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Der Kampf gegen Kryptowährungen beginnt: China verbietet neue ICOs

Es war eine Frage der Zeit – nun ist es passiert! China wird als erstes Land aktiv gegen sogenannte „initial coin offerings“ (ICOs) vorgehen und alle neuen ICOs verbieten. Das ist ein harter Schlag für eine neue Industrie in China, die hunderte von Millionen Dollar schwer ist! Die Kurse der wichtigsten Kryptowährungen, Bitcoin und Ethereum, geraten stark unter Druck..

Redaktion

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FMW-Redaktion

Es war eine Frage der Zeit – nun ist es passiert! China wird als erstes Land aktiv gegen sogenannte „initial coin offerings“ (ICOs) vorgehen und alle neuen ICOs verbieten. Das ist ein harter Schlag für eine neue Industrie in China, die hunderte von Millionen Dollar schwer ist! ICO ist das initiale Angebot einer neuen Kryptowährung bzw. die Kapitalaufnahme über eine Kryptowährung.

Die maßgebliche chinesische Medienagentur im Witschafts- und Finanzbereich, Caixin, berichtet, dass eine mit Fragen der Sicherheit des Finanzsektors im Internet befasste Arbeitsgruppe alle neuen ICOs verbieten wird. Betrügerische Praktiken in diesem Zusammenhang würden, so Caixin, hart strafrechtlich verfolgt. Derzeit würden 60 der größten ICO-Plattformen inspiziert und auf betrügerische Praktiken hin untersucht.

Die Attacke kommt – das zeigt, wie ernst es Peking meint – von allen Seiten: in einem gemeinsamen Statement haben Chinas Notenbank „People´s Bank of China“, die Börsenaufsicht „China Securities Regulatory Commission“, die Bankenaufsicht „China Banking Regulatory Commission“ und die Aufsicht für Versicherungsunternehmen „China Insurance Regulatory Commission“ inzwischen erklärt, dass ICOs eine unautorisierte und illegale Praxis sei, Gelder einzusammeln. Allen Organisationen, Individuen, Banken und anderen Finanzinstitutionen sei es verboten, Geschäftsbeziehungen zu unterhalten, die mit dem Handel von ICOs in Verbindung stünden.

Aber es geht nicht nur um das Verbot neuer ICOs. In den Fokus geraten nun auch Individuen oder Organisationen, die ICOs bereits abgeschlossen haben. Sie sollten sich darauf vorbereiten, das Geld den Anlegern zurück zu erstatten. Am Wochenende hatten, das berichtet Caixin, Chinas Behörden eine Blockchain-Konferenz abgebrochen, weil, so die offizielle Begründung, ICOs eine immer wichtiger werdende Quelle betrügerischer Akivitäten geworden sei.

Und die Kurse der wichtigsten Kryptowährungen reagieren auf die Entwicklung in China: so fällt Bitcoin auf der maßgeblichen Plattform Coinbase um -5%, die zweitwichtigste Kryptowährung, Ethereuem, sogar um -12%.

Einer der wichtigsten Bitcoin-Handelsplattformen Chinas, die in Shanghai ansässige BTCC, hat über das Wochenende mitgeteilt, den Handel von ICOCOIN einzustellen. Kryptowähungen, so der CEO von BTCC, müssten genauer reguliert werden, sonst drohten die Dinge ausser Kontrolle zu geraten. Ein Teil der ICO-Plattformen Chinas haben inzwischen (angeblich freiwillig) aufgehört, den ICO-Handel anzubieten.

Insgesamt dürften weltweit über eine Milliarde Dollar eingesammelt worden sein durch den ICOs, ca. 400 Millionen Dollar davon in China.


Ein Bitcoin-Geldautomat
Foto: Martin E. Walder – Own work, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=35767746

7 Kommentare

7 Comments

  1. Avatar

    Marko

    4. September 2017 13:08 at 13:08

    „Derzeit würden 60 der größten ICO-Plattformen inspiziert und auf betrügerische Praktiken hin untersucht.“

    Richtig, hinter dem „Cyber-Kram“ ist nämlich folgendes : Nichts….

    Es gibt keine Staaten, die dahinter stehen, dass den Kriminellen dadurch Tür und Tor offenstehen, sollte doch klar sein.

  2. Avatar

    Feldmaen

    4. September 2017 13:22 at 13:22

    Kaufen wenn die Kanonen donnern!

  3. Avatar

    Marko

    4. September 2017 13:26 at 13:26

    Und jene „Cyber-Währungen“, gibt es, siehe Paypal.

    Tja, bei paypal hat ebay einen riesengroßen Vorteil, nämlich ebay-Käuferschutz usw…

    Die „Bankster“ hier bei uns in Deutschland, denken Paydirekt wäre die Antwort, ich habe sogar mit den „Bankstern“ gesprochen, der „Zug“ ist längst abgefahren…

  4. Avatar

    V. Michael

    5. September 2017 07:47 at 07:47

    Wenn die kriminellste Regierung der Welt etwas verbieten will weil es angeblich durch Kriminelle genutzt wird…. kaufen, jetzt erst recht

  5. Avatar

    SnapDown

    5. September 2017 11:59 at 11:59

    @V.Michael Anhand von welchen Kriterien definiert man ein Land als “ die kriminellste Regierung“ ? Da hätte ich noch die Vereinigten Emi… ähhh Staaten o.s.ä. vorzuschlagen für den Recall!

  6. Avatar

    Carsten

    8. September 2017 16:00 at 16:00

    Ich denke Staaten und die Finanzelite fürchten freie Währungen.

    Ein Verbot und der Kampf gegen unkontrollierte Währungen wird zunehmen.
    Man wird mit Angst und wie immer Lug und Trug und der Unwissenheit der Masse versuchen, den Menschen klar zu machen, bleibt bei dem Kontrollsystem, wir machen das schon gut (in Wahrheit Kontrolle und Ausbeutung) für euch, keine Sorge.

    In Bitcoin bzw. den Kryptowährungen die nicht von einer Institution beherrscht werden, sind in Wahrheit unsere Chance die Freiheit zurückzubekommen, die man uns eiskalt und schleichend gestohlen hat.

    Damit wäre aber auch der zusammengestohlene Reichtum und der immer weitergehende Zyklus des Diebstahls und der Ausbeutung seitens der Finanz-Elite ein Riegel vorgeschoben, vor allem da ja z.B. Bitcoin begrenzt ist und somit wirklich als Tauschmittel dienen kann und nicht als Machtmittel missbraucht.

    Es stellt sich also nun die Frage, wie schaffen wir es den Bitcoin soweit zu implementieren, dass man damit sein Leben rundrum bestreiten kann, bevor uns Verbote, Regulierungen, Lügen usw. diesen Weg versperren, weil sich die jetzigen fehlgeleiteten Machtinhaber schützen wollen?

    Es ist vor allem auch wichtig, dass Bitcoin in vielen Ländern so weit verbreitet ist, das eine 51% Attacke nicht machbar ist.

    Die Gefahren des jetzigen kontrollierten und wertlosen Geldes sind dabei viel Größer und eine Ersatzkryptowährung die uns von Kontrollsystemen wie Banken/Staat dann vorgeschlagen werden, entsprechend wieder beherrscht und kontrolliert und somit mit Freiheitsberaubung einherkommen, brauchen wir nicht.

    Wir brauchen auch keinen inszinierten Anschlag auf Kryptowährungen um die Menschen mit Angst zu manipulieren sich dagegen zu entscheiden.

    Es stehen noch einige Hürden auf der Bahn und die Bahn wird leider von denen vorbereitet die ich eher als Feind ansehe, statt als unsere Helfer..

    MfG

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Türkische Lira fällt erneut auf Rekordtief – die aktuelle Lage

Redaktion

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Türkei Flagge

Die türkische Lira fällt immer weiter, heute früh auf ein neues Rekordtief. Die Lage ist dramatisch. Bereits letzte Woche Donnerstag rauschte die türkische Währung auf ein erneutes Rekordtief. US-Dollar vs Türkische Lira stieg von 7,80 auf 7,96. Heute früh springt der Wechselkurs erneut. Für einen US-Dollar muss man aktuell 8,03 Lira aufbringen. Der Chart zeigt den Kursverlauf des US-Dollar gegen die Lira in den letzten zwölf Monaten. Die Abwertung läuft immer weiter.

Türkische Lira immer noch enttäuscht nach Zinsentscheid

Erst letzten Donnerstag hatte die türkische Zentralbank bei ihrer Zinsentscheidung den Leitzins unverändert belassen, obwohl der Devisenmarkt eine deutliche Zinsanhebung erwartet hatte, um die Lira-Abwertung zu bekämpfen. Aber nein, der Leitzins bleibt bei 10,25 Prozent. Und so fiel die türkische Währung wie gesagt schlagartig auf ein Rekordtief. Und die Abwertung läuft in diesem dramatischen Tempo nicht nur gegenüber dem US-Dollar, sondern auch dem Euro. Für 1 Euro musste man Anfang letzter Woche noch 9,27 türkische Lira aufbringen – jetzt sind es 9,51 Lira.

Weitere Faktoren für Lira-Schwäche

Die Enttäuschung zum Leitzins wirkt heute noch nach. Zudem teilt Präsident Erdogan derzeit verbal aus gegen den französischen Präsidenten, der den Botschafter aus Ankara zurückrief (hier mehr Details dazu). Außerdem könnte der Raketenstreit der Türkei mit den USA erneut wieder aufflammen. Und da wäre noch der aktuelle Krieg zwischen Armenien und Aserbaidschan, und nicht zu vergessen der Gas-Streit der Türkei mit Zypern. Alles zusammengenommen ein geopolitischer Mix, der dem Devisenmarkt Angst macht, mal ganz abgesehen von der Coronakrise.

Und was letzte Woche noch dazu kam, waren Berichte über die Analysen einer unabhängigen Expertengruppe in der Türkei. Sie will ermittelt haben, dass die tatsächliche Inflation in der Türkei vier Mal so hoch sein soll wie offiziell angegeben. Aber das muss aktuell nicht zu viel Auswirkung auf die türkische Lira haben, sondern wohl eher der Mix der vorher genannten Faktoren. Aktuell scheint keine Besserung in Sicht zu sein.

Chart zeigt Kursverlauf von US-Dollar gegen türkische Lira

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Devisen

Freudige Nachricht für Gold-Anleger, Robert Halver über Aktienmärkte, Ideen zu Pfund und Facebook

Redaktion

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Eine freudige Nachricht für Anleger, die in Gold-Produkte wie ETCs investieren. Bisher waren nämlich Gewinne auf physisches Gold nach 12 Monaten steuerfrei. Jetzt gibt es ein Gerichtsurteil, wonach ein Goldprodukt dem physischen Gold gleichgestellt wurde. Auch hier sind die Gewinne nach 12 Monaten steuerfrei. Dies liegt daran, dass man sich als Anleger bei diesem Produkt (ETC) das Gold auch physisch ausliefern lassen kann. Möglicherweise können Sie sich sogar gezahlte Steuern erstatten lassen. Fragen Sie hierzu Ihren Steuerberater. Manuel Koch geht im folgenden Video auf diesen Sachverhalt ein.

Auch bespricht er mit Robert Halver die aktuelle Lage am Aktienmarkt. Seine Empfehlung: Trotz aktueller Unsicherheiten sollte der Anleger am Ball bleiben und über Aktiensparpläne investieren. Auch bespricht Manuel Koch im Video zwei Handelsempfehlungen der trading house-Börsenakademie. Euro gegen Pfund sei eine Kaufidee über das Vehikel einer Stop-Buy-Order. Die Aktie von Facebook könne man shorten über eine Stop-Sell-Order. Beide Ideen werden im Detail erläutert.

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Aktuell: Türkische Lira fällt schnell und kräftig auf Rekordtief – hier der Grund

Claudio Kummerfeld

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Türkei Flagge

Die türkische Lira fällt seit einigen Minuten schnell und kräftig in den Keller gegen US-Dollar und Euro. US-Dollar gegen Lira steigt seit 13 Uhr von 7,80 auf aktuell 7,97 – ein neues Rekordtief für die Lira. Und der Euro steigt aktuell gegen die türkische Lira von 9,22 auf 9,43 – das ist ebenfalls ein neues Rekordtief für die türkische Währung.

Grund dafür ist die ganz frische Verkündung der türkischen Zentralbank, dass man den Leitzins unverändert bei 10,25 Prozent belässt. Rückblick: Am 24. September hatte die türkische Zentralbank überraschend den Leitzins um 200 Basispunkte angehoben, von 8,25 Prozent auf 10,25 Prozent. Für heute lagen die Markterwartungen bei einer weiteren Anhebung von 175 Basispunkten auf 12 Prozent. Nötig wäre das, um endlich die ständige Abwertung zu stoppen, der sich die türkische Lira seit geraumer Zeit ausgesetzt sieht.

Und dieser erste Zinsschritt vom 24. September schien nicht auszureichen, um am Devisenmarkt eine Kehrtwende für die Lira einzuläuten. Die jetzige Enttäuschung am Devisenmarkt über die ausgebliebene Zinserhöhung bringt die türkische Lira zu diesem schnellen Absturz (im Chart sehen wir den steigenden US-Dollar gegen die Lira in den letzten 30 Tagen – der letzte Aufwärtsbalken zeigt die ganz aktuelle Bewegung).

Chart zeigt US-Dollar gegen türkische Lira in den letzten 30 Tagen

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