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Der United Airlines-Skandal schlägt hohe Wellen in den USA – Aktie im Sinkflug

In den USA gibt es heute fast nur ein Thema: das gewaltsame Entfernen eines Fluggastes einer United Airlines-Maschine am Sonntag. Nach Auftauchen weiterer schockierender Bilder über Twitter ist der Aktienkurs der Airline heute im Sinkflug..

FMW-Redaktion

In den USA gibt es heute fast nur ein Thema: das gewaltsame Entfernen eines Fluggastes einer United Airlines-Maschine am Sonntag. Folgendes hat sich am Flughafen O´Hare in Chicago zugetragen: die Maschine mit Flugziel Louisville (Kentucky) war auf allen Plätzen besetzt, die Airline wollte jedoch Platz für vier Crew-Mitarbeiter schaffen, die für einen Flug am nächsten Morgen in Louisville eintreffen mussten.

Die Fluggesellschaft bot daraufhin an, vier Freiwilligen eine kostenlose Übernachtung in Chicago zu bezahlen sowie eine extra-Prämie von 400 Dollar Prämie, die wenig später sogar auf 800 Dollar verdoppelt wurde. Keiner der Passagiere meldete sich jedoch, woraufhin vier Passagiere per Zufallsgenerator von einem Computer ausgewählt wurden, die das Flugzeug verlassen sollten.

Einer der Passagiere, nach eigenen Angaben ein Arzt, der unbedingt zu Patienten nach Louisville reisen musste, wollte der Aufforderung nicht folgen. Und dann passierte das:

https://twitter.com/Samitanimusic/status/851666754304528384

Vor allem nach Auftauchen des Videos sowie dem Tweet mit dem blutenden Passagier war die Empörung in den USA enorm – selbst in Washington sorgte der Vorfall für Unruhe, wo zahlreiche Politiker nun Konsequenzen aus dem Vorfall fordern. Was die Sache noch akuter machte, war die Reaktion des Managements von United Airlines: zunächst eine lauwarme Entschuldigung, dann vor allem eine Email an die Mitarbeiter des Unternehmens, in dem der gewaltsam aus dem Flugzeug entfernte Mann als “disruptive” („störend“) und “belligerent” („streitlustig“ oder „kampflustig“) bezeichnet wurde.

Selbst in Chinas sozialen Netzwerken ist das Thema ein viraler Hit – in den USA ergießt sich per Twitter jede Menge Häme über die Airline :

https://twitter.com/archct/status/851572747532742657

Und das wird nun auch für den Aktienkurs von United Intercontinental Holdings ein Problem, zumal viele Twitter-User sich beschweren, dass ihre Tweets von dem Unternehmen gelöscht worden seien:

https://twitter.com/Meowma/status/851796894112239617

Mithin betreibt das Management also ein miserables Krisen-Management, was die Aktionäre offenkundig verstört:

Nun ist es durchaus üblich in den USA, dass Maschinen überbucht sind, weil die Airlines davon ausgehen, dass bei jedem Flug einige Passagiere nicht erscheinen. Rechtlich sind die Airlines durch ihre AGBs abgesichert: wenn sie Ersatz anbieten, müssen sie die Dienstleistung bei Eintreten besonderer Bedingungen nicht zwangsläufig leisten, faktisch hat der Passagier trotz Bezahlung des Tickets keinen wasserdichten Anspruch auf Beförderung mittels des gekauften Tickets zur gebuchten Zeit.

Aber die Moral von der Geschich´t: entferne gewaltsam keine Passagiere nicht. Und wenn doch, nicht so wie geschehen – dann wenigstens anschließend dann eine Herangehensweise zeigen, die sich deutlich vom Krisenmanagement von United Airlines unterscheidet!

P.S.: der Mann, der den Passagier so gewaltsam vom Sitz zerrte und ein Mitarbeiter des Flughafens in Chicago ist, ist (vorübergehend?) vom Dienst supsnediert worden..



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2 Kommentare

  1. Hätten doch die vier Crew-Mitarbeiter mit der Bahn oder mit dem Auto fahren können – so groß ist die Entfernung zwischen den beiden Städten auch wieder nicht!

  2. diese gewaltätigen mitarbeiter gehoeren verklagt und verurteilt wegen koerperverletzung…..die airline ist durch missmanagement allein schuld…

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