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Der große Währungssozialismus namens Euro: Hochinteressanter Vortrag

Prof. Joachim Starbatty ist vielen Menschen bekannt. Er war mal in der AfD, aber wohl nur wegen der Euro-Kritik, genau wie der damalige Parteigründer Lucke. Er war dann auch in Lucke´s Nachfolgepartei – dort ist er aber genau so ausgetreten wie aus der AfD. Wer den folgenden Vortrag hört, der merkt: Starbatty geht es um eine grundlegende Kritik vom allem am Euro-Konstrukt, und sie wird von ihm auch im Detail sachlich dargelegt. Sehr umfassend zeichnet er ein Bild der europäischen Währungsentwicklung seit dem 2. Weltkrieg bis zur Einführung des Euro. Und er beschreibt auch ausführlich, was durch den Euro mit Ländern wie Irland, Spanien etc geschehen ist.

Er bietet im Verlauf seines Vortrags einen Einblick in viele ökonomische Zusammenhänge rund um Staatsschulden, Vergemeinschaftung von Schulden, ökonomische Notwendigkeiten, und vor allem zum Thema „Währungssozialismus“, wie er es selbst nennt. Das Hauptproblem, welches er bespricht, ist die zwangsläufige Umverteilung von Geldern innerhalb des Eurosystems, wenn es dauerhaft am Leben erhalten werden soll. Ungleichgewichte wurden als Thema zwar schon so oft in den letzten Jahren von jeder Menge Ökonomen besprochen, aber dieser Vortrag bietet einen umfassenden und wirklich interessanten Gesamtüberblick.

Faktoren wie Löhne, Wechselkurse und Zinsen werden ebenfalls im Detail angesprochen. Auch geht Starbatty auf grundlegende Mechanismen in sozialistischen Systemen ein, wo defizitäre Betriebe ständig von zentralen Organen bezuschusst werden müssen, da im Sozialismus die Pleite von Betrieben nicht vorgesehen ist. Diese Grundannahme überträgt er auf Länder wie Italien oder Griechenland, die zukünftig langfristig durch zentrale Organe in Europa bezuschusst werden müssen, wenn sie nicht pleite gehen und aus der Eurozone fliegen sollen.


Joachim Starbatty über den Währungssozialismus.



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