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Devisen

Der Mythos von den chinesischen Reserven als Waffe im Handelskrieg gegen die USA

Hat China mit seinen US-Dollar-Reserven ein Druckmittel gegen die USA in der Hand?

Redaktion

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Ein Gastbeitrag von Thomas Müller

Spätestens seit der Handelskrieg die Wirtschaftsschlagzeilen dominiert, wird auch in seriösen Medien immer wieder diskutiert, ob nicht China mit seinen US-Dollar-Reserven ein Druckmittel gegen die USA in der Hand hat. In den einschlägigen Internetforen wird sogar schon seit vielen Jahren behauptet, China könnte die USA praktisch jederzeit in die Pleite schicken.

Tatsächlich ist China mit einem Bestand von ca. 1,2 Mrd. USD der größte ausländische Gläubiger der USA. Wieviel US-Staatsanleihen China genau hält, ist nicht 100% klar. Denn von den US-Behörden wird nur registriert, wo von gekauft wird. Die aus China heraus gekauften Volumina sind sicherlich auch China zuzurechnen. Möglicherweise kauft China aber auch noch über weitere Kanäle, so dass der Bestand etwas größer ist, als angenommen. Ob 50 Mrd. oder auch 100 Mrd. spielt aber keine so große Rolle. Die auf den ersten Blick so große Zahl schrumpft schnell zusammen, wenn sie ins Verhältnis gesetzt wird zu den gesamten öffentlichen Schulden der USA von rund 21 Bio. USD. China hält also 5,5% bis 6% der US-Staatsschulden – nicht wenig, aber auch nicht dramatisch viel. Die Zahl relativiert sich noch weiter, wenn man berücksichtigt, dass die Fed zurzeit noch 2,36 Bio. USD an US-Staatsanleihen hält, also in etwa doppelt so viel wie China.

Wichtiger noch aber als das Volumen ist die Veränderung. Seit Herbst 2010 ist der chinesische Bestand an US-Staatsanleihen sehr stabil. Zumindest über den Kauf von Staatsanleihen finanziert China seitdem keinen US-Konsum mehr. Insgesamt sind die Reserven noch bis Mitte 2014 weiter gestiegen, wobei nicht genau bekannt ist, wie sich diese zusammensetzen. Gemäß der US-Daten handelt es sich bei den restlichen Reserven aber nur noch um rund 400 Mrd. USD an US-Wertpapieren und auch hier ist das Volumen seit vielen Jahren recht stabil.


Chinesische Devisenreserven und Bestand an US-Staatsanleihen (in Mrd. USD)

Von den eher kleineren Schwankungen abgesehen hat China damit aus Kapitalmarktperspektive seit 2010 für die USA die gleiche Bedeutung als würde China gar keine US-Wertpapiere halten. Gut, das ist nicht ganz fair. Einen Bestand von Null könnte man nicht verkaufen, einen Bestand von über 1 Bio. USD schon und natürlich hätte das Auswirkungen auf den Markt – zumindest solange bis der Bestand komplett verkauft wäre.

Wenn China seine Bestände nun tatsächlich zügig abbauen wollte, gibt es zwei Extremvarianten: Die USA greifen gar nicht ein und überlassen die Reaktion dem Markt. Oder aber die Fed greift massiv ein und kauft praktisch 1:1, was China verkauft. Im zweiten Fall würde die Fed am Ende statt 2,3 Bio. rund 3,4 Bio. USD Staatsanleihen halten, China hätte einfach niedrig verzinsliche Staatsanleihen gegen unverzinsliches Cash getauscht und aus Sicht der US-Regierung wurde ein staatlich-institutioneller Investor durch einen anderen ersetzt, wobei der neue Investor seine Gewinne auch noch an das Finanzministerium überweist.

Klingt für die USA nicht besonders problematisch. Im ersten Fall, ohne Einschreiten der Fed, würden die Zinsen in den USA sicherlich steigen. Die entscheidenden Fragen sind, wie stark der Zinsanstieg ist und wie lange er anhält. Die Durchschnittslaufzeit von US-(Bundes-)Staatsanleihen beträgt 5,73 Jahre. Bei einem ausstehenden Volumen von 17,1 Bio USD (nur Bund, ohne Bundesstaaten und Städte) werden also ohnehin im Jahr fast 3 Bio. USD refinanziert; dazu kommt noch der Anstieg der Schulden von rund 1 Bio. USD. Selbst wenn China die Anleihen also sehr zügig verkaufen wollte, würde sich das Angebot lediglich um rund 25% erhöhen, bei einem planmäßigen Verkauf über zwei Jahre lediglich um 12,5%. Sobald der Bestand abverkauft ist, sollten die Zinsen dann aber auch wieder auf das vorherige Niveau fallen. Letztlich gilt, je schneller der Abverkauf, desto stärker der Zinsanstieg, aber umso kleiner der Anteil der vom Zinsanstieg betroffenen Schulden. Auch bei einem sehr kräftigen Zinsanstieg ist somit extrem unwahrscheinlich, dass die Zinsbelastung für den Staat auch nur annähernd auf das Niveau der späten 1980er und 1990er Jahre steigt.


Quelle: Office of Management and Budget (Grafik durch anklicken vergrößern)

Auf der anderen Seite würde der CNY gegenüber dem USD (und auch gegenüber dem Euro) aufwerten, was schlecht wäre für die chinesische Wirtschaft und gut für die USA und Europa – und am Ende hätte China wieder Staatsanleihen gegen Cash getauscht, aber die US-Dollar-Reserven lediglich um die Verkaufsverluste reduziert. Auch das klingt nicht sonderlich attraktiv für China und relativ wenig gefährlich für die USA. Sollte China wirklich die Bestände verkaufen, würde die Fed wohl einen Mittelweg bestreiten und einen gewissen Zinsanstieg zulassen. Allerdings sollten wir den Chinesen auch keine Dummheit unterstellen. Den Verantwortlichen wird bewusst sein, dass ihre Druckmöglichkeiten auf die USA über die Staatsanleihen sehr begrenzt sind und ein Verkauf mit nicht unerheblichen Risiken verbunden ist.

 

 

Beispielfoto eines chinesischen Containerschiffs. Foto: Keith Skipper (CC BY-SA 2.0)

17 Kommentare

17 Comments

  1. Avatar

    Andreas

    20. Juli 2018 12:13 at 12:13

    Obwohl wir uns des öfteren Raufen, Herr Thomas Müller ™, muss ich zugeben, ihr Artikel ist ein Kompliment wert und vor allem Glaubwürdig sowie logisch erklärt.

  2. Avatar

    frank

    20. Juli 2018 13:58 at 13:58

    Und genau deshalb hat Trump den Handelskrieg gestartet und gesagt man könne diesen leicht gewinnen. Die USA sitzen am längeren Hebel u. deshalb wird sie auch als Sieger hervor gehen.

    • Avatar

      tm

      20. Juli 2018 14:30 at 14:30

      Ob am längeren Hebel weiß ich nicht – die USA müssen nur keine Angst aufgrund der Schulden bei China zu haben. Ich würde eher davon ausgehen, dass alle Seiten in einem Handelskrieg verlieren. Oder wie würde denn ein Sieg aussehen?

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    Hans

    20. Juli 2018 14:17 at 14:17

    Die Chinesen haben über Jahre Mrd über Mrd auch mit illegalen Mitteln aus China ins Ausland geschafft. Dazu haben sich die Chinesischen Konzerne mit teils obskuren Auslands Investments im Ausland stark verschuldet. Den enormen Chinesischen Reserven werden enorme Chinesische US Dollar Schulden gegenüber stehen! Mit Trump Zöllen fließen weniger US Dollar nach China, mit denen auch die US Dollar Schulden bedient werden könnten. Trump könnte mit seinen Zöllen eine Chinesische Verschuldungskrise auslösen, die die Weltwirtschaft hart treffen wird. Die US Wirtschaft wird das sicher dann auch sehr hart treffen. Trump spielt eine Spiel mit sehr hohen Einsätzen und mit vielen Unbekannten.

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    Wolfgang M.

    20. Juli 2018 15:04 at 15:04

    Ich bin etwas verwirrt. Handelt es sich bei @tm, alias Thomas Müller, um den Gründer der TM Börsenverlag AG, den Buchautor, Aktienbrief-Herausgeber u.V.m. aus Rosenheim?

    • Avatar

      tm

      20. Juli 2018 15:44 at 15:44

      Nicht dass ich wüsste :-)

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    Wolfgang M.

    20. Juli 2018 16:23 at 16:23

    Sorry und danke für die Aufklärung. Ihre fakten- und statistikbasierte Analytik, in Verbindung mit Börsenoptimismus, erinnerte mich an den Rosenheimer Börsenbuchautor Thomas Müller.
    Nix für ungut. Gruß

    • Avatar

      tm

      20. Juli 2018 16:36 at 16:36

      Danke – ich bin nur gar nicht so optimistisch für die Börse. Ich sage lediglich, dass die Kennziffern basierend auf den Fundamentaldaten keine massive Übertreibung anzeigen. Da ich aber in der nicht allzufernen Zukunft – sprich innerhalb der kommenden zwei Jahre – eine deutliche Verschlechterung der Weltkonjunktur und damit auch der Fundamentaldaten erwarte, sollte sich auch die Börse früher oder später abschwächen.

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    Petkov

    20. Juli 2018 21:19 at 21:19

    @tm: Jeder, der einen Fachartikel verfasst und ihn mit der Allgemeinheit teilt, verdient Respekt und sogar Dankbarkeit. Beides bringe ich dir entgegen.
    Und damit dein Artikel noch mehr Sinn macht, zeige ich dir auch die Denkfehler, die du gemacht hast, auf. Nicht, um dich zu ärgern, sondern aus dem gleichen Grund, aus dem du ständig die Tippfehler in den Artikeln der FMW-Redaktion anprangerst: weil du eigentlich Recht hast und dich nicht zurückhalten willst :-)

    Deine Argumentation ist rein zahlenbasiert und sicherlich einwandfrei recherchiert. Aber genau das ist das größte Problem der Statistikfreaks: die nackten Zahlen können die psychologischen Multiplikatoren bzw. die ausgelösten Kettenreaktionen kaum berücksichtigen. Es gibt Situationen, da kommen die absoluten Zahlen und erst recht die Durchschnitte hart an ihre Grenzen. Wenn dein ganzes Hab und Gut ein unversichertes Häuschen an einem großen Fluss ist, kümmert dich nicht die Bohne, dass der Strom im Durchschnitt ganz zahm ist. Die Psychologie macht keinen Halt vor Zahlen. Und die Natur kennt sie nicht mal.

    Also sollte das ausgewogene Fazit deines Artikels lauten: selbstverständlich haben die Chinesen ein großes Druckmittel gegen die Amis und werden es wahrscheinlich auch nutzen. Doch in nackten Zahlen und rational betrachtet, ist die Druckmöglichkeit eher weniger dramatisch.

    Sooo, und bevor du dich wieder echauffierst, warum ich dich duze: naja, die Sie-Form verliert zusehends an Bedeutung. Auch im Businessalltag und insbesondere im Internet. Trotzdem lehne ich sie nicht komplett ab. Ich sieze z.B. Herrn Fugmann und auch den großen Lossless, den du angeblich nicht kennst. Herrn Fugmann einfach, weil er ein ganz besonderer Journalist ist und Lossless, weil er… einfach menschlich groß ist. Er bewegt viel Geld, aber du vielleicht sogar noch mehr. Möglich ist es, spielt aber keine Rolle. In seiner Liga spielst du trotzdem nicht, denn er hat einfach die deutlich komplettere Persönlichkeit, was mir sehr imponiert. Ähnliches gilt für Wolfgang M. und natürlich auch für den einzigartigen Segler (den ich jedoch mittlerweile doch duze)…

    Das heißt jetzt nicht, dass ich dich geringschätze, im Gegenteil. Aber wenn du in Internetforen unterwegs bist, musst du dich eigentlich an das Du gewöhnen. Du weißt schon: Life is a pain.

    • Avatar

      Michael

      20. Juli 2018 23:19 at 23:19

      @Petkov, Was soll denn das nun wieder heißen:
      Sooo, und bevor du dich wieder echauffierst, warum ich dich duze: naja, die Sie-Form verliert zusehends an Bedeutung. Auch im Businessalltag und insbesondere im Internet. Trotzdem lehne ich sie nicht komplett ab. Ich sieze z.B. Herrn Fugmann und auch den großen Lossless, den du angeblich nicht kennst. Herrn Fugmann einfach, weil er ein ganz besonderer Journalist ist und Lossless, weil er… einfach menschlich groß ist. Er bewegt viel Geld, aber du vielleicht sogar noch mehr. Möglich ist es, spielt aber keine Rolle.
      Sie siezen jemanden, weil er dir menschlich groß erscheint. Du duzt jemanden, weil er Ihnen menschlich zu klein ist. Haben du ;) schon wieder ein umfassendes Profil über einen Menschen erstellt?
      Wenn @tm gesiezt werden will (was er übrigens nur bezüglich eines einzigen Kommentars gegenüber geäußert hat), dann sollte man das als zivilisierter Mensch respektieren.

      Ihre lebhafte, allegorische Ausdrucksweise, deine Eloquenz und erfreulich wenig fehlerbehaftete Rechtschreibung sollen nicht über Ihre überhebliche Art und und Weise hinwegtäuschen, wie du dich über Mitmenschen äußerst. Und so, wie hier geäußert, ist das unterstes Niveau: Jemanden zu sagen, dass man ihn nicht siezen kann, weil andere menschlich größer erscheinen und in einer anderen Liga spielen, nun ja…

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    Lars

    21. Juli 2018 01:04 at 01:04

    @Petkov: Sie maßen sich an, Menschen in Ligen zu unterteilen? Sie beurteilen, wer wo spielt? Wen Sie siezen oder duzen dürfen, aufgrund Ihrer großen Menschenkenntnis?
    Ihr Kommentar trieft vor übersteigertem Selbstbewusstsein, vor Egomanie und Narzissmus. Und bezieht natürlich andere, unbeteiligte Menschen als Argument für Ihr egozentrisches Weltbild mit ein:
    Der unbestritten „einzigartige Segler“ zeigt doch beispielsweise auch ganz offensichtlich menschliche, sympathische Charakter“schwächen“, die seine „deutlich komplettere Persönlichkeit“ relativieren und ihn weiterhin als normalen Menschen erscheinen lassen: Er ist schnell beleidigt und scheut Konflikte. Was ihn ja eigentlich weniger „komplett“ machen dürfte, obwohl ihn das in meiner Einschätzung deutlich menschlicher macht.

    Sie ziehen hier anscheinend eine vollkommen abgehobene Nummer durch, über alles erhaben. Sie dürfen und können andere Menschen einordnen in „menschlich groß, mittel und klein“. Sie zeigen uns allen, wer mit du oder Sie angesprochen werden darf, wer in welcher Liga spielt?

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    Steven

    21. Juli 2018 08:15 at 08:15

    Aha.
    Soso.
    Interessant.

    Wenn ich die Schulden, die ich bei der Bank (Ausland)
    zurück kaufe und mein Dispo( Konto minus) um 25% steigt ist das also kein Problem??!?

    Warum machen das dann nicht alle Länder so?? Einfach die Schulden auf die eigene Kappe nehmen?
    Sind doch nur 25% bzw .12%

    …und ein Gewinn winkt dann auch noch. Phänomenal.

    Selten so ein bullshit gelesen!

    Völlig ignoriert wird in diesem Artikel:
    – Fed=US Politik,=US Staat,= US Wirtschaft. Am Ende gehört es zusammen, auch mit der formalen Trennung.
    – wenn China 10% auf den Markt wirft, würden das augenblicklich alle Anderen auch tun
    – die Zinsen würden explodieren, die Wirtschaft implodieren
    – ausser der FED gäbe es (dann) gar keine Käufer für diese Schrottpapiere
    – geschmeidige 4 bio Dollar Staatsschulden ausklammern ist auch ein toller Trick. USA=21bio$ nicht 17!
    – ein seit 8 j gleichbleibender Bestand an Anleihen in Relation zur wachsenden chinesischen Wirtschaft, ist defacto ein sinkender Bestand.Das ist schon bemerkenswert wenn es grade noch der größte Gläubiger ist.

    „Gut, das ist nicht ganz fair“ …aber das sollte dieser Artikel wohl auch nicht sein .

    Weniger Gastbeiträge haben auch ihren Vorteil.

    • Avatar

      tm

      23. Juli 2018 09:07 at 09:07

      Ich hab die Graphik ja eingebunden: Zur Zeit zahlt die US-Bundesregierung auf ihre Schulden Zinse in Höhe von 2% des BIPs, bei einem Anstieg um 25% also in Höhe von 2,5% des BIPs und damit weit weniger als noch in den 1990er Jahren. Und nein, nicht Ihr Dispo steigt um 25% – der erhöht sich gar nicht.

      Alos China kann keine 10% auf den Markt werfen, weil China keine 10% hält. Und wieso sollten die anderen (wer?) das dann nachmachen?

      Weshalb sollten die Zinsen explodieren, wenn das Anleiheangebot ein wenig steigt?

      Ich klammer nicht aus – ich erwähne ja extra, dass die Zahlen auf den Bundesschulden basieren. Wenn wir auf die gesamten Staatsschulden rechnen, relativiert sich der chinesische Anteil aber noch weiter…

      Inwiefern sind US-Staatsanleihen aus Ihrer Sicht „Schrottpapiere“? Und wieso sollte es keien Käufer mehr geben, wenn China den Bestand abbaut?

      Ein absolut gleicher Bestand, wie ich ja auch gezeigt habe – und ja, sinkend im Verhältnis zum BIP. Worauf wollen Sie hinaus?

  9. Avatar

    Altbär

    21. Juli 2018 10:43 at 10:43

    @ Steven, dem könnte ich beipflichten. Stark vereinfacht bringt doch dieser Kommentar zum Ausdruck, dass Zinsen/ Anleihen für immer manipuliert werden können.Wenn die Anleihen niemand mehr kauft , kauft sie einfach die FED. Ich habe schon einmal erwähnt ,warum machen es dann z.B. die Argentinier u.andere Hochzinsländer nicht so u.bezahlen viel höhere Zinsen für Ihre Schulden ?

    • Avatar

      tm

      23. Juli 2018 09:08 at 09:08

      Hmm, ne, unbegrenzt geht das natürtlich nicht. BEi Argentinien und anderen Hochzinsländern ist das Problem aber ohnehin anders gelagert, weil die in Fremdwährung verschuldet sind.

  10. Avatar

    Illusionist

    21. Juli 2018 12:53 at 12:53

    Ich würde mir nie anmassen ,zu wissen was passiert ,wenn irgend ein grosser Player US Bonds auf den Markt wirft. ( wer immer das auch wäre )
    Aber dieser Artikel wirft dann schon noch mindestens 2 grosse Fragezeichen auf.
    1. Wenn die FED als Erstzkäufer auftreten würde, die gesparten Zinsen im Ausland als Ertrag zu verbuchen ist nicht haltbar, sonst wären ja höhere Zinsen noch besser. ( wie schon von Steven erwähnt. )
    2. Man kann auch nicht den Bondmarkt isoliert betrachten. Ich denke bei einem auch nur kurzfristigen Bondcrash würde mindestens der überzüchtete Aktienmarkt u.andere Märkte ( Margin Calls ) leiden.
    Übrigens wie jeder informierte Börsianer weiss ,könnte jeder grosse Player ( auch ohne Bonds im Depot zu haben ) mit Leerverkäufen kurzfristig einen Taucher provozieren u.die Märkte erschüttern

    • Avatar

      tm

      23. Juli 2018 09:12 at 09:12

      zu 1.) ne, natürlich nicht: Das Finanzministerium würde mehr Zinsen erhalten für die Anleihen, die die Fed hält bzw. neu erwirbt. Aber auf alle nicht bei dert Fed platzierten neu emittierten Anleihen müsste ja mehr an Dritte gezahlt werden.

      2. Sie unterstellen, dass es einen Bondcrah geben würde, wenn das Angebot an Staatsanleihen steigt. Während der Krise 2008-2012 ist das Anleihenvolumen stark gestiegen, in etwa in der Höhe als würde China nun seine Bestände verkaufen. Gab es damals einen plötzlichen Zinsanstieg?

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Devisen

Türkische Lira: Abwertung nach Zinsanhebung – warum ist das passiert?

Redaktion

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am

Von

Lira-Geldscheine

Die türkische Lira verliert diese Woche wieder deutlich an Boden. Es ist ein Desaster für alle die hofften, dass eine drastische Zinsanhebung durch die türkische Zentralbank auch eine Wende für die türkische Lira einleiten würde. Denn die wertet seit Jahren dramatisch ab. Aber wie gesagt, letzte Woche Donnerstag erhöhte die Zentralbank den Leitzins drastisch, um 4,75 Prozentpunkte auf volle 15 Prozent, um die Inflation in der Türkei einzudämmen.

Türkische Lira reagierte auf drastische Zinsanhebung

Genau dieser Schritt auf 15 Prozent war am Devisenmarkt erwartet worden. Entsprechend war die türkische Lira in den Tagen vorher schon gestiegen, und auch kurz nach der Zinsanhebung stieg die Lira weiter an gegen US-Dollar und Euro. USDTRY fiel von 7,67 auf 7,51. Also, alles lief nach Plan? Nein, die Lira begann wieder abzuwerten, und zwar deutlich – jetzt notiert USDTRY bei 7,91. Diese Woche Montag berichteten wir bereits darüber, dass vermutlich Inländer in der Türkei zwischenzeitlich die gestiegene türkische Lira dafür genutzt hatten, um zu besseren Kursen weiter US-Dollar und Euro zu kaufen. Dass die türkische Lira die letzten Tage ein echtes Eigenleben führte, erkannte man an einer fallenden Lira bei gleichzeitig fallendem Dollar-Index (Währungskorb des US-Dollar gegen andere Hauptwährungen). Wenn der US-Dollar fällt, hat eigentlich alles was gegen ihn gehandelt wird, eine gute Chance zu steigen – aber nicht so die Lira in den letzten Tagen!

Warum die Zinsanhebung dennoch verpuffte

Denn die große Unsicherheit gegenüber der türkischen Politik und der Beeinflussung der Zentralbankpolitik ist wohl weiterhin vorhanden, und drückt gegen die türkische Lira. Ein Aspekt kommt aber hinzu, der nicht so direkt ins Auge fällt. Zwar hatte die Zentralbank den Leitzins letzte Woche wie gesagt drastisch angehoben von 10,25 Prozent auf 15 Prozent. Aber wie es zum Beispiel ein türkischer Kolumnist gestern erwähnte, so war es doch keine richtige, eindeutige Zinsanhebung. Denn andere Zinssätze der Zentralbank seien bereits vorher deutlich höher gewesen, bei beinahe 15 Prozent. Mit dieser Zinsanhebung hat die Zentralbank also sozusagen nur für eine Glättung und Vereinheitlichung ihrer Zinsen gesorgt. Vorher versuchte die Zentralbank zum Beispiel bereits die Abwertung der Lira zu stoppen, in dem man bei Derivaten mit höheren Zinskosten versuchte Spekulanten aus dem Ausland die Liquidität zu beschneiden.

Was kann man tun?

Müsste die türkische Zentralbank nun also den Leitzins erneut kräftig anheben, um ihrem Willen zur Inflationseindämmung Nachdruck zu verleihen? Könnte dies die türkische Lira zum Aufwerten bringen? Wichtig wäre wohl ein längeres Festhalten an hohen Zinsniveaus. Und eine klare Sprachregelung von Zentralbank und Präsident Erdogan wären wichtig, in der nicht mehr von Zinsen die Rede ist, die möglichst stark sinken sollen. Hat man am Devisenmarkt den Verdacht, dass die Zinsen nur für einen relativ kurzen Zeitraum oben bleiben? Dann könnte dies die Annahme bestärken, dass die Inflation in der Türkei nicht gebremst wird, was wiederum die türkische Lira schwächt. Es geht um Verlässlichkeit. Der Devisenmarkt will eine konstante und klare Linie sehen – so darf man es annehmen.

Die jetzige Vereinheitlichung des Zinsniveaus durch die Anhebung des Leitzinses sorgt für mehr Transparenz – aber es fehlt womöglich noch eine zweite kräftige Zinsanhebung. Auch hat die türkische Bankenaufsicht angekündigt Mindestausleihungen an türkische Banken nicht mehr vorzugeben. Diese galten unter anderem als ein Grund für die umfangreiche Kreditvergabe in der Türkei. Es wirkt derzeit so, als tue sich einiges in Sachen Transparenz und Normalisierung. Es ist ein Anfang. Es braucht viel Verlässlichkeit, Konstanz, Vertrauen, und wohl auch ein Unterlassen von Äußerungen von Präsident Erdogan über niedrigere Zinsen. Dazu vielleicht noch ein erneuter kräftiger Zinsschritt nach oben, und dann ein Durchhalten auf diesem Niveau. Dann könnte die türkische Lira auch anfangen nachhaltig wieder aufzuwerten? Im Chart sehen wir den Verlauf von US-Dollar vs Türkische Lira seit dem 13. November.

Chart zeigt US-Dollar gegen türkische Lira in den letzten Tagen

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Allgemein

Janet Yellen – wird sie den Dollar weiter abstürzen lassen?

Was bedeutet die faktische Ernennung von Janet Yellen zur zukünftigen US-Finanzminsterin für den Dollar? Sind die USA auf den Spuren Japans?

Wolfgang Müller

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Was bedeutet die faktische Ernennung von Janet Yellen zur zukünftigen US-Finanzminsterin für den Dollar? Mit dem neuen US-Präsidenten Joe Biden kehrt wieder etwas Berechenbarkeit in die amerikanische Politik zurück. Auch erkennbar an den ersten Postenbesetzungen im neuen Kabinett. Der Vorschlag für die Nachfolge Steven Mnuchins schlug in den letzten Tagen wie eine kleine Bombe in der Finanzszene ein, schließlich möchte der neue Präsident eine „altbewährte“ Ökonomin mit dieser Schlüsselposition besetzen: die ehemalige Präsidentin der Federal Reserve, Janet Yellen. Was heißt das für die künftige Geld- und Fiskalpolitik  – und amit für den Dollar?

Die Karriere der Janet Yellen

Mit der ehemaligen Wirtschaftsprofessorin wird eine Person vom Fach den Posten des obersten Geldverwalters oder korrekter der Geldverwalterin in den USA antreten, was in anderen Ländern nicht generell der Fall ist. Janet Yellen kam neben ihrer Lehrtätigkeit schon früh in Kontakt mit der US-Notenbank, wo sie bereits ab 1975 Mitarbeiterin beim Board of Governors im System der Federal Reserve gewesen ist. Von 1994 bis 1997 war sie Mitglied im Vorstand der Federal Reserve, anschließend wurde sie Vorsitzende des Rates der Wirtschaftsberater von US-Präsident Bill Clinton. Also eine Funktion, wie sie jüngst Larry Kudlow in besonderer Art und Weise ausgefüllt hat.

Von 2004 bis 2010 war sie Präsidentin der Fed von San Francisco, ab dem Jahr 2009 stimmberechtigtes Mitglied im Federal Open Market Committee. Im Jahr 2010 wurde sie zur Stellvertreterin von Fed-Chef Ben Bernanke ernannt und ab 2013 gelangte sie als erste Frau an die Spitze der bedeutendsten Zentralbank der Welt. Diese Position verlor sie als Demokratin nach der Wahl Donald Trumps zum Präsidenten, der mit diesem Schritt einmal mehr von der bisherigen Tradition abwich. Ihr Nachfolger Jerome Powell ist bereits seit 2012 im Direktorium der Federal Reserve, somit dürften sich die neue Finanzministerin und der Fedchef sehr gut kennen. Janet Yellen ist mit dem Nobelpreisträger für Wirtschaftswissenschaften George A. Akerlof verheiratet – sie ist also privat und beruflich immer im Umfeld der Ökonomie.

Die „dovishe“ Janet Yellen

Für die Benennung der Wirtschaftsprofessorin als neue Finanzministerin hat der neue US-Präsident sicherlich mehrere Gründe: Zum einen gilt die Demokratin als sehr ausgleichend zwischen den Parteien, was nach Donald Trump sicherlich äußerst bedeutsam wird, und zum anderen wird sie eine Konnexion zwischen Politik und Notenbank gewährleisten, was in der jetzigen Verschuldungssituation sehr vonnöten ist. Die Regierung braucht den kurzen Draht zur Geldpolitik, eine Sonderstellung der Notenbank wäre in der kommenden Zeit sehr hinderlich. Die Märkte gehen von einer guten Weichenstellung aus, deshalb auch die erste positive Börsenreaktion. Die Tauben sind demnächst in den USA am Drücker – daher tendiert auch der Dollar wieder schwächer.

Des einen Freud, des anderen Leid

Was wird diese neue Konstellation Janet Yellen – Powell für geldpolitische Konsequenzen haben? Zunächst freut man sich an den Märkten, dass „der Kelch“ in Gestalt der linken Demokratin Elisabeth Warren an ihnen vorübergegangen ist. Deren während ihrer Kandidatur vorgetragenes Programm hätte die Wirtschaft und die Finanzmärkte eine Zeit in Wallung gebracht, denn ob Warren ihre Vorstellungen in die Tat hätte umsetzen können, steht auf einem anderen Blatt. Nach einer Corona-Schonfrist würden bald schon die Midterm Elections anstehen, die rasche Veränderungen im Kongress bringen können.

Wer sind die Profititeure, wer die Leittragenden?

Zunächst dürften die Finanzmärkte sich über eine weiterhin lockere Geldpolitik freuen, denn es sind zwei Tauben an den Schaltstellen, die über alles sinnieren werden, jedoch nicht über künftige Zinserhöhungen.

Bevor eine Massenimpfung eine echte Erleichterung am Arbeitsmarkt bringt – Stichwort: Maximum Employment – wird man vonseiten der Federal Reserve das Anleihekaufprogramm fortsetzen und retten, wo es zu retten gilt. Hinzu kommen wird der unbedingte Wille der Durchsetzung von Konjunkturprogrammen, speziell im Umweltbereich, einem zentralen Thema von Joe Biden, in dem er ganz besonders den neuen Wind nach Trump symbolisieren könnte. Was nichts anderes bedeutet, als weiter die Verschuldung nach oben zu treiben, auch unter Inkaufnahme einer ansteigenden Inflation. Sowohl Fed-Chef Powell als auch die mögliche neue Finanzministerin haben eine gewisse Flexibilität mit einer höheren Inflationsrate bekundet. Niedrige Zinsen, bei steigender Teuerungsrate – damit wird deutlich, wer dabei besonders leiden könnte: der Dollar!

Aber in der jetzigen Situation kommen einige frühere Bemerkungen von Janet Yellen ins Gedächtnis, wenn es um die Bewältigung einer Rezession geht. Bereits auf einer Konferenz im September 2016 brachte die damalige Notenbankchefin den Gedanke von neuen Instrumenten ins Spiel, die die Fed zur Bewältigung einer Wirtschaftsschrumpfung benötigen könnte: Ankauf von Firmenbonds und Aktien. Letzteres wiederholte sie in diesem Jahr bei einem Interview im April. Die USA auf den Spuren Japans, was für ein Gedanke! Diesen Gedanken hatte unser Autor bei FMW, Hannes Zipfel, in seinem bemerkenswerten Artikel vom 30.6.2020 schon ins Spiel gebracht („Aktienmarkt: Verlassen Sie sich auf die Fed“!)

Fazit

Noch ist es zu früh irgendwelche Schlussfolgerungen über ungelegte Eier anzustellen. Aber eines dürfte klar sein: Bei zwei Verfechtern einer lockeren Geldpolitik wird es von innen heraus keine große Änderung in der Fiskal- und Geldpolitik geben. Das Zusammenspiel zweier Vertreter einer taubenhaften Geldpolitik wird in der jetzigen Lage den monetären Impuls nicht ohne Not verringern.

Und von woher könnte eine solche Notsituation kommen? Eher nicht von einer opulent anspringenden Wirtschaft, die ohne Stütze auskommt, sondern eher von der Inflation, die nun schon ein Jahrzehnt wie tot erscheint. Aber in diesem Zeitraum haben die Notenbanken weltweit auch nicht sieben Billionen Dollar binnen eines Dreivierteljahres ins System geschleust.

Wird die dovishe Janet Yellen den Dollar weiter schwächen?

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Devisen

Schweizer Franken: Warum die Aufwertung erst einmal unterbrochen ist

Claudio Kummerfeld

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Eine Franken-Münze

Der Schweizer Franken soll doch bitte nach Möglichkeit schön abwerten. So lautet jedenfalls seit Jahren die Hoffnung und das Drängen der Schweizerischen Nationalbank (SNB). Denn je höher der Franken notiert, desto teurer werden Schweizer Produkte im Ausland, und desto teurer wird der Urlaub für Ausländer in der Schweiz. Beides ist natürlich Gift für die schweizerische Volkswirtschaft. Und so versucht die SNB seit Jahren mit gigantischen Summen an selbst gedruckten Schweizer Franken etwas zu tun. Sie verkauft diese Franken und kauft dafür vor allem den Euro, aber auch den US-Dollar.

So will die SNB die Aufwertung des Schweizer Franken verhindern. Aber der Devisenmarkt war mit Blick auf die letzten Jahre stärker als die SNB, und der Franken blieb zu stark. So druckte die SNB immer weiter. Dann kam die Coronakrise. Und die Welt suchte unter anderem ihr Heil in der Flucht in die schweizerische Währung, die als einer der letzten sicheren Fluchthäfen gilt. Laut jüngsten Meldungen hat die SNB geäußert, dass sie alleine im ersten Halbjahr 2020 eine Summe von 90 Milliarden Schweizer Franken einsetzte um die Aufwertung zu bremsen.

Schweizer Franken als Spielball der Coronakrise

Der folgende Chart zeigt den Kursverlauf von Euro vs Schweizer Franken in den letzten zwölf Monaten. Man sieht bis Mai den fallenden Euro (von 1,08 bis 1,05), also eine klare Franken-Aufwertung. Dies zeigte in der schlimmsten Corona-Krisenzeit den Drang der Märkte in Richtung Schweiz. In den Monaten danach folgte der Rückgang der Corona-Infektionszahlen, und der Euro konnte sich wieder erholen – der Franken wertete wieder ab auf Niveaus um die 1,08. Aber im Oktober sieht man im Chart den Rückgang im EURCHF, korrespondierend mit dem Aufkommen der zweiten Corona-Welle.

Chart zeigt Kursverlauf von Euro vs Schweizer Franken seit Ende 2019

Der folgende Chart zeigt den Kursverlauf von Euro vs Schweizer Franken seit dem 27. Oktober. Nicht zu übersehen ist der EURCHF-Anstieg am 9. November von 1,07 auf 1,0820. An diesem Tag gab es die erste richtige Corona-Impfstoff-Meldung von Biontech und Pfizer. Die Aktienmärkte und der Ölpreis stiegen kräftig, in Hoffnung auf eine deutlich schnellere Konjunkturerholung. Der Goldpreis (sicherer Hafen) fiel drastisch um mehr als 100 Dollar, und auch der Schweizer Franken als sicherer Hafen in Krisenzeiten reagierte genau an diesem Tag mit einer Abwertung. Sie hält (wie der Chart zeigt) bis heute an. Fürs Erste scheinen die seit drei Wochen anhaltenden guten Impfstoff-Meldungen sowie die nun doch geregelte Amtsübergabe zwischen Donald Trump und Joe Biden die Anleger weltweit dazu zu bringen, mehr Risiko eingehen zu wollen (Risk On-Szenario). Das schwächt erst einmal die Save-Haven-Assets wie Gold und Schweizer Franken. Die SNB dürfte fürs Erste ein wenig aufatmen.

Chart zeigt Kursverlauf von Euro vs Schweizer Franken seit Ende Oktober

Nie den Drang hin zum Fränkli unterschätzen

Das größere Bild zeigt, dass der Schweizer Franken seit dem Jahr 2018 in einem klaren Aufwertungstrend liegt (EURCHF damals noch bei 1,20). Dieser Trend wurde erst ab Juni diesen Jahres gebremst. Es kann jetzt zu einer weiteren Franken-Abwertung kommen im Zuge der Impfstoff-Verteilung in den nächsten Monaten. Aber den globalen Drang hin zum Fränkli, den sollte man langfristig im großen Bild gesehen nicht unterschätzen.

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