Devisen

Der Dollar wird wieder wichtiger, der Euro unwichtiger – und der Yuan spielt keine Rolle!

Die Zentralbanken dieser Welt erhöhen ihren Dollar-Reserven - während der Euro verliert, und der Yuan völlig bedeutungslos ist..

FMW-Redaktion

Am Wochenende hat der IWF die Daten zu den internationalen Währungsreserven der Zentralbanken veröffentlicht – die sogenannten COFER-Daten (currency composition of official foreign exchange reserves). Und hier zeigt sich: der Dollar ist naturgemäß die mit Abstand wichtigste Reserve-Währung mit einem Anteil von knapp 64%. Dabei haben die Zentralbanken dieser Welt nun nominal so viele Dollars als Reserve wie noch nie mit knapp über fünf Billionen Dollar – Stand Ende viertes Quartal 2016. Damit gelang dem Greenback nach vier Quartalsrückgängen in Folge ein Comeback, sicher begünstigt durch die Zinspolitik der Fed mit den tendentiell nach oben gehenden Leitzinsen in den USA. Damit haben die Zentralbanken ihre Dollar-Bestände um gut 100 Milliarden Dollar im Vergleich zum Vorquartal ausgebaut.

Zurück gefallen ist dagegen der Euro mit einem Anteil von nun nur noch 19,7% (geringster Anteil seit einem Jahr) – im dritten Quartal waren es noch 20,2% gewesen. Allerdings liegen damit die Euro-Reserven mit 1,559 Billionen (in US-Dollar gerechnet) zwar niedriger als im dritten Quartal (1,577 Billionen), aber dennoch höher als in den ersten beiden Quartalen 2016 (1,449 und 1,493 Billionen). Man kann also nicht wirklich von einem Abwärtstrend sprechen.

An dritter Stelle bleibt, trotz Brexit, das britische Pfund – allerdings mit weitem Abstand zum Euro (349,33 Milliarden), vor dem japanischen Yen mit 332,77 Milliarden. Damit bleibt der Yen erneut hinter dem Pfund, obwohl die japanische Wirtschaft ungleich größer ist als die britische. Dahinter folgen der kanadische Dollar mit 160,83 Milliarden und dem vierten Anstieg in Folge, vor dem australischen Dollar (146,12 Milliarden).

Das erste Mal berücksichtigt ist der chinesische Yuan, der jedoch mit 84,51 Milliarden und nur knapp über 1% an den weltweiten Reserven weitgehend unbedeutend bleibt.

Die Daten zeigen einmal mehr, wie die wirklichen „Machtverhältnisse sind in der Welt der Währungen. Der Dollar ist und bleibt unangefochten, einen nennenswerte Rolle spielt daneben nur der Euro. Tendentiell neigen die Notenbanken dazu, Währungen mit Negativzinsen als Reservewährung zu meiden und Währungen mit besserer Verzinsung zu bevorzugen. Daher dürfte der Anteil des US-Dollars weiter tendentiell steigen.



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