Europa

Der Einzelhandel zeigt: Der EU-Binnenmarkt brummt

FMW-Redaktion

Der EU-Binnenmarkt lebt. Das zeigt nicht nur das Bruttoinlandsprodukt, sondern auch heute der Umsatz im Einzelhandel. Bitte verwechseln Sie an dieser Stelle nicht die Umsätze (Volumen) mit den Preisen im Einzelhandel. Der Chart von Eurostat zeigt eindeutig: Von der Finanzkrise 2008 bis 2013 waren die Umsätze im Einzelhandel rückläufig. Seit 2014 kann man sehen, wie in der Gesamt-EU (blau) und der Eurozone (rot) das Umsatzvolumen im Einzelhandel kräftig angestiegen ist.

Eurostat im Wortlaut:

Im Euroraum ist der Anstieg des Absatzvolumens im Einzelhandel um 2,5% im April 2017 gegenüber April 2016 darauf zurückzuführen, dass im Nicht-Nahrungsmittelsektor ein Zuwachs um 3,4% und bei Nahrungsmitteln, Getränken und Tabakwaren“ um 2,1% verzeichnet wurde, während das Absatzvolumen von Motorenkraftstoffen um 1,6% zurückging. In der EU28 ist der Anstieg des Absatzvolumens im Einzelhandel um 3,0% auf Zuwächse im Nicht-Nahrungsmittelsektor um 4,2% und bei „Nahrungsmitteln, Getränken und Tabakwaren“ um 2,6% zurückzuführen, während das Absatzvolumen von Motorenkraftstoffen um 1,1% zurückging. Von den Mitgliedstaaten, für die Daten vorliegen, wurden die höchsten Zuwächse des Einzelhandelsvolumens insgesamt in Luxemburg (+11,3%), Slowenien (+10,4%) und Irland (+8,4%) verzeichnet, während in Belgien (-0,8%) ein Rückgang registriert wurde.

Onlineshopping in der EU legt binnen eines Jahres um satte 11% zu, und pusht somit den Durchschnitt. Verlieren tut lediglich der Umsatz an Tankstellen mit -1,1%.

Griechenland legt eine erstaunliche Achterbahnfahrt hin beim Einzelhandelsvolumen (rot markiert). Für April gibt es auf Jahresbasis gar keine Daten. Vorher lagen die Veränderungen bei -1,0%, +9,9%, -0,1%, -1,0% und +4,0%. Wie können Einzelhandelsvolumen so rauf und runter schwanken? Ein Zeichen, dass die Daten aus Athen wohl kaum verlässlich sind!

Und was sagt uns das konstante Aufwärtsvolumen in der EU? Dass die Wirtschaft brummt, und die Menschen konsumieren. Das Volumen ist vorhanden, die Preise steigen auch – aber eben nicht so stark, dass für die EZB eine Zinsanhebung unausweichlich sein könnte.

Quelle: Eurostat



Kommentare lesen und schreiben, hier klicken
Hinterlassen Sie eine Antwort

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.




ACHTUNG: Wenn Sie den Kommentar abschicken stimmen Sie der Speicherung Ihrer Daten zur Verwendung der Kommentarfunktion zu.
Weitere Information finden Sie in unserer Zur Datenschutzerklärung

Meist gelesen 7 Tage