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Der nächste Schlag Chinas gegen die USA: Chinas Ratingagentur Dagong stuft USA ab!

Ist das nur Zufall? Nach dem „Gerücht“, wonach China keine oder weniger US-Staatsanleihen kaufen wolle, stuft nun die chinesische Ratingagentur Dagong das Rating der USA ab – und die Begründungen dafür haben es in sich! Unvorstellbar, dass die Machthaber in Peking das nicht wußten oder nicht ausdrücklich billigten..

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am

FMW-Redaktion

Ist das nur Zufall? Wir erinnern uns: kürzlich hieß es in einem Insider-bericht, dass China keine oder weniger US-Staatsanleihen mehr kaufen wolle. Das wurde dann zwar als „Fake News“ von der staatlichen chinesischen Devisenverwaltung SAFE zurück gewiesen, aber man kann davon ausgehen, dass das nicht aus dem luftleeren Raum kam und nur eine reine Erfindung war!

Und jetzt der zweite Streich; die chinesische Ratingagentur Dagong hat das Rating für die USA von einer ohnehin schon schlechten Note A- auf nun BBB+ herab gestuft, der Ausblick sei „negativ“! Nun kann man angesichts der realen Verhältnisse davon ausgehen, dass Dagong diese Abstufung nicht gewagt hätte, wenn die Machthaber in Peking dem nicht ausdrücklich zugestimmt hätten! Und das wiederum zeigt: Peking scheint wirklich zu überlegen, weniger oder gar keine US-Anleihen mehr zu kaufen – und die Ratingabstufung der USA durch Dagong ist jetzt die Vorlage dafür!

So oder so: die Begründung für die Abstufung hat es in sich! Dagong nennt fünf Punkte, die Auslöser für die Abstufung gewesen seien – und macht im Eröffnungsstatement erst einmal tabula rasa:

„Dagong Global Credit Rating Co., Ltd. (“Dagong”)has decided to downgrade both the local and foreign currency sovereign credit ratings of the United States of America (hereinafter referred to as „the United States“ or “the US”) from A- to BBB +, and each with a negative outlook. The perennial negative impact of the superstructure on the economic base has continued to deteriorate the debt repayment sources of the federal government, and this trend will be further exacerbated by the government’s massive tax cuts. The increasing reliance on the debt-driven mode of economic development will continue to erode the solvency of the federal government.“

Mit anderen Worten: die Verschuldung der USA ist riesig, und wird sich noch verschlechtern durch die US-Steuerreform! Und dann geht Dagong ins Detail:

1. Die „politische Ökologie“ in den USA und was das für die Verschuldung der USA bedeutet:

„Deficiencies in the current US political ecology make it difficult for the efficient administration of the federal government, so the national economic development derails from the right track. Under the political ecology which is built by the factional rivalries, factional interests are prioritized, and it is hard for the government to focus on the management of the national economy and social development. Therefore, the national economy is highly debt-driven (..).“

2. Das Interesse des renditehungrigen „Kapitals“ sorge dafür, dass immer mehr neue Schulden aufgenommen werden, was wiederum dazu führe, dass Kapital der Realwirtschaft entzogen werde, während sich die Schulden-Blase weiter vergrößere. Das sei schlicher Mißbrauch der USA – aber man glaube wohl, sich das leisten zu können, weil man die Weltwährung Dollar drucken könne:

„The distorted credit ecology that violates the law of value leads to the abnormal solvency of the federal government. Capital’s desire for profits makes the financial sectors of the United States strive for more profits through continuous expansion of the chain of credit transactions by designing capital products and trading structures, and the virtual value-added model of capital self-circulation that runs out of the real economy provides living space for the ever-blooming debt bubble of the federal government. The government has formed a virtual solvency by increasing new debts in the name of the United States through abusing the right of issuance the US dollar as the international reserve currency. Therefore, the distorted credit ecology has made the federal government’s abnormal solvency become its derivative product.“

3. Die Schulden stiegen massiv durch die US-Steuerreform, die am eigentlichen Problem der USA, nämlich der immensen Verschuldung, vorbei gehe:

„Massive tax cuts directly reduce the federal government’s sources of debt repayment, therefore further weakens the base of government’s debt repayment. The tax cuts act implemented from 2018 did not attack the root cause of the unsustainable debt-driven economy of the US, so it is projected that the US economy growths only 2.3% in 2018, and would grow even more slowly in the years after. Besides, fiscal revenue of the federal government will keep declining due to the tax cuts, so it is projected that the fiscal revenue to GDP ratio will fall to 14.0% in 2022, a 3.3 percentage points down from that of 2017. The rising demand for national defense, infrastructure and rigid spending will made it hard for the federal government to reduce fiscal expenditure effectively, thus it is estimated that the fiscal deficit of the federal government in 2018 and 2019 will rise to 3.9% and 4.1% respectively.“

4. Das Kreditrisiko steige, und die amerikanische Notenbank werde gar nicht umhin kommen, die Zinsen weiter anzuheben, womit die US-Schuldenblase dann zu platzen drohe:

„Using the rising debt to make up for the fiscal gap brought by the tax cuts will inevitably increase the credit risk of the federal government. The financial gap and the pressure to repay maturing debts raise the financing needs of the federal government. It is estimated that ratio of fiscal revenue-to-debt of the federal government will be 14.9% and 14.2% in 2018 and 2019 respectively, and the ratio will deteriorate to 12.1% in 2022. The government will then have to raise the debt ceiling frequently. In addition, the government’s realizable assets-to-debt ratio is merely 7.3% in 2017. That is to say, the government cannot stay solvent relying solely on its realizable assets and it has to resort to debt monetization to maintain the balance between repayment sources and debt. However, interest rate increase and balance sheet reduction of the Federal Reserve raise the cost of finance through debt roll-over. Thus to roll over debts is unsustainable.“

5. Die ausufernde US-Verschuldung, aufgrund der die USA nur noch „virtuell solvent“ sei, werde sehr wahrscheinlich Auslöser der nächsten Finanzkrise werden:

„The virtual solvency of the federal government would be likely to become the detonator of the next financial crisis. The serious imbalance between the sources of debt repayment and liabilities makes the federal government the weakest link in the US debt chain. Taking the advantage of its right to print money, the US strives to maintain its solvency by purchasing treasuries with newly-printed dollars, which, in itself, is a debt crisis. The market’s reversing recognition of the value of US treasury bonds and US dollar will be a powerful force in destroying the fragile debt chain of the federal government.“

Harter Tobak – aber in der Sache natürlich nicht falsch! Nur gibt es da eine klitzekleine Frage: was ist mit der noch größeren Schuldenblase namens China, schließlich ist die Verschuldung des Reichs der Mitte noch viel extremer, weil die Staatsbetriebe so immens verschuldet sind. Da würden wir uns eine ebenso schonungslose Analyse von Dagong wünschen!


Die Skyline von Peking
Foto: ahenobarbus
http://flickr.com/photos/25698914@N05/7844770140

9 Kommentare

9 Comments

  1. Christoph

    16. Januar 2018 12:16 at 12:16

    Das wäre vielleicht etwas zuviel verlangt: Die amerikanischen Ratingagenturen drücken bei der USA auch beide Augen zu…

    • Gixxer

      17. Januar 2018 08:19 at 08:19

      Genau so sieht es aus!

  2. Beobachter

    16. Januar 2018 12:21 at 12:21

    Der Herr Fugmann hat natürlich recht wenn er die Verschuldung Chinas anspricht ,
    aber : CHINESISCHE 10 jährige Anleihen rentieren immerhin ca. 4%
    es gibt immerhin Super Gurus die sagen ,dass die US-Börse bei über 3% crashen würde.
    Ich würde eher 4% Anlagen bei der zukünftigen Weltmacht machen als 2,5 prozentige bei einem Untergangsstaat.

  3. Marcus

    16. Januar 2018 13:26 at 13:26

    Wen interessiert das an den Märkten ? Niemanden ! wie bei den Treasuries ein Sturm im Wasserglas.

  4. Werner

    16. Januar 2018 14:14 at 14:14

    Anmerkung:

    Staatsbetriebe kann man einfach in den Konkurs schicken und diese dann sofort wieder als neue Betriebe deklarieren,schuldenfrei.
    Das machen auch die sog. Marktwirtschaften………….bestes Beispiel die Swiss-Air…………………!

    Und es ist immer wichtig wem man etwas schuldet…………………die Staatsbetriebe sind in was verschuldet?Eben……………………..

  5. B.Bloch

    16. Januar 2018 17:19 at 17:19

    Freud mich aber bei so einen Präsident wie Trump ist noch sehr viel möglich .Der benimmt sich wie ein Kleinkind und gleichzeitig wie ein Greis .Der nähste Prädidend.der USA kann.die Scherben.zusammengehren

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Amateurstunde im Weißen Haus löst neues Drama um Government-Shutdown aus

Die Supermacht steht vor der nächsten möglichen Blamage: Nachdem sich der Kongress weiterhin nicht auf ein Budget einigen kann, könnten ab Samstag alle nicht-essenziellen Regierungsfunktionen stillgelegt werden. Ein wichtiger Faktor für das Chaos: Donald Trump ändert ständig seine Meinung..

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Eine Kolumne aus New York von Herbert Bauernebel

Die Supermacht steht vor der nächsten möglichen Blamage: Nachdem sich der Kongress weiterhin nicht auf ein Budget einigen kann, könnten ab Samstag alle nicht-essenziellen Regierungsfunktionen stillgelegt werden.

“Government Shutdown” heißt das Szenario: 850.000 Bundesbeamte werden dabei in den vorerst unbezahlten Zwangsurlaub geschickt und Nationalparks geschlossen. Der letzte “Shutdown” 2013 hatte der US-Wirtschaft einen Schaden von 24 Milliarden Dollar zugeführt.

Während die Uhr tickt nimmt das Chaos am Kapitol und im Oval Office fast tragikomische Züge an. Zunächst schien ein Deal in Greifweite, bei dem die Demokraten für den von ihnen geforderten, kontinuierlichen Schutz von Illegalen-Kindern (“Dreamers”) durch ein Fortsetzung durch des sogenannten DACA-Programmes Präsidenten Donald Trump und den Republikanern mit mehr Mitteln für den Grenzschutz – allerdings ohne Mexikomauer – und strengeren Einwanderungsbestimmungen entgegengekommen wären.

Trump braucht die „Dems“

Trump und die Republikaner benötigen bei einem Budgetdeal im Senat die Zustimmung von zumindest neun demokratischen Senatoren für die mindestens 60 Stimmen, um einen “Filibuster” abwehren zu können.

Den ersten möglichen Deal jagte Trump mit seinen “Scheißlochländer”-Wutanfall in die Luft.

Danach ersannen die Republikaner (GOP) ein neue, durchaus perfide Taktik: Sie inkludierten in eine zumindest kurzfristige Budgetverlängerung bis Mitte Februar die weitere Finanzierung eines Krankenversicherungsprogramms (CHIP) für Kinder aus einkommensschwachen Familien, es fehlte in der Vorlage jedoch ein “Dreamers”-Deal.

Dem CHIP-Programm geht das Geld aus – neuen Millionen Minderjährigen droht der Verlust der Kassen.

Das Kalkül der GOP: Es wäre politisches Harakiri für die “Dems”, wenn sie gegen die Fortführung der Kinderversicherungen stimmen würden.

Wieder rückte der Sprengmeister im Oval Office mit Dynamit an: Auf Twitter fiel er diesmal seiner eigenen Partei in den Rücken und verlangte, dass CHIP keinesfalls Teil des Budgetgesetzes sein sollte.

Nach hektischen Telefonaten teilte das Weiße Haus Stunden nach dem Tweet mit, dass Mr. Trump nun doch die Republikaner-Vorlage unterstütze.


Foto: Matt H. Wade, Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=5004719

Niemand weiß, was Trump wirklich will

Das Chaos war da aber längst perfekt.

Trump hat während des schwindelerregenden Immigranten-Showdowns nun schon derart oft seine Meinung geändert, dass nicht einmal seine eigene Partei weiß, was der Präsident überhaupt will.

Bei einem Treffen mit Vertreten beider Parteien, das er 55 Minuten lang live im TV übertragen ließ, schien Trump praktisch jeder Wortmeldung zustimmen, auch bei völlig konträren Forderungen. Für die Immigranten-Kinder träumte er von einem “Gesetz der Liebe”.

Eine Weile war auch die Rede davon, dass er bei der Mexiko-Mauer zumindest streckenweise mit einem Zaun zufrieden wäre. Stabschef John Kelly meinte öffentlich, dass Trumps Meinung zum im Wahlkampf versprochenen “wunderschönen Grenzwall” an der US-Südgrenze “evolviert” sei. Er stellte damit mehr Flexibilität in den Raum beim Tauziehen um einen Budget- und Immigrations-Deal.

„Die Mauer ist die Mauer“

Trump tobte laut Insidern. Jetzt wütet er wieder als unerbittlicher Hardliner: Die “Mauer ist die Mauer”, schnappte der Hitzkopf im Weißen Haus auf Twitter, von einem Umdenken könne keine Rede sein. Auch das Schicksal der DACA-Einwanderer scheint ihn kaum mehr zu kümmern.

Trump verkaufte sich vor der Wahl stets als gewiefte Koryphäe beim Deal-Machen – als Präsident jedoch trampelt er wie ein Elefant im Porzellanladen durch Washington.

Ein Government-Shutdown am Wochenende ist dank der Stümperei sehr wahrscheinlich geworden.

Das Repräsentantenhaus brachte den Budgetentwurf der Republikaner am Donnerstag in einer knappen Abstimmung durch. Beim Showdown im Senat stehen die Chancen jedoch weit schlechter.

Die Zwölferfrage beim Polit-Poker: Wen werden die Amerikaner mehrheitlich zum Sündenbock für das Stillstehen der Regierungsräder machen? In der Vergangenheit wurde meist dem Kongress als Ganzes die Schuld in die Schuhe geschoben. Diesmal aber dürfte auch der Präsident sein Fett abkriegen.

Immerhin: Amerika ist nicht wirklich “great again”, wenn nicht einmal die Fährschiffe zur Freiheitsstatue verkehren…

Herbert Bauernebel ist freier US-Korrespondent in New York seit 1999. Er leitet dazu das Info-Portal AmerikaReport.de mit Blogs, Analysen und News – von „Breaking News“ bis Politik-Aufregern, von Trends aus dem „Silicon Valley“ bis zur Wall Street.

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