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Devisen

Der Markt lebt… USDRUB jetzt schon über 72, Öl schmiert ab

Redaktion

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FMW-Redaktion

Endlich mal was los zwischen den Tagen. Wenn auch bei kleinen Umsätzen: Aktuell kostet 1 US-Dollar mehr als 72 Rubel – das ist der niedrigste Stand für den Rubel seit Dezember 2014, als die Spekulation gegen den Rubel brutal übertrieben wurde und er blitzschnell absackte auf 78 Rubel für 1 Dollar. Anders als vor einem Jahr verläuft diese Bewegung  jetzt aber kontinuierlich über Wochen und Monate, und ist damit viel nachhaltiger. Neben Ukraine-Konflikt und Sanktionen drückt heute auch die Illiquidität und vor allem der Ölpreis kräftig gegen den Rubel, denn der fällt seit heute früh um 1,3 Dollar von 38,10 auf jetzt unter 37 (Brent und WTI identisch).

USDRUB 28
US-Dollar gegen den russischen Rubel steigt immer weiter (Rubel wertet ab). Chart seit Ende 2013.

USDRUB 28 02
USDRUB seit letzten Dienstag. Heute geht´s weiter nach oben.

Ölpreis 28
Und hier der Auslöser. Öl schmiert gerade gut ab.

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Devisen

Türkische Lira: Neues Rekordtief – kein Ende in Sicht?

Redaktion

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Türkei Flagge

Die türkische Lira fällt aktuell gegen den US-Dollar auf ein neues Rekordtief. Ist kein Ende in Sicht? Es gibt an den Aktienmärkten den Spruch „Die Hausse nährt die Hausse“. Die Rallye wird immer weiter verstärkt durch immer neue Spekulanten, die auf den fahrenden Zug aufspringen und auch kaufen. Beim derzeitigen Lira-Absturz könnte dies zu einem guten Teil auch zutreffen. Je weiter die türkische Lira fällt, desto mehr Short-Spekulanten springen auf den Zug auf.

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Türkische Lira auf dem Weg nach unten nicht zu halten?

Anfang der Woche hatten wir die Gründe für die immer weiter fallende türkische Lira bereits besprochen. Leitzinsen deutlich tiefer als die Inflationsrate, ein Präsident auf Konfrontationskurs im Mittelmeer in Sachen Gas-Bohrungen, zunehmend mehr politische Einflussnahme auf die Zentralbank uvm. Nach mehreren Höchstständen des US-Dollar gegen die Lira bei 7,35 diese Woche liegt der Wechselkurs jetzt auf Rekordhoch bei 7,37. Im Chart sieht man den USDTRY-Kursverlauf in den letzten zwölf Monaten. Auch Euro vs Lira liegt aktuell mit 8,71 direkt am Rekordhoch!

Solange die türkische Zentralbank nicht den großen Schritt einer Zinsanhebung macht, wird sich wohl kaum etwas ändern an der Lira-Schwäche. Denn Präsident Erdogan wünscht keine steigenden Zinsen. Ganz im Gegenteil! Auch müsste grundsätzlich das Vertrauen in ihre Unabhängigkeit gestärkt werden, aber dank der politischen Einflussnahme sieht es nicht danach aus.

Aktualität

Aktuell wird der Verfall der Lira noch durch verschiedene Entwicklungen verschärft. Denn oft ist es so: Versucht eine Institution einen Preisverfall durch künstliche Eingriffe zu begrenzen, bekommen die Menschen noch mehr Panik, und der Preisverfall beschleunigt sich. So auch diesem Fall? So gibt es aktuell Berichte (siehe hier FAZ), dass türkische Banken wegen des Kursverfalls der Lira inzwischen damit begonnen haben, Gebühren für Barabhebungen ausländischer Devisen zu verlangen. Alle Institute würden dem wahrscheinlich folgen. Versucht man so etwas die Bürger davon abzuhalten, sich Geld in ausländischer Währung auszahlen zu lassen?

Und gerade erst bot die Zentralbank in Ankara heimischen Geschäftsbanken teurere Finanzierungen an, in einem neuen Versuch den Rückgang der Lira zu stoppen, ohne den Leitzinssatz erhöhen zu müssen. Die Zentralbank führte am Donnerstag eine einmonatige Repo-Auktion über 20 Milliarden türkische Lira durch (2,7 Milliarden US-Dollar). Der durchschnittliche einfache Zinssatz für Kreditgeber, die Mittel erhielten, lag bei 10,96 Prozent. Das sind satte 271 Basispunkte mehr als die Benchmark der Zentralbank. Da die Bereitstellung von Liquidität zu ihrem günstigsten Zinssatz von 8,25 Prozent eingestellt wurde, indem in der vergangenen Woche einwöchige Repo-Auktionen aussetzt wurden, nahmen türkische Banken die Lira benötigten, an dieser Auktion teil und trieben mit ihren Geboten die Kosten in die Höhe.

Wie geht es weiter?

Spekulation, zu niedrige Zinsen, ein grundsätzlicher Vertrauensverlust, fehlende Touristen in der Türkei und stark schwindende Devisenreserven bilden einen Mix, der für die türkische Lira alles andere als gut ist. Es scheint zumindest derzeit so, als könne die Abwertung der Lira so weitergehen. Aber bekanntlich sind solche Szenarien ja nie dauerhaft in Stein gemeißelt.

Chart zeigt Kursverlauf von US-Dollar gegen Türkische Lira

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Devisen

US-Dollar gegen Euro, Yen und Pfund – was ist zu erwarten?

Redaktion

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Obwohl die Devisenmärkte in den vergangenen Wochen einen kontinuierlichen Rückgang des US-Dollar verzeichneten, konnte der Greenback zuletzt wieder zulegen. Zuvor allerdings war der US-Dollar sieben Wochen in Folge gefallen.

Im Vergleich zu einem Korb von Währungen (Dollar-Index) schien die Performance des Dollar etwas stärker zu sein. Das am meisten gehandelte Devisenpaar, der Euro-Dollar, ist weiter gestiegen und markierte letzte Woche sogar ein Zweijahreshoch bei $1,1915. Dies hat sich nun als eine wichtige Widerstandsmarke erwiesen, mit einer Unterstützung bei etwa $1,1700-1,1720.

David Jones, chief market strategist bei capital.com, blickt auf Euro-Dollar, Dollar-Yen und Euro-Pfund – und zeigt seine konkrete Strategie, wie man diese Märkte nun handeln könnte:

Kommt nach dem Abverkauf eine Erholung beim US-Dollar?

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Devisen

Türkische Lira: Absturz geht weiter, neues Rekordtief gegen US-Dollar

Redaktion

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Türkei Flagge

Die türkische Lira notiert aktuell nicht nur mit einem neuen Rekordtief gegenüber dem Euro, sondern jetzt auch gegenüber dem US-Dollar. Die offenbar wochenlangen Interventionen von türkischen Geschäftsbanken vor allem bei US-Dollar gegen die türkische Landeswährung sind somit offenkundig erfolglos blieben. Die Devisenreserven schmelzen, was am Devisenmarkt für noch mehr Unsicherheit gegenüber der Türkei sorgt. Während der Euro gegen die türkische Lira letzte Woche bereits mehrere neue Rekordstände erreichte, notiert sie aktuell mit einem Wechselkurs von 8,60 fast am Hochpunkt. Bei US-Dollar vs TRY gab es im Mai bei 7,26 den Hochpunkt, der nun auch überschritten wurde mit einem aktuellen Wechselkurs von 7,32!

Die Gründe für diese Entwicklung hatten wir schon letzte Woche besprochen. Leitzinsen deutlich tiefer als die Inflationsrate, ein Präsident auf Konfrontationskurs im Mittelmeer in Sachen Gas-Bohrungen, zunehmend mehr politische Einflussnahme auf die Zentralbank uvm. Die Zentralbanker wollen vielleicht die Zinsen anheben? Aber es geht nicht. Präsident Erdogan will möglichst niedrige Zinsen, damit die Geschäftsbanken Wirtschaft und Verbraucher mit billigem Geld versorgen können. Und so ist der Weg für eine weiter fallende türkische Lira frei. Jüngst hat Goldman Sachs eine Prognose für die Lira erneuert. Für die zeitlichen Ziele 3, 6 und 12 Monate hat Goldman für US-Dollar vs Türkische Lira die Kursziele erhöht (Lira-Abwertung) von bislang 7, 7,50 und 8 auf jetzt 7,75, 8 und 8,25.

Was kann die türkische Lira retten?

Nun ja, Präsident Erdogan könnte die Zentralbank in Ankara aus dem politischen Würgegriff entlassen. Dann könnte/würde sie vermutlich den Leitzins anheben. Aber Erdogan wird das nicht tun. Auch könnte die Türkei Hilfe des Internationalen Währungsfonds (IWF) in Anspruch nehmen, was die türkische Lira wohl stützen würde. Aber erstens wäre die Türkei dann Vorgaben des IWF unterworfen in Sachen Reformen. Und zweitens: Für Präsident Erdogan wäre diese Hilfe von außen wohl ein deftiger Gesichtsverlust, was er sich nicht antun möchte. Man kann es auch relativ einfach formulieren. Die türkische Lira ist derzeit einfach ein leichtes Opfer für die Spekulanten am Devisenmarkt. Es gibt gute fundamentale Gründe die Lira zu shorten, und die Spekulanten springen auf den Zug auf. Der folgende Chart zeigt US-Dollar vs Lira im Verlauf der letzten zwei Jahre.

Chart zeigt US-Dollar vs Lira im Kursverlauf seit 2018

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