490 aus April jagen. Nur 5 Punkte haben gefehlt – das war um 10:30 Uhr. Tja, gut drei Stunden verharrte der Dax noch auf diesem Niveau, und wohl jeder Dax-Trader wartete darauf, bis der Preis überlaufen wird, damit man endlich auf dem Weg nach oben mit einsteigen kann. Aber dieses Szenario blieb zumindest für heute aus.

dax
Der Dax seit Ende Juli. Der Dax hat zwar sein Hoch vom 1. August überschritten, aber das aus April nicht angegriffen.

Viel mehr Action gibt es wie vorhin schon berichtet beim Öl. Das „Oil Freeze“-Gespenst wurde aus dem Gerüchte-Kerker entlassen und jagt den Ölpreis aktuell wieder nach oben. Vorhin ging es sogar über die 43 Dollar im WTI-Preis.

Der Euro läuft heute im Großen und Ganzen waagerecht unter der 1,11er-Marke nach dem Absturz durch die US-Arbeitsmarktdaten am Freitag. Der Yen zeigt sich seitdem stetig schwächer. Somit hätten wir drei Faktoren (Öl, Yen, Euro), die einem weiter steigenden Dax nicht im Wege stehen sollten. Wie gesagt – es fehlten nur ein paar Punkte im Dax zum Durchbruch. Fazit für Dax-Trader: Morgen könnte man basierend auf diesen Vorgaben einen neuen Anlauf nehmen.

Beim Gold lohnt sich mal der Blick auf einen längeren Zeitraum. Seit Anfang des Jahres geht es gut nach oben von 1.100 auf vor Kurzem über 1.360 Dollar. In dem Kontext ist der aktuelle Rückfall auf 1.336 eine kleine Korrektur, die bei den (vermeintlich) starken US-Wirtschaftsdaten nachvollziehbar ist (steigende US-Zinsen). Aber noch immer zeigt sich Gold robust!

Gold
Der Goldpreis seit Januar.

Der S&P 500-Index zeigte sich heute nicht so zimperlich. Anders als beim Dax (Kampf um Jahreshoch) erklomm er heute ein neues Allzeithoch mit 2.186 Punkten (bisheriges Hoch um 4 Punkte überschritten). Gut, seitdem ist er bis jetzt um 6 Punkte gefallen, aber charttechnisch ist der Weg nach oben im S&P erstmal offen.

US500
Der S&P 500 seit 2013.

Für alle Forex-Trader, die letzten Freitag „rein zufällig“ auf Bewegung bei der türkischen Lira hofften, aber vergeblich warteten: Letzten Freitag wollte die Ratingagentur Moody´s eigentlich die Entscheidung verkünden, ob man sein Länderrating für die Türkei absenkt. Gerade viele Devisentrader hatten noch Freitag Abend auf die Entscheidung gewartet. Aber nichts da, man verschiebt seine Entscheidung. Das Baa3-Rating bleibt die nächsten Tage erstmal bestehen. Am 18. Juli ganz kurz nach dem gescheiterten Putsch in der Türkei begann die Ratingagentur eine Überprüfung „für eine Abstufung“ des Ratings der Türkei. Am Freitag gab es keine Entscheidung, sondern lediglich die Ansage innerhalb von 90 Tagen ab dem 18. Juli (also bis zum 19. Oktober) werde man seine endgültige Entscheidung treffen. Also vielleicht morgen, oder in einem Monat, oder erst im Oktober – nichts genaues weiß man nicht. Also hängt das Land weiterhin in der Luft. Denn Fitch und S&P hatten die Türkei bereits herabgestuft. Folgt auch Moodys, gibt es für Investoren, die z.B. in türkische Staatsanleihen investiert haben, arge Probleme. Denn sie sind oftmals gemäß ihren eigenen Richtlinien verpflichtet sich an Ratings der großen Agenturen zu orientieren. Stufen alle ab, müssen sie unter Umständen aussteigen. Wir haben dieses stumpfe Verlassen auf die Ratingagenturen schon oft kritisiert, aber so ist es halt. Sich auf externe Ratings  zu verlassen ist einfacher als selbst Analysten zu beschäftigen, die Risiken bewerten.

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Deutsche Bank-Quartalszahlen: Erwartungen übertroffen

Claudio Kummerfeld

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Die Deutsche Bank-Hochhäuser in Frankfurt

Die Deutsche Bank hat ihre Quartalszahlen veröffentlicht. Hier die wichtigsten Kennzahlen.

Der Ertrag (Umsatz) liegt bei 5,94 Milliarden Euro (Vorjahresquartal 5,26).

Der Gewinn nach Steuern liegt bei 309 Millionen Euro (Vorjahresquartal -832). Der den Aktionären letztlich zuzurechnende Gewinn liegt bei 182 Millionen Euro (Vorjahr -942 Millionen Euro). Für heute waren auch negative Zahlen erwartet worden.

Die harte Kernkapitalquote sinkt leicht von 13,4 Prozent auf 13,3 Prozent.

Die Deutsche Bank-Aktie notiert mit +2 Prozent.

Finden Sie beim Klick an dieser Stelle den offenen Brief von Deutsche Bank-Chef Christian Sewing an seine Mitarbeiter bezüglich der Quartalszahlen.

Key Facts auszugsweise im Wortlaut von der Deutschen Bank:

Erträge wachsen im Vergleich zum Vorjahr um 13 Prozent auf 5,9 Milliarden Euro

Die Erträge in der Kernbank legten im Vergleich zum Vorjahr um 9 Prozent auf 6,0 Milliarden Euro zu.
Die Erträge in der Investmentbank stiegen um 43 Prozent auf 2,4 Milliarden Euro.
Die Privatkundenbank war stabil, da ein wachsendes Geschäftsvolumen die negativen Effekte des Niedrigzinsumfelds ausgleichen konnte.
Die Erträge in der Unternehmensbank fielen um 5 Prozent bzw. 2 Prozent ohne Währungseffekte; der Bereich konnte negative Zinseffekte durch Preisanpassungen bei Einlagen teilweise kompensieren.
In der Vermögensverwaltung (Asset Management) stiegen die Erträge um 4 Prozent, die Nettozuflüsse betrugen 11 Milliarden Euro.

Elftes Quartal in Folge mit Fortschritten bei den Kosten

Die zinsunabhängigen Aufwendungen sanken im Jahresvergleich um 10 Prozent auf 5,2 Milliarden Euro.
Die bereinigten Kosten ohne Umbaukosten1 sanken im Jahresvergleich um 10 Prozent auf 4,7 Milliarden Euro, wenn erstattungsfähige Aufwendungen im Zusammenhang mit dem Verkauf des Hedgefonds-Geschäfts nicht berücksichtigt werden.
Die Deutsche Bank liegt weiterhin im Plan, ihr Kostenziel von 19,5 Milliarden Euro für 2020 zu erreichen.

Die Kernbank erzielte im Quartal einen Vorsteuergewinn von 909 Millionen Euro

Der bereinigte Vorsteuergewinn stieg im Vergleich zum Vorjahr um 87 Prozent auf 1,2 Milliarden Euro.
In den ersten neun Monaten betrug der Vorsteuergewinn 2,6 Milliarden Euro; der bereinigte Vorsteuergewinn1 stieg um 40 Prozent auf 3,2 Milliarden Euro.

Grafik zeigt Deutsche Bank-Quartalszahlen im Detail

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Markus Koch LIVE vor dem Handelsstart in New York – gute Ergebnisse interessieren nicht

Redaktion

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Markus Koch meldet sich im folgenden Video LIVE vor dem Handelsstart in New York. Die aktuell reinkommenden Quartalszahlen stehen im Fokus seiner heutigen Aussagen. Dazu kommen die US-Wahlen und die Coronakrise.

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Das ist der wahre Beherrscher des Internets – Werbung

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Lieber Börsianer,

haben Sie sich eigentlich einmal Gedanken gemacht, woher Sie als Nutzer die Daten und Informationen beziehen, wenn Sie etwa auf der Seite der Amazon oder der Seite von Google surfen? Die landläufige Meinung: Das kommt alles aus der Cloud bzw. einem zentralen Großserver, der irgendwo in den USA steht.

Das ist ein Irrglaube. Tatsächlich beziehen wir als Internet-Nutzer unsere Daten aus einem weltweit aufgespannten Netzwerk sog. CDN-Server (Content Delivery Network). Wenn Sie als Nutzer aus Deutschland eine Suchanfrage auf der Google-Seite starten, wird Ihre Anfrage also nicht erst über den Atlantik geschickt und anschließend zurück. Stattdessen werden die Internet-Nutzer von einem Server versorgt, der sich in räumlicher Nähe befindet.

Andernfalls wäre die Google-Seite unendlich langsam oder würde sogar kollabieren, wenn innerhalb weniger Minuten Millionen Anfragen zur gleichen Zeit eintreffen. So muss der Suchdienst im Durchschnitt pro Tag 3,5 Milliarden Suchanfragen pro Tag abarbeiten. Das schafft kein Cloud-Server der Welt. Hier gilt: Auch das digitale Internet unterliegt physikalischen Grenzen.

Hier schafft ein ausgeklügeltes CDN-System Abhilfe. Es verteilt die Anfragen auf unzählige weltweit installierte Einzelserver und sorgt auf diese Weise für einen Lastenausgleich in den Internetleitungen. Dadurch bleiben die Internetauftritte der Unternehmen komfortabel und schnell.

Daneben schafft das CDN-System Sicherheit einerseits für die Unternehmen als auch für die Nutzer. So ist es heutzutage nahezu ausgeschlossen, dass Hacker etwa die Seite der Amazon, der Zalando oder anderer Endkunden-Unternehmen lahm legen können. Tatsächlich werden schlimmstenfalls durch Hackerangriffe einzelne Server im CDN-System ausgeschaltet. Das System erkennt einen solchen Angriff und leitet den Nutzer sofort auf den nächsten noch aktiven Server weiter.

Damit schafft CDN sog. Redundanzen. Anders formuliert: Die dezentrale Struktur sorgt dafür, dass die Internetversorgung nie gänzlich zusammenbricht. Damit leisten die CDN-Netzwerke einen ganz wichtigen Beitrag für die Stabilität und Verfügbarkeit des Internets. Sie bilden also das Rückgrat des modernen Internets.

Wer betreibt diese Netzwerke?

Ein US-Unternehmen dominiert dieses Marktsegment quasi nach Belieben. Man unterhält weltweit 300.000 CDN-Server und kontrolliert damit in der Spitze bis zu 30 % des täglichen globalen Internetverkehrs. Nahezu alle Software- und Internetunternehmen des Silicon Valley schwören auf die Dienstleistungen dieses US-Unternehmens. Die Kundenkartei umfasst Adressen wie etwa Amazon, Apple, Facebook, Google oder Microsoft. In Europa bedient man Unternehmen wie Daimler, Nestlé, Wienerberger, Voestalpine oder etwa den Autozulieferer Schaeffler, um nur die wenigsten aus der üppigen Kundenkartei der Amerikaner zu nennen.

Vor allem für Unternehmen mit Endkundenkontakt und stark frequentierten Internetauftritten ist CDN absolute Pflicht. Denn die Nutzer springen heute rasch ab, wenn sich ein Seite langsam aufbaut oder sogar minutenlang gar nicht erreichbar ist. Ich kann Ihnen versichern, eine stabile und schnelle…..

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