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Gold/Silber

Der größte Hedgefond der Welt Bridgewater: Short auf alles im Dax, was Gewicht hat!

Warum ist mit Bridgewater der weltgrößte Hedgefond so massiv short in Dax-Aktien?

Redaktion

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FMW-Redaktion

Noch in Davos sagte der Chef des weltgrößten Hedgefonds Bridgewater, Ray Dalio: man sei derzeit in einem „Goldilocks Szenario“, die Inflation niedrig, das Wachstum der Weltwirtschaft gut – wer jetzt Cash halte, der sei selber schuld, so Dalio damals. Interessant ist dabei, dass Dalio nicht sagte, man solle Aktien kaufen – aber das Publikum verstand ihn so. Dalio sagte nur, Cash halten sei nicht klug! Wer aber Short-Positionen eröffnet, hält kein Cash!

Kurz danach kam der Flash Crash. Und Bridgewater eröffnete Short-Positonen auf Dax-Werte, genauer überwiegend auf die Dax-Schwergewichte! Knapp 13 Milliarden Euro ist Bridgewater short in den deutschen Standardwerten.

Hier ein Auszug aus dem Bundesanzeiger, bei dem die Leerverkäufe auf deutsche Aktien erfaßt werden:


(Grafik durch aklicken vergrößern)

Bridgewater ist auch short in französischen und spanischen Aktien, jedoch nicht in britischen Aktien – aber die Dominanz seiner deutsche Short-Positionen ist auffallend. Eine Theorie ist, dass Bridgewater sehr positiv für den Euro ist, was für die Dax-Konzerne bei einer stärkeren Aufwertung der Gemeinschaftswährung sein könnte.

Oder spekuliert Bridgewater vor allem auf chaotische politische Verhältnisse in Deutschland, also etwa auf Neuwahlen, weil die SPD-Mitglieder gegen den Eintritt in eine Große Koalition votieren dürften? Möglich.

Kürzlich aber – überwiegend nachdem Bridewater die Short-Positionen eröffnete – ist Ray Dalio dann übrigens auch „offiziell“ umgeschwenkt in einem Blogeintrag auf seinem Linked In-Profil umgeschwenkt – es habe sich jetzt etwas geändert:

„There are two important differences that concern me. They are that 1) there is such a big gap between the haves and the have-nots (which creates social and political sensitivities) and 2) the powers of central banks to reverse contractions are more limited than they have ever been (because interest rates are so low and QE is less effective). For these reasons, I worry about what the next economic downturn will be like, though it is unlikely to come soon.“

Dass Dalio offenkundig hier eher politisch denkt, zeigt sein Schlusswort im Linked In-Eintrag:

„So, while the economy is in the late cycle and the spurt in growth into cyclical constraints makes the markets and economy vulnerable, these vulnerabilities don’t appear to me to be nearly as severe as those in 2007-09 – though the social and political vulnerabilities do appear greater.“

Dalio und Bridgewater jedenfalls sind massiv short vor allem auf die wichtigen Dax-Aktien. Wissen die mehr als wir? So furchtbar erstaunlich wäre das nicht – Dalio hat schließlich Zutritt in die Kreise, die die entscheidenden politischen und ökonomischen Weichen stellen!

Heute ist übrigens bekannt geworden, dass Bridgewater eine größere Gold-Position (über ein ETF) gekauft hat kürzlich..

Ein Kommentar

Ein Kommentar

  1. Avatar

    sabine

    15. Februar 2018 09:54 at 09:54

    Komisch, der Goldkauf. Gibt doch keine Zinsen oder Dividenden ! ?
    Und dann noch hintenrum über einen ETF gekauft? Sollen das nur wenige wissen?

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Anleihen

Goldpreis vs Anleiherenditen: Eindeutiger Langfristvergleich

Claudio Kummerfeld

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Mehrere Gold-Barren

Der Goldpreis wird von vielen Faktoren beeinflusst. Da wäre zum Beispiel der US-Dollar, und natürlich das allgemeine Risk On/Risk Off-Szenario. Sind die Anleger bereit aufgrund diverser Faktoren mehr Risiko einzugehen, verkaufen sie Gold und kaufen Aktien, und umgekehrt. Je mehr die Notenbanken Geld drucken und je mehr die Staaten sich verschulden, desto wichtiger erscheint vielen Anlegern auf lange Sicht auch Gold als sicherer Fluchthafen vor Inflation, und der Goldpreis steigt.

Aber vor allem werden auch die Anleiherenditen als wichtiger Beeinflussungsfaktor für den Goldpreis herangezogen. Je mehr Rendite man für Staatsanleihen erhält, desto weniger attraktiv ist das zinslose Gold bei Anlegern. Schauen wir daher mal auf den folgenden Chart, ob man langfristig eine echte Verbindung zwischen Gold und Anleiherenditen erkennen kann. Hier sehen wir seit Anfang 2016 in blau den steigenden Goldpreis, der seitdem 69 Prozent zulegen konnte. Die in orange verlaufende Anleiherendite (für zehnjährige US-Staatsanleihen) ist seitdem um 46 Prozent gesunken (langfristig gesunkenes Zinsniveau). Man sieht eine klare negative Korrelation. Je tiefer die Anleiherenditen, desto besser für den Goldpreis. Das jüngste Ansteigen in der Rendite hat dem Goldpreis einige Schwierigkeiten bereitet, und seinen weiteren Anstieg erst einmal ausgebremst.

Chart zeigt Goldpreis gegen Anleiherenditen seit dem Jahr 2016

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Gold/Silber

Rüdiger Born: Charttechnik bei Dow, Nasdaq und Silber

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Gold/Silber

Gold: Rekorddaten und Ausblick für 2021 durch World Gold Council

Jörg Bernhard

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Für das abgelaufene Jahr meldete der World Gold Council (WGC) diverse Rekorde im Marktsegment der Gold-ETFs und kommunizierte zudem seinen Ausblick zur Entwicklung der Goldmärkte im Jahr 2021.

Gold: Rekordlaune bei Investments in ETFs

Bedingt durch die Coronakrise haben verunsicherte Investoren im Jahr 2020 in großem Stil Gold in Form von physisch hinterlegten ETFs gekauft. Im September kletterten zum Beispiel die Goldbestände von insgesamt 83 erfassten ETFs auf 3.880 Tonnen und einen Marktwert von insgesamt 235,4 Milliarden Dollar. Beide Werte stellten einen neuen Rekord dar. Zum Jahreswechsel stellten sich Werte von 3.751,5 Tonnen bzw. 228,1 Milliarden Dollar ein.

Ein weiteres Allzeithoch wurde aber auch bei den registrierten Gold-Zuflüssen registriert. Mit 877,1 Tonnen Gold wurde der Vorjahreswert in Höhe von 398,3 Tonnen um 120 Prozent und das im Jahr 2009 erzielte bisherige Allzeithoch in Höhe von 649 Tonnen um 35 Prozent übertroffen. In Nordamerika waren Gold-ETFs übrigens besonders stark gefragt. Dort erhöhten sich die Bestände dieser Form von Papiergold innerhalb eines Jahres um 563,3 Tonnen. Der zweitstärkste Appetit war mit 259,9 Tonnen in Europa auszumachen, womit diese beiden Regionen fast 94 Prozent der weltweiten ETF-Nachfrage repräsentiert haben.

Ausblick für 2021 tendenziell optimistisch

In einem weiteren Statement veröffentlichte der WGC seinen Ausblick für das Jahr 2021. Dessen Analysten gehen davon aus, dass Investoren dauerhaft niedrige Zinsen in riskantere Anlageklassen locken könnte. Weil dies mit steigenden Haushaltsdefiziten, wachsenden Inflationssorgen und hohen Aktien-Bewertungen einhergehen dürfte, rechnet die internationale Interessenvertretung der Goldminenindustrie mit einer stabilen Investorennachfrage, während die Konsumentennachfrage dank einer wirtschaftlichen Erholung anziehen könnte.

Die Performance des Goldpreises hängt laut WGC von insgesamt vier Faktoren ab, von denen zwei von strategischer und zwei von taktischer Natur seien. Zur erstgenannten Gruppe gehören das wirtschaftliche Wachstum sowie das Maß an Verunsicherung. Von taktischer Bedeutung seien die Opportunitätskosten und das Momentum.

Fazit

Der WGC rechnet für 2021 mit einer positiven Performance von Gold, wenngleich in gedämpfter Form. Als wichtigsten Grund für diese Erwartungshaltung wurde die Aussicht auf eine höhere Konsumentennachfrage in China und Indien, gefolgt von der Chance auf dauerhaft niedrige Zinsen und dem damit verbundenen Wegfall von Opportunitätskosten (Zinsverzicht bei Gold) genannt.#

Hier finden Sie zusätzliche Informationen des World Gold Council..

Gold dürfte auch 2021 gesucht sein

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