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Dermapharm-Börsengang in Frankfurt mitten im Orkan, und Deutsche Börse mit neuem Index

Eine bislang wenig bis gar nicht bekannte Firma ist heute an die Frankfurter Börse gegangen, „Dermapharm“ aus der Nähe von München. Ein durchaus interessantes Unternehmen, wenn man die…

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FMW-Redaktion

Eine bislang wenig bis gar nicht bekannte Firma ist heute an die Frankfurter Börse gegangen, „Dermapharm“ aus der Nähe von München. Ein durchaus interessantes Unternehmen, wenn man die Headline-Zahlen betrachtet. Laut eigenen Angaben machte die Firma in 2016 444,5 Millionen Euro Umsatz und erwirtschaftete ein EBITDA von 102,7 Millionen Euro! Man produziert patentfreie Arzneimittel mit einem Fertigungsstandort in Leipzig.

Interessant: Die erfolgreiche Ausgabe der Aktien fand gestern Abend exakt in der Mitte der Emissionsspanne statt. Und das also drei Tage nach dem heftigen Flash Crash an den Aktienmärkten. Andere Unternehmen hätten kurzfristig das IPO vershoben. Aber Dermapharm bliebt bei dem Emissionszeitpunkt. Die Aktie notiert heute am ersten Handelstag mit 26,50 Euro 8,29% im Minus. Das ist erträglich bei den Börsenturbulenzen, die ja auch heute stattfinden. Auf jeden Fall ist diese Aktie, die im höherwertigen Prime Standard gelistet ist, einen Blick wert! Die Deutsche Börse schreibt zu diesem Börsengang:

Die Dermapharm Holding SE (ISIN: DE000A2GS5D8) hat heute die IPO-Saison 2018 an der Frankfurter Wertpapierbörse eröffnet. Die Aktien des Pharmaunternehmens aus Grünwald bei München notierten zum Handelsstart bei 28,00 Euro nach einem Ausgabepreis von 28,00 Euro. Das Emissionsvolumen lag bei 377 Millionen Euro. Mit dem Prime Standard hat das Familienunternehmen das Börsensegment mit den höchsten Transparenzanforderungen gewählt.

Begleitet wurde die Emission von Berenberg und ODDO BHF, die gemeinsam auch Designated Sponsor im Xetra-Handel sind. Als Spezialist am Handelsplatz Börse Frankfurt fungiert die ODDO Seydler Bank.

Dermapharm gehört nach eigenen Angaben zu den führenden Herstellern von patentfreien Markenarzneimitteln für ausgewählte Märkte in Deutschland. Die 1991 gegründete Gesellschaft hat ihren Hauptproduktionsstandort in Brehna bei Leipzig. Das integrierte Geschäftsmodell umfasst die hausinterne Entwicklung, eigene Produktion sowie den Vertrieb von Arzneimitteln und anderen Gesundheitsprodukten für ausgewählte Märkte durch einen pharmazeutisch geschulten Außendienst. Dermapharm verfügt über rund 900 Arzneimittelzulassungen für mehr als 200 pharmazeutische Wirkstoffe. Zu den Kernmärkten der Gesellschaft gehören derzeit neben Deutschland auch Österreich und die Schweiz. Die Gesellschaft plant, ihre internationale Präsenz weiter auszubauen. Das Geschäftsmodell von Dermapharm umfasst zudem ein Parallelimportgeschäft, das unter der Marke „axicorp“ bekannt ist.

Scale 30 Index

Nachdem das neue Marktsegment der Deutschen Börse „Scale“ für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) inzwischen 48 Aktien beherbergt, hatte man vor fast einem Jahr den „Scale All Share Index“ eingeführt, der wie der Name es sagt alle Aktien beinhaltet. Um ähnlich wie beim Dax 30 einen eng gefassteren Index zu schaffen, präsentiert die Börse nun den „Scale 30-Index“ (ISIN: DE000A2J0PW5 / DE000A2GYJT2). Wie die Börse schreibt, habe dieser Index in der historischen Rückrechnung mit Start 17. März 2017 mit einem Stand von 1.000 Punkten begonnen. Bis jetzt habe er eine Performance von über 29,3 Prozent verzeichnet.

Der Scale 30 Index misst die Wertentwicklung der 30 liquidesten Aktien, die im im gesamten Scale-Segment gehandelt werden. Maßgeblich für eine Aufnahme in den Index sind die Orderbuchumsätze an den Handelsplätzen Xetra und Börse Frankfurt. Die Gewichtung der Werte erfolge nach Marktkapitalisierung und werde vierteljährlich angepasst. Der Index wird in Echtzeit berechnet und ist in Euro als Kurs- und Performance-Variante verfügbar. Mit diesem begrenzten Scale-Index will die Deutsche Börese die meist gehandelten Titel im Scale-Segment für Investoren „noch visibler“ machen. Da die Unternehmen nach ihrer Liquidität ausgewählt werden, hätten auch kleinere Unternehmen die Möglichkeit, in den Index aufgenommen zu werden.


Handelssaal der Deutschen Börse. Foto: Deutsche Börse AG

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Markus Koch LIVE vor dem Handelsstart in New York – gute Ergebnisse interessieren nicht

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Markus Koch meldet sich im folgenden Video LIVE vor dem Handelsstart in New York. Die aktuell reinkommenden Quartalszahlen stehen im Fokus seiner heutigen Aussagen. Dazu kommen die US-Wahlen und die Coronakrise.

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Das ist der wahre Beherrscher des Internets – Werbung

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Lieber Börsianer,

haben Sie sich eigentlich einmal Gedanken gemacht, woher Sie als Nutzer die Daten und Informationen beziehen, wenn Sie etwa auf der Seite der Amazon oder der Seite von Google surfen? Die landläufige Meinung: Das kommt alles aus der Cloud bzw. einem zentralen Großserver, der irgendwo in den USA steht.

Das ist ein Irrglaube. Tatsächlich beziehen wir als Internet-Nutzer unsere Daten aus einem weltweit aufgespannten Netzwerk sog. CDN-Server (Content Delivery Network). Wenn Sie als Nutzer aus Deutschland eine Suchanfrage auf der Google-Seite starten, wird Ihre Anfrage also nicht erst über den Atlantik geschickt und anschließend zurück. Stattdessen werden die Internet-Nutzer von einem Server versorgt, der sich in räumlicher Nähe befindet.

Andernfalls wäre die Google-Seite unendlich langsam oder würde sogar kollabieren, wenn innerhalb weniger Minuten Millionen Anfragen zur gleichen Zeit eintreffen. So muss der Suchdienst im Durchschnitt pro Tag 3,5 Milliarden Suchanfragen pro Tag abarbeiten. Das schafft kein Cloud-Server der Welt. Hier gilt: Auch das digitale Internet unterliegt physikalischen Grenzen.

Hier schafft ein ausgeklügeltes CDN-System Abhilfe. Es verteilt die Anfragen auf unzählige weltweit installierte Einzelserver und sorgt auf diese Weise für einen Lastenausgleich in den Internetleitungen. Dadurch bleiben die Internetauftritte der Unternehmen komfortabel und schnell.

Daneben schafft das CDN-System Sicherheit einerseits für die Unternehmen als auch für die Nutzer. So ist es heutzutage nahezu ausgeschlossen, dass Hacker etwa die Seite der Amazon, der Zalando oder anderer Endkunden-Unternehmen lahm legen können. Tatsächlich werden schlimmstenfalls durch Hackerangriffe einzelne Server im CDN-System ausgeschaltet. Das System erkennt einen solchen Angriff und leitet den Nutzer sofort auf den nächsten noch aktiven Server weiter.

Damit schafft CDN sog. Redundanzen. Anders formuliert: Die dezentrale Struktur sorgt dafür, dass die Internetversorgung nie gänzlich zusammenbricht. Damit leisten die CDN-Netzwerke einen ganz wichtigen Beitrag für die Stabilität und Verfügbarkeit des Internets. Sie bilden also das Rückgrat des modernen Internets.

Wer betreibt diese Netzwerke?

Ein US-Unternehmen dominiert dieses Marktsegment quasi nach Belieben. Man unterhält weltweit 300.000 CDN-Server und kontrolliert damit in der Spitze bis zu 30 % des täglichen globalen Internetverkehrs. Nahezu alle Software- und Internetunternehmen des Silicon Valley schwören auf die Dienstleistungen dieses US-Unternehmens. Die Kundenkartei umfasst Adressen wie etwa Amazon, Apple, Facebook, Google oder Microsoft. In Europa bedient man Unternehmen wie Daimler, Nestlé, Wienerberger, Voestalpine oder etwa den Autozulieferer Schaeffler, um nur die wenigsten aus der üppigen Kundenkartei der Amerikaner zu nennen.

Vor allem für Unternehmen mit Endkundenkontakt und stark frequentierten Internetauftritten ist CDN absolute Pflicht. Denn die Nutzer springen heute rasch ab, wenn sich ein Seite langsam aufbaut oder sogar minutenlang gar nicht erreichbar ist. Ich kann Ihnen versichern, eine stabile und schnelle…..

Wollen Sie meine komplette Analyse lesen?

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Caterpillar meldet Quartalszahlen: Starker Rückgang, aber über Erwartung

Claudio Kummerfeld

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Der weltweit größte Baumaschinenhersteller ist Caterpillar aus den USA. Die Firma gilt daher als Frühindikator, weil Bauwirtschaft und Industrie auf Baumaschinen angewiesen sind, bevor eine Volkswirtschaft expandieren kann. Steigen also die Firmenumsätze, deutet das auf eine weiter florierende US-Wirtschaft hin, und umgekehrt genau so. Deswegen sind die soeben veröffentlichten Quartalszahlen von Caterpillar so extrem wichtig. Hier die wichtigsten Kennzahlen.

Der Umsatz im letzten Quartal liegt bei 9,88 Milliarden Dollar (Vorjahresquartal 12,76/erwartet 9,8). Der Gewinn liegt bei 1,22 Dollar pro Aktie (Vorjahresquartal 2,66/erwartet 1,12).

Die Aktie notiert vorbörslich mit -1,3 Prozent.

Die operative Profitmarge sinkt im Jahresvergleich von 15,8 Prozent auf 10,0 Prozent.

Die rückläufigen Umsätze liegen laut Unternehmensaussage an der rückläufigen Kundennachfrage nach Geräten und Dienstleistungen.

CEO-Kommentar:

“I’m proud of our global team’s performance as we continue to safely navigate the pandemic while remaining firmly committed to serving our customers,” said Caterpillar Chairman and CEO Jim Umpleby. “Our third-quarter results largely aligned with our expectations, and we’re encouraged by positive signs in certain industries and geographies. We’re executing our strategy and are ready to respond quickly to changing market conditions.”

Datenblatt mit Details zu den Quartalszahlen von Caterpillar

Caterpillar-Baumaschine - Caterpillar-Quartalszahlen
Eine Baumaschine von Caterpillar auf der Bauma. Foto: Wald-Burger8 CC BY-SA 3.0

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