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Der Zollkrieg – ein Relikt der Vergangenheit?

Warum Donald Trump mit seiner aus den 1980-er Jahren stammenden Wirtschaftsphilosophie „behind the curve“ liegt!

Wolfgang Müller

Veröffentlicht

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Es klingt absurd im Zeitalter der Globalisierung. Eine Studie des McKinsey Global Institute stellt fest, dass der Warenhandel, der grenzüberschreitend per Lkw, Zug, Flugzeug und Schiff transportiert wird, abnimmt. Dafür wird etwas anderes viel wichtiger.

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Die Veränderung im weltweiten Warenhandel

Das McKinsey Global Institute (MGI) hat in einer Studie für die Wertschöpfungsketten von 23 Industrien, die für 96 Prozent des Welthandels stehen, festgestellt, dass der Anteil der Exporte an der weltweiten Wertschöpfung beständig abnimmt, von 28,1 auf zuletzt 22,5 Prozent.

Damit wird ein immer kleinerer Anteil der weltweit produzierten Waren noch tatsächlich physisch über Grenzen hinweg gehandelt. Im ersten Moment kaum zu begreifen, angesichts der ständig zwischen 3 und 5 Prozent wachsenden Weltwirtschaft. Ein Grund dafür ist unter anderem die deutlich höhere Binnennachfrage Chinas als noch vor einem Jahrzehnt. Bis 2007 war der Anteil der Warenexporte noch kontinuierlich gestiegen. Obwohl Produkte wie Fahrzeuge, Maschinen, Chemikalien, Lebensmittel, Konsumgüter und vieles mehr weiter zum großen Teil auf dem Seeweg transportiert werden müssen, steigt der Export von Dienstleistungen, wie IT und Telekommunikation deutlich stärker.

 

Hierzu ein paar Zahlen:

Noch machen Güter den Hauptteil im Welthandel aus: 17,3 Billionen Dollar gegenüber 5,1 Millionen Dollar bei Dienstleistungen. Das Wachstum der Dienstleistungen war im letzten Jahrzehnt 60 % höher als das der physischen Waren, aber im Zeitalter der Digitalisierung dürfte sich dieser Trend noch beschleunigen.

Zwar hat der Internationale Währungsfonds (IWF) den Schaden für die Weltwirtschaft bei weiter eskalierendem Handelsstreit auf bis zu 455 Milliarden Dollar taxiert und das pro Jahr. Aber auf die Zukunft gerichtet, verweist der Leiter von McKenzie auf Folgendes: „Bei den aktuellen Handelskonflikten geht es um Zölle auf Waren. In der Globalisierung geht es aber längst vor allem um Dienstleistungen: Deren Anteil an den Exporten steigt rasant. Die derzeitigen Handelskonflikte gehen daher an der Realität im Welthandel vorbei.“

 

Fazit

Wenn man dieser Untersuchung mit ihren doch überraschenden Ergebnissen Glauben schenken kann, dann liegt Donald Trump mit seiner aus den 1980-er Jahren stammenden Wirtschaftsphilosophie „behind the curve“. Legendär sein Interview mit Larry King, vor 31 Jahren, als er damals schon behauptete, viele Länder würden die USA über den Tisch ziehen. Die Welt verändert sich, Donald Trump anscheinend nicht.

 

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Die Aktienmärkte heute morgen leicht schwächer, nachdem Biden seinen Stimulus-Plan vorgstellt hat. Buy the rumor, sell the fact?

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