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Devisen

Der Rubel ist dem Dollar nach wie vor schutzlos ausgeliefert

Redaktion

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FMW-Redaktion

Neben der bevorstehenden US-Zinserhöhung hatte die russische Notenbank am 31. Juli ihren Leitzins von 11,5 auf 11% gesenkt. Die Begründung: Die Konjunktur muss mit niedrigeren Zinsen gestützt werden. Der Rubel wertet immer weiter ab, vor allem gegenüber dem US-Dollar.

USDRUB 14.08.2015

Warum ist der Rubel dem Dollar schutzlos ausgeliefert? Die russische Zentralbank ist der Meinung, dass die Inflation in Russland in den nächsten zwei Jahren drastisch zurückgehen wird. Von daher sind jetzige Zinssenkungen kein Risiko für ein starkes Ansteigen der Inflation. Und, das geht aus den Texten der russischen Notenbank eindeutig hervor: sie beschäftigt sich in erster Linie mit der immer stärker schwächelnden Konjunktur. Diese will man stützen – mehrmals haben wir schon darauf hingewiesen, dass ein Zinsschritt von 11,5 auf 11% viel zu wirkungslos ist, um der Konjunktur einen kräftigen Impuls zu geben. Wenn man die fortschreitende Abwertung des Rubel auch weiterhin ignorieren will, kann man auch den Leitzins gleich auf 9, 8 oder 7% senken, auf einen Schlag. Die Notenbank schrieb zu ihrer Zinsentscheidung am 31. Juli:

„On 31 July 2015, the Bank of Russia Board of Directors decided to reduce the key rate from 11.50 to 11.00 per cent per annum, taking into account that the balance of risks shifts towards the considerable economy cooling despite a slight increase in inflation risks. According to the Bank of Russia forecast, consumer price growth will continue to slow amid slack domestic demand. Annual inflation will fall below 7% in July 2016 and reach the 4% target in 2017. The Bank of Russia will further decide on its key rate depending on the balance of inflation risks and risks of economy cooling.

Annual inflation temporarily accelerated in July, which was expected and caused by a greater increase in utility tariffs compared with 2014. As of 27 July 2015, annual consumer price growth rate rose to 15.8% from 15.3% in June, according to Bank of Russia estimates. Weekly inflation declined to 0.0 — 0.1% again after a significant increase early this month. Amid a considerable reduction in real income slack consumer demand hampers consumer price growth.“

Der Rubel wird derzeit sozusagen für die Konjunktur geopfert. Ob die Konjunktur durch ein halbes Prozentpunkt niedrigeren Leitzins wieder anspringt, bei dem geopolitischen Umfeld für Russland mit den Ölpreisen, ist mehr als fraglich! Der Weg für Rubel-Shorties scheint auch weiterhin frei zu sein. Wo geht die Reise hin im USDRUB? Von derzeit knapp 65 auf 70?

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Devisen

Aktuell: Goldpreis fällt spürbar auf 1.878 Dollar

Claudio Kummerfeld

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Jetzt wo immer konkreter wird, dass Deutschland in Kürze die Corona-Restriktionen stark anzieht, verschärfen sich international die Ängste. Die Aktienkurse fallen weiter, und der US-Dollar als zentraler Fluchthafen zieht weiter an (wir berichteten vorhin bereits). Der Dollar steigt, und der Goldpreis rauscht aktuell runter auf 1.878 Dollar. Gold fällt aktuell gemeinsam mit den Aktienmärkten. Dies ist ein Phänomen, das man bereits im März beobachtete – auch damals funktionierte der US-Dollar kurzzeitig als Fluchthafen.

Goldpreis gegen US-Dollar-Verlauf im Chart

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Türkische Lira fällt erneut auf Rekordtief – die aktuelle Lage

Redaktion

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Türkei Flagge

Die türkische Lira fällt immer weiter, heute früh auf ein neues Rekordtief. Die Lage ist dramatisch. Bereits letzte Woche Donnerstag rauschte die türkische Währung auf ein erneutes Rekordtief. US-Dollar vs Türkische Lira stieg von 7,80 auf 7,96. Heute früh springt der Wechselkurs erneut. Für einen US-Dollar muss man aktuell 8,03 Lira aufbringen. Der Chart zeigt den Kursverlauf des US-Dollar gegen die Lira in den letzten zwölf Monaten. Die Abwertung läuft immer weiter.

Türkische Lira immer noch enttäuscht nach Zinsentscheid

Erst letzten Donnerstag hatte die türkische Zentralbank bei ihrer Zinsentscheidung den Leitzins unverändert belassen, obwohl der Devisenmarkt eine deutliche Zinsanhebung erwartet hatte, um die Lira-Abwertung zu bekämpfen. Aber nein, der Leitzins bleibt bei 10,25 Prozent. Und so fiel die türkische Währung wie gesagt schlagartig auf ein Rekordtief. Und die Abwertung läuft in diesem dramatischen Tempo nicht nur gegenüber dem US-Dollar, sondern auch dem Euro. Für 1 Euro musste man Anfang letzter Woche noch 9,27 türkische Lira aufbringen – jetzt sind es 9,51 Lira.

Weitere Faktoren für Lira-Schwäche

Die Enttäuschung zum Leitzins wirkt heute noch nach. Zudem teilt Präsident Erdogan derzeit verbal aus gegen den französischen Präsidenten, der den Botschafter aus Ankara zurückrief (hier mehr Details dazu). Außerdem könnte der Raketenstreit der Türkei mit den USA erneut wieder aufflammen. Und da wäre noch der aktuelle Krieg zwischen Armenien und Aserbaidschan, und nicht zu vergessen der Gas-Streit der Türkei mit Zypern. Alles zusammengenommen ein geopolitischer Mix, der dem Devisenmarkt Angst macht, mal ganz abgesehen von der Coronakrise.

Und was letzte Woche noch dazu kam, waren Berichte über die Analysen einer unabhängigen Expertengruppe in der Türkei. Sie will ermittelt haben, dass die tatsächliche Inflation in der Türkei vier Mal so hoch sein soll wie offiziell angegeben. Aber das muss aktuell nicht zu viel Auswirkung auf die türkische Lira haben, sondern wohl eher der Mix der vorher genannten Faktoren. Aktuell scheint keine Besserung in Sicht zu sein.

Chart zeigt Kursverlauf von US-Dollar gegen türkische Lira

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Devisen

Freudige Nachricht für Gold-Anleger, Robert Halver über Aktienmärkte, Ideen zu Pfund und Facebook

Redaktion

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Eine freudige Nachricht für Anleger, die in Gold-Produkte wie ETCs investieren. Bisher waren nämlich Gewinne auf physisches Gold nach 12 Monaten steuerfrei. Jetzt gibt es ein Gerichtsurteil, wonach ein Goldprodukt dem physischen Gold gleichgestellt wurde. Auch hier sind die Gewinne nach 12 Monaten steuerfrei. Dies liegt daran, dass man sich als Anleger bei diesem Produkt (ETC) das Gold auch physisch ausliefern lassen kann. Möglicherweise können Sie sich sogar gezahlte Steuern erstatten lassen. Fragen Sie hierzu Ihren Steuerberater. Manuel Koch geht im folgenden Video auf diesen Sachverhalt ein.

Auch bespricht er mit Robert Halver die aktuelle Lage am Aktienmarkt. Seine Empfehlung: Trotz aktueller Unsicherheiten sollte der Anleger am Ball bleiben und über Aktiensparpläne investieren. Auch bespricht Manuel Koch im Video zwei Handelsempfehlungen der trading house-Börsenakademie. Euro gegen Pfund sei eine Kaufidee über das Vehikel einer Stop-Buy-Order. Die Aktie von Facebook könne man shorten über eine Stop-Sell-Order. Beide Ideen werden im Detail erläutert.

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