Folgen Sie uns

Aktien

Der United Airlines-Skandal schlägt hohe Wellen in den USA – Aktie im Sinkflug

In den USA gibt es heute fast nur ein Thema: das gewaltsame Entfernen eines Fluggastes einer United Airlines-Maschine am Sonntag. Nach Auftauchen weiterer schockierender Bilder über Twitter ist der Aktienkurs der Airline heute im Sinkflug..

Redaktion

Veröffentlicht

am

FMW-Redaktion

In den USA gibt es heute fast nur ein Thema: das gewaltsame Entfernen eines Fluggastes einer United Airlines-Maschine am Sonntag. Folgendes hat sich am Flughafen O´Hare in Chicago zugetragen: die Maschine mit Flugziel Louisville (Kentucky) war auf allen Plätzen besetzt, die Airline wollte jedoch Platz für vier Crew-Mitarbeiter schaffen, die für einen Flug am nächsten Morgen in Louisville eintreffen mussten.

Die Fluggesellschaft bot daraufhin an, vier Freiwilligen eine kostenlose Übernachtung in Chicago zu bezahlen sowie eine extra-Prämie von 400 Dollar Prämie, die wenig später sogar auf 800 Dollar verdoppelt wurde. Keiner der Passagiere meldete sich jedoch, woraufhin vier Passagiere per Zufallsgenerator von einem Computer ausgewählt wurden, die das Flugzeug verlassen sollten.

Einer der Passagiere, nach eigenen Angaben ein Arzt, der unbedingt zu Patienten nach Louisville reisen musste, wollte der Aufforderung nicht folgen. Und dann passierte das:

Vor allem nach Auftauchen des Videos sowie dem Tweet mit dem blutenden Passagier war die Empörung in den USA enorm – selbst in Washington sorgte der Vorfall für Unruhe, wo zahlreiche Politiker nun Konsequenzen aus dem Vorfall fordern. Was die Sache noch akuter machte, war die Reaktion des Managements von United Airlines: zunächst eine lauwarme Entschuldigung, dann vor allem eine Email an die Mitarbeiter des Unternehmens, in dem der gewaltsam aus dem Flugzeug entfernte Mann als “disruptive” („störend“) und “belligerent” („streitlustig“ oder „kampflustig“) bezeichnet wurde.

Selbst in Chinas sozialen Netzwerken ist das Thema ein viraler Hit – in den USA ergießt sich per Twitter jede Menge Häme über die Airline :

Und das wird nun auch für den Aktienkurs von United Intercontinental Holdings ein Problem, zumal viele Twitter-User sich beschweren, dass ihre Tweets von dem Unternehmen gelöscht worden seien:

https://twitter.com/Meowma/status/851796894112239617

Mithin betreibt das Management also ein miserables Krisen-Management, was die Aktionäre offenkundig verstört:

Nun ist es durchaus üblich in den USA, dass Maschinen überbucht sind, weil die Airlines davon ausgehen, dass bei jedem Flug einige Passagiere nicht erscheinen. Rechtlich sind die Airlines durch ihre AGBs abgesichert: wenn sie Ersatz anbieten, müssen sie die Dienstleistung bei Eintreten besonderer Bedingungen nicht zwangsläufig leisten, faktisch hat der Passagier trotz Bezahlung des Tickets keinen wasserdichten Anspruch auf Beförderung mittels des gekauften Tickets zur gebuchten Zeit.

Aber die Moral von der Geschich´t: entferne gewaltsam keine Passagiere nicht. Und wenn doch, nicht so wie geschehen – dann wenigstens anschließend dann eine Herangehensweise zeigen, die sich deutlich vom Krisenmanagement von United Airlines unterscheidet!

P.S.: der Mann, der den Passagier so gewaltsam vom Sitz zerrte und ein Mitarbeiter des Flughafens in Chicago ist, ist (vorübergehend?) vom Dienst supsnediert worden..

2 Kommentare

2 Comments

  1. Avatar

    aLf

    11. April 2017 17:56 at 17:56

    Hätten doch die vier Crew-Mitarbeiter mit der Bahn oder mit dem Auto fahren können – so groß ist die Entfernung zwischen den beiden Städten auch wieder nicht!

  2. Avatar

    roman

    11. April 2017 19:27 at 19:27

    diese gewaltätigen mitarbeiter gehoeren verklagt und verurteilt wegen koerperverletzung…..die airline ist durch missmanagement allein schuld…

Hinterlassen Sie eine Antwort

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

ACHTUNG: Wenn Sie den Kommentar abschicken stimmen Sie der Speicherung Ihrer Daten zur Verwendung der Kommentarfunktion zu.
Weitere Information finden Sie in unserer Zur Datenschutzerklärung

Aktien

Tesla: Frank Thelen ist voll des Lobes über den „Battery Day“ -Video

Claudio Kummerfeld

Veröffentlicht

am

Innenansicht eines Tesla-Autos

Für die Börsianer war der diese Woche stattgefundene „Battery Day“ von Tesla eine Enttäuschung. Die Produktion viel günstigerer Autos mit sehr langer Batterielaufzeit dauere noch drei Jahre. Und zack, die Aktie von Tesla fiel spürbar. Aber der aus der „Höhle der Löwen“ bekannte Investor und Tech-Experte Frank Thelen singt im folgenden Instagram-Video ein Loblied auf den Battery Day von Tesla. Er sieht hier von A-Z ein sensationelles Konzept, und einen großen Schub hin zu einem wirklich erschwinglichen Auto. Dass so ein riesiger Sprung nach vorne nun mal nicht sofort funktioniere, sondern drei Jahre dauere, sei ganz normal. Aber sehen Sie selbst.

weiterlesen

Aktien

Aktien: Vermögensreport offenbart, Deutsche investieren mehr

Entdecken die Deutschen plötzich ihre Liebe zu Aktien? Die Enteignung der Geldsparer durch die Zinspolitik wirkt, die Bürger wenden sich stärker Aktien zu

Avatar

Veröffentlicht

am

Entdecken die Deutschen plötzich ihre Liebe zu Aktien? Der aktuelle Allianz Global Wealth Report hat es dargelegt: Die Notenbankpolitik der Länder wird dazu führen, dass das Vermögen der Wohlhabenden global trotz Corona ansteigen wird – auf 198 Billionen Euro zu Jahresende – FMW berichtete darüber. Der Report zeigt aber auch, dass sich die deutschen Sparer mehr den Aktien als Anlagevehikel zuwenden.

Aktien: Corona und die Vermögensbildung

Die Volkswirte der Allianz werteten Daten aus 57 Nationen aus, zum Vermögen aus Bargeld und Bankeinlagen, angelegtem Geld in Versicherungen und Pensionskassen sowie Anlagen in Wertpapieren und Fonds. Trotz der Pandemie erhöhte sich dies im ersten Halbjahr des Jahres um 1,5 Prozent, der Frühjahrseinbruch von geschätzten 4,3 Prozent ist damit mehr als ausgeglichen. Über die Gründe braucht nicht großartig spekuliert zu werden: Staatliche Rettungsprogramme, die Geldpolitik der Notenbanken, eine erhöhte Sparneigung der Konsumenten und natürlich der Anstieg der Aktien. Noch ein kurzer Blick auf die Vermögensübersicht der Länder pro Bürger:

USA: 209.524 Euro
Schweiz: 195.388 Euro
Singapur: 116.657 Euro

18. Deutschland: 57.097 Euro

An dieser Übersicht wird wieder einmal das Problem einer statistischen Erfassung von Durchschnittswerten ersichtlich. Die vier reichsten Amerikaner besitzen ein Vermögen von über 500 Milliarden Dollar, verteilt auf die 331 Millionen Amerikaner würde dies bereits 1500 Dollar pro Bürger ergeben. Dabei gab es 2019 allein schon 607 Milliardäre in den Vereinigten Staaten. Man bräuchte aus so einer Statistik nur den reichsten Mexikaner, Carlos Slim, aus der Liste entfernen und schon hätte man veränderte Zahlen für das Land. Aber erstaunlich ist diese Vermögensverteilung auf der Welt dennoch. Im Jahr 2019 lagen von den 192 Billionen Euro Weltvermögen nicht weniger als 83,7 Billionen in den USA.

Die Entwicklung in Deutschland

Was bedeutet das für das Land der (Geld-)Sparer, mit deren 2,4 Billionen Euro auf nicht verzinslichen Konten? Die Allianz stellt fest, dass sich die Bankeinlagen um 3,5 Prozent und damit weniger als in anderen Ländern erhöht haben (Frankreich plus 6 Prozent, China plus 9 und die USA plus 10 Prozent).

Dennoch stieg das Vermögen der Haushalte um 1,3 Prozent im ersten Halbjahr und sollte nach der Schätzung der Allianz zum Jahresende 6,8 Billionen Euro erreichen. Da dies nicht am Geldmarkt zu verdienen war, deutet dies auf eine Verhaltensänderung im Sparverhalten hin.

Die langsame Hinwendung zu Aktien

Lange hatte man es eigentlich schon erwartet, dass die Enteignung der Geldsparer durch die Zinspolitik der Europäischen Zentralbank wirkt und sich die Bürger stärker den Aktien zuwenden. Die Allianz stellt fest, dass die deutschen Sparer in den vergangenen drei Jahren 20 Prozent ihrer verfügbaren Ersparnisse direkt in Aktien angelegt haben. Auf Sechsjahressicht waren dies 5,8 Prozent und das Interessante daran ist, dass US-Bürger in dieser Zeit nur 0,7 Prozent in Aktien investiert haben. Das bevorzugte Investment waren börsengehandelte Indexfonds. Allerdings beziehen sich diese Werte auf die Zeit vor Corona und seither gibt es den großen Hype um die gebührenfreien Brokerdepots – Stichwort RobinHood. Diesen Trend gibt es auch in Deutschland mit der riesigen Zahl neu eröffneter Depots bei günstigen Direktanlagebanken.

Es verändert sich auch der so genannte Home Bias, also die Bevorzugung heimischer Titel. Deutsche Anleger investieren verstärkt in ausländische Aktien, die Quote stieg in den vergangenen sechs Jahren von 25 auf 38 Prozent. Aber noch ist Deutschland weit von der angelsächsischen Aktienpräferenz entfernt.

In den USA liegen 53 Prozent der Ersparnisse auf Wertpapierkonten, in Deutschland 25 Prozent.

Fazit

Auch wenn das Pflänzchen Anlage in Aktien in Deutschland langsam wächst, sind es laut Allianz vorwiegend die Haushalte mit einem höheren Einkommen, die sich an diese Assetklasse heranwagen. 30 Prozent unserer Haushalte besitzen kaum Geldvermögen. So zählt auch Deutschland zu den Ländern, in dem „die Vermögensverteilung relativ ungleich verteilt ist“, so Arne Holzhausen, Leiter Insurance und Wealth Markets bei der Allianz.

Die Deutschen entdecken ihre Liebe zu Aktien

weiterlesen

Aktien

Abwarten beim Dax, ifo steigt, 5G startet, Tradingideen bei Adidas und Mastercard

Redaktion

Veröffentlicht

am

Von

Sollte man sich jetzt in den Dax reinkaufen? Im folgenden Video bespricht Manuel Koch die aktuelle Lage und die Aussicht für die nächsten Wochen mit einem Experten. Noch 3 bis 4 Wochen solle man abwarten. Würden die Kurse dann zurückkommen, seien es Kaufkurse. Wenn nicht, dann sehe der Markt neue Jahreshöchststände.

Der heute veröffentlichte ifo-Index gebe weiteren Optimismus für die deutsche Konjunktur. Auch im Video angesprochen wird das von Telefonica an den Start gebrachte 5G-Netz.

Konkret besprochen werden im folgenden Video zwei Handelsempfehlungen der trading house Börsenakademie. Die Aktien von Adidas und Mastercard seien beide ein Kauf. Man könnte mit einer Stop-Buy-Order einsteigen.

weiterlesen

Anmeldestatus

Meist gelesen 7 Tage

Wenn Sie diese Webseite weiter verwenden, stimmen Sie automatisch der Verwendung von Cookies zu. Zur Datenschutzerklärung

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um Ihnen das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn Sie diese Website ohne Änderung Ihrer Cookie-Einstellungen verwenden oder auf "Akzeptieren" klicken, erklären Sie sich damit einverstanden.

Schließen