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Der Euro steigt: EZB will QE für eine Woche aussetzen

FMW-Redaktion

Die EZB hat vor wenigen Minuten angekündigt, ihr QE vom 22.Dezember 2015 bis 1.Januar 2016 auszusetzen – ab 04. Januar sollen die Käufe dann wieder normal weiter gehen. Grund sei die zu geringe Liquidität in diesem Zeitraum, sodass die Käufe zu Verwerfungen an den wenig liquiden Märkten führen könnten, wie die EZB auf ihrer Homepage verlauten läßt:

„The Eurosystem will temporarily pause APP purchases (PSPP, CBPP3 and ABSPP) between 22 December 2015 and 1 January 2016, inclusive, in anticipation of lower market liquidity during this period and in order to reduce possible market distortions. Purchases will resume on 4 January 2016. Moreover, purchases during the period 27 November to 21 December will be somewhat frontloaded to take advantage of the relatively better market conditions expected during the early part of the month.“

Um den Ausfall zu kompensieren, wird die EZB also „frontloading“ betreiben, sprich zwischen 27.November und 21.Dezember das Volumen ihrer Anleihekäufe erhöhen.

Der Euro, der zum US-Dollar schon im asiatischen Handel leicht zulegen konnte, kann daraufhin weiter Strecke nach oben machen:

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Im Sommer hatte die EZB bereits schon einmal die Käufe vorgezogen – doch hatte EZB-Direktor Benoit Coeure diese Absicht zuerst in einer Veranstalltung fürBankern und Hedgefonds-Manager ausgeplaudert. Am Folgetag war der Dax stark gestiegen, während der Euro unter Druck gekommen war. Man hat also offenkundig bei der EZB aus diesem Vorfall gelernt..



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2 Kommentare

  1. Was hat dies alles noch mit Börse zu tun, die eigentlich Spiegelbild der wirtschaftlichen Entwicklung sein sollte. Da werden mit aus dem Nichts geschaffenen Geld Kurse manipuliert. Es gab Zeiten, da war man stolz eine feste Währung zu besitzen. Und man glaubt es kaum, auch da gab es Exporte. Heute prügelt man mit den unsinnigsten Begründungen und vor allem dem Wissen, dass die Notenbanken anderer Volkswirtschaften über die analogen Möglichkeiten verfügen, die eigene Währung nieder. In diesem Währungskrieg hat der die Nase – oftmals jedoch nur kurzfristig – vorn, der scheinbar jedes Augenmaß verloren hat. Und dies natürlich alles auf dem Rücken der eigenen Bevölkerung. Casino pur.

    1. Die Börse ist seit geraumer Zeit kein Spiegelbild der Wirtschaft mehr. Nun, das liegt einerseits an den unübersichtlichen Wirtschaftszahlen, die, wenn überhaupt, nicht zu kontrollieren , beziehungsweise nachzuvollziehen sind. Zum anderen wird gutes Geld, was ein Investor in Aktien zahlt, nicht für die Weiterentwicklung eines solchen Unternehmens genutzt, sondern lediglich spekulative genutzt. Die Aktien …..och, nun ist mir die Lust am Schreiben vergangen,…..ich mag nicht mehr. Irgendwann kommt der Tag, da mag überhaupt niemand mehr,……wie 2007,…..Reset!

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