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Giovannie Cicivelli Tradingchancen

Aktien

Der gigantische Schuldenaufbau der Konzerne, und wohin das führen wird

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Florian Homm kann man nun wirklich als Experten bezeichnen für das folgende Thema. Eindrucksvoll listet er aktuell zahlreiche namhafte und gestandene Konzerne auf wie Nestle, AT&T, Kraft Heinz uvm. Alle haben eines gemeinsam: Es sind wirklich etablierte Unternehmen mit einem Namen, denen die Anleger vertrauen in Sachen Stabilität. Aber Homm verweist auf die dramatisch gestiegene Verschuldung dieser Unternehmen, und nennt auch Zahlen.

Was geschah mit diesen aufgenommenen Krediten? Die Unternehmen nahmen die quasi Gratis-Kredite in der Nullzinsphase auf um ihre eigenen Aktien zurückzukaufen. Wir bei FMW warnen auch schon seit Jahren vor dieser Praxis. Das Angenehme daran für die Konzernbosse: Die Firmen-Story muss gar nicht so gut laufen. Umsätze und Gewinne müssen gar nicht mehr konstant steigen. Solange der Aktienkurs durch die eigenen Aufkäufe immer weiter steigt, ist ja für die Aktionäre auf den ersten Blick alles bestens. Vor allem in den USA ist das verführerisch, weil die Konzernbosse einen Großteil ihrer Vergütungen durch Aktienoptionen erhalten. Und wenn die Aktienkurse kräftig steigen, verdienen sie dank des hohen Kurses ein Vielfaches ihres Festgehalts.

Der Haken daran ist aber: Die Unternehmen haben immer höhere Schulden und immer weniger Cash um in neue Produkte zu investieren. Langfristig können sie dadurch den Bach runtergehen. Hierauf weist Florian Homm ganz klar hin, und erwähnt daher auch, dass er zahlreiche solcher Aktien geshortet hat, also auf fallende Kurse setzt! Das folgende Video bitten wir Sie unbedingt anzuschauen! Und nein, das ist natürlich keine Aufforderung stumpf auch große Konzerne zu shorten. Das Video trägt aber bei zu einer besseren Gesamtbeurteilung der Lage!

5 Kommentare

5 Comments

  1. Beobachter

    4. Dezember 2018 13:17 at 13:17

    Ich habe schon mehrmals mein Unverständnis gegenüber W.Buffet kundgetan.Man kann von F. Homm halten was man will, immerhin hat er aus seinen Fehlern gelernt u.ich habe grossen Respekt vor ihm.
    Während Buffett Aktienrückkäufe kritisiert, ist er aber Grossinvestor bei einigen dieser „BILANZVERHAGLER“ u.kauft sie wahrscheinlich eben wegen diesen selbsgemachten Kurssteigerungen.Wo ist da die Logik?
    Auffallend, F.Homm ist auch viel unbeliebter weil er eben diese Heuschrecken u.diese kurzfristige Denkweise
    ungeschminkt beim Namen nennt. Unglaublich wenn auch noch die alteingesessenen Firmen mit Weltruf voll ins Risiko gehen.Anscheinend sind ja auch die Anlagen von Buffet mit ca. 1:3 gehebelt. ( ohne Gewähr)
    Ich frage mich, wer könnte bei einer grösseren Korrektur überhaupt als Käufer oder Retter auftreten,wenn sogar die BESTEN DER BESTEN enthebeln müssten.
    Zur Erinnerung: Bei der 08 er Krise war China ein grosser Käufer u. auch Buffet hat sich mit Billigstpreisen bei notleidenden Firmen einkaufen können.
    Darum haben jetzt die Notenbanken ein Problem, sie alle wissen das, u.es darf oder dürfte gar keine grössere Korrektur mehr geben.Apple hat es schon vorgemacht, auch der Gesamtmarkt wird sich nicht entziehen können.

    • Wolfgang M.

      4. Dezember 2018 13:43 at 13:43

      @Beobachter. Mit Verlaub, Homm hat aus seinen Fehlern gelernt! Woher wollen Sie das wissen? Ich kann ihm die Wandlung vom Saulus zum Paulus nicht so einfach abnehmen. Er wird immer noch per Haftbefehl gesucht. Was ist denn seine gerade angekündigte Methode? Leerverkauf auf Aktien und damit Wetten auf deren Untergang – um es überspitzt auszudrücken. Seine ehemalige Methode als Hedgefondsmanager. Wer verliert denn bei Firmenschwierigkeiten – nicht das Management, hauptsächlich die Beschäftigten, die entlassen werden. Ich möchte hier nicht den Moralapostel spielen, aber ich nehme ihm seine neue Rolle nicht so einfach ab, auch wenn ich ihm wegen seiner MS-Erkrankung alles Gute wünsche.
      Was hat er selbst gesagt? „Selbst ein reformierter Pitbull ist immer noch einer.“
      Viele Grüße

      • pigeon

        4. Dezember 2018 14:15 at 14:15

        @Wolfgang M.
        Völlig unabhängig von der Wandlung Homms (ob ja oder nein) ist der Leerverkauf ja auch ein Signal des Marktes, dass er die Praktik des Aktienrückkaufs unter den beschriebenen Bedinungen nicht mehr goutiert und das wäre ja nicht so schlecht. Denn die Konzernlenker kaufen eher zu Höchstkursen. Wenn ihnen nun der Markt entgegenweht (im Gegensatz zu den vergangenen Jahren, wo „Float Shrink“ outperformed hat), dann hören sie vielleicht damit auf und das wäre auch für die betroffenen Beschäftigten gut. Aber vielleicht shortet er ja auch über Puts, dann kriegt der Basiswert nicht so viel davon mit.

  2. Columbo

    4. Dezember 2018 14:10 at 14:10

    Homm zeigt uns die Rückseite der Medaille, die die Berufsoptimisten nicht sehen können oder wollen. Kürzlich erklärte einer dieser ganz schlauen Finanzblogger, warum Apple auf 328 Dollar steigen würde. Wie schlecht so ein fauler Apfel schmeckt, wird er uns vermutlich nicht mehr mitteilen.

  3. Beobachter

    4. Dezember 2018 15:04 at 15:04

    @ Wolfgang,Soeben gelesen, die Leerverkäufer sind fast ausgerottet, weil sie mit dem künstlichen Hochtreiben der Aktien aus dem Markt geekelt wurden.
    Wer ist denn jetzt der Schlimme, der Manager der wegen eigenen Interessen Aktienrückäufe macht, statt in Investitionen in die Zukunft investiert. Ein Leerverkäufer kann nur mit überbewerteten Firmen ,die keine Substanz haben,Erfolg haben.Wie wir alle wissen ist das bei Tesla bis jetzt noch nicht gelungen.
    Soeben zwei Superberichte gelesen, die das Thema Unternehmensanleihen u.die Leerverkäufer betrifft.
    -Makroinvestoren warnen vor dem Sturm.
    -In diesen Aktien wittern Bären jetzt Beute

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Tesla-Quartalszahlen heute Abend – die Vorschau

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Die Tesla-Quartalszahlen werden heute Abend kurz nach 22 Uhr deutscher Zeit veröffentlicht. Wir berichten dann umgehend. An dieser Stelle bieten wir schon mal eine kurze Vorschau.

Eines ist klar. Die Analystengemeinde hat ihre Erwartungen nicht nur für den Gesamtmarkt, sondern vor allem bei Tesla in den letzten Wochen spürbar gesenkt, damit der Schock heute Abend nicht all zu groß ausfällt. Wird Tesla deswegen heute positiv überraschen können mit einem Übertreffen der Erwartungen? Gesenkt hat man die Erwartungen, unter anderem weil die bereits veröffentlichten Auslieferungszahlen mehr als enttäuschend waren.

Aktuell kommen wieder Gerüchte an der Wall Street auf, dass Tesla (mal wieder) Geld am Kapitalmarkt aufnehmen muss. Wird es dazu heute eine Info geben? Das ist natürlich mehr als spekulativ, und wäre extrem negativ zu bewerten. Vorgestern ließ Elon Musk durchblicken, dass man eventuell doch an den Kapitalmarkt zurückkehre um seine Modellauswahl zu erweitern. Nicht doch eher, um den laufenden Betrieb sicherzustellen?

Tesla-Quartalszahlen Vergleich mit Vorquartal

Tesla hat noch keine klassischen Produkt- oder Saison-Zyklen wie Daimler, Toyota oder GM. Man wächst schnell aufgrund eines einzigen neuen Produkts, des Model 3. Deswegen wollen wir an dieser Stelle ausnahmsweise mal nicht zurückblicken auf das 1. Quartal 2018 als Vergleichszeitraum, sondern auf das 4. Quartal 2018, also das noch aktuellste Quartal. Da lag der Umsatz nämlich bei 7,23 Milliarden Dollar. Für heute wird er für das 1. Quartal 2019 geschätzt auf 4,4-5,4 Milliarden Dollar. Wie gesagt, Tesla hatte zuletzt schon angedeutet, dass das 1. Quartal verdammt mies werden könnte. Die Verkaufszahlen quer über die Modellpalette brachen gegenüber dem Vorquartal um 31% ein.

Nach einem Gewinn pro Aktie (Non Gaap) im 4. Quartal 2018 von +1,93 Dollar erwartet man heute einen Verlust pro Aktie von 1,30 Dollar, wobei die Schätzungen hier auch weit auseinander reichen. Es ist also eine wacklige Kiste. Zuletzt gab es relativ oft schlechte Nachrichten von Tesla. Wird es noch schlimmer als von den Analysten erwartet, oder kann Elon Musk erneut mit richtig guten Zahlen alle Kritiker (erneut) auf die stille Treppe schicken? Glaubt man nicht an Musk´s heilende Kräfte, könnte es heute Abend eine finstere Nummer werden.

Augen auf auch bei Faktoren wie dem aktuellen Cash-Bestand von Tesla, auf den einige Analysten heute Abend genauer schauen wollen.

Tesla Model 3 - Tesla-Quartalszahlen heute Abend
Das Tesla-Modell 3. Foto: Carlquinn – CC BY-SA 4.0

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Snap-Quartalszahlen: Geht es nun aufwärts?

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Die Snap-Quartalszahlen (Snapchat) wurden heute Nacht veröffentlicht. Hier erstmal die wichtigsten Kennzahlen, und danach die Frage, ob dies schon die Wende hin zum Guten ist.

Der Umsatz liegt bei 320,4 Millionen Dollar (Vorjahresquartal 230,7/erwartet 307).

Der Verlust liegt bei 10 Cents pro Aktie (Vorjahresquartal -0,17/erwartet -0,12).

Bei den täglich aktiven Nutzern konnte Snap mit 190 Millionen im Vergleich zum 1. Quartal 2018 nicht überzeugen (191 Millionen Nutzer). Aber in Relation zum 4. Quartal 2018 sind es +4 Millionen täglich aktive Nutzer. Also alles eine Frage der Betrachtungsweise? Vergleichen mit Vorquartal oder Vorjahresquartal? Die Börsianer entscheiden sich den aktuelleren Vergleich zu wählen.

Die Aktie notierte heute Nacht deswegen in der Nachbörse schon positiv, und jetzt vorbörslich sind es auch schon +2,3% gegenüber gestern Abend 22 Uhr deutscher Zeit.

Für das laufende 2. Quartal erwartet Snap 335-360 Millionen Dollar Umsatz, was 28-37% mehr wären als vor einem Jahr. Der Verlust (Adjusted EBITDA) soll bei -150 bis -125 Millionen Dollar liegen in Relation zu -169 Millionen Dollar vor einem Jahr.

Der große Durchbruch ist das für Snapchat noch nicht, so meinen wir. Im Jahresvergleich steigt der Umsatz zwar deutlich an, und der Verlust sinkt. Aber immer noch steht das Unternehmen auf der Kippe, ob man nicht doch noch untergeht im Konkurrenzkampf zu Facebook mit seinen Diensten wie Instagram und Co. Snap verbrennt weiterhin Geld und lebt vom vorhandenen Cash. Twitter als kleiner Nischen-Konkurrent zu Facebook konnte sich in den letzten Quartalen nach und nach stabilisieren (siehe aktuelle Zahlen), und macht deutliche Gewinnsprünge. Aber davon ist Snap noch weit entfernt. Twitter kann sich über sein Angebot wirklich absondern von den Facebook-Diensten, aber Snapchat hat es da deutlich schwerer. Die Zeit muss es zeigen.

Snap-Quartalszahlen

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Caterpillar-Quartalszahlen: Erwartungen übertroffen

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Der mit Abstand weltweit größte Baumaschinenhersteller ist Caterpillar aus den USA. Die Firma gilt daher als Frühindikator, weil Bauwirtschaft und Industrie auf Baumaschinen angewiesen sind, bevor eine Volkswirtschaft expandieren kann. Steigen also die Firmenumsätze, deutet das auf eine weiter florierende US-Wirtschaft hin, und umgekehrt genau so. Deswegen sind die Quartalszahlen von CAT so extrem wichtig. Hier die wichtigsten Kennzahlen.

Der Umsatz im letzten Quartal liegt bei 13,46 Milliarden Dollar (Vorjahresquartal 12,9/erwartet 13,4).

Der Gewinn liegt bei 2,94 Dollar pro Aktie (Vorjahresquartal 2,82/erwartet 2,84).

Bei Caterpillar handelt es sich nicht wie bei anderen Konzernen um eine tiefe Absenkung der Erwartungen, die dann locker übertroffen werden können. CAT hat auch die tatsächlichen Vorjahreswerte bei Umsatz und Gewinn übertroffen.

Der bisherige Gewinnausblick für das Gesamtjahr (aus Januar) wird heute unverändert belassen bei 11,75-12,75 Dollar pro Aktie.

Die Aktie notiert vorbörslich mit +0,7%.

Der Chef erwähnt den Rekordgewinn für ein erstes Quartal. Zitat:

Comments on the first quarter from Caterpillar Chairman & CEO Jim Umpleby:
“The global Caterpillar team delivered record first-quarter profit per share. We are executing our strategy for profitable growth by investing in services, expanding our offerings and improving operational excellence.”

Die Grafik zeigt (ganz rechts) mit den prozentualen Raten: Das Wachstum ist solide verteilt auf verschiedene Segmente im Konzern.

Caterpillar-Baumaschine - Caterpillar-Quartalszahlen
Eine Baumaschine von Caterpillar auf der Bauma. Foto: Wald-Burger8 CC BY-SA 3.0

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