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Der wichtigste Tag bei Quartalszahlen: Ausblick für heute Abend auf Apple, Google und Amazon

Drei der absolut größten Tech-Konzerne weltweit neben Facebook melden heute Abend kurz nach 22 Uhr deutscher Zeit ihre Quartalszahlen: Apple, Amazon und Google (Alphabet). Wir berichten dann umgehend. Was ist zu erwarten?

Redaktion

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FMW-Redaktion

Drei der absolut größten Tech-Konzerne weltweit neben Facebook melden heute Abend kurz nach 22 Uhr deutscher Zeit ihre Quartalszahlen: Apple, Amazon und Google (Alphabet). Wir berichten dann umgehend. Was ist zu erwarten?

Alphabet (Google, Youtube)

Die Alphabet-Aktie steigt immer weiter, und weiter, und weiter. Das Allzeithoch wurde erst vor einer Woche bei knapp unter 2000 Dollar erreicht (jetzt 1177 Dollar). Also keine Spur für irgendwelche Wehklagen kurz vor den Zahlen. Die Gesamtkosten bei Google waren im letzten Quartal enorm um 3 Milliarden Dollar gestiegen, die Umsätze aber um 5 Milliarden Dollar. Das rettete das Gesamtbild. Alphabet hat nun drei Quartale nacheinander die Erwartungen der Analysten entweder erfüllt, oder übertroffen. Von daher darf man optimistisch sein, dass auch heute gute Zahlen veröffentlicht werden.

Die Kosten, die Werbekunden pro Werbeklick für Google-Anzeigen bezahlen, waren vor zwei Quartalen spürbar gefallen, und im letzten Quartal wieder leicht gestiegen. Hier dürfte es auch interessant werden, ob dieser wichtige Wert erneut steigen kann. Die Gewinne pro Aktie sollen um 10 Dollar liegen, und der Umsatz bei 25,6 Milliarden Dollar, was einem Jahreszuwachs von 8% und 30% entsprechen würde. Also, bei Alphabet ist man aus Beobachtersicht recht zuversichtlich.

Amazon

Auch Amazon ist massiv auf Wachstumskurs. Mehr als bei allen anderen Tech-Konzernen wird man bei Amazon heute Abend darauf achten, wie stark die Kosten weiter explodieren. Denn man investiert massiv in Warenlager, Online-Content, aber auch in Buchgeschäfte (ja wirklich), und den Amazon Go-Sotre uvm. Jeff Bezos ist besessen davon immer weiter zu wachsen, auf Teufel komm raus. Werden die Kosten diesmal die Börsianer schockieren?

Die Wachstumsstory mit steigenden Umsätzen sollte weiter laufen, da hat kaum jemand einen Zweifel dran. Nur ist die Frage, ob die Kosten noch schneller steigen als die Umsätze! Nach 1,54 Dollar vor einem Jahr liegen die Gewinnerwartungen für heute Abend um die 1,88 Dollar pro Aktie. Beim Umsatz liegen die Erwartungen um die 60 Milliarden Dollar nach 43,74 Milliarden Dollar vor einem Jahr. Der folgende Chart seit 2015 zeigt, dass die Amazon-Story bei den Börsianern konstant intakt ist. Weiter rauf, rauf, rauf.

Apple

Wir hatten erst diese Woche darüber berichtet. Die Anzeichen mehren sich eindeutig, dass Apple seine iPhone X-Produktion im laufenden Quartal massiv drosselt, weil das Gerät mit mehr als 1000 Euro einfach zu teuer ist. Das könnte zu Problemen bei Umsatz und Gewinn führen, in der heutigen Aussicht für das laufende Quartal. Der Aktienkurs hat sich daraufhin in den letzten Tagen schon nach unten angepasst, um dieses Szenario vorwegzunehmen. Seit 18. Januar fiel die Aktie bis heute zügig von 180 auf 167,43 Dollar. Bei den Zahlen für das letzte Quartal traut so mancher Analyst Apple zu die Gewinn-Höchstmarke von vor zwei Jahren von 18,4 Milliarden Dollar zu überschreiten. Die vermeldeten Umsätze und Gewinne sollten wohl prächtig ausfallen – aber für die Aktie ist wohl wichtiger, was Tim Cook zur aktuell laufenden Produktion des iPhone X zu sagen hat.


Die Apple-Aktie seit November 2017.

Hier die Sichtweise zu Apple von Clement Thibault von Investing.com

Umsatzprognose: 85,80 Mrd USD, GpA: 3,77 USD

Apples Quartalsbericht dürfte in zweierlei Hinsicht interessant werden: als der größte Smartphone-Hersteller der Welt dürften die Verkaufszahlen vom neue hochpreisigen iPhone X, das im September herauskam, und die neue Repatriierungssteuer, die Apple veranlassen soll, seinen im Ausland angehäuften Geldberg zurück in die USA zu bringen, die wichtigste Messlatten für die jüngsten und baldigen Fortschritte des Unternehmens sein.

Es gibt Sorgen über die Nachfrage nach dem iPhone X. Mit dem hohen Preis, sowie zwei neuen, billigeren iPhone Modellen im Markt, dem 8 und dem 8 Plus, gibt es unter Investoren Sorgen, dass die Verkaufszahlen enttäuschen werden. Es gibt Anzeichen, dass dies in der Tat der Fall sein könnte, wie zum Beispiel, dass Apples Zulieferer geringere Auftragsvolumen für Teile des hochpreisigen iPhones erwarten. Taiwan Semiconductor, ein wichtiger Zulieferer sagte, er rechne mit einem solchen Rückgang der Nachfrage nach dem iPhone CPU.

Der nächste wichtige Punkt ist der gewaltige Geldberg, den Apple in die USA ‚heimbringen‘ wird. Das Geld ist schon jetzt in den Vereinigten Staaten und zumeist in US-Dollar, aber es gehört Apples irischer Tochter. Apple selbst hat geschätzt, es werde rund 38 Mrd. USD an Steuern zahlen müssen. Glücklicherweise hat das Unternehmen rund 36,5 Mrd. USD an Steuerrückstellungen, was nahelegt, dass sie den Großteil der Steuerrechnung tragen können, ohne den Gewinn zu gefährden.

Es ist unwahrscheinlich, dass der Markt auf einen Gewinnrückgang wegen dieses Einmaleffekts reagieren wird. Sollte dies aber der Fall sein, dann betrachten wir das als Kaufgelegenheit. Mal abgesehen davon, ist es nicht untypisch für die Apple-Aktie zyklische Kursrückgänge von 7 bis 9% durchzumachen, nur um dann wieder ihren Aufwärtstrend aufzunehmen.

Bundeskartellamt

Übrigens: Das Bundeskartellamt hat heute eine Untersuchung angekündigt. Es geht darum, ob sich die Marktmacht von Online-Werbeanbietern wie Google und Facebook zu sehr konzentriert. Denn wie man im Online-Werbegeschäft weiß, saugen diesen beiden Anbieter einen Großteil des Geldes auf, der im Internet für Werbung ausgegeben wird. Die allermeisten Werbebanner, die auf ganz normalen unabhängigen Webseiten laufen, sind Werbebanner, die über das Google-System dort ausgestrahlt werden. Hier im Wortlaut vom Bundeskartellamt:

Andreas Mundt, Präsident des Bundeskartellamtes: „Online-Werbung hat in den letzten 20 Jahren ein außerordentlich hohes Wachstum verzeichnet. In Deutschland schätzt man das Marktvolumen auf fünf bis neun Milliarden Euro. Aufgrund der großen wirtschaftlichen Bedeutung für Werbetreibende sowie für Inhalteanbieter im Netz und angesichts der Diskussionen um ein schwieriges wettbewerbliches Umfeld auf diesem Markt, haben wir entschieden, den Bereich zu untersuchen. Online-Werbung ist heute ein komplexes System von sehr unterschiedlichen Werbeformen, das hochgradig technisiert ist. Ein Beispiel ist der vollautomatisierte Handel mit Werbeflächen in Echtzeit. Gleichzeitig sind einzelne große Unternehmen wie Google oder Facebook mit erheblicher Marktbedeutung entstanden, die nach Auffassung einiger Marktteilnehmer geschlossene Systeme, sogenannte „walled gardens“ etablieren konnten. Wettbewerblich bedeutsam ist auch die Frage des Zugangs zu Daten und deren Verarbeitung.“

Das Bundeskartellamt wird sich mit den Auswirkungen der gegenwärtigen und absehbaren technischen Entwicklungen auf die Markstruktur und die Marktchancen der verschiedenen Akteure befassen. Dabei wird sich das Amt mit der Funktionsweise und der Bedeutung verschiedener technischer Dienste auseinandersetzen, wie zum Beispiel Angeboten zur Sichtbarkeitsmessung, zur Datenerhebung und zur Betrugsprävention sowie von Diensten, die stärker auf der Ebene der eigentlichen Vermarktung bzw. der Beschaffung von Werbeflächen verortet sind.

Unter anderem wird das Bundeskartellamt untersuchen, ob tatsächlich, wie von einigen Marktakteuren vorgetragen, geschlossene Systeme einiger weniger großer Anbieter existieren und welche Bedeutung diesen Systemen gegebenenfalls zukommt.

Zunächst wird das Bundeskartellamt Gespräche mit verschiedenen Unternehmen aus den betroffenen Wirtschaftskreisen führen, um die einzelnen Sichtweisen auf die genannten Aspekte vertieft zu erfassen und die Untersuchungsgegenstände weiter einzugrenzen. Darauf aufbauend werden im Frühjahr 2018 erste Fragebögen an Marktteilnehmer versandt werden. Die Ergebnisse der Sektoruntersuchung werden in einem Abschlussbericht veröffentlicht.

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Aktienmärkte: „Die Coronakrise ist vorbei“ – wirklich?

Markus Fugmann

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„Die Coronakrise ist für die Aktienmärkte vorbei“, sagt der Mathematiker und Vermögensverwalter Andreas Beck. Diese Aussage überrascht, schließlich stecken wir mitten im zweiten, diesmal „differenzierten Lockdown“ (O-Ton Markus Söder) mit enormen wirtschaftlichen Folgeschäden. Andreas Beck rechnet aber dennoch mit einem guten Jahrzehnt für die Aktienmärkte – schon mangels Alternative angesichts der von den Notenbanken manipulierten Anleihemärkte. Die Nullzinsen, so Beck, hätten sich bereist bei Immobilien niedergeschlagen, es sei nur eine Frage der Zeit, bis das auch die Aktienmärkte vollständig einpreisen.

Aktienmärkte und Coronakrise: Das Jahrzehnt der Aktie?

Seit dem 09.November – der Meldung von BioNTech/Pfizer – haben die Aktienmärkte einen Paradigmenwechsel vollzogen: Man kauft die „Corona-Verlierer“. Für Andreas Beck bedeutet das: die Aktienmärkte blicken schon auf die Zeit nach der Coronakrise (auch die Rohstoff-Märkte, siehe etwa die Rally bei Kupfer, das für die Industrie sehr wichtig ist). Man preist also eine vollständige Erholung der Wirtschaft ein, eben weil die Coronakrise vorbei doch vorbei sei. Der Wirtschaft sei der zweite Lockdown faktisch „egal“ – sie habe sich an die neuen Umstände angepaßt.

Nun ist Andreas Beck Vermögensverwalter und Mathematiker, kein Epidemologe. Nun hat kürzlich der britische Epidemologe und Berater des britischen Premiers Boris Johnson, Jonathan Van-Tam, kürzlich davon gesprochen, dass die Coronakrise „niemals“ vorbei gehen werde (hier seine Aussage im Video). Ist es vielleicht doch so, dass Andreas Beck und mit ihm die Aktienmärkte die Coronakrise zu früh abhaken, also das Fell des Bären schon verteilen, bevor er erlegt ist?

Eines ist für Andreas Beck klar: die Schulden der Staaten werden niemals zurück gezahlt werden können – daher weredn sich die Staaten am Privatvermögen sener Bürger bedienen (müssen). Auch klar für Beck ist weiterhin: die demokratischen Länder werden sich die Dominanz der US-Tech-Unternehmen nicht mehr lange gefallen lassen. Er geht daher davon aus, dass in diesem Jahrzehnt daher dann „value“ besser laufen sollte als „growth“ und erklärt, wie er selbst investiert ist:

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Für die Aktienmärkte ist die Coronakrise vorbei, sagt Vermögensverwalter Andreas Beck

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Markus Koch meldet sich im folgenden Video LIVE vor dem Handelsstart in New York. Zahlreiche Themen werden besprochen wie die Arbeitsmarktdaten für November, Anleiherenditen, Tesla uvm.

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