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Aktien

Der Frust der Banker – schwache Zahlen voraus

Markus Fugmann

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am

Es ist derzeit nicht wirklich ein Vergnügen für eine Bank zu arbeiten: So klagte mir am Wochenende ein mir bekannter Banker in leitender Position sein Leid – stellvertretend im Grunde für den ganzen Berufsstand.

Die Hauptprobleme: der bürokratische Aufwand nimmt immer mehr zu, sodass viele ihr Alltagsgeschäft kaum mehr erledigen können. Die Regularien der Aufsichtsbehörden werden immer restriktiver – und das fördert auch innerhalb der Banken ein stromlinienförmiges Denken. Hätte man früher durchaus sich eine eigene Meinung erlauben können, sei dies seit einiger Zeit nun anders: wenn etwa ein Aktie bei einer Bank auf „Verkauf“ stehe, könne man sie nicht mehr einem Kunden empfehlen – auch wenn alles für die Aktie spreche.

Und vor allem: bei Führungspositionen werden die Anforderungen und Erwartungen immer höher – der Umsatz des letzten Jahres muß immer noch einmal deutlich gesteigert werden. Faktisch also sind die Banker in einem Hamsterrad – und einem permanenten Druck ausgesetzt. Und wie es aussieht, werden die Zeiten für die Banken nicht besser. Schon der Blick auf den Aktienkurs etwa der Deutschen Bank zeigt, wie es um einen „Big Player“ der Branche steht. Die Aktie ist rein von den Kennzahlen spottbillig, aber wer kennt schon die Risiken, die in ihren Büchern schlummern?

Aber auch das Marktumfeld bringt jede Menge Gegenwind: angesichts der niedrigen Volatilität an den Märkten (Aktien, Anleihen, Devisen) brechen den Banken die Margen weg. Das dürfte sich nun in der Berichtssaison klar zeigen – heute startet die Citigroup, morgen kommt dann Goldman Sachs. Wir glauben: der Markt hat das noch nicht eingepreist, sodass das Potential für Enttäuschungen enorm ist. Hier die Charts von Citigroup und Goldman Sachs, die demnächst unter Druck kommen dürften:

 

Citigroup

 

Goldman Sachs

 

 

Ein Kommentar

Ein Kommentar

  1. Avatar

    Attonitus

    14. Juli 2014 14:21 at 14:21

    „Und vor allem: bei Führungspositionen werden die Anforderungen und Erwartungen immer höher – der Umsatz des letzten Jahres muß immer noch einmal deutlich gesteigert werden. Faktisch also sind die Banker in einem Hamsterrad – und einem permanenten Druck ausgesetzt.“

    Na also, die Finanzwirtschaft und die Realwirtschaft haben doch noch etwas gemeinsam! Und sei es nur die Perversion, dass Erfolg einzig und allein an einer einzigen Zahl gemessen wird: der Steigerung gegenüber dem Vorjahresergebnis. Aber, das ist doch eigentlich nichts Neues und sollte nicht wundern, da sich das Phänomen „Perfekt ist gerade noch ausreichend“ seit Jahrzenten zu etablieren scheint. Gepaart mit dem Anspruch einer stets fehlerfreien Leistung, wird hier etwas abverlangt, was selbst unter Reinraum-Bedingungen im Elfenbeintürmchen nicht gelingen kann.

    Damit die Finanzwirtschaft und die Realwirtschaft noch etwas näher zusammenrücken, sollten wir unbedingt mit vereinten Kräften darüber nachdenken, wie sich ein Arbeitstag und die Leistung von Menschen hebeln lässt. Dann könnten wir mit einer Margin von, sagen wir einmal 1 Manager-Tagesleistung vielleicht bald 10 Manager-Monatsleistungen einsetzen. Die Vorstände können dann darauf Wetten abschließen und auch beim Versagen des Managements mit einer Short-Position Renditen erwirtschaften. Wäre zwar nur virtuelles Geld, aber was soll’s, damit kann der Vorstand dann im eigenen Unternehmen Aktien kaufen.

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Aktien

Apple-Quartalszahlen: iPhone-Verkäufe sehr schwach, andere Bereiche retten

Claudio Kummerfeld

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Ein Apple Mac Book

Die Apple-Quartalszahlen wurden soeben veröffentlicht. Hier die wichtigsten Kennzahlen.

Der Umsatz liegt bei 64,7 Milliarden Dollar (Vorjahresquartal 64,04/erwartet 63,7).

Der Gewinn liegt bei 0,73 Dollar pro Aktie (Vorjahresquartal 3,03, nach Aktiensplit umgerechnet 0,76 Dollar/für heute erwartet 0,70).

Der Umsatz im Services-Bereich klettert im Jahresvergleich kräftig von 12,5 auf 14,5 Milliarden Dollar (14 erwartet).

Die Aktie notiert nachbörslich mit -4,6 Prozent.

Die iPhone-Verkäufe im letztem Quartal liegen bei  26,4 Milliarden Dollar (Vorjahresquartal 33,3/für heute 27,9 erwartet). Alle anderen Teilbereiche bei Apple wachsen aber spürbar, und können die deutlich sinkenden Umsätze im Kernprodukt auffangen.

Der Umsatz in China ist von 11,1 auf 7,9 Milliarden Dollar gesunken. Europa legt zu von 14,9 auf 16,9 Milliarden Dollar. Nordamerika wächst von 29,3 auf 30,7 Milliarden Dollar.

Keine Aussicht für das aktuell laufende Quartal.

Apple in der Headline-Aussage:

“Apple capped off a fiscal year defined by innovation in the face of adversity with a September quarter record, led by all-time records for Mac and Services,” said Tim Cook, Apple’s CEO. “Despite the ongoing impacts of COVID-19, Apple is in the midst of our most prolific product introduction period ever, and the early response to all our new products, led by our first 5G-enabled iPhone lineup, has been tremendously positive. From remote learning to the home office, Apple products have been a window to the world for users as the pandemic continues, and our teams have met the needs of this moment with creativity, passion, and the kinds of big ideas that only Apple can deliver.”

“Our outstanding September quarter performance concludes a remarkable fiscal year, where we established new all-time records for revenue, earnings per share, and free cash flow, in spite of an extremely volatile and challenging macro environment,” said Luca Maestri, Apple’s CFO. “Our sales results and the unmatched loyalty of our customers drove our active installed base of devices to an all-time high in all of our major product categories. We also returned nearly $22 billion to shareholders during the quarter, as we maintain our target of reaching a net cash neutral position over time.”

Datenblatt zeigt Details der Quartalszahlen von Apple

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Facebook Quartalszahlen stark – Aktie dennoch schwächer: „Unsicherheiten“

Markus Fugmann

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am

Die Facebook-Quartalszahlen wurden soeben veröffentlicht. Hier die wichtigsten Kennzahlen (die Erwarungen im Vorfeld sind durch die starken Zahlen von Snap zuletzt gestiegen, hier Analysten-Prognosen):

Der Umsatz liegt bei 21,47 Milliarden Dollar (Prognose war 19,8 Milliarden). Der Umsatz liegt also deutlich über den Erwartungen.

Der Gewinn liegt bei 2,71 Dollar pro Aktie (Prognose für heute 1,91, Flüsterschätzung bei 2,03 Dollar). Damit übertrifft Facebook die Analysteneinschätzungen bei weitem.

Die Zahl der täglich aktiven Nutzer (DAU) liegt bei 1,82 Milliarden (Prognose war 1,79 Milliarden).

Die operative Marge liegt bei 37% .

Interessant: der effektive Steuersatz bei Facebook liegt bei 4% (!) – kein Wunder, dass der Gewin pro Aktie stiegt

Die Aktie notiert nachbörslich mit -2,0%, weil Facebook von „Unsicherheiten“ für den weiteren Ausblick spricht:

Looking ahead to 2021, we continue to face a significant amount of uncertainty.

We believe the pandemic has contributed to an acceleration in the shift of commerce from offline to online, and we experienced increasing demand for advertising as a result of this acceleration. Considering that online commerce is our largest ad vertical, a change in this trend could serve as a headwind to our 2021 ad revenue growth.

In addition, we expect more significant targeting and measurement headwinds in 2021. This includes headwinds from platform changes, notably on Apple iOS 14, as well as those from the evolving regulatory landscape.“

Das Headline-Statement von Facebook:

„We had a strong quarter as people and businesses continue to rely on our services to stay connected and create economic opportunity during these tough times,“ said Mark Zuckerberg, Facebook founder and CEO. „We continue to make significant investments in our products and hiring in order to deliver new and meaningful experiences for our community around the world.“

Mehr zu den Zahlen hier..

 

Mark Zuckerberg und die Zahlen von Facebook

Facebook-Chef Mark Zuckerberg. Foto: Anthony Quintano from Honolulu, HI, United States CC BY 2.0

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Aktien

Amazon-Quartalszahlen: Deutlich besser als erwartet!

Claudio Kummerfeld

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am

Amazon App auf Handy

Die Amazon-Quartalszahlen wurden soeben veröffentlicht. Hier die wichtigsten Kennzahlen.

Der Umsatz liegt bei 96,15 Milliarden Dollar (Vorjahresquartal 69,98/erwartet 92,7).

Der Gewinn liegt bei 12,37 Dollar pro Aktie (Vorjahresquartal 4,23/erwartet 7,41).

Amazon Web Services liefert einen Umsatz in Höhe von 11,6 Milliarden Dollar (+29 Prozent zum Vorjahresquartal, im Rahmen der Erwartungen).

Amazon erwartet Umsätze im laufenden 4. Quartal zwischen 112-121 Milliarden Dollar (bisher erwartet 112).

Amazon erwartet operative Gewinne im laufenden 4. Quartal in Höhe von 1 bis 4,5 Milliarden Dollar nach 3,9 Milliarden Dollar vor einem Jahr. Laut CNBC demnach 4 Milliarden Dollar erwartete Corona-Kosten, doppelt so hoch wie im zweiten Quartal

Die Amazon-Aktie reagiert nachbörslich mit -1,2 Prozent.

Kurz-Fazit: Sensationelles Ergebnis. Aber die Gewinnaussicht enttäuscht?

Key Facts im Wortlaut von Amazon:

• Operating cash flow increased 56% to $55.3 billion for the trailing twelve months, compared with $35.3 billion for
the trailing twelve months ended September 30, 2019.
• Free cash flow increased to $29.5 billion for the trailing twelve months, compared with $23.5 billion for the trailing
twelve months ended September 30, 2019.
• Free cash flow less principal repayments of finance leases and financing obligations increased to $18.4 billion for
the trailing twelve months, compared with $14.6 billion for the trailing twelve months ended September 30, 2019.
• Free cash flow less equipment finance leases and principal repayments of all other finance leases and financing
obligations increased to $17.9 billion for the trailing twelve months, compared with $10.5 billion for the trailing
twelve months ended September 30, 2019.
• Common shares outstanding plus shares underlying stock-based awards totaled 518 million on September 30,
2020, compared with 511 million one year ago.
• Net sales increased 37% to $96.1 billion in the third quarter, compared with $70.0 billion in third quarter 2019.
Excluding the $691 million favorable impact from year-over-year changes in foreign exchange rates throughout the
quarter, net sales increased 36% compared with third quarter 2019.
• Operating income increased to $6.2 billion in the third quarter, compared with operating income of $3.2 billion in
third quarter 2019.
• Net income increased to $6.3 billion in the third quarter, or $12.37 per diluted share, compared with net income of
$2.1 billion, or $4.23 per diluted share, in third quarter 2019.

Datenblatt zeigt aktuelle Quartalszahlen von Amazon

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