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Der neue US-Außenminister kommt von Exxon – was das bedeuten könnte

Der neue US-Außenminister heißt Rex Tillerson, bisher Chef des Öl-Giganten Exxon Mobil. Dies bestätigen vorab übreinstimmend CNN und NYT. Er soll über keinerlei politische Erfahrung…

Redaktion

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FMW-Redaktion

Der neue US-Außenminister heißt Rex Tillerson, bisher Chef des Öl-Giganten Exxon Mobil. Dies bestätigen vorab übereinstimmend CNN und NYT – soeben wurde dies nun auch offiziell bestätigt. Er soll über keinerlei politische Erfahrung verfügen – aber in dem Fall, so denken wir, wird sein bisheriger Job genug internationale Erfahrung mitbringen. Der Mann wird sicher ein wenig in der Weltgeschichte herumgekommen sein. Wie US-Medien übereinstimmend berichten, soll Tillerson einer der US-Bürger mit den engsten Kontakten zu Wladimir Putin sein. Vor drei Jahren erhielt er von Putin eine Medaille für Freundschaft, persönlich überreicht, worauf Tillerson stolz zu sein scheint – denn immerhin erwähnt er die Medaille in seiner offiziellen Biographie auf der Exxon-Webseite. Damals ging es um Öl-Geschäfte zwischen Exxon und dem russischen Staat.

Die Wahl eines Putin-Freundes passt ins Bild, weil Donald Trump schon im Wahlkampf betonte er strebe ein besseres Verhältnis zu Russland an. Tillerson selbst hatte sich in der Vergangenheit klar gegen Sanktionen Richtung Russland ausgesprochen. Vom US-Präsidenten ernannte Minister müssen noch vom US-Senat bestätigt werden. Hier könnte vor allem der Hardliner John McCain, Vorsitzender des Verteidigungsausschusses und ehemaliger Präsidentschaftsanwärter, Probleme machen. Gestern sagte er über Tillerson, er verstehe einfach nicht wie man ein Freund dieses alten KGB-Agenten (Putin) seien könne.

Was kann Tillerson´s Ernennung nun bedeuten? Nun, eines ist wohl glasklar: Als Außenminister wird er auf internationalen Konferenzen aller Art kräftig für die fossilen Brennstoffe seiner Branche trommeln. Darüber hinaus dürfte er wohl im „Trump-Kabinett“ dafür werben die Sanktionen gegen Russland wieder aufzuheben. Das dürfte aber nicht mal eben so auf die Schnelle gehen. Die mögliche politische Leitlinie a la Trump könnte auch für Tillerson gelten und vielleicht so lauten: „Was kümmert uns dieser Ukraine-Konflikt, das geht uns doch gar nichts an. Soll er Putin mal machen“.

Gemeinsam mit den Russen könnte Tillerson eine Agenda entwerfen um den IS mit voller Kraft zügig zu bekämpfen. Denn bisher gab es ja eher ein Nebeneinander im Kampf gegen den IS. Wladimir Putin wird sich wohl auf ganzer Linie freuen, dass die USA sich jetzt mehr um sich selbst kümmern als um „Russlands Machenschaften“. Trump´s Agenda lautet ja „lasst uns unsere eigenen Probleme zuhause lösen“. Und Europa? Bisher war schon bekannt, dass Trump darauf drängte, dass die Europäer endlich ihren fairen Nato-Beitrag leisten. Durch die Ernennung dieses Außenministers wird Europa gefühlt noch mehr alleine dastehen, ohne den großen Bruder im Rücken.

Aber war es nicht eigentlich das, was viele Menschen hierzulande immer wollten? Raus aus der Umklammerung des großen Bruders USA? Mehr fossile Brennstoffe, globales Agieren zusammen mit Russland und nicht gegen Russland, und zukünftig vielleicht ein kräftiges Gegengewicht mit Putin gegen die OPEC-Staaten am Golf? Das alles könnte uns mit diesen Außenminister bevorstehen.

5 Kommentare

5 Comments

  1. Avatar

    Denker

    13. Dezember 2016 13:35 at 13:35

    Denn bisher gab es ja eher ein Nebeneinander im Kampf gegen den IS.

    Wers glaubt,… die IS waren durch die US Company selbst aufgebaut worden was auch Obama und Killery offen zugaben.
    … erstens kommt es anders und zweitens als man denkt.

  2. Avatar

    Wolfgang Koch

    13. Dezember 2016 13:45 at 13:45

    Jetzt wird es aber eng für die Obamadevote Bundesregierung!Die „mächtigste Frau der Welt“nun zwischen allen Stühlen?Das nächste Totalversagen?Da ist ein Stern am Sinken,trotz 11,5 Minuten Applaus ihrer Paladine!Sperrt Sie ein!

  3. Avatar

    Günter Mertens

    13. Dezember 2016 14:41 at 14:41

    Also mir geht das alles zu schnell!
    Mich beschleicht ein seltsames Gefühl.
    Irgendwie vermute ich, dass Donald Trump niemals Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika wird.
    Also um deutlicher zu werden:
    Der perfekte (und vielleicht inszenierte) „Black Swan“ for the big Game Chanche“ weltweit.
    Vorspiel Indien…
    Wir werden bald sehen.

  4. Avatar

    frank.trg

    13. Dezember 2016 17:39 at 17:39

    Hilfe! OMG, was zur …? wie kann Trump es wagen einen russlandfreundlichen Außenminister zu ernennen? Schlimmstenfalls beenden die USA und Russland ihre Rivalität. Das würde dann endgültig Frieden in Syrien und Nahost bedeuten und Europa könnte aufatmen weil es nicht mehr als Austragungsort eines Krieges der zwei Großmächte wäre. Das ist schrecklich. So ein Horrorszenario muss unbedingt verhindert werden. Obama hilf…

    • Avatar

      Tomgala

      13. Dezember 2016 20:38 at 20:38

      Das bedeutet halt, das die Eliten in Europa sich neu orientieren müssen. Anders ausgedrückt, muss man seine Fahnen im Wind neu ausrichten bzw sich ein paar neue anschaffen.

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Nullzinsphase in der Realität: BaFin entzieht zwei Pensionskassen die Betriebserlaubnis

Claudio Kummerfeld

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Nullzinsphase

Die Nullzinsphase erfreut zwar private Kreditnehmer und Staaten, die sich zum Traumkonditionen verschulden können. Aber wo Kredite für die einen nur Schulden sind, da sind sie auf der anderen Seite für Fondsgesellschaften, Rentenversicherungen und Pensionskassen nichts anderes als eine Geldanlage, die Zinsen abwerfen muss. Tut sie das nicht, geraten die Zusagen gegenüber den Kunden und die gesamten Kalkulationen der Kassen ins Wanken. Neben 20 Lebensversicherungsgesellschaften hat die BaFin derzeit auch 36 Pensionskassen unter sogenannter „verschärfter Beobachtung“.

Zwei Pensionskassen endgültig ohne Betriebserlaubnis

Schon im Jahr 2018 hatte die BaFin den Pensionskassen „Kölner Pensionskasse“ und „Pensionskasse der Caritas“ die Anordnung erteilt, dass sie nicht weiter ihrer Arbeit nachgehen dürfen (wir berichteten damals). Die beiden legten aber Widerspruch ein. Nun hat die BaFin offiziell mitgeteilt, dass die Entziehung der Betriebserlaubnis für die beiden Pensionskassen rechtskräftig ist, rückwirkend zum 31.12.2020 (hier und hier die offiziellen Mitteilungen). Beide Meldungen sind im Wortlaut identisch, daher drucken wir hier nur eine ab. Zitat:

Die BaFin hat gemäß § 304 Absatz 1 Nr. 2 Versicherungsaufsichtsgesetz (VAG) die Erlaubnis zum Betrieb des Versicherungsgeschäfts der Pensionskasse der Caritas VVaG mit Bescheid vom 24. Oktober 2018 widerrufen. Das Unternehmen konnte die Mindestkapitalanforderung nicht erfüllen und hat einen Finanzierungsplan zur Beseitigung dieser Unterdeckung vorgelegt, der aus Sicht der BaFin unzureichend war. Der Bescheid ist mit Ablauf des 31. Dezember 2020 bestandskräftig geworden. Der Betrieb des Versicherungsgeschäfts ohne die erforderliche Erlaubnis stellt eine Straftat dar. Gemäß § 304 Absatz 5 VAG darf die Pensionskasse der Caritas VVaG keine neuen Versicherungsverträge abschließen und bestehende Versicherungsverträge weder verlängern noch erhöhen.

In der Realität bedeutet dies, dass diese beiden Pensionskassen nur noch ihr vorhandenes Bestandsgeschäft abwickeln dürfen. Den insgesamt 55.000 betroffenen Anspruchsinhabern auf Pensionen dürften womöglich nach und nach Kürzungen ihrer Ansprüche und Auszahlungen bevorstehen. Die beiden Pensionskassen sind nun sozusagen in Liquidation. Sie werden noch solange bestehen, bis die letzten der jetzt noch eher jungen Mitglieder irgendwann sterben. Also werden diese Pensionskassen also auf Jahrzehnte hinweg Abwicklungsanstalten mit Restbeständen sein.

Man kann es sich kaum vorstellen, aber es ist, wie es ist. Das Finanzsystem und in diesem Fall das System der Pensionskassen beruht vor allem darauf, dass die eingezahlten Beiträge auch am Kapitalmarkt Zinsen abwerfen, damit die vorhandenen Vermögensbestände sich vermehren. Seit Jahren knabbert nun die Nullzinsphase an den Reserven. Womöglich sind diese beiden Kassen nur der Anfang einer Entwicklung? Denn man sieht es ja, die Zinsen in Euroland werden noch sehr lange auf der Null-Linie verharren.

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Aktuell: Citigroup und Wells Fargo melden Quartalszahlen

Claudio Kummerfeld

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Die Quartalszahlen von Citigroup und Wells Fargo wurden soeben veröffentlicht. Zunächst Citi. Hier die wichtigsten Kennzahlen.

Der Umsatz liegt bei 16,50 Milliarden Dollar (Vorjahresquartal 18,38/erwartet 16,50).

Der Gewinn liegt bei 2,08 Dollar pro Aktie (Vorjahresquartal 2,11/erwartet 1,35).

Die Aktie notiert vorbörslich mit -1,7 Prozent.

Die Kreditausfälle sinken von 1,84 vor einem Jahr auf 1,27 Milliarden Dollar im letzten Quartal. Von den Rücklagen für möglicherweise noch ausfallende Kredite wurden 197 Millionen Dollar abgebaut, was also den Gewinn erhöht.

Citigroup-Quartalszahlen

Wells Fargo

Die große Konsumentenbank Wells Fargo hat soeben auch ihre Zahlen veröffentlicht. Hier die wichtigsten Kennzahlen.

Der Umsatz liegt bei 17,93 Milliarden Dollar (Vorjahresquartal 19,86/Erwartungen 18,1).

Der Gewinn liegt bei 0,64 Dollar pro Aktie (Vorjahresquartal 0,60/Erwartungen 0,59).

Die Aktie notiert vorbörslich mit -5 Prozent.

Risikovorsorge für Kreditausfälle reduziert um 179 Millionen Dollar.

Wells Fargo Quartalszahlen

Wells Fargo Schriftzug
Foto: Gabriel Vanslette CC BY 3.0

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Autonomes Fahren: Jetzt kommt Apple – Werbung

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Lieber Börsianer,

die Kinder haben jetzt genug gespielt und gestümpert. Nun will es Apple machen, nachdem die Resultate bislang nicht befriedigend sind. Worum geht es?

Sicherlich haben Sie der Berichterstattung der letzten Tage entnommen, dass das US-Unternehmen aus dem kalifornischen Cupertino sich nun dem Autonomen Fahren annimmt. Offenbar plant man gemeinsam mit dem koreanischen Autobauer Hyundai den Bau eines bzw. mehrerer autonom fahrender Roboterautos. Während die konventionellen Autobauer unverändert an ihren semi-autonomen Fahrassistenten basteln, geht Apple nun aufs Ganze.

Am Markt sorgte diese Perspektive für positive Unruhe. Denn man weiß, was Apple macht hat normalerweise Hand und Fuß und wird sehr oft zur großartigen Erfolgsgeschichte. So krachte zuletzt schon einmal die Aktie der Hyundai durch die Decke. Obwohl die Korea-Aktie zuletzt wieder korrigierte, steht hier für die Aktionäre immer noch ein starker Wochengewinn von 30 % zu Buche.

Aber lassen wir Hyundai einmal Hyundai sein und untersuchen, warum dem autonomen Fahren bislang noch nicht der Durchbruch beschieden war. Das Stichwort ist hier LiDAR oder Light Detection and Ranging. Vereinfacht gesprochen misst ein LiDAR-Sensor mit einem gepulsten Laser in seinem Sichtfeld die Entfernung zwischen sich und einem Gegenstand.

Damit steht und fällt die Idee des Autonomen Fahrens mit diesen Sensoren. Die gute Nachricht: Die Technologie ist gut erforscht und funktioniert. Die schlechte Nachricht: Ein halbwegs leistungsfähiger LiDAR-Sensor kann schon einmal rund 20.000 USD pro Stück kosten. Außerdem sind die Geräte sperrig. ZU Deutsch: Mit den derzeit verfügbaren LiDAR-Sensoren wird Autonomes Fahren in diesem Jahrhundert keine Realität mehr. Folglich ist das Marktvolumen dieser…..

Wollen Sie meine komplette Analyse lesen?

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