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Deutsche Arbeitslosigkeit im Mai + unsere Sensationsprognose für Flüchtlinge in Vollbeschäftigung!

Redaktion

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FMW-Redaktion

Die Arbeitsmarktdaten für Deutschland entwickeln sich phantastisch. Vorhin berichteten wir bereits über die EU-Arbeitsmarktdaten für April, wo Deutschland mit sensationellen 4,2% Arbeitslosenquote da steht. Wie wir dazu erwähnten, handelt es sich bei dieser Zahl aber um die bei uns veröffentlichte Erwerbslosenquote, die in der EU einfach als Arbeitslosenquote bezeichnet wird. Aus der Statistik herausgerechnet werden z.B. Arbeitslose, die sich zuletzt nicht wie vom Amt gewünscht aktiv beworben haben – warum sie deswegen nicht mehr als arbeitslos geführt werden sollen, bleibt wie immer das Geheimnis der deutschen und europäischen Bürokratie!

Nachdem wir jetzt gelernt haben, dass für „uns hier im Märchenland der Vollbeschäftigung“ diese 4,2% nicht zählen, veröffentlichte heute die Bundesagentur für Arbeit „unsere“ offizielle Arbeitslosenquote mit 6,0% für Mai nach 6,3% im April. 2,66 Millionen Menschen waren offiziell arbeitslos – das sind 97.682 weniger als im Mai 2015 (6,3% Quote). Wie wir schon öfters berichtet haben: Bitte auf die offizielle deutsche Arbeitslosenquote pauschal 30% draufrechnen, dann kommt man wohl auf die wirklich reale Arbeitslosenquote für Deutschland!

In allen Bereichen sieht es zahlentechnisch super aus, das muss man schon sagen. Wie diese heute veröffentlichten Grafiken der Bundesagentur für Arbeit zeigen, geht alles in die richtige Richtung, wenn auch auf einem verfälschten Niveau. Dass die Sockelarbeitslosigkeit von Langzeitarbeitslosen nicht wegzubekommen ist, geschenkt – darüber redet ja schon längst niemand mehr.

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Unsere Flüchtlingsprognose

Wir prognostizieren (ein wenig Satire, größtenteils ernst gemeint) für die bei der Bundesagentur für Arbeit demnächst massenhaft „eingebuchten“ Flüchtlinge nahezu Vollbeschäftigung. Wie das gehen soll? Ganz einfach – letzte Woche hat sich die Bundesregierung auf das groß angekündigte „Integrationsgesetz“ geeinigt. Neben diversen Sanktionen für Flüchtlinge ist darin u.a. auch die Vereinbarung enthalten, dass der Staat zunächst 100.000 der legendären 1 Euro-Jobs für Flüchtlinge schafft – quasi auf Steuerzahlerkosten werden dann 100.000 Flüchtlinge den Wald fegen und Papierflieger basteln. Das bringt weder Deutschland als Volkswirtschaft etwas, noch den Flüchtlingen, die sich wohl arg veralbert vorkommen werden (stimmt ja auch).

Wir prognostizieren schon jetzt: Abseits von Flüchtlingen, die eigenständig auf dem deutschen Arbeitsmarkt unterkommen werden, wird nach dem Ausschöpfen des 100.000er-Kontingents bemerkt werden, dass die gesamte Arbeitslosigkeit in Deutschland kräftig ansteigt, halt eben wg. den Flüchtlingen, die nach dem Abbau des Bearbeitungsstaus jetzt nach und nach bei der Arbeitsagentur offiziell als arbeitslos geführt werden. Aus Gründen der Staatsraison und einer Bevölkerung, die man mit schönen Zahlen besänftigen will, wird man dann später im Jahr ein Integrationsgesetz-Update oder Integrationsgesetz 2.0 verabschieden, so nehmen wir es mal an. Nach ursprünglich 100.000 legt man dann zügig nach auf z.B. 300.000 oder 400.000 1 Euro-Jobs für Flüchtlinge.

Denn entscheidend ist: Gemäß deutscher Arbeitsmarktstatistik zählt jede Person, die in einem 1 Euro-Job „untergebracht“ wurde, als nicht arbeitslos, denn diese Person hat ja „eine Arbeit“. Also, wir glauben an ein Jobwunder für Flüchtlinge. Danke Frau Nahles, schon mal im Voraus!

5 Kommentare

5 Comments

  1. Avatar

    Marcus

    31. Mai 2016 17:41 at 17:41

    Also ich frage mich wieso die Neu-Einwanderer 1 Euro Jobs brauchen, wenn die Politik andauernd erzählt sie können und werden unseren Fachkräftemangel bekämpfen. Da stimmt irgendwie etwas nicht so ganz…

    Das war übrigens Satire.

    • Avatar

      Wolfgang Koch

      31. Mai 2016 19:19 at 19:19

      Hallo Marcus Konfus(römischer Legionär in Germanien!)Da stimmt alles&Satire ist das sowieso nicht!Die „auswärtigen“Fachkräfte sollen doch gerade unsere Fachkräfteentlohnung möglichst Richtung 1Oiro-Niveau drücken!Dann würde endlich“ das zarte Pflänzchen Aufschwung“ zu einem stattlichen Baum „mut(ti)tieren&die Wirtschaft um Herrn Kramer&Grillo könnten mal eine Nacht durchschlafen!

  2. Avatar

    N.Ritter

    31. Mai 2016 17:48 at 17:48

    Die enthusiastischen Erfolgsmeldungen der BA erinnern mich immer ein wenig an meinen VWL-Prof, der sagte: „Wir bräuchten die Arbeit Suchenden bloß nachts zählen, und schon hätten wir Vollbeschäftigung.“

  3. Avatar

    Wolfgang Koch

    1. Juni 2016 12:55 at 12:55

    Wenn die alle den Wald fegen,dann hoffentlich ökologisch korrekt mit Solarstromakkulaubbläsern!Integration kann&muss auch im Wald stattfinden!

  4. Avatar

    Trigo

    3. Juni 2016 08:32 at 08:32

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Markus Krall über das große Debakel als Resultat der Gelddruck-Orgie

Claudio Kummerfeld

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Dunkle Wolken über Frankfurt

Markus Krall erlebt man in letzter Zeit leider öfters vor allem bei Twitter mit zweifelhaften Äußerungen zu Corona-Themen. Aber dennoch wollen wir seine hochinteressanten Aussagen zur Geldpolitik und Wirtschaftsordnung präsentieren. Denn seine inhaltlichen Aussagen zu diesen Themen sind bestechend. Sicherlich kann man bei einigen seiner Aussagen anderer Meinung sein, dennoch erweitern seine Thesen den Horizont und regen zum Nachdenken an.

Der folgende gestern veröffentlichten Vortrag stammt zwar schon vom 24. Oktober 2020, dennoch ist er auch heute noch aktuell. Die wirtschaftlichen und geldpolitischen Folgen der Coronakrise werden besprochen. Dabei zeichnet Markus Krall ein düsteres Bild über eine bevorstehende massive Inflation und das Ende des Euro. Richtig los geht es ab Minute 12:40 im Video. Banken und Zombieunternehmen sind Klassiker-Themen in seinen Vorträgen, die auch dieses Mal zur Sprache kommen. Auf jeden Fall ist dies mal wieder ein spannender Vortrag von Markus Krall.

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Dirk Müller über das Börsenjahr 2021: „Mit Gas und Bremse durch den Markt“

Claudio Kummerfeld

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Bulle und Bär - Dirk Müller will mit Gas und Bremse durchs Jahr kommen

Dirk Müller hat in einem aktuellen Interview über das Börsenjahr 2021 gesprochen, aber auch über die Corona-Restriktionen und den Bitcoin. Beim Thema Corona ist er der Meinung, dass die Beschränkungen nach einer flächendeckenden Impfung und rückläufigen Infektionszahlen nicht verschwinden würden. In welcher Form genau es weitergehe, könne er auch nicht sagen, aber gewisse Arten von Einschränkungen im Alltag würden dauerhaft bestehen bleiben. Dirk Müller erwähnt in dem Zusammenhang die auch bei der Grippe ständigen Mutationen und jährlich neuen Impfungen, um sich dagegen zu schützen. Corona käme dauerhaft als neues Risiko hinzu.

Dirk Müller über das die Aktienmärkte in 2021

Immer weiter steigende Börsenkurse sind laut Dirk Müller auch im Börsenjahr 2021 möglich, auch dank der Notenbanken. Aber, so seine Worte, alle Welt glaube es gehe an der Börse jetzt nur noch nach oben. Man frage sich nur noch, wie kräftig die Kursgewinne im Jahr 2021 ausfallen werden. Aber ein großer Börsencrash sei jederzeit möglich. Was dafür exakt der Auslöser sei, könne man vorher nie sagen. Ein Problem für die Aktienmärkte sei aktuell das Ansteigen der Anleiherenditen in den USA (aktuell 1,09 Prozent). Diese würden laut Dirk Müller unabhängig von der Politik der Notenbanken anziehen, weil die Inflationserwartungen in den USA zunehmen. Es stehe für 2021 eine Sektorenrotation bevor. Das Anlegergeld verlasse die Tech-Aktien. US-Banken würden interessanter werden, aber auch Branchen wie der Flüssiggas-Sektor. Er gehe mit Gas und Bremse durch das kommende Börsenjahr. Man solle für weiter steigende Kurse offen sein, aber mit Absicherung.

Bitcoin

Und was ist mit dem Bitcoin? Wochenlang war der Kurs ja kräftig gestiegen, dann wieder deutlich gefallen (hier unsere aktuellste Berichterstattung). Dirk Müller bleibt bei seiner bisherigen Meinung. Der Bitcoin sei eine eindeutige Zockerei, dahinter stehe kein echter Wert. Er könnte kräftig verlieren, aber auch unendlich weiter steigen.

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EZB: Auf der Spur der wahren Gründe für das große Gelddrucken

Claudio Kummerfeld

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Die EZB-Zentrale in Frankfurt

Wir alle hören es seit Jahren und nehmen es zur Kenntnis. Offiziell betreibt die Europäische Zentralbank (EZB) ihre Geldpolitik (Zinsen und Anleihekäufe), um die Inflation von der Null-Linie in Richtung 2 Prozent zu bekommen. Und Bürger und vor allem Unternehmen sollen durch die Banken in der derzeitigen Krise günstige Finanzierungsbedingungen erhalten. Daher flutet man alles und jeden mit Notenbank-Euros, und die Banken können dem braven Mittelständler noch günstigere Kredite anbieten? So kommt die Wirtschaft in Schwung, und letztlich auch die Inflation? So geht natürlich die offizielle Story. Und tatsächlich?

Viele Beobachter der EZB-Politik behaupten oder meinen erkannt zu haben, dass es Frau Lagarde und vorher Mario Draghi in Wirklichkeit darum ging, mit günstigen Finanzierungskonditionen und mit massiven Anleihekäufen die Südländer in der Eurozone am Leben zu erhalten. So wolle man die Eurozone als Konstrukt zusammenhalten. Auch wir bei FMW haben uns in den letzten Jahren diverse Mal zu diesem Thema geäußert. Nach der gestrigen PK von Christine Lagarde ist uns der Kommentar von Dr. Jörg Krämer aufgefallen, dem Chefvolkswirt der Commerzbank. Man kann ihn also ruhig als seriöse Quelle bezeichnen.

EZB hält Bedingungen für Südländer günstig

Er hat seinen Kommentar betitelt mit der Headline „Was Günstige Finanzierungsbedingungen wirklich bedeuten“. Er zielt auch auf die oberflächlichen Gründe der EZB ab, nämlich Kreditkunden in der Wirtschaft zu günstigen Konditionen zu verhelfen. Es sei interessant zu beobachten, wie stark Christine Lagarde das Konzept der „günstigen Finanzierungsbedingungen“ betont habe. Sie folge dabei einem „holistischen Ansatz“ und habe verschiedene Zinsen im Blick – etwa die für Kredite an Unternehmen oder private Haushalte. Tatsächlich aber (so Jörg Krämer) dürfte es der EZB aber vor allem darum gehen, die Renditeaufschläge der Anleihen der besonders hoch verschuldeten Staaten zu begrenzen. So lasse sich beobachten, dass die EZB im Rahmen ihres PEPP-Programms immer dann mehr Staatsanleihen kaufe, wenn die Risikoaufschläge steigen (siehe Grafik). Zitat Jörg Krämer:

Laut der Nachrichtenagentur Bloomberg habe ein EZB-Vertreter gesagt, dass die EZB sogar bestimmte Höchstwerte für die Risikoaufschläge einzelner Staatsanleihen bestimmt habe. Offenbar sieht es die EZB als ihre Aufgabe an, die Währungsunion zusammenzuhalten, solange die hoch verschuldeten Staaten nicht ihre Hausarbeiten machen und damit latent die Existenz der Währungsunion gefährden.

Endet diese Politik der EZB, wenn das Corona-Aufkaufprogramm PEPP Anfang 2022 endet? Nein, Jörg Krämer glaubt, dass das Aufkaufen auch danach weitergeht, optisch eben nur über ein andere Vehikel. Die EZB werde dann das „normale“ Kaufprogramm namens APP aufstocken, und zwar von 20 auf 30 bis 40 Milliarden Euro pro Monat. Begründen dürfte sie dies unter anderem mit einer merklich unter zwei Prozent liegenden Inflation. Und ja, so möchten wir von FMW anmerken: So läuft es schon seit Jahren. Die Inflation, die ist einfach zu niedrig, deswegen muss man Billionen an Euros drucken und immer weitere Teile der Anleihemärkte aufkaufen. In Wirklichkeit will man, so nehmen wir es auch an, nur weiterhin gewährleisten, dass Italien, Griechenland, Spanien und Co sich so günstig wie nur irgend möglich immer weiter verschulden können.

EZB kauft mehr Anleihen um Spreads zu senken

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