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Aktien

Der Tech-Absturz

Redaktion

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So ist es halt immer. Wer in einem immer weiter steigenden Markt kauft, weiß erst ein paar Wochen oder Monate später, ober der Dumme war, der im Hoch eingestiegen ist. Wer in den Monaten August und September auf den jahrelang rollenden Zug aufsprang, war der Dumme. Im folgenden Chart haben wir die Aktien von Apple, Facebook, Wirecard und Amazon übereinander gelegt seit März 2018. Alle rauschen in den Keller.

Tech-Absturz angeführt von Facebook

Facebook läuft von allen am Schlechtesten, und hatte seine Abwärtsfahrt schon im Juli angetreten nach schwachen Quartalszahlen. Momentan kommen bei Facebook Veröffentlichungen in den USA auf den Tisch über ein offenbar sehr negatives Betriebsklima. Oben drauf kommen aktuell noch Infos, dass Facebook über PR-Agenturen Berichte auf Medien-Seiten veröffentlichen ließ, die Facebook positiv darstellen sollten im Vergleich zu Konkurrenten aus dem Silicon Valley. Mark Zuckerberg tut aktuell so, als hätte er davon gar nichts gewusst. Genau wie beim VW-Chef, der von Diesel-Manipulationen nichts mitbekommt? Die Aktie ist seit Wochen negativ behaftet.

Apple

Bei Apple hagelt es diese Woche nicht nur Umsatz- und Gewinnwarnungen von Apple-Zulieferern. Nein, auch einhergehend damit senken Analysten ihre Kursziele für die Apple-Aktie. Und das in einem eh schon schwachen Tech-Umfeld. Die Zeichen mehren sich, dass bei Apple der Markt gesättigt ist, zumal das Unternehmen immer höhere Preise aufruft. Ob Apple dank höherer Preise das fehlende Wachstum bei den verkauften Stückzahlen ausgleichen kann, ist noch nicht klar. Die Aktie tendiert auch seit einiger Zeit abwärts. Sie ist ein absolutes Schwergewicht, und zieht damit den Schnitt runter.

Amazon

Zusammen mit Apple ist auch Amazon ein Schwergewicht. Auch diese Aktie hat herbe Verluste erlitten (von über 2000 auf 1585 Dollar). Heute ist die Aktie erneut im Minus. Oben drauf kommen aktuelle Äußerungen von Jeff Bezos, die vielleicht inhaltlich irgendwie nachvollziehbar sein mögen, aber doch Verunsicherung in den Markt bringen. Von einem Mitarbeiter gefragt, ob Amazon Vorkehrungen treffe, weil andere Giganten wie Sears etc auch pleite gegangen sein, sagte Bezos, dass auch Amazon irgendwann pleite gehen werde. Laut CNBC sagte er Amazon werde pleite gehen! Große Unternehmen hätten eine Lebensdauer von 30 oder mehr Jahren, und nicht von 100 oder mehr Jahren. Es gehe nur darum, dass man versuche die Lebensdauer möglichst lange auszudehnen. Na, wenn das mal kein Vertrauen in die Aktie bringt!

Wirecard

Kaum ist die deutsche Wirecard in den Dax aufgenommen, geht es nur noch bergab (von knapp 200 auf 146 Euro). Schuld daran ist Wirecard selbst nicht, weil die Erfolgsstory der Firma  noch voll in Gange ist. Aber man ist im Augenblick mit gehangen und mit gefangen im Abwärts-Strudel der Tech-Werte. Ist hier am Ehesten ein Einstieg sinnvoll? Die Frage ist, ob man derzeit in ein fallendes Messer greifen sollte.

Tech-Absturz

Nvidia hat es gestern zerschossen. Die Aktie verliert von 202 Dollar gestern auf jetzt 164 Dollar. Die Aussichten waren schwach gemeldet worden zusammen mit den Quartalszahlen. Man sieht: Nicht nur die Social Media- und Plattform-Konzerne brechen ein, auch andere Tech-Bereiche schwächeln. Der Handelskrieg mit China schickt erste Schockwellen durch die Börse! (im Chart die Nvidia-Aktie seit April)

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Aktien

Markus Koch LIVE vor dem Handelsstart in New York – Bullen, Bären und fliegende Schweine

Redaktion

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Markus Koch meldet sich im folgenden Video LIVE vor dem Handelsstart in New York. Ab morgen startet das verlängerte Thanksgiving-Wochenende in den USA. Die gut laufenden Kurse im November sind im Fokus seiner heutigen Berichterstattung.

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Markus Koch LIVE vor dem Handelsstart in New York – Thanksgiving-Party

Redaktion

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Markus Koch meldet sich im folgenden Video LIVE vor dem Handelsstart in New York. Die steigenden Corona-Zahlen in den USA werden an der Börse derzeit ignoriert. Die Kurse kennen aktuell nur eine Richtung. Positiv zu werten ist auch, dass vermutlich die ehemalige Fed-Chefin Janet Yellen neue US-Finanzministerin werden sollte.

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Aktien

Aktienmärkte: Warum einige aktive Fonds 2020 den Markt schlagen

Wolfgang Müller

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Die Aktienmärkte sind Schauplatz eines Kampfes, der von Jahr zu Jahr härter wird: Der Wettstreit zwischen den aktiven Fonds und den preisgünstigen, passiven Indexfonds (ETFs). In diesem Jahr haben einige der aktiv gemanagten Investmentfonds die Nase vorn. Ein Grund dafür ist die auch die ungewöhnliche Konzentration der Anleger allgemein auf marktschwere Titel.

Aktienmärkte: Das Dauerduell aktiv gegen passiv

Was hatte sich der in diesem Jahr verstorbene Gründer des passiven Investierens, John Bogle, anfangs für Feinde gemacht, zumeist wurde er milde belächelt! Mitte der Siebziger war Mittelmaß als Ziel eines Investments absolut verpönt, alle wollten noch die Aktienmärkte schlagen.

Doch Bogle hatte seine Mitarbeiter beauftragt, alle im S&P 500 enthaltenen Aktien entsprechend ihrer Gewichtung zu kaufen und damit den bekannten Börsenindex einfach nachzubilden.

Damit schuf Bogle den ersten Indexfonds (Vanguard 500), mit einem aus heutiger Sicht mickrigen Volumen von 11,3 Millionen Dollar.

Doch von Jahr zu Jahr steigt die Anlagesumme in die passiven Anlagevehikel, vor gut zehn Jahren wurde die Billionen-Grenze überschritten, mittlerweile ist die von BlackRock, Vanguard, State Street dominierte Branche bei weit über sechs Billionen Dollar angelangt.

Natürlich lässt es sich auf Dauer nicht verheimlichen, dass es kaum einem aktiven Anlagevehikel jenseits der 10-Jahresfrist gelingt, den Index und damit auch den entsprechenden Exchange Traded Fund zu schlagen. Am allerwenigsten den Leitindex der Aktienmärkte, den S&P 500 als Benchmark – insgesamt liegt die Underperformance bei über 90 Prozent in den großen Märkten.

Ich habe es vor kurzem in einem Artikel dargelegt, welche Folgen es hat, wenn man in einem Jahrzehnt auch nur die zehn besten Handelstage der Aktienmärkte versäumt.

2020 und die extreme Outperformance von Growth

Blicken wir nun auf den heimischen Markt, wo die Entwicklung natürlich einmal mehr den amerikanischen Vorbildern folgt. Hier gibt auch BlackRock den Ton an mit seinen iShares, gefolgt von Lyxor und den XTrackers von DWS, einer Tochter der Deutschen Bank. Gefolgt von UBS, Amundi, Invesco und Deka Investments und damit sind auch die deutschen Sparkassen im Geschäft.

Wie eine Auswertung des Fondsverbands BVI zeigt, haben in den Privatanleger-Depots es einige der alten Namen aus der aktiven Branche geschafft, ihre Vergleichsindizes zu schlagen. Produkte der DWS, der Deka oder der Allianz Group und aus dem Kreise derer, die schon über ein Jahrzehnt am Markt sind. Und dies gilt auch schon für ein paar Jahre, obwohl für diese Produkte die teuren Konditionen mit dem Ausgabeaufschlag und der jährlichen Jahresgebühr von deutlich über ein Prozent p.a. gelten. Wie ist diese Performance zu erklären?

Es waren zum Teil die internen Vorschriften, die den aktiven Fondsmanagern geholfen haben – und nicht die besondere Aktienauswahl.

Man hatte innerhalb der Aktienmärkte auf Aktien gesetzt, die eine hohe Marktkapitalisierung aufwiesen, so genannte Blue Chips – und was lief in den letzten Jahren besonders gut?

Klar, der Tech-Bereich mit Titeln wie Amazon, Apple oder Microsoft, Aktien, die in den Fonds zum Teil noch stärker gewichtet waren, als zum Beispiel im S&P 500 oder im MSCI World. Aber bereits seit Anfang September ist so etwas wie eine Branchenrotation feststellbar, verstärkt durch das Ergebnis des Wahlausgangs in den USA sowie den letzten Ereignissen im Zusammenhang mit der Impfstoffentwicklung.

Anders ausgedrückt: Was passiert, wenn die Big Player wieder auf ein „normales“ Wachstumstempo zurückfallen, um nur eine milde Kursentwicklung zu prognostizieren?

Fazit

Aus den letzen Überlegungen wird deutlich, wie schwierig es in Zukunft bleiben wird, mit spezieller Aktien-Einzelauswahl die Aktienmärkte zu schlagen. Wird es zu einer bleibenden Branchenrotation von Growth zu Value kommen, oder hält sich das Wachstum der Big Seven, oder auch der FAANG-Aktien noch eine Weile?

Man braucht sich nur den explosiven Anstieg einiger Corona-Aktienopfer seit der Impfstoffmeldung von BioNTech/Pfizer zu betrachten. Wie stark wird es noch zu großen Umschichtungen in den großen Depots, insbesondere zum Jahreswechsel kommen? Der 9. November könnte bedeutsamer gewesen sein, als bisher angenommen. Der Anstieg des Nasdaq 100 von seinem Tief vom 6. März 2009 bis zu seinem Hoch am 2. September 2020 mit sagenhaften 1154 Prozent sollte irgendwann korrigiert werden, Kurse (speziell von Indizes) wachsen nie in den Himmel. Der Dax brachte es in diesem Zeitraum auf bescheidene 354 Prozent.

Die Aktienmärkte und die aktiv verwalteten Fonds

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