Folgen Sie uns
  • Brokervergleich
  • Giovannie Cicivelli Tradingchancen

Allgemein

Der „OnlineCasino-Skandal“ bei YouTube-Deutschland – das sagt der „Schuldige“ dazu

Veröffentlicht

am

Vor einer Woche berichteten wir bereits über den angeblich größten Livestreamer Deutschlands „Montanablack“, der in Wirklichkeit Marcel Eris heißt. Auf YouTube und auf Twitch hat er jeweils mehr als 1 Million Abonnenten. Alleine damit wird er wohl nur über die Werbe-Einblendungen durch Google richtig gutes Geld verdienen!

Es ging hoch her im Netz. Aber war es ein echter Skandal, und gab es daher überhaupt einen „Schuldigen“? Das ist aus rechtlicher Sicht noch völlig unklar! Monatanablack, der wohl zu großen Teilen jugendliche Zuschauer hat, erzählte zum Beispiel in Live-Übetragungen, wie er gerade an einem Tag in einem Online Casino doch glatt 27.000 Euro gewonnen habe. Da liegt der Verdacht natürlich nahe, dass er dies erzählt um im Sinne des Casinos junge unbedarfte Zocker anzuziehen, die auch schnell und einfach reich werden wollen.

Die von außen nicht zu beweisende Vermutung stand im Raum, dass das Online Casino ihm eventuell absichtlich Gewinne einbuchte, weil man um seine Werbewirksamkeit in Deutschland weiß. Außerdem gab er auch zu, dass er bei Einsätzen von 1000 Euro 5000 Euro Bonus vom Online Casino erhält für seine Zockereien. Auch sollte er einen richtigen Werbedeal erhalten durch die Casino-Betreiber (der soll abgesagt worden sein).

Die Wellen schlugen in den letzten Tagen extrem hoch. Ein Mega-Influencer sozusagen, der zehntausende Kids zur Casino-Zockerei verführt? Zumal Online-Glückspiel in Deutschland ja eh illegal ist? Montanablack hat nun Stellung genommen zu all diesen Vorwürfen. In erster Linie seien die Eltern für die Erziehung ihrer Kinder zuständig. Er streame nur nach Mitternacht. Und genau wie bei Pornos seien Eltern auch hier dafür verantwortlich, dass Kinder nachts nicht seine Zocker-Streams anschauen. Er würde ja auch im Stream rauchen, und niemand kritisiere, dass er damit Kinder zum Rauchen animiere.

Außerdem verweist Montanablack auch auf den Umstand, dass er zu Beginn seiner Zockereien zum Beispiel auf Pro 7 Werbung für Online Casinos gesehen habe, und von daher nicht im Traum daran gedacht habe, dass Werbung für Online Casinos illegal sein könnte. Dieser Argumentation kann man durchaus folgen, wenn es darum geht, ob er hätte wissen müssen, dass er illegale Angebote bewirbt. Denn dann sollte man doch zuerst Pro 7 und andere Sender (Milliarden-Konzerne) fragen, warum sie sowas bewerben.

Wie auch immer. Montanablack sieht sich dazu genötigt nach einem „noch nie da gewesenen Shitstorm“ gegen seine Person sich nun zu rechtfertigen. Das folgende Video beginnt mit minutenlangem sinnfreien Geschwafel. Daher empfehlen wir es erst ab Minute 4:30 anzuschauen. Wir von FMW wollen gar nicht mit der Moral-Keule um uns schwingen, oder uns in rechtliche Diskurse verstricken. Wir finden es nur kritisch, dass mit draufgängerischen Aussagen wie „mal eben 27.000 Euro Gewinn an einem Tag gemacht“ in der Tat reihenweise Kindern und Jugendlichen das Wasser im Mund zusammenläuft…

Ein anderes Online Casino, dass mit Montanablack nichts zu tun hat, hatten wir uns vor Kurzem in einem ausführlichen Artikel schon mal im Detail angeschaut. Schauen Sie hier, was wir dabei herausgefunden haben.

Montanablack Online Casino
Der Streamer Montanablack. Foto Schattke GmbH & Co KG CC BY-SA 4.0 – Ausschnitt aus Originalfoto

Hier klicken und kommentieren

Hinterlassen Sie eine Antwort

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

ACHTUNG: Wenn Sie den Kommentar abschicken stimmen Sie der Speicherung Ihrer Daten zur Verwendung der Kommentarfunktion zu.
Weitere Information finden Sie in unserer Zur Datenschutzerklärung

Allgemein

Fed-Zinssenkung? Wahrscheinlichkeiten auf aktuellstem Stand

Veröffentlicht

am

Wird die Federal Reserve gleich um 20 Uhr die Zinsen senken? Wir hatten gestern schon das Fed Watch Tool der Terminbörse CME in Chicago besprochen, aus dem man sehr gut ableiten kann, wie die Zinsen von der Fed verändert werden. Es ist keine Garantie, aber ein guter Indikator. Derzeit liegt die Fed Funds Rate in einem Zielband von 2,25%-2,50%.

Gestern Mittag lag die Wahrscheinlichkeit, dass heute die Zinsen auf 2,00%-2,25% gesenkt werden, noch bei 20,8%. Jetzt aktuell liegt die Wahrscheinlichkeit bei 24,2%. Somit verbleibt mit 75,8% immer noch die viel größere Wahrscheinlichkeit, dass heute keine Zinssenkung vorgenommen wird.

Für die nächste Fed-Sitzung am 31. Juli lag die Wahrscheinlichkeit für einen Zins bei 2,00%-2,25% gestern noch bei 66,6%. Heute liegt sie bei 64,7%. Einen Zinssatz von 1,75%-2,00% könnte es Ende Juli mit einer Wahrscheinlichkeit von 19,0% geben. Gestern waren es noch 16,4%.

Für die Sitzung am 18. September lag die Wahrscheinlichkeit gestern bei 52,3%, dass der Zins auf 1,75%-2,00% sinkt. Heute sind es 46,4%.

Also: Vor allem für heute und Ende Juli ist die Wahrscheinlichkeit binnen eines Tages leicht angestiegen, dass die Zinsen sinken werden. Aber unterm Strich glaubt der Markt erst für den Termin 31. Juli an sinkende Zinsen. Heute Abend um 20 Uhr deutscher Zeit sind wir alle schlauer!

weiterlesen

Allgemein

Libra: Facebook-Chef Mark Zuckerberg macht Notenbanken Konkurrenz!

Veröffentlicht

am

Von

Wenn jemand eine eigene Währung in Umlauf bringen will, dann hört für den Staat endgültig der Spaß auf. Denn das Monopol auf die Ausgabe von Geld, das will der Staat doch immer behalten, egal wo auf dem Planeten, und egal in welcher Regierungsform. Deswegen werden Traumtänzer wie Geldfälscher, Krypto-Betrüger etc auch konsequent verfolgt. Und die bisher „etablierten“ Kryptowährungen wie Bitcoin? Zahlreiche Politiker und Notenbanker zum Beispiel in Europa erwähnen seit geraumer Zeit klipp und klar, dass es sich hierbei nicht um Geld oder etwas Ähnliches handelt, sondern um eine Art Spekulation. Da müsse schon jeder Bürger selbst wissen, ob er so ein Risiko eingehen will. Aber mit „Libra“ startet Facebook-Chef Mark Zuckerberg etwas völlig Neues.

Werbung: Gratis in Aktien und ETFs investieren. Null-Provision, Null-Aufwand! Erhalten Sie eine Gratisaktie im Wert von bis zu 100€

Libra soll eine richtige Währung sein

Hier soll eine echte Währung erschaffen werden. Online-Geld. Da dürfte in den USA, Europa und sonst überall auf der Welt schnell Schluss sein mit Friede, Freude, Eierkuchen in Sachen „Lustige innovative Zahlungsdienste aus dem Silicon Valley“. Denn Geld erschaffen nur staatliche Einrichtungen? Im Jahr 2020 soll Libra (hier finden Sie die Projektwebseite) als Zahlungsmittel starten. Mark Zuckerberg spricht in seinem Facebook-Post selbst ganz direkt davon, dass eine neue Währung geschaffen werden solle. Zitat:

„…to start the non-profit Libra Association and create a new currency called Libra.“

Today, Facebook is coming together with 27 organizations around the world to start the non-profit Libra Association and…

Gepostet von Mark Zuckerberg am Dienstag, 18. Juni 2019

„Libra“ sollte eine nicht profitorientierte Organisation werden. Und Zuckerberg nennt auch gleich die Gründe für seine Idee. Es soll eine auf der Blockchain-Technologie basierende Währung sein. Aber worum geht es? Um ein neues Nerd-Projekt? Nein, offenbar soll mal wieder als dem „Valley“ heraus die Welt gerettet werden? Denn laut Zuckerberg solle es die Mission von Libra sein, eine einfache global funktionierende Infrastruktur zu schaffen für weltweit Milliarden von Menschen. Und weshalb das Ganze? Die Menschen sollten die Möglichkeit bekommen „mobiles Geld zu benutzen“. Denn es könne einen wichtigen positiven Einfluss auf das Leben von Menschen haben. Man müsse dann nicht mehr ständig Bargeld mit sich herumtragen, denn Bargeld sei ja unsicher, und für Bargeldtransfer müsse man extra Gebühren zahlen, so Zuckerberg. Und mehrmals betont er auch die niedrigen Kosten der zukünftigen Nutzung von Libra.

Hier die Meinung von Markus Koch:

Liest man seine Worte, dann denkt man doch glatt: Mark Zuckerberg hat sich seine Worte von der „Better Than Cash Alliance“ in sein Posting-Fenster diktieren lassen? Bargeld = ganz schlimm. Hat nur Nachteile. Mit Karte oder online zahlen = gut, hat nur Vorteile. Dass Bargeld Freiheit jenseits staatlicher Kontrolle bietet, und Anonymität von staatlicher Überwachung – kein Wort darüber in Zuckerbergs Text.

Er spricht an, dass es derzeit weltweit eine Milliarde Menschen gebe ohne eigenes Bankkonto, aber mit eigenem Handy. Das klingt natürlich nach einem sinnvollen Argument für seine Idee. Aber werden Regierungen rund um den Planeten sich von Mark Zuckerberg ihr Geldmonopol streitig machen lassen? Schwer vorstellbar!

Mark Zuckerberg bringt mit Libra angeblich neues Geld heraus
Mark Zuckerberg. Foto: Anthony Quintano from Honolulu, HI, United States – Mark Zuckerberg F8 2018 Keynote CC BY 2.0

Laut Zuckerberg solle Libra es ermöglichen, dass jeder Mensch ganz einfach Geld senden oder empfangen könne. Es solle genau so einfach sein wie eine Handy-App zu benutzen. Um das sicherzustellen, gründe Facebook (aha, und nicht Libra) eine eigene Tochter namens „Calibra“, über die man den Coin senden, ausgeben oder auch sparen könne. Eine digitale Geldbörse solle über Whatsapp, eine eigene App oder Facebook Messenger ab nächstem Jahr verfügbar sein. Klingt nicht nur nach Geld, sondern auch nach eigentlich zulassungspflichtigen Bankgeschäften? Calibra solle wie jeder andere Zahlungsanbieter reguliert werden, so Zuckerberg. Jede Information die ein Nutzer auf Calibra hinterlege, solle separat gespeichert werden zu Daten, die man auf Facebook teile.

In Zuckerberg we trust?

Er nennt auch gleich große Konzerne, die eigene Dienste anbieten würden, die über Libra laufen können. Dazu gehören Namen wie Mastercard, PayPal, PayU, Stripe, Visa,Booking, eBay, Farfetch, Lyft, Spotify und Uber. In seinem Post spricht Zuckerberg nicht von Geschäftspartnern für dieses Projekt, sondern davon, dass er daran glaube, dass es über 100 „Mitgründer“ der Libra-Association geben werde.

Beim Klick an dieser Stelle finden sie den kompletten offiziellen Infotext zu Libra.

Die Währung Libra soll keine Kursschwankungen aufweisen wie „normale“ Kryptowährungen. Aus den Details geht hervor, dass Libra durch eine Art Reservefonds (bestehend aus verschiedenen großen Papiergeld-Währungen) gedeckt sein soll. Kauf jemand den Libra für 100 Euro, würden auch 100 Euro in diese Reserve fließen. Ziel sei es Libra letztendlich zu einem „vollwertigen Zahlungsmittel“ zu machen.

Libra als Konkurrent für Notenbank-Währungen?

Tja, was soll man davon halten? Natürlich gibt es positive Aspekte. Aber dass Libra über Facebook-Apps laufen soll, lässt doch vermuten: Mit so einem Zahlungsangebot will Facebook weltweit Milliarden Menschen an sein Dienste-Universum binden. Wenn nicht offiziell, dann zumindest unterbewusst. Wer nämlich seine Zahlungen über Facebook-Apps macht, ist doch viel eher geneigt gleich danach noch ein wenig privat diese Apps zu benutzen.

Die ersten offiziellen Tweets von „Libra“ zeigen es ganz klar wie auch die offiziellen Aussagen von Mark Zuckerberg und der Detailtext. Es geht offenbar darum eine eigene Währung zu schaffen. Ob Fed, EZB, Powell, Draghi, Trump, Merkel, Macron, Putin und Xi Jinping sich sowas gefallen lassen werden? Quasi eine Verwässerung ihres Geld-Monopols?

weiterlesen

Allgemein

Außenhandel: Harte Erkenntnis für EU wie für die USA

Veröffentlicht

am

Von

Im gestrigen Trubel rund um die Rede von Mario Draghi entging uns doch glatt, dass die neuesten Daten für den Außenhandel der EU vermeldet wurden. Im April lag der Warenhandelsüberschuss der Gesamt-EU (Eurozone + Nicht Euro-Staaten) bei 1,4 Milliarden Euro. Im April 2018 waren es noch ein Defizit von 0,9 Milliarden Euro. Das klingt doch erstmal gut, nicht wahr?

Details zum Außenhandel haben es in sich

Man steige doch mal etwas tiefer in das Zahlenwerk ein, und findet bei genauerer Betrachtung eine harte Erkenntnis. Wohl noch viel ernüchternder für die EU als für die USA, möchte man fast sagen. Die entscheidende Rubrik der Grafik haben wir rot umrandet. Es sind von Januar-April 2019 die Vergleiche zu Januar-April 2018. Angezeigt werden die Überschüsse beziehungsweise Defizit mit den wichtigsten Handelspartnern der EU.

Die EU machte im Vorjahr gegenüber den USA ein Plus von 46, jetzt von 48,2 Milliarden Euro. Also steigt das Minus der USA weiter an, obwohl Donald Trump verzweifelt versucht genau das Gegenteil zu erreichen. Traurig genug für ihn. Aber man schaue mal auf die Seite der EU. Bei den bedeutenden Handelspartnern erwirtschaftet sie eigentlich nur Überschüsse gegenüber den USA und der Schweiz. Tja, die Schweiz. Mal ehrlich. Sie ist geographisch komplett von der EU eingeschlossen, und verständlicherweise auf umfangreiche Importe aus der EU abhängig. Dass die EU gegenüber der Schweiz einen Überschuss von 13,4 Milliarden Euro hinlegt (Vorjahr 13,1), ist kein großes Kunststück. Also klammern wir die Schweiz mal aus.

Abgesehen von den USA produziert die EU nur Defizite. Gegenüber China wuchs das Minus von 57,2 auf 62 Milliarden Euro. Gegenüber Russland (Energieimporte) wuchs das Defizit von 25,8 auf 26,7 Milliarden Euro. Gegenüber der Türkei verwandelte sich ein Plus von 4,2 in ein Defizit von 3,5 Milliarden Euro. Weiter geht´s. Gegenüber Japan liegt das Minus bei 3,3 Milliarden Euro, gegenüber Norwegen (Energieimporte) bei -7,5 Milliarden Euro, gegenüber Südkorea bei 1,9 Milliarden Euro. Und sogar gegenüber Indien macht die EU 2,9 Milliarden Euro Minus. Ach ja, Mensch. Gegenüber Kanada macht die EU 3,1 Milliarden Euro Plus. Immerhin, besser als gar nichts.

Vereinfacht ausgedrückt: Im Warenhandel mit dem Planeten (beim Blick auf die großen Handelspartner) produziert die EU nur Defizite. Wäre der Warenhandel mit Nordamerika nicht extrem vorteilhaft für die EU, gäbe es netto richtig saftige Defizite, und somit den Abfluss von Geld und Wohlstand raus aus der EU. God bless America?

Außenhandel EU Daten April

Außenhandel EU - Containerschiff in Rotterdam
Außenhandel mit Waren über den Seeweg. Containerschiff bei der Einfahrt in Rotterdam. Foto: kees torn – AL MURAYKH , CSCL MARS & SMIT SEINE CC BY-SA 2.0

weiterlesen
Bitte abonnieren Sie unseren Newsletter.


Anmeldestatus

Meist gelesen 30 Tage

Wenn Sie diese Webseite weiter verwenden, stimmen Sie automatisch der Verwendung von Cookies zu. Zur Datenschutzerklärung

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen