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Der kleine Abverkauf ging weiter – erleben wir nach Q1 ein „Sell on News“

Eine Entscheidung steht an. Entweder kommt zum Ende der Quartalssaison ein „Sell on good News“ – oder Schieflagen sorgen für erneute Rally

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Tagelang schlichen sich die Kurse an der Wall Street (Nasdaq und S&P 500) auf neue Höhen, nicht signifikant, aber doch Zuversicht einflößend. Ich habe innerhalb von 3 Wochen mehrfach darauf hingewiesen:  Eine Entscheidung steht an. Entweder kommt zum Ende der Quartalssaison ein „Sell on good News“, da die abgesenkten Prognosen in Summa doch deutlich übertroffen wurden – nicht zu vergessen das Q1-BIP mit 3,2%, welches wieder einmal die Frage nach der Sinnhaftigkeit von teuren Analyseabteilungen aufwirft.

Oder die Hedgefonds und manche „Mutual Funds“ haben eine solche Schieflage, dass sie in den Markt müssen. Vermutlich sind einige in den letzten Tagen doch schon eingestiegen, denn manchmal stiegen die Kurse noch in den letzten Minuten vor Börsenschluss – durch ein bisschen „Smart Money“.

Natürlich hat auch Jerome Powell mit seinem neutralen Ausblick die Hoffnung auf baldiges, noch billigeres Geld zerstoben. Ein Grund für Gewinnmitnahmen, ebenso wie die gestrige Meldung über Schwierigkeiten in der Umsetzung des China-Deals. Kurzum, es wäre eigentlich angerichtet für eine Korrektur der ungestümen Aufwärtsbewegung.

Warum der Dax eine kurzfristige Chance auf eine moderate Gegenbewegung hat, ebenso wie Europa

 

Nicht unangekündigt ist die gegenwärtige Stabilität des Dax. Dafür kann man ein paar Gründe anführen. Ein erster Grund ist die opulente Dividendensaison gerade in den ersten beiden Maiwochen zu nennen. Ein weiteres Argument stellt die niedrigere Bewertung der Dax-Werte im Vergleich zu den USA dar. Dazu kommen Unternehmensmeldungen, wie gestern von VW, aber auch ein Glyphosaturteil der US-Umweltbehörde bei Bayer, die das Rezessionsgespenst etwas vertreiben. Aber es gibt auch ein paar allgemeine Konjunkturdaten für Europa, die ein bisschen Hoffnung aufkommen lassen.

  • Das BIP für die Eurozone für Q1 lag bei 0,4%, auf Jahressicht bei 1,2%, besser als erwartet
  • Italien sprang mit plus 0,2% aus der Rezession
  • Die Arbeitslosigkeit in der EU fiel auf 7,7%, dem niedrigsten Stand seit Jahren
  • Das Ifo-Wirtschaftsklima der EU-Zone stieg von minus 11,1 auf minus 6,3 Punkte. Nicht wegen der Verbesserung der aktuellen Lage, sondern wegen nicht mehr ganz so pessimistischer Aussichten.
  • Die Ifo-Experten erwarten ein Wachstum von 1,3 Prozent für das laufende Jahr.
  • Die Aussichten für das kommende halbe Jahr haben sich in vielen Euroländern aufgehellt, am deutlichsten  in Frankreich, Belgien und Griechenland, aber auch in Deutschland, Italien und Spanien.

 

Speziell für Deutschland sind die Industriedaten laut Erhebung von Markit noch grottenschlecht – bei der aktuellen Umfrage bei 500 Firmen stieg der Einkaufsmanagerindex um 0,3% auf äußerst magere 44,4 Punkte. Damit hat der Index aber zum ersten Mal seit neun Monaten zugelegt. Ob dies bereits die Talsohle ist, bleibt abzuwarten.

Was ist fast vergessen hätte zu erwähnen, ist die schon längere Zeit andauernde Dollarstärke, respektive Euroschwäche, die den Exportwerten wieder etwas „windfall profits“ einspielen könnte.

 

Fazit

Alles neu macht der Mai. Es ist wirklich spannend, welcher der benannten Punkte verantwortlich für den Pendelausschlag sein wird – nach unten oder vielleicht doch nochmal nach oben. Ein „Weiter so“ dürfte es nach meiner Einschätzung nicht geben, mit nur kleinen Kursschwankungen etwas unterhalb der US-Allzeithochs.

 

By Arnoldius – Own work, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=5716840

8 Kommentare

8 Comments

  1. Avatar

    Prognostiker

    3. Mai 2019 11:51 at 11:51

    Spätestens am Mai Verfall in zwei Wochen ist Schluss mit lustig.Das provozierte AZH beim S&P fand schon keine Anschlusskäufe u.war eine Eintagsfliege.
    Permabullen mit grossen Anlagen könnten schon einmal Gewinne mitnehmen oder absichern u.als Denkanstoss den Chart von Dez.2018 anschauen.

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    Marko

    3. Mai 2019 14:12 at 14:12

    Also Wolfgang,

    das hier ist eine ganz tolle Analyse von Dir, ja !

    Schau mal, das sell-May-and-go-away „wir kassieren noch ein paar Dividenden“, danach ab in den Sommerurlaub, September /Oktober kommen wir zurück, das wäre doch das „übliche Muster“, machen wir uns da nix vor ?

    Nur der Markt, wir Menschen, sind nicht „üblich“ sind nicht berechenbar, oder, der Markt sowieso nicht ?

    Wenn dem so sein sollte, schalte ich meine Algos-auf den üblichen „Sell-in-May“-Modus und gut ist ?

    Das könnte man schon machen, nur teuer könnte es schon werden für die Hedge-Fonds, Big Boys usw? Und bitte bedenkt doch die Sondersituation, Brexit, Niedrigzinsen / EZB usw…

    Herr Powell hat richtig reagiert, nämlich gar nicht.

    Der Hauptpunkt ist der, dass zwischen den Amis und Europa Bewertungsdifferenzen bestehen (sowohl auf den Aktien- und den Anleihemarkt bezogen). Die FED hat durchaus richtig reagiert mit Ihren Zinserhöhungen, nur : das wird erstmal vorbei sein, Zinssenkungen der FED wird es wohl auch nicht geben. Der Markt steht (derzeit) auf „Standstill“.

    Abwarten, bis die EZB reagiert.

    Na ja, da gibt es wohl ein paar „Gold-Fans“, die auf ein Wiedererwachen des Goldes hoffen, – geht doch long.

    Wenn Ihr den „abnormalen“ Anstieg des Aktienmarktes seit 2008 meint, ja, mag sein, nur dann muss ich den „abnormalen“ Anstieg des Anleihemarktes genauso erwähnen. Das damals war eine „Finanzmarktwelt-Krise“ und beide Notenbanken haben dies ganz gut gelöst ?

    Eine „Auflösung“ dieses Druckes wird es wohl nur dann geben, sollte die EZB sagen : Lehman, bzw. die ganze Lehman-Krise ist vorbei…

    Und dann würde die Vola in den Markt wieder „reinkommen“…

    Aber : Wenn Ihr meint, Mitte Mai short gehen zu wollen….

  3. Avatar

    Allergiker

    3. Mai 2019 14:33 at 14:33

    @ Marko, hast du noch nicht gemerkt ,dass dein tausendfach wiederholter Sch…. überhaupt niemand mehr hören möchte.

  4. Avatar

    Roberto

    3. Mai 2019 14:51 at 14:51

    …das schlimme ist ja nicht nur der Inhalt den Marko von sich gibt, sondern die Schreibweise mit den völlig falschen Zeichensetzungen die einem Leser Kopfschmerzen bereiten. Ich will seine Texte daher gar nicht lesen.

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    Ranzentier

    3. Mai 2019 16:43 at 16:43

    …ich gebe zu das die Situation für Bären schwer auszuhalten ist und die doch etwas höhnisch anmutenden Kommentare von Marko ab und an weh tun, aber er hat grds. Recht in der Gesamtaussage, dass es ein Bullenmarkt ist und man eigentlich die Bullenwelle mitreiten muss, so lange sie läuft…die amerikanischen Banken werden die Kurse dorthin bewegen, bis auch der letzte Shortie aufgeben muss und erst dann wird das hier oft angesprochene Szenario eintreffen, aber eben erst dann…

  6. Avatar

    Roberto

    3. Mai 2019 18:26 at 18:26

    @ Ranzentier. Das ist ja gar nicht das Problem das die Märkte steigen. Da kann man sich ja entsprechend positionieren oder absichern. Es geht vielmehr darum WIE dieser Marko schreibt und das es ziemlich anstrengend ist ständig die gleichen Sätze zu lesen.

    • Avatar

      Michael

      3. Mai 2019 21:59 at 21:59

      @Roberto, wer im Glashaus sitzt, sollte nicht mit Steinen werfen…

      Alleine in Ihrem kurzen Kommentar finden sich sechs Rechtschreib- oder Grammatikfehler. Und auch inhaltlich sind Ihre Beiträge gleichbleibend und ermüdend.

      Wieso lesen und kommentieren Sie den Schwachsinn von @Marko, wenn ohnehin jeder weiß, dass ein inhaltsleerer Troll dahinter steckt? Beantworten Sie doch lieber meine Fragen, von denen Sie sich seit einiger Zeit mit eingekniffenem Schwanz distanziert haben, weil Ihnen offenbar die Argumente fehlen.

  7. Avatar

    Therapeut

    3. Mai 2019 20:39 at 20:39

    @ Ranzentier, u.zudem ,da er hauptsächlich vom DAX redet hat er eben nicht Recht.Der DAX ist von 13600 auf 10200 gefallen u.ist erst in den letzten Monaten wieder gestiegen. Während der ganzen Baisse hat er die Bären verhöhnt. Ich bin nach mehreren Aufregern so weit, dass ich ihn eher bedauere.

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Wall Street vor US-Wahlen: Was machen die Aktienmärkte?

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Durch den Anstieg bis über den Widerstand bei 3.494 Punkten (0.76-Retracement) konnte der marktbreiteste Index der Wall Street, der S&P 500, die jüngste Prognose exakt nachvollziehen. Die an den letzten Tagen angelaufene Korrektur verfügt noch nicht über die in Erwartung gestellte Ausdehnung. Hierüber ist indes noch nicht das letzte Wort gesprochen, wenngleich eine Dramatisierung der Ausgangslage nicht zu erwarten ist. Die jüngsten Bewegungen stellen die erste Phase einer größeren Bodenbildungsphase dar. Im Chart habe ich diese Option lediglich angedeutet.

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Ausblick für den S&P 500, den Leitindex S&P 500:

Hervorgerufen durch das mehrfache Überschreiten des 0.76-Retracements (3.494 Punkte) konnte der S&P 500 die erste Unterwelle (i) der übergeordneten Welle (C; nicht dargestellt) ausbilden. Der regelkonforme Abschluss dieser Welle ist noch ausstehend, denn erst durch eine Korrektur (ii), wie diese im Chart dargestellt ist, würde dieser Schritt begangen. Resultierend daraus ist für die sich anschließenden Tage von einem schwächelnden Chartverlauf der Wall Street insgesamt auszugehen. Mit dem Anlauf an das 0.76-Retracement (3.286 Punkte) habe ich im Chart das maximale Ausmaß dieser Korrektur dargestellt.

Der Leitindex der Wall Street, der S&P 500

Aller Voraussicht nach wird sich der Trendverlauf bei Weitem nicht so massiv einstellen. Im Umkehrschluss sollte ein Bruch dieser Supportline vermieden werden, um das beschriebene Szenario nicht in Erklärungsnöte zu versetzen. Das endgültige Aus, für den seit Monaten laufenden Aufwärtstrend, würde indes erste ein eventueller Bruch des 1.62-Retracements (3.178 Punkte) in die Wege leiten.

Fazit:

Die momentane Verfassung präsentiert sich vielleicht etwas schlechter, als es gerechtfertigt wäre. Ein erneutes Signal ist noch nicht in Sichtweite..

Dow Jones, der älteste Index der Wall Street:

Der dienstälteste Aktienindex der Wall Street, ja sogar der Welt konnte mit der Performance, welche sich an den zurückliegenden beiden Wochen eingestellt hat, die jüngste Prognose hinreichend genau nachvollziehen. Dadurch bestärkt, habe ich das bisherige Szenario unverändert belassen und lediglich der aktuellen Entwicklung Rechnung tragend, Anpassungen vorgenommen. Dennoch sollte der Index mit Argusaugen betrachtet werden, denn die aktuelle Konstellation deutet nicht darauf hin, dass eine neue weittragende Rallye unmittelbar bevorsteht. Die Charts zeigen das.

Ausblick für den Dow Jones:

Der Schlusskurs des Dow Jones über 28.547 Punkte (0.76-Retracement) verleiht dem aktuellen Geschehen einen positiven Ausblick, sodass die Titulierung mit Welle (1) durchaus zu rechtfertigen ist. Die aktuell laufende Korrektur dient demzufolge der Ausbildung der ultimativen Welle (2). Mit dem 0.76-Retracement (27.089 Punkte) liegt die maximale Grenzlinie für Welle (2) in überbrückbarer Entfernung, wenngleich eine „2“ diese Linie nur relativ selten anläuft. Die Performance der folgenden Tage wird sich daher im Zeichen der Korrektur darstellen.

Der Dow Jones, der älteste Index der Wall Street

Eine stärkere Ausbildung der Korrektur, hin zu einer regelverletzenden Bewegung, ist dennoch nicht zu erwarten. Nach Abschluss von Welle (2) wird sich der Dow Jones wie auch die anderen Indizes der Wall Street wieder emporschrauben können und aller Voraussicht nach zu einem neuen Allzeithoch führen. Der Startschuss für diese Rally fällt mit einem erneuten Überschreiten der 0.76-Linie (28.547 Punkte) und kann eine hohe Dynamik zur Folge haben. Größere Gefahren würde sich erst unterhalb der 0.76-Linie (27.089 Pkt.) einstellen.

Fazit:

Die aktuelle Verfassung lässt auf eine Fortsetzung des seit März laufenden Aufwärtstrends der Wall Street schließen. Dennoch bleiben Unsicherheiten, welche auch eine seitliche Performance begünstigen..

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Rüdiger Born

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