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Der heilige Geist verlässt die Bank

Von Claudio Kummerfeld

Die Banco Espirito Santo ( heiliger Geist ), bislang die wichtigste Bank Portugals, schlittert weiter Richtung Abgrund. Mit 0,35 Euro erreicht der Kurs aktuell ein neues Tief.

Der Chef wurde letzte Woche einem Haftrichter wg. Geldwäsche-Verdacht vorgeführt und kam nur auf Kaution wieder frei. Kurz vorher wurde er bereits durch die portugiesische Zentralbank seines Postens enthoben. Finanzmarktwelt.de berichtete bereits in den letzten Wochen ausführlich über die Probleme der Bank und der darüberstehenden Familienholding, die nicht mehr im Stande war Kredite zu bedienen.

Interessant wird es für die Bank heute nach Börsenschluss, wenn die Quartalszahlen veröffnetlicht werden, und dann erst recht morgen zur Markteröffnung. Marktteilnehmer rechnen mit einem Verlust, der das vorhandene Kapital aufzehren könnte. Die Zentralbank hat bereits verkündet, dass für eine dann evtl. notwendige Kapitalerhöhung bereits Interessenten bereit stünden. Bei einer Kapitalerhöhung über Nacht – frisches Geld, glattgebügeltes Eigenkapital – könnte morgen früh die Kurseröffnung ein großes Gap produzieren.

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