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Deutsche Bank-Aktie crasht – Amerikaner sehen „beunruhigenden Zustand“ – UPDATE 15:23 Uhr

Redaktion

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Die Deutsche Bank-Aktie rauscht gerade richtig in den Keller. Sie fällt heute um 5,4% auf aktuell 9,39 Euro. Schuld daran sind aktuelle Meldungen aus den USA. So sollen die US-Aktivitäten der Bank in einem „beunruhigenden Zustand“ sein. So zitiert das WSJ Quellen der Federal Reserve. Es ist äußerst selten, dass so eine harte Aussage über eine der großen Player am Markt in den USA getroffen wird.

Dieser “troubled condition”-Status für die Deutsche Bank sei nur Fed-intern verwendet und bereits vor einem Jahr eingeführt worden, und ist als solches bisher nicht an die Öffentlichkeit gelangt. So müsste die US-Niederlassung der Bank beispielsweise Personalentscheidungen mit der Fed abstimmen usw. Das heißt nichts Gutes. Das passt aber ins Bild, denn der neue Deutsche Bank-Chef Sewing hatte jüngst angekündigt das US-Geschäft stark abbauen zu wollen.

Schlummern da noch mehr „Leichen im Keller“? Wohl wegen dieser Ungewissheit rauscht die Aktie momentan in den Keller! Im Chart sieht man den Kursverlauf der Deutsche Bank-Aktie seit gestern Mittag.

UPDATE 15:23 Uhr

Was erfährt man aktuell als Reaktion von der Deutschen Bank? Eine Sprecherin sagt dazu, dass man keine regulatorischen Angelegenheiten bespreche. Die Bank (die Mutter in Deutschland?) sei sehr gut kapitalisiert und habe ausreichende Liquiditätsreserven. Die angesprochenen Probleme würden die Deutsche Bank-Töchter in den USA „DB USA Corp“, „Deutsche Bank Trust Corporation“ und „Deutsche Bank Trust Company Americas“ betreffen. Man habe schon früher bekanntgegeben, dass die Aufsichtsbehörden bei diesen Töchtern Probleme bei Kontrolle und Infrastruktur identifiziert hätten. Man sei hoch fokussiert wenn es darum gehe diese Schwachstellen zu beseitigen. Nach dem Motto „war doch alles schon bekannt, bitte nicht drüber aufregen“.

Deutsche Bank

5 Kommentare

5 Comments

  1. Avatar

    asisi1

    31. Mai 2018 18:21 at 18:21

    mindestens die hälfte der europäischen Bänker müssten im Gefängnis sitzen. aber nein , sie haben ja die Steuerzahler und ihre unverschämten boni-zahlungen!
    je mehr sie mist bauen, desto höher die forderungen. das ist welt verkehrt!
    in einem ordentlichen „Rechtsstaat“, müssen diese lumpen bestraft werden.

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Aktienrückkäufe: Warum ich nicht begeistert bin – Werbung

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Lieber Börsianer,

die langjährige Flutung der Finanzmärkte mit dem billigen Geld der Notenbanken hat mittlerweile zu einigen kuriosen Begleiterscheinungen geführt. Weil Geld nichts mehr kostet, verschulden sich einige Unternehmen bis über beide Ohren. Doch statt in Zukunftstechnologien zu investieren, kaufen sie lieber eigene Aktien zurück – Kurspflege nennt man das. Angeblich geschieht das zum Wohle der Anleger, denn durch die Aktienrückkäufe steigen in der Regel auch die Kurse.

Allerdings ist bei hochverschuldeten Unternehmen Vorsicht geboten. Denn bereits ein geringer Zinsanstieg stellt diese Unternehmen vor arge Probleme. Freilich sind nicht alle Aktienrückkäufe schlecht. Wenn sich das Unternehmen die Kurspflege leisten kann und damit Geld an die Aktionäre zurück gibt, ist das oft besser, als das Geld möglicherweise zu Negativzinsen im Unternehmen zu belassen. Doch vor Übertreibungen müssen Sie sich schützen.

Das Spielcasino ist eröffnet

In den USA sind mittlerweile nicht mehr Privatanleger, Pensionsfonds und Vermögensverwalter die größten Aktienkäufer, sondern die Unternehmen selbst. Das freie Spiel von Angebot und Nachfrage wird damit außer Kraft gesetzt. In den vergangenen zehn Jahren gaben die 500 Unternehmen des S&P 500 die gigantische Summe von fünf Billionen Dollar für eigene Aktien aus. Das entspricht in etwa dem Bruttoinlandsprodukt von Japan, der viertgrößten Volkswirtschaft der Welt.

90% der Unternehmen haben dafür mehr als die Hälfte ihrer Gewinne investiert. Das Geld fließt also nicht mehr in Fabriken, Maschinen, Produkte und Jobs sondern wird für die eigene Kurspflege eingesetzt. Die Big Player erhalten damit den Status Quo und überlassen die Entwicklung neuer Technologien den Start-Ups und der Konkurrenz aus Fernost.

Nicht unbedenklich ist dabei, dass vor allem in den USA ein Teil der Vorstandsvergütung an die Entwicklung des Aktienkurses geknüpft ist. Die Manager tun sich also vor allem selbst etwas Gutes, statt an die langfristige Konkurrenzfähigkeit Ihres Unternehmens zu denken. Wenn Aktien in solch riesigem Umfang zurückgekauft werden, dann handelt es sich um einen ernsten Eingriff in die Preisbildung der betreffenden Aktien.

Apple schlägt besonders gerne zu

Der größte Käufer eigener Aktien ist ausgerechnet Apple. Jetzt könnte man einwenden, dass Apple auch Milliardengewinne erzielt und sich deshalb die Rückkäufe leisten kann. Das ist prinzipiell richtig. Doch selbst Apple übertreibt mittlerweile. Im vergangenen Jahr wurden Anteile im Wert von 72 Milliarden Dollar zurückgekauft. Der freie Cashflow lag deutlich darunter. Selbst die Gewinnmaschine Apple nimmt also mittlerweile Fremdkapital auf, um Aktienrückkäufe zu finanzieren. Das wurde sogar von offizieller…..

Wollen Sie meine komplette Analyse lesen?

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