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Der Elefant im Raum! Videoausblick

Apple ist der große Elefant im Raum - zu groß, um nicht für den Gesamtmarkt bei weiteren Kursrutschen gefährlich zu werden..

Die gestrige Rally an der Wall Street hat sich nicht so richtig ins Ziel retten können, nachdem die Apple-Aktie ins Minus gedreht ist. Apple ist der große Elefant im Raum – zu groß, um nicht für den Gesamtmarkt bei weiteren Kursrutschen gefährlich zu werden. Nun kommen nämlich Großinvestoren wie Warren Buffett unter Druck, die Apple in ihrem Depot immens übergewichtet haben – nun aber ist die Apple-Aktie aus ihrem seit Ende 2016 bestehenden Aufwärtstrend gekippt. Der Dax muß heute ohne die Amerikaner auskommen (aber die US-Futures laufen bis 19.15Uhr deutscher Zeit) – kann der deutsche Leitindex den Impuls von gestern fortsetzen? Beim Brexit steht es spitz auf Knopf, Italien versucht den Streit mit der EU zu deeskalieren..


Von Olga Ernst – Eigenes Werk, CC BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=67907675



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9 Kommentare

  1. Zweifelsohne besitzt Apple eine Sonderstellung am US-Aktienmarkt. Die erste „One-Trillion-Dollar“-Firma der Welt, riesige Gewinne, große Zulieferketten aus aller Welt und am Höhepunkt fast 3% wert in Relation zu allen über 4000 börsennotierten Firmen in den USA.
    Aber um Warren Buffets Einsatz bei Apple sollte man sich keine Gedanken machen. Seine Philosophie ist das Dauerengagement, teilweise über Jahrzehnte (Coca Cola, Mc Donalds u.v.a.), nur bei IBM hat er vor kurzer Zeit die Reißleine gezogen, nach langer Haltedauer. Kurz ein Überblick über das Engagement Buffets bei Apple, aus einem bereits von mir veröffentlichten Sommerkommentar.
    „Warren Buffett kauft seit gut zwei Jahren Apple-Aktien, den Hauptteil im Februar 2017 (120 Millionen Aktien) zu einem Kurs von höchstens 120 €, 45 Millionen Aktien muss er vo noch erheblich billiger erworben haben. Im Mai 2018 hat er nochmal 75 Mio. Aktien erworben, damaliger Kurs < 155 €. Nur die Augusttranche dürfte teurer gewesen sein.“
    Bei aller Skepsis. Was man nicht außer Acht lassen sollte: Apple hat eine aktuelle Cashquote von über 230 Mrd.$ – da könnte die Aktie gar nicht 70% fallen, denn da bekäme man dieses Unternehmen bei einer Übernahme praktisch geschenkt.
    Buffett stellt sich auf Abschwünge mit einer hohen Cashquote ein – derzeit über 100 Mrd.$ – um dann im Tief billig einkaufen zu können. Eine seltene Disziplin, von der ich mir persönlich auch etwas mehr wünschen würde.
    Gruß

  2. Es gibt zwar jedes Jahr die vorweihnachtlichen Horrornachrichten, daß Apple gefühlt vor der Pleite steht, um danach umso mehr glänzen zu können, aber diesmal scheint es doch anders. Voriges Jahr war das Iphone X noch die Sensation, alles neu und toll. Heuer kommt das „ günstige“ Volks-Phone XR, obwohl es eigentlich sehr gut ist, nicht mehr so richtig an, es hat nichts mehr vom heiligen Gral, zu bunt und zu teuer. Von den anderen, XS und XS Max, gar nicht zu reden, kaum besser als das XR, schlechtere Akkulaufzeit und noch teurer.
    Apple ist Iphone, wenigstens für die Anlegerherde und die läuft davon, wenn etwas nicht mehr stimmt.
    Apple muß wieder das Unmögliche erfinden, etwa ein Miniphone mit Riesenbildschirm und einer Woche Akkulaufzeit, sonst wirds langweilig.

  3. Einverstanden,über Warren Buffets Anlagen u.Verluste muss sich der Normalanleger keine Sorgen machen,
    aber Gedanken habe ich mir trotzdem schon mehrmals gemacht.
    Hat er doch auch schon vor einigen Monate die Diskussion von DJ 100 000 oder sowas ähnliches angestossen.Hat er auch schon kürzlich die Börsenwelt wissen lassen, dass eine Apple fast unverwundbar ist.Die Diversifikation eines Depots, das man jedem Anfänger ans Herz legt, hat er überstrapaziert.
    Hat er eben diese Apple ,die ca.25 % seines Aktiendepots ausmachen, mehrmals selber heraufgeredet
    u.hat noch zugekauft als anscheinend Andere wegen Klumpenrisiko abgebaut haben.Es würde mich erstaunen, hätte er nicht mit Absicherungen von der Korrektur auch profitiert.
    Wie gesagt über seine Verluste muss man sich nicht sorgen, was mich stört ist,dass solche „ÜBERIRDISCHEN“ ganze Herden von Neuanlegern u.Unerfahrenen auf höchstem Niveau zu Käufen animieren.Hat doch H. Fugmann schon seit Monaten richtigerweise von der Verwundbarkeit der Tech.Aktien
    wegen des Handelskrieges berichtet.
    Habe soeben eine Übersicht seines Aktiendepots gesehen.
    Aktiendepots total ca. 220 Mrd.
    Apple. ca. 57 Mrd.
    Bank of Amerika. ca. 26 Mrd.
    Wells Fargo. ca. 23Mrd.
    Ohne Absicherung hätten sein 3 grössten POS. seit dem Augusthoch ca.15 Mrd an Buchwert verloren,
    das wären immerhin ca.15% seines in einem langen Leben aufgebauten Vermögens.
    So gesehen sind ihm mindestens 2 bis 3 Steine aus seiner Königskrone gefallen.++
    Es hat in letzter Zeit einige Überraschungen gegeben:
    -ÖLPREIS EHER 50 Dollar als100 Dollar,
    – Kryptowährungen als SCHNEEBALLSYSTEM schmilzt schon im Herbst.
    – Zinsen können auch steigen.
    – Die nächste könnte sein: Endjahresrally finden nur statt wenn die Bedingungen stimmen u.nicht weil sie die letzten Jahre mit gedrucktem Geld immer stattgefunden haben.
    Trump kann mit Hilfe seiner Vasallen nur den Ölpreis manipulieren, die Zinsen u.den Dollarkurs bestimmen
    Millionen von Marktteilnehmern anhand fundamentalen Fakten.

  4. Der große und sensationelle @Segler wollte vor wenigen Tagen Zahlen bzw. Empfehlungen sehen, die nicht nachträglich, sondern zum Zeitpunkt des Trades gepostet werden. Kurz nach dem Erreichen der 1-Billionen-Marke (bei etwa 200 $) hatte ich hier veröffentlicht, dass diese inzwischen mehr als erbärmliche Firma nicht mehr als 175 $ pro Aktie wert sei und ich deswegen short gehen werde.
    Es war ein furchtbares Auf- und letztlich ein sehr fruchtbares Ab. Am Ende sind 25% abzüglich der üblichen Swap- und sonstigen Kosten verblieben, auch wenn es 4 Monate gedauert hat.

  5. Gratulation an Michael, ihre Einschätzung der Börse war also seit dem Sommer um Längen besser als die des verehrten Weisen von Nebraska.Ich bin mit dem Nasdaq auch dabei.Eigentlich ist es ganz einfach,
    wenn man die parabolartigen Charts der Faangs, Nasdaq u.s.w. sieht war es nur eine Frage der Zeit, bis die
    Wende kommen musste.Was ich nicht verstehe, dass gestandene Investoren wie der Warren sich selber als Treiber solcher Hypes betätigen.
    Dass solches bei Kryptos u. anderen Maffia-Spielen gemacht wird erstaunt weniger.Es sollte niemand erstaunt sein, wenn z.B. die Faangs korrigieren, staunen sollte man warum solche Hypes von professionellen Anlegern produziert werden.
    Übrigens heute gehört, es gibt Untersuchungen über vermutete Ungereimtheiten beim Hochtreiben der Bitcoins. Für mich war nie der Verfall die Überraschung, sondern der starke Anstieg von etwas Wertlosem.

    1. @Altbär, ich kann in allen Punkten nur zustimmen. Sowohl, was Ihr Unvertändnis gegenüber dem übertriebenen Hochtreiben der Hypes angeht, als auch, was etwas vollkommen Wertloses und Abstraktes wie Kryptowährungen betrifft. Aus diesem Schwachsinn habe ich mich ohnehin vollkommen herausgehalten und war lediglich kopfschüttelnder Zuschauer, der eigentlich nur auf den Crash gewartet hat.
      Ich bin der Meinung, dass sich ein derartiger Unsinn nur in Zeiten entwickeln kann, in denen „normale und solide“, sichere Geldanlagen durch die Zinspolitik der Notenbanken eliminiert werden und die Leute nicht so recht wissen, wohin mit ihrem Geld. Dazu kommt dann die Gier als weitere Zutat, und schon ist der Nährboden geschaffen, auf dem Traum und Irrsinn gedeihen und Überhand über vernünftiges Denken gewinnen.

  6. @ Michael,sind wir also schon mindestens drei die ähnlich denken, der dritte ist nämlich @ Koch der kürzlich geschrieben hat, die Zentralbanken hätten sämtliche Probleme bis jetzt „ TOTGENOTENBANKT“
    Ich schlage das Wort „ TOTGENOTENBANKT“ als Unwort des Jahres vor.

    1. @Altbär, wenn es nur die Probleme wären, würde es ja Sinn machen und die Maßnahmen hätten einen gewissen Zweck erfüllt.
      Aber es wurden ja eher die Rentenvorsorge fast einer Generation und Milliarden an Ersparnissen totgenotenbankt. Man hat durch diese hirnrissige Geldpolitik die Verschuldung von Staaten, Unternehmen und Verbrauchern in nicht mehr rückzahlbare Höhen getrieben, ebenso wie die Preise für Immobilien (Mieten und Kauf).
      Und man ist wie immer gerade dabei, den richtigen Zeitpunkt für eine Zinswende zu verpassen, man „notenbankt“ weiter wie gehabt.

  7. @ Michael, lächerlich fand ich jeweils die Kommentare als der deutsche Staat bei Geldaufnahmen mit Negativzinsen als grosser Gewinner dargestellt wurde, wohlwissend ,dass genau dieser Staat wegen der Tiefzinspolitik u.fehlenden Verzinsungen der Ersparnisse auf Jahrzehnte die kommende ALTERSARMUT
    ausgleichen muss, was ein x- Faches der sogenannten Gewinne wegen Negativzinsen ausmachen wird.
    Ein Bericht von Pimco , ein Dickfisch mit einem Anlagevolumen von 1700 Mrd.sagt , dass es ein böses Erwachen gebe.Für die wichtigste Anlageklasse, die Anleihen ,ging es 30 Jahre gut . ( Steigende Kurse wegen fallenden Renditen).
    Wörtlich: Mit ihrer Tiefzinspolitik haben Notenbanken Anreize geschaffen, sich stärker zu verschulden.
    WELTWEIT HABEN DIE STAATEN IHRE SCHULDENLAST AUF RUND 100 BILLIONEN DOLLAR ERHÖHT.
    Dazu kommt das wachsende Fremdkapital von Unternehmen.Weltweit belaufen sich ausstehende Firmenobligationen auf 70 Billionen Dollar.Besorgniserregend ist auch, dass der Anteil von Anleihen, die sich AN DER SCHWELLE ZU RAMSCHQUALITÄT befinden markant zugenommen hat.Meiner Meinung nach ist das die am meisten tickende Bombe, wie schon oft erwähnt.
    Hinweis: Wenn gewisse Statistiker es immer noch nicht glauben wollen, sollen sie sich direkt bei Pimco melden!

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