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Aktien

Deutsche Bank-Aktie auf Allzeittief unter 9 Euro – was ist da los?

Redaktion

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Die Deutsche Bank-Aktie ist heute unter ihr Tief vom 31. Mai gefallen, wo sie bei 9,06 Euro notierte. Heute ging es schon runter bis auf 8,76 Euro – ein Allzeittief und ein Desaster! Aktuell notiert sie bei glatt 9 Euro. Im folgenden Langfristchart ist es gut zu sehen – die zweite große Abwärtswelle setzte in der Aktie Anfang 2018 ein, ausgehend bei einem Preis von 17 Euro.

Aktuell ist die Deutsche Bank-Aktie auch der schlechteste Performer im Stoxx 600 Banken-Index. Der ist im Jahr 2018 um 14% gefallen, die Deutsche Bank aber um satte 44%. Von Tradern und großen Medien hört man aktuell, dass es die Flucht aus dem Risiko sei, weshalb die Aktie fällt. Die Angst sei da, dass die Kreditrisiken sich in ganz Europa erhöhen. Und da sei die Deutsche Bank eben das schwächste Glied in der Kette, um es sinnbildlich auszudrücken.

Im Klartext: Wenn der Gesamtmarkt Angst hat, wird das am Stärksten verkauft, das vermeintlich (!) die geringste Werthaltigkeit hat. Am Devisenmarkt sah man diesen Effekt in den letzten Wochen beim argentinischen Peso. Alle Welt hatte sich eingeschossen auf das Land, trotz umfangreicher Reformen und einer neuen wirtschaftsfreundlichen Regierng. Auch hier fiel der Peso immer weiter. Ähnlich mag es aktuell dem neuen Deutsche Bank-Chef Christian Sewing ergehen.

Sollte er auch noch so schnell Reformen vorantreiben, Kosten senken etc. Im aktuellen pessimistischen Sentiment nützt das alles nichts. Sind Kurse unter 10 oder sogar 9 Euro Kaufkurse bei der Aktie? Letztlich wissen wir das auch nicht. Fair ist immer das, was der Markt mit dem aktuellen Kurs aus der aktuellen Lage macht. Die DZ Bank beispielsweise ist der Meinung, dass die Deutsche Bank-Aktie gemessen am Kurs-Buchwert-Verhältnis äußerst günstig bewertet sei. Die Societe Generale sagt, dass die Bank große Risiken berge, Marktanteile verliere und schwach mit Eigenkapital ausgestattet sei. Es werde noch einige Zeit dauern, bis sich das Haus stabilisiert habe.

Schaut man sich mal die Aktiencharts heute an, dann fällt auf: Die Aktien von beispielsweise UniCredit, BNP Paribas und Santander haben von gestern auf heute alle exakt den selben Kursverlauf wie die Deutsche Bank-Aktie. Es ist also ein europäisches Gesamt-Phänomen, von den diese Aktie aufgrund jahrelanger Misswirtschaft lediglich am Stärksten betroffen ist. Das Motto ist ganz einfach: Immer zuerst auf den Schwächsten einprügeln. An der Börse ist das nun mal ein gängiges Muster. Wo man im Krisenfall am meisten Angst hat Geld zu verlieren, da steigt man zuerst aus.

Dei Deutsche Bank-Aktie seit Ende 2014
Dei Deutsche Bank-Aktie seit Ende 2014.

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Aktien

Markus Koch LIVE vor dem Handelsstart in New York – Impfstoff-Montag 3.0

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Markus Koch meldet sich im folgenden Video LIVE vor dem Handelsstart in New York. Den dritten Montag in Folge veröffentlicht ein Pharmahersteller einen konkrete Impfstoff-Meldung.

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SAP nach Kurssturz antizyklisch kaufen? – Werbung

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Lieber Börsianer,

das war nicht das Gelbe vom Ei, liebe SAP! Während die US-Konkurrenz in den Coronazeiten mit Cloud und anderen digitalen Anwendungen punktet, tritt die europäische Branchengröße auf der Stelle. Unter dem Strich sank der Umsatz um 4 %, während der operative Gewinn sogar um 12 % schrumpfte.

Offensichtlich sind die schwachen Quartalszahlen keine Eintagsfliege. So hat man die Umsatz- und Gewinnprognosen auch für die Jahre 2021 und 2022 gleich nach unten korrigiert. In der Folge erlebte die Aktie einen mächtigen Ausverkauf und verlor zeitweise über 20 % ihres ursprünglichen Wertes. Das kommt einem mittelprächtigen Erdbeben gleich.

Wo hakt es bei der SAP, warum kann das Unternehmen aus Walldorf zunächst nicht an die starken Wachstumsraten der vergangenen Jahre anknüpfen? Ich sehe drei Faktoren:

1)
Negative Währungseffekte: Die Dollarschwäche bzw. Eurostärke hat die Gewinnentwicklung spürbar belastet. Die US-Konkurrenz hingegen profitiert vom weichen Dollar.

2)
Das Covid-Virus: Die Software-Palette des Unternehmens ist nur eingeschränkt Corona-fest. Ein Beispiel: Mit der SAP-Software Concur planen die Unternehmenskunden der SAP Dienst- und Geschäftsreisen ihrer Mitarbeiter. Es bedarf keiner besonderen Erklärung: Diese Anwendung war in diesem Jahr kein Verkaufsknüller, sondern schlichtweg überflüssig.

3)
Schwächen in der Cloud: Aus der Branche hört man, dass SAP derzeit Defizite im Cloud-Geschäft hat. Die Kunden streben in die Cloud, allein SAP konnte nicht immer liefern. Hier gilt also: US-Konkurrenten wie Oracle und Salesforce haben hier die Nase vorne. Deshalb schwächelt das Neugeschäft der SAP.

Gleichwohl haben die Investoren – wie so oft – das Kind mit dem Bade ausgeschüttet. Der Kursrücksetzer war zwar notwendig, aber in seiner Dimension stark übertrieben. SAP verfügt über eine treue Kundenbasis. Rund 74 % des Umsatzes beruhen auf langfristigen Software-Verträgen. Mit anderen Worten: Das Unternehmen wird auch künftig gut verdienen und verfügt über die Mittel, um den technologischen Rückstand im Cloud-Geschäft wettzumachen.

Trotzdem: Kurzfristig ist die SAP-Aktie sicherlich noch kein Kauf. Wie gesagt es wurde schon Porzellan zerschlagen und Vertrauen verloren. Das deutsche Software-Unternehmen muss sich also nun…..

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Achtung Trader: Deutsche Börse führt „Xetra Trade-at-Close“ ein

Claudio Kummerfeld

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Achtung Trader! Ab 24. November bietet die Deutsche Börse für Trades über Xetra eine neue Handelsmöglichkeit an, die „Xetra Trade-at-Close“ Order. Sie bietet laut aktueller Aussage der Deutschen Börse eine zusätzliche Möglichkeit für Handelsteilnehmer zum offiziellen Schlusskurs zu handeln. Der Service steht dann für alle Wertpapiere im Xetra-Handel zur Verfügung. Hier die Details zu dem neuen Angebot im Wortlaut von der Deutschen Börse:

„Schlussauktionen gelten als Säule der Marktstabilität und des Anlegerschutzes. Sie bündeln die Liquidität pro Wertpapier zu einem Zeitpunkt und gewährleisten eine effiziente Preisbildung unter Berücksichtigung aller relevanten Informationen. Xetra Trade-at-Close adressiert die wachsende Nachfrage nach Orderausführungen am Ende des Handelstages“, sagt Michael Krogmann, Geschäftsführer der Frankfurter Wertpapierbörse.

Der neue Service bietet verschiedene Vorteile: Mit Xetra Trade-at-Close können Marktteilnehmer Aufträge auch nach Ende der Schlussauktion auf Xetra eingeben. Sie profitieren davon, zu einem festen Preis zu handeln, ohne an der Preisbildung in der Schlussauktion teilzunehmen. Außerdem erhalten sie eine zusätzliche Möglichkeit, Positionen vor Ende des Handelstages zu schließen und dabei mit zusätzlicher Liquidität im börslichen Handel zu interagieren.

Wird die Option Trade-at-Close für eine Order ausgewählt, werden Aufträge, die in der Schlussauktion nicht ausgeführt wurden, automatisch in die Trade-at-Close-Phase übertragen. Während der Trade-at-Close-Phase können auch neue Orders eingegeben werden. Der Schlusskurs wird vor allem von Buy-side-Kunden wie Pensionskassen oder Investmentfonds zur Berechnung von Portfoliorenditen, zur Bewertung von Investmentfonds und als Grundlage für viele Derivategeschäfte verwendet.

Xetra-Bildschirme der Deutschen Börse
Xetra-Bildschirme. Foto: Deutsche Börse AG

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