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Psst, nicht Trump erzählen! Deutscher Außenhandel mit Rekord in 2016, jüngste Entwicklung enttäuscht aber

Jede Menge Rekorde im deutschen Außenhandel. Importe, Exporte und Handelsbilanzüberschuss, überall Rekorde für das Gesamtjahr 2016, wie das Statistische Bundesamt heute vermeldet…

Redaktion

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FMW-Redaktion

Die neuesten Zahlen zu den Exporten und Importen sind einmal mehr eine Steilvorlage für die Kritiker des deutschen Handelsbilanzüberschusses – und damit eine Steilvorlage für Donald Trump und seinen Wirtschaftsberater Peter Navarro!

Jede Menge Rekorde im deutschen Außenhandel – in 2016 eine viertel Billionen Überschuss. Importe, Exporte und Handelsbilanzüberschuss, überall Rekorde für das Gesamtjahr 2016, wie das Statistische Bundesamt heute vermeldet. Zitat:

Im Jahr 2016 wurden von Deutschland Waren im Wert von 1 207,5 Milliarden Euro exportiert und Waren im Wert von 954,6 Milliarden Euro importiert. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) anhand vorläufiger Ergebnisse weiter mitteilt, waren damit die deutschen Exporte im Jahr 2016 um 1,2 % und die Importe um 0,6 % höher als im Jahr 2015. Die Exporte und Importe übertrafen im Jahr 2016 die bisherigen Höchstwerte vom Jahr 2015, als Waren im Wert von 1 193,6 Milliarden Euro exportiert und Waren im Wert von 949,2 Milliarden Euro importiert worden waren. Die Außenhandelsbilanz schloss im Jahr 2016 mit dem bisher höchsten Überschuss von 252,9 Milliarden Euro ab. Damit wurde der bisherige Höchstwert von 244,3 Milliarden Euro aus dem Vorjahr deutlich übertroffen.


Die Grafik zeigt: Die Exporte liegen konstant über den Importen. Zuletzt aber gehen beide Volumen zurück.

In die Mitgliedstaaten der Europäischen Union (EU) wurden im Jahr 2016 Waren im Wert von 707,9 Milliarden Euro exportiert und Waren im Wert von 632,5 Milliarden Euro von dort importiert. Gegenüber dem Jahr 2015 stiegen die Exporte in die EU-Länder um 2,2 % und die Importe aus diesen Ländern um 1,8 %. In die Länder der Eurozone wurden im Jahr 2016 Waren im Wert von 441,8 Milliarden Euro (+ 1,8 %) geliefert und Waren im Wert von 428,9 Milliarden Euro (+ 0,7 %) aus diesen Ländern bezogen. In die EU-Länder, die nicht der Eurozone angehören, wurden im Jahr 2016 Waren im Wert von 266,1 Milliarden Euro (+ 2,8 %) ausgeführt und Waren im Wert von 203,6 Milliarden Euro (+ 4,1 %) von dort eingeführt. In die Länder außerhalb der Europäischen Union (Drittländer) wurden im Jahr 2016 Waren im Wert von 499,6 Milliarden Euro exportiert und Waren im Wert von 322,1 Milliarden Euro aus diesen Ländern importiert. Gegenüber dem Jahr 2015 nahmen die Exporte in die Drittländer um 0,2 % und die Importe von dort um 1,7 % ab.

Abseits der Zahlen für das Gesamtjahr 2016 enttäuschen die Monatszahlen für Dezember im Vergleich zum November doch deutlich. Die Exporte sinken überraschend stark um 3,3%, bei Erwartungen von nur -1% und Vormonatsdaten von +3,9%. Die Importe bleiben unverändert, lagen vorher bei +3,5%. Erwartet wurde aber hier ein kleines Minus. Der Rückgang beim Export korrespondiert wohl aktuell mit dem Einbruch der Industrieproduktion. Glaubt man aber den Aussagen der Wirtschaftsverbände, soll das nur ein Ausrutscher sein, und die Auftragsbücher sind voll.

7 Kommentare

7 Comments

  1. Avatar

    Wolfgang Koch

    9. Februar 2017 10:43 at 10:43

    Mach so weiter,Idiotenvolk!Eine deutsche Bezeichnung für Karoshi wird sich auch noch finden!Ob die Targetsalden der Exportüberschüsse auch je ausgeglichen werden ist auch noch nicht raus.Und vielleicht vermutet demnächst Uncle Sam bei uns Massenvernichtungswaffen,und dann?

    • Avatar

      gerd

      9. Februar 2017 11:59 at 11:59

      „..und dann?“
      Na dann hätten wir wenigstens mit den Targetsalden keine Probleme mehr.

      Aber im ernst, mein Kompliment Wolfgang Koch. Sie verblüffen mich immer wieder aufs neue sowohl mit Ihrem Allgemein -als auch Spezialwissen.
      Ich musste erstmal wieder googeln, was Karoshi überhaupt ist.
      Und vor einigen Tagen Ihr „Flirt“-Spruch“ auf finnisch. Wie war das noch gleich? Ich komme aus Deutschland und liebe Finnland. Nee, ich glaube, der war sogar noch etwas „delikater“ und direkter.

      • Avatar

        Wolfgang Koch

        9. Februar 2017 14:23 at 14:23

        Allah u Akbar/Grüss Gott,aus Unterfranken,Herr gerd!Jedem Menschen,tut es grundsätzlich gut & ist schwer bis unmöglich mit Geld aufzuwerten,wenn sie/er gelobt wird!Das gilt noch vielmehr,wenn dem Lobenden selbst, Charakter,Wissen,Integrität,kurz alles was seiner Beurteilung über einen längeren Zeitraum auch Klasse verleiht,attestiert wird!Danke!!Meine Motivation diverser Kommentare,zielt nicht darauf ab,mir einen Stamm von Zustimmern zu besorgen.Wenige achte ich,keinen verachte ich &selten äussere ich mich rückwirkend!Not-my-Chancellorin,hat mir mit Ihrer,meiner Meinung nach, verpfuschten Energieqwende,schon mit zarten 57Jahren vielleicht mehr Tagesfreizeit beschert als gut oder nötig ist!Nüchtern betrachtet bin ich Ihr sogar für mein „Karriere-aus“dankbar!Dem E.ON-Konzern waren meine Gehaltsvorstellungen unter den veränderten Umständen zu hoch,so mussten wir eine Lösung finden!Ich habe das Sargvolumen unterfränkischer Standardbeerdigungen ausgemessen und angegeben wieviel ich ins Jenseits mitnehmen kann/denke zu müssen!Um einen langjährigen,dummerweise selbstzerstörerischen Betriebsrat loszuwerden hat E.ON dem“überraschend“schnell zugestimmt!So kommt es halt,dass ich ständig in FMW zugegen bin.Ich muss/möchte ja auch noch etwas am Aktienmarkt zu meinen „kargen“Vorruhestandsbezügen hinzuverdienen!P.s.An die Finnland/Saunanummer kann ich mich erinnern.Ich habe damals selbst „tief“googeln müssen um finnische Fachbegriffe hervorzuheben!Meine,die beste Ehefrau von allen und ich, sind Nordeuropafans seit Gedenken!Ansonsten bin ich ein Unikum sondergleichen&gedenke das auch zu bleiben.Ich bin nicht bei Facebook/Whatsapp/Snapchat usw.fahre aber seit 01/2011 einen Mitsubishi I-Miev,seit 12/2013 ein Tesla Model S der 1..Generation!Nicht immer überall dabeisein,sondern bei persönlich ausgewählt richtigem?,bringt’s!Abschliessend.Wem gelingt im modernen Deutschland schon eine politisch korrekte Position einzunehmen?Mir,mit meiner,Geburtsjahr 58 bedingter protektionistischer Grundeinstellung jedenfalls nicht!

        • Avatar

          Wolfgang Koch

          9. Februar 2017 14:46 at 14:46

          Scusi,jetzt habe ich einen ellenlangen ,sinnfreien,Text rausgelassen aber das Wesentliche vergessen.Laut Bastian Sick ist dem unterfränkischem Biergenitiv,dem ebensolchen Dativ,nicht der Tod.

          • Avatar

            Gerd

            9. Februar 2017 14:56 at 14:56

            Ja, so was machen Sie eben. So sind Sie.
            Einfach Klasse

    • Avatar

      feldmann

      9. Februar 2017 14:57 at 14:57

      ><<<<
      Der zutreffenste Satz,seit es Die FMW gibt.

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Battery Day und Tesla: Live-Kommentar zum Event

Markus Fugmann

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Elon Musk hatte den „Battery Day“ im Vorfeld als „einer der aufregendsten Tage der Tesla-Geschichte“ bezeichnet, gestern jedoch die Erwartungen in einem Tweet deutlich gedämpft – die Tesla-Aktie daher heute mit 5% im Minus.

David Jones, chief market strategist bei capital.com, kommentiert den Battery Day live ab 22.15Uhr

:

Live-Kommentar zum lange erwarteten Battery Day von Tesla

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Gabor Steingart: „Ausbeutung einer Zukunft, die es noch gar nicht gibt“

Claudio Kummerfeld

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Gabor Steingart redet Klartext im folgenden aktuellen Video-Interview mit Mission Money. Er spricht von der Ausbeutung einer Zukunft, die es noch gar nicht gibt, von einer Zinsknechtschaft von noch Ungeborenen. Die heutige Politik erkaufe sich mit der Druckerpresse Ruhe in der Bevölkerung, so lautet eine der Hauptthesen von Gabor Steingart (hier geht es zu Steingarts Morning Briefing).

Gemeint ist damit, dass (so wollen wir es formulieren) Notenbanken und Regierungen derzeit ohne Ende neues Geld drucken und die Staatsverschuldung hochschrauben. Damit werden Rettungspakete bezahlt, die zukünftige Generationen als Schuldenlast erben, und dann abbezahlen müssen. Mit diesem jetzt frisch erschaffenen Geld würden alte Industrien gerettet. Und das nun zwei Jahre laufende Kurzarbeitergeld sei de facto ein Bedingungsloses Grundeinkommen, so drückt es Gabor Steingart aus.

Gabor Steingart plädiert für Abkehr von alten Industrien, und für Aufbruch in die Zukunft

Im geht es im Interview hauptsächlich darum, dass es einen Art Aufbruch in Politik und Gesellschaft geben müsse. Denn derzeit rette Deutschland seine Industrie aus dem letzten Jahrhundert. Man müsse aber in Zukunftstechnologien investieren. So plädiert Gabor Steingart unter anderem dafür die Bildungsausgaben zu verfielfachen. Anfangen könne man zum Beispiel bei deutlich mehr Ausgaben für die Digitalisierung der Schulden. In diesem Zusammenhang erwähnt er, dass die Lufthansa vom Staat gerade 2 1/2 Mal so viel Rettungsgeld bekommen habe als die Schulen in Deutschland für die Digitalisierung.

Die Aussagen von Gabor Steingart sind hochinteressant! Sie sollten sich die 30 Minuten Zeit nehmen. Auch werden im späteren Verlauf des Interviews andere interessante Themen angesprochen, und auch der „Wandel von Journalisten hin zu Aktivisten“. Aber hauptsächlich widmet man sich der bislang verspielten Chance, jetzt massiv in die Zukunft zu investieren. Dabei gibt er sich betont optimistisch, dass Deutschland diese Herausforderung bewältigen könne – man müsse nur endlich mal losgehen, jemand müsse den Startschuss geben.

Gabor Steingart
Gabor Steingart, Ausschnitt aus Originalfoto. Foto: © Raimond Spekking / CC BY-SA 4.0 (via Wikimedia Commons)

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Coronakrise: Die Deutschen entdecken plötzlich Aktien!

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Ziemlich genau ein halbes Jahr ist vergangen, seitdem die Coronakrise die Aktien auf ihren tiefsten Stand drückten. Anschließend folgte mit einem Lockdown ein einmaliger Stillstand im Berufs- und Alltagsleben der Menschen in Deutschland. Die Konsumenten gaben zwangsläufig weniger aus als vor der Coronakrise, auch unter Berücksichtigung des geringeren Einkommens seit dieser Zeit. Was sie mit ihrem Geld anstellten, ergab eine Umfrage im Auftrag der Postbank – mit teilweise überraschenden Erkenntnissen.

Coronakrise: Die Zurückhaltung der Konsumenten

Wie veränderte die Coronakrise das Konsumverhalten der Deutschen? Dieser Frage ging das Marktforschungsunternehmen Kantar im Auftrag der Postbank nach. Die Ergebnisse:

Drei Viertel der Bundesbürger gaben weniger aus als zuvor, am meisten – 82,4 Prozent die 20 bis 29-Jährigen, die geringste Zurückhaltung bei den über 60-Jährigen mit 64,2 Prozent.
Da aber insgesamt die Einkommenseinbußen im Lande aufgrund von Zuschüssen, Kurzarbeitergeld u.a. moderat ausfielen, muss Geld gespart worden sein. Und zwar bei diesen Ausgaben:

  • Urlaub 46,2 Prozent
  • Gaststättenbesuche 39,6 Prozent
  • Hobby 31,7 Prozent
  • Mode 28,1 Prozent …..

Am geringsten waren die Sparmaßnahmen bei:

  • Genussmitteln (Alkohol, Zigaretten) 14,1 Prozent
  • Lebensmitteln 7,2 Prozent
  • Altersvorsorge 6,5 Prozent

Damit verbleibt ein Viertel der Bevölkerung, welches keine Ausgabenänderungen durchgeführt haben.

Wohin floss das Eingesparte?

Bei der Betrachtung der Sparziele treten doch einige Tugenden der Deutschen zu Tage – auch und gerade während der Coronakrise. Bei den Sparzielen nannten die Befragten:

  • Rücklagen für unerwartete Ausgaben 39,5 Prozent
  • Altersvorsorge 36,6 Prozent
  • Persönliche Muße 31,6 Prozent
  • Rücklagen für Krisenzeiten 28,9 Prozent
  • Erwerb von Wohneigentum 12,5 Prozent
  • Renovierungen 12,0 Prozent
  • Autokauf 11,6 Prozent
  • Rücklagen für Kinder 10 Prozent
  • Fast 13 Prozent konnten oder wollten überhaupt nichts zurücklegen.

Die Überraschung: Engagement in Aktien

Um diese Ziele wie Altersvorsorge und Weiteres zu erreichen, haben viele Sparer ausgerechnet in der Coronakrise mit all den Katastrophe-Nachrichten ihr Engagement in Aktien verstärkt. 3,2 Prozent tätigten zum ersten Mal eine Anlage in Aktien, 7,2 Prozent verstärkten ihre Wertpapierkäufe. Wie bereits schon öfters berichtet, macht 2020 das Sparplanprinzip in Deutschland die Runde. Mit 62 Prozent war die Anlage in Aktien seit dem Ausbruch der Coronakrise das bevorzugte Investment, gefolgt von ETFs (39,8 Prozent), Investmentfonds (22,2 Prozent), Zertifikate (13,9 Prozent), ganz am Ende Anleihen und Optionsscheine. Sollten deutsche Anleger tatsächlich einmal antizyklisch ins Geschäft mit Aktien eingestiegen sein?

Fazit

Auch wenn das gesamte Finanzsystem in einer sehr angespannten Lage ist und man jederzeit mit heftigen Korrekturen rechnen muss (vor allem in den kommenden Jahren) ist die Fokussierung auf Aktien von neuen Anlegern vermutliche keine schlechte Entscheidung. Die finanzielle Repression läuft – und die Zinsen haben nach vier Jahrzehnten ihren Nullpunkt erreicht. Eine (Leit-)Zinsanhebung ist aus faktischen Gründen auf lange Zeit obsolet und Zinsanlagen ergeben (gewollt) keine Rendite.

Aber die Wirtschaft muss weiter laufen, wie nach jeder Krise – und viele Aktien werden ihren Wert behalten, viele Anleihen dagegen nicht. Keiner hat eine Glaskugel. Aber ohne Wirtschaft, keine Einkommen, keine Steuereinnahmen, kein funktionierender Staat und ……kein Aktienmarkt. Banal aber wahr.

In der Coronakrise entdecken die Deutschen plötzlich Aktien

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