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Der global vielleicht bedeutendste Investor hat 2016 glänzend verdient

Der Fonds erzielte nach 2,7% in 2015 einen Ertrag von 6,9% in 2016. Maßgeblich daran beteiligt sind Erträge aus Aktienanlagen, die vom Gesamtfonds einen Anteil von 62,5% ausmachten…

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FMW-Redaktion

Wer ist der global wohl bedeutendste Investor? Saudi-Arabien, Katar, oder ein gigantischer Investmentfonds? Während PIMCO aus den USA der weltweit größte Anleiheinvestor ist, verfügt Norwegen dank kleiner Bevölkerung und gleichzeitig großen Öl- und Gasreserven über einen „Staatsfonds“ im Wert von inzwischen 7,5 Billionen norwegischen Kronen, was in Euro 846 Milliarden Euro sind. Der Fonds erzielte nach 2,7% in 2015 einen Ertrag von 6,9% in 2016. Maßgeblich daran beteiligt sind Erträge aus Aktienanlagen, die am Gesamtfonds 2016 einen Anteil von 62,5% ausmachten.

Anlagen in Anleihen brachten 4,3% bei einem Anteil von 34,3% am Gesamtvermögen. Man darf davon ausgehen, dass die 4,3% erzielt wurden, weil der Fonds viele lang laufende Anleihen hält, die bei lange zurückliegenden Emissionszeiten noch höhere Ausgangsverzinsungen hatten. 3,2% hat der Fonds in Immobilien investiert. Gerade der Schluss des Jahres 2016 hat dank Donald Trump auch dem Staat Norwegen und seinen Bürgern die Taschen voll gemacht, um es mal so direkt zu sagen, denn schon alleine aufgrund der schieren Größe der Geldsumme ist man sehr breit aufgestellt in Aktienanlagen, die nach der Trump-Wahl gut liefen.

Der Fonds, der 1996 ins Leben gerufen wurde, erlebte bis letztes Jahr aufgrund er guten Überschüsse aus Öl und Gas nie Mittelabflüsse Richtung norwegischem Staatshaushalt. Aufgrund des massiven Ölpreis-Einbruchs seit 2014 war man in Oslo aber doch gezwungen Haushaltslöcher zu stopfen, in dem man erstmal Geld aus dem Fonds entnahm. Netto nahm man sich aus dem Fonds letztes Jahr 101 Milliarde Kronen, also 11,88 Milliarden Euro. Dank der Zuwächse durch den gut laufenden Aktienmarkt ist die Entnahme locker zu verkraften.

Da man anscheinend von weiter schlechten Renditen durch Anleihen ausgeht, möchte der Staat die Aktienquote von 60% auf 70% erhöhen. Wenn der Trump-Hype abnimmt, geht der gute Ertrag von Ende letzten Jahres womöglich nach hinten los. Aber meine Güte, solche Sorgen hätten andere Staaten gerne, die man in Norwegen hat. Dieser Fonds ist übrigens Vorbild für die Staatsfonds der Golfstaaten. Merkwürdigerweise will Saudi-Arabien gerade einen eigenen Staatsfonds aufbauen um sich (wie man selbst sagt) unabhängig vom Öl zu machen.

Eigentlich dürfte man als Außenstehender dann denken, dass massiv Geld in Bildung und eine breite Aufstellung der saudischen Wirtschaft investiert wird. Gelder in einen Staatsfonds zu stecken, der damit lediglich weltweit Kapitalanlagen tätigt, bringt aber wohl kaum eine Diversifizierung der heimischen Wirtschaft. Aber wie gesagt, in den hochverschuldeten Industrienationen möchte man diese Sorgen erst mal gerne haben. Wohin mit all den überschüssigen Geldern…


Die Entwicklung des norwegischen Staatsfonds in Kronen seit 1998.


Zuflüsse in den Fonds, und zuletzt Abflüsse.


Während der 2000er-Techkrise und der 2008er-Finanzkrise brachten Aktien dem Fonds Verluste.

Wollen Sie näher in die Tiefen des norwegischen Staats- und Steuerzahler-Vermögens eintauchen? Hier der ganze gut aufbereitete Bericht.

6 Kommentare

6 Comments

  1. m.d

    28. Februar 2017 15:45 at 15:45

    Hallo liebe Redaktion,
    bei Investing Wirtschaftstermine stand heute morgen noch für 22 Uhr die Rede von Trump vor dem Kongress drinnen. Nun steht dieser Termin nicht mehr auf dem Terminplaner von Investing.. Könnt ihr mich bitte mal aufklären.
    Danke vorab
    mfg

    • carsn

      28. Februar 2017 22:17 at 22:17

      las etwas von 3 Uhr MEZ

  2. Helmut Josef Weber

    28. Februar 2017 21:24 at 21:24

    Ich habe 2016 *legal* steuerfrei 13% an physischem Gold verdient.
    Viele Grüße
    H. J. Weber

    • Gerd

      28. Februar 2017 22:09 at 22:09

      „Der global vielleicht bedeutendste Investor hat 2016
      g l ä n z e n d verdient“
      So, so, dann waren Sie damit gemeint.
      Glänzend, ist klar, das muss sich um Gold gehandelt haben.

      Falls Sie meine Antwort überhaupt noch zu lesen bekommen:
      Mich würde ernsthaft interessieren, wie man das mit
      p h y s i s c h e m Gold schaffen kann.
      Zum einen gibts ganz nette Spreads zwischen An -und Verkaufskursen, aber o.k. das relativiert sich, falls der Einkauf tief genug lag.
      Aber zum anderen muss man sich mit dem Dings doch immer real zu einem Handelshaus/Bankhaus hin begeben. Mal holen, dann wieder abliefern und das wahrscheinlich nicht nur einmal.

  3. Helmut Josef Weber

    1. März 2017 09:31 at 09:31

    Hallo Gerd,
    ich meine, physisches Gold ist nur etwas für Leute wie mich, die z. B. ihre private Altersversorgung damit betreiben wollen und im Alter legal keinerlei Steuern zahlen wollen.
    Seit dem Jahre 2000 ist der Goldpreis (in Euro) von etwa 200 Euro auf etwa 1140 Euro gestiegen; also um 470%.
    Und alles legal steuerfrei.
    Ich bin heute Altersrentner und meine Rente ist nur aus dem Grunde noch steuerfrei, weil die Kapitalerträge durch das Gold steuerfrei sind.
    Auch muss ich von dem Kapitalertrag keine 16% Krankenkasse zahlen.
    Da ich seit 1986 physisches Gold für meine private Altersversorgung gehortet habe, komme ich auf über 10% steuerfreien Kapitalertrag im Durchschnitt pro Jahr.
    Die etwa 4 % Umtauschkosten, auf etwa 30 Jahre, fallen hier kaum ins Gewicht.
    Wegen der enormen Preissteigerung von etwa 460% seit 2000 hat sich der Wert meiner Unzen so vermehrt, dass ich noch nicht einmal den Kapitalertrag von 2016 von 13% verbrauchen konnte.
    Natürlich ist physisches Gold für die kurzfristige Spekulation vollkommen ungeeignet.
    Und was gab es seit dem Jahre 2000 für einen Ertrag bei Allianz, Riester und Co?

    Viele Grüße aus Andalusien
    H. J. Weber

    • gerd

      1. März 2017 10:40 at 10:40

      Vielen Dank, H.J. Weber.
      Man müsste die Zeit zurückdrehen können, dann würde ich es auch so gemacht haben. Das dachte ich mir als mit jeder weiteren Zeile, die ich las, meine Bewunderung stieg.
      Als ich dann zum Schluss aber noch viele Grüße von Ihnen bekam – nicht aus Duisburg-Marxloh
      oder Berlin-Sonstwo, sondern aus ANDALUSIEN,
      da verspürte ich sogar ein ganz klein wenig einen Hauch von Neid.
      Ich wünsche Ihnen gute Zeiten dort.

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Goldman Sachs-Quartalszahlen: Erwartungen übertroffen

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Soeben wurden die Quartalszahlen von Goldman Sachs veröffentlicht. Hier die wichtigsten Kennzahlen.

Der Umsatz liegt bei 8,08 Milliarden Dollar (Vorjahresquartal 7,83/Erwartungen 7,90).

Der Umsatz bei „Anleihen, Devisen und Rohstoffen“ lag bei 822 Millionen Dollar (erwartet 977).

Der Gewinn liegt bei 6,04 Dollar pro Aktie (Vorjahresquartal 5,68/Erwartungen 5,15).

Die Aktie notiert vorbörslich mit +3,4%.

Kommentar vom Chef:

“We are pleased with our performance for the year, achieving stronger top and bottom line results despite a challenging backdrop for our market-making businesses in the second half. For the year, we delivered double-digit revenue growth, the highest earnings per share in the firm’s history and the strongest return on equity since 2009. We are confident that we are well positioned to support an even larger universe of clients, continue to diversify our revenue mix and deliver strong returns for our shareholders in the years ahead.”
– David M. Solomon, Chairman and Chief Executive Officer

Goldman Sachs Quartalszahlen

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Bank of America-Quartalszahlen: Erwartungen übertroffen

Veröffentlicht

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Soeben wurden die Quartalszahlen der Bank of America veröffentlicht. Hier die wichtigsten Kennzahlen.

Der Umsatz liegt bei 22,74 Milliarden Dollar (Vorjahresquartal 20,4/Erwartungen 22,3).

Der Umsatz im Bereich „Anleihen, Devisen und Rohstoffe“ lag bei 1,45 Milliarden Dollar (erwartet 1,64).

Der Gewinn liegt bei 0,70 Dollar pro Aktie (Vorjahresquartal 0,20/Erwartungen 0,63).

Kreditvolumen steigt um 5%.

Einlagen steigen um 3%.

Rücklagen für Kreditausfälle leicht rückläufig.

Die Aktie notiert vorbörslich mit +3,2%.

Hier der Kommentar vom Chef:

“I am proud of our teammates who produced record earnings for the quarter and the year by driving responsible growth. Our teammates worked for our customers and delivered solid loan and deposit growth, and other activity, while managing risk well. Operating leverage based on disciplined expense management while investing in our future, solid asset quality, and loan and deposit growth drove this quarter’s results. In addition to lending and investing activities, we shared success in many ways: returning nearly $26 billion in capital to our shareholders; a second bonus since U.S. tax reform passed last year, impacting 95% of our teammates, to share success from our performance and the benefits of tax reduction; and more than $200 million of philanthropic giving to our communities. “Through the trillions of dollars of consumer transactions we process and from the steady confidence and activity of our small business and commercial clients, we see a healthy consumer and business climate driving a solid economy. Each of our businesses faces opportunities to grow even more. We are well positioned to serve clients, teammates, and communities by listening to their answer when we ask them: ‘What would you like the power to do?’”
— Brian Moynihan, Chairman and Chief Executive Officer

Bank of America Quartalszahlen

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Quartalszahlen: Skandal in Malaysia wird Goldman Sachs im Q4 stark belasten

Goldman Sachs steckt in einem der schlimmsten Finanzskandale ihrer 149-jährigen Geschichte..

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Ein Gastbeitrag von Haris Anwar, Investing.com

  • Berichtet sein Q4 2018 Ergebnis, am Mittwoch, dem 16. Januar, vor Handelsbeginn (13.35Uhr)
  • Umsatzerwartung: 7,78 Mrd USD
  • GpA: 5,61 USD

Skandale stellen selten eine existenzielle Bedrohung für globale Finanzinstitute dar. Aber auf kurze Sicht können sie die Reputation beschmutzen und die Aktienkurse sinken lassen.

GS Weekly TTM

(Goldman Sachs. Wochen-Chart)

Die in New York beheimatete Goldman Sachs Group Inc. (NYSE:GS) steckt derzeit in einer solchen Lage. In der Tat sieht sich die globale Investmentbank einem der schlimmsten Finanzskandale ihrer 149-jährigen Geschichte gegenüber. Die Behörden in Malaysia sehen zwei frühere Angestellte von Goldman Sachs in Anleihegeschäfte im Auftrag eines malaysischen Staatsfonds, bekannt als 1MDB, verwickelt, die zum Vorteil bestimmter Personen abgeschlossen wurden.

Die neue Regierung Malaysias will Strafzahlungen in Höhe von 3,3 Mrd USD, um unter anderem die Gelder wiederzubekommen, die den Anschuldigungen nach, von den beiden früheren Goldman-Bankern und einem malaysischem Finanzier namens Jho Low gestohlen wurden. Letzterer wird von US-Staatsanwälten beschuldigt, den Fonds betrogen zu haben. Das US-Justizministerium klagte im November die beiden Ex-Banker, Timothy Leissner und Roger Ng, an und ermittelt selbst ebenfalls gegen Goldman. Erst gestern berichtete die New York Times, dass die Regierung Malaysias ohne Umschweife sagt, dass sie die Schuld klar bei der Investmentbank sieht und „7,5 Mrd USD an Entschädigung will…was zu den wachsenden Berg an Strafgeldern gegen die Bank hinzukommt.“

In Situationen wie dieser, haben Banken für gewöhnlich an zwei Fronten Probleme: Ihre Reputation wird angekratzt und ihr Gewinnausblick wird unsicher, wegen Sorgen, dass hohe Strafgelder künftiges Wachstum vereiteln könnten. Goldman sieht sich Strafen von verschiedenen Seiten gegenüber sowohl in Malaysia, als auch in den Vereinigten Staaten: für das Übersehen von Warnzeichen; für angeblich gezahlte Schmiergelder, die zumindest von einem ihrer Beschäftigten gezahlt wurden; für Rückerstattungen von Verlusten der malaysischen Regierung zu Verlusten beim Staatsfonds selbst und weiteren Strafgelder, die der Bank als Ergebnis noch laufender, zivil- und strafrechtlicher Ermittlungen aufgebrummt werden.

Unter Druck durch diese Sorgen, war Goldman Sachs in 2018 die US-Großbank mit der schlechtesten Rendite. In den letzten drei Monaten sind Anteile des Unternehmens um 18% gefallen, womit sie noch schlechter als der KBW Nasdaq Global Bank Index liefen, der um die Hälfte dieses Betrages tiefer liegt. Die Gewinnschätzung für die Gruppe wurde für das vierte Quartal um 27% auf 5,61 USD die Aktie gestutzt.

Drohende Strafgelder, verlorene Geschäfte

Wir glauben, dass die Bank, wenn sie am Mittwoch ihr Ergebnis vorlegen wird, versuchen dürfte, die Nerven der Investoren zu beruhigen, indem sie ankündigt, einen erheblichen Betrag beiseite gelegt zu haben, um alle potentiellen Strafgelder und Verpflichtungen abdecken zu können. Das hat zum Ziel, den Investoren zu helfen, die Folgen des Skandals zu quantifizieren und auch die gesetzlichen Reserveanforderungen abschätzen zu können, die die Bank braucht, um mit der Situation fertig zu werden.

Unbeachtlich der Belastung durch die gegenwärtige Krise sind Bankaktien sowieso nicht unter unseren Empfehlungen für 2019. Sie sind weder immun gegen den unsicheren Konjunkturausblick noch gegen ein mögliches Absinken der Handelsvolumen im angelaufenen Jahr.

Auch wenn die diversifizierten Geschäfte von Goldman Sachs die Bank zu einem guten Kandidaten für eine Langzeitinvestition machen, bis sie ihre gerichtlichen Auseinandersetzungen hinter sich gebracht hat, werden die Bankanteile in nächster Zeit hinter dem Rest des Sektors zurückbleiben. Hinzu kommt die Sichtbarkeit des Skandals in Malaysia, der zum Sturz der ehemaligen Regierung in dem asiatischen Land beigetragen hat, was bedeutet, dass Goldman auch Geschäfte an die Wettbewerber aus der Region verlieren könnte. Als es seine internen Kontrollen verschärft, um die Finanzregulierer zu beeindrucken und schnell wieder glaubwürdig zu werden, könnte Goldman Sachs sich weltweit schnell als Geschäftspartner bei der Emission von Anleihen durch Staaten und halbstaatliche Institutionen unerwünscht machen.

 

Fazit

Bei einem Kurs von rund 179 USD ergibt sich ein rückblickendes Kurs-Gewinn-Verhältnis von 13. Die Anteile von Goldman Sachs sind damit im Vergleich zu Branchenkollegen nicht billig. Hinzu kommt,  dass angesichts der rechtlichen Probleme die Fundamentaldaten die Aktie nicht zu einem Schnäppchen machen. Unser Rat: Bleiben Sie im Seitenaus und lassen Sie den Skandal zu Ende laufen.

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