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Der perfekte Kontraindikator? Amerikas Privatinvestoren so optimistisch wie seit drei Jahren nicht mehr!

Amerikas Privatinvestoren sind so gierig wie seit Jahren nicht mehr. Der perfekte Kontraindikator?

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am

FMW-Redaktion

Gemeinhin gelten Stimmungsindikatoren als guter Wegweiser für die Märkte: ist die Stimmung sehr bullisch, sind wohl die meisten schon im Markt (sprich: es fehlen die zukünftigen Käufer), ist die Stimmung dagegen sehr pessimistisch, sind nur wenige im Markt (sprich: es gibt viele potentielle Käufer).

Berücksichtigt man diese Überlegungen, dürfte vor allem an den US-Aktienmärkten eine baldige Korrektur nicht ganz unwahrscheinlich sein – denn die Stimmung der amerikanischen Privatanleger ist so optimistisch Jahren nicht mehr, wie die aktuelle AAII-Umfrage zeigt: demnach sind 59,8% im Bullenlager (+7,1% zur Vorwoche), während nur 15,6% im Bärenlager sind (-5,1% zur Vorwoche).

Dabei ist zu bedenken, dass bereits die Umfrage der letzten Woche vom 29.12.2017 die höchsten Werte für die Bullen auswiesen seit drei Jahren, dagegen die niedrigsten Werte für die Bären seit zwei Jahren. In der aktuellen Umfage also noch einmal eine weitere Steigerung des Optimismus – sicher kein ganz schlechter Kontraindikator!

In Deutschland dagegen steigt der Optimismus auch, wie die jüngste Umfrage der Deutschen Börse zeigt, aber er ist doch noch weit entfernt von den US-Werten. So sind die Privatanleger mit 51% mit absoluter Mehrheit auf der Bullen-Seite (+6% zur Vorwoche), bei den Profi-Anlegern sind es 48% (+4% zur Vorwoche). Die Bären kommen bei Profis wie auch bei den Privaanlegern auf jeweils 31%.

Zu dem Ergebnis bemerkt Joachim Goldberg:


„Dabei fällt auf, dass sich die Stimmungsveränderungen fast ausschließlich aus der Gruppe vormals seitwärts orientierter Akteure speisen. Sowohl Optimismus als auch Pessimismus (wenn auch letzterer in geringerem Ausmaß) sind beide gegenüber der Vorweihnachtsumfrage leicht gestiegen. Entgegen der Annahme vieler Kommentatoren, dass der zuletzt im Vergleich zum US-Dollar stärkere Euro für die DAX-Schwäche zu Anfang des Jahres verantwortlich gewesen sein soll, scheint dies die Investoren am Ende kaum geschert zu haben.“

Und Goldberg weter:

„Zum anderen ist der Optimismus sowohl bei den institutionellen als auch den privaten Investoren gestiegen. Aber im Vergleich zur vorgenannten Situation Anfang des Jahres 2016 sind die Sentiment-Indices – diese befanden sich vor zwei Jahren auf erheblich höherem, bei den Institutionellen sogar fast auf Rekordniveau – nicht auffallend hoch. Im Gegenteil: Gemessen an den Pegelständen der vergangenen Monate kann der Optimismus von heute als moderat bezeichnet werden. Dies bedeutet nach der herkömmlichen Lesart, dass der DAX von den heimischen Investoren keinen allzu großen Gegenwind erwarten dürfte.“

Dazu Goldberg auch noch im Video:


Statue von Arturo Di Modica nahe der Wall Street in New York City
Foto von Andreas Horstmann/Wikipedia (CC BY-SA 3.0)

3 Kommentare

3 Comments

  1. baeuerin

    4. Januar 2018 13:08 at 13:08

    Wir bewegen uns doch schon im „manischen Bereich“!
    …und das ist gut so….

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Markus Koch LIVE vom Start an der Wall Street: Der Öl-Schock

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Der Öl-Schock: Diese Aktien und Währungen sind betroffen – Gewinner und Verlierer

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Nach dem heutigen Öl-Schock (Ölpreis steigt so stark wie seit 1991 nicht mehr) gibt es natürlich betroffene Aktien und Währungen, die darunter leiden, und andere die davon profitieren. Schaue wir uns die Gewinner an. Ohhh Wunder, Exxon Mobil legt heute kräftig zu mit +4,8%. Die Aktie von BP legt um 4,9% zu, Royal Dutch Shell um 3,1%. Hier exemplarisch ein aktueller Chart der BP-Aktie seit Februar. Nach monatelangem Abwärtstrend jetzt die Trendwende?

BP-Aktie steigt dank Öl-Schock

Tja, und die Verlierer? Das sind die großen Öl-Verbraucher, bei denen ein schnell steigender Ölpreis zuerst sichtbar wird. Die Airlines! Die Lufthansa-Aktie fällt heute um 3,4%, Ryanair um 2,5%. Aber sogar die Airbus-Aktie leidet heute mit -4%. Der Aktienmarkt glaubt also an eine größere Auswirkung, die sogar Bestellungen für neue Flugzeuge beeinträchtigen könnte? Charttechnisch gesehen halten sich diese heutigen Rückfälle aber noch in Grenzen. Also noch keine Alarmstufe Rot für diese Aktien.

Öl-Schock sorgt für Verschiebungen am Devisenmarkt

Aber auch am Devisenmarkt sorgt der heutige Öl-Schock für eine Verschiebung der Geldströme. Währungen von Öl-Exportländern werden aufgewertet, und die von Importländern werden abgewertet. Mit am Stärksten negativ betroffen ist heute die türkische Lira. Die Türkei importiert viel Öl, und oben drauf gilt die Lira seit Jahren als Angriffsziel für diverse Arten von Spekulanten-Attacken. Heute steigt US-Dollar vs Türkische Lira von 5,67 auf 5,72. Indien als großer Konsummarkt für Öl ist sehr stark betroffen. USD vs Rupie gewinnt heute von 70,98 auf 71,61. Kleinere Auswirkungen spürt man aber auch bei US-Dollar gegen den ungarischen Forint, wo der Kurs gegenüber Freitag steigt von 299 auf 301. Aber das sind nur drei Beispiele. Betroffen sind auch Südafrika, Indonesien usw.

Auf der Gewinnerseite steht natürlich der russische Rubel. Obwohl der Dollar-Index heute gegenüber Freitag zulegt, verliert USD gegen den Rubel von 64,34 auf jetzt 64,01. Auch Kanada als Ölförder-Nation spürt als kleinen Ausläufer die Auswirkungen. USD vs kanadischer Dollar verliert von 1,3285 auf 1,3244. Im Chart sieht man USD vs Rubel seit Ende August. Der Rubel wertet eh seit einiger Zeit gegen den US-Dollar auf.

USD vs Rubel

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